Eine konfabulierteKonfabulation ist »die Produktion von objektiv falschen Aussagen« bzw. von Märchen (lat. fabula), wobei der Konfabulierende von der Gültigkeit seiner Aussagen mehr oder weniger fest überzeugt ist. Es kann eine hirn­organische Störung zugrunde­liegen oder auch der bei Gesunden gelegentlich vorkommende Drang, sich an mehr zu erinnern, als tatsächlich der Fall ist (z.B. bei Kindheits­erinnerungen oder bei der Befragung eines Zeugen vor Gericht; es sind sog. provozierte K.).
  Die spontane K. liegt vor, wenn die Fähigkeit gestört ist, eigene Einfälle von realen Sach­verhalten zu unterscheiden. (»Patients with Korsakoff's syndrome characteristically confabulate by guessing an answer or imagining an event and then mistaking their guess or imagination for an actual memory. [Wikipedia]«
Realienkunde, ein Thesaurus, bar jeder Notwendigkeit assoziiert, eine Sammlung von Marginalien, über die im Unklaren zu bleiben, ich nicht auf mich nehmen wollte. Dem geneigten Leser im jeweiligen Kontext unterbreitet, in alphabetischer Ordnung. Anregungen für weitere Stichworte werden gerne entgegengenommen.

Mitteilen muß ich…

…alles aus dem innersten Kern meiner Seele. Ich möchte hinter den vielen Buchstaben, die ich hier schon hingeschrieben habe, auch einmal als Person hervortreten, ganz ungeschützt und ausdrücklich:

Click to view my Personality Profile page

Nach den Forschungsergebnissen von Carl Jung und zwei anscheinend irgendwie verwandten Frauen mit den Nachnamen Briggs Myers und Cook Briggs, die auf einer in pastellfarben gehaltenen Webseite zu 16 verschiedene Persönlichkeitstypen destilliert werden, nach diesen Forschungsergebnissen also und nach Auskunft eben jener pastellenen Seite ist mein Persönlichkeitstyp: »Der Ingenieur«.
Es gibt noch viel mehr über mich zu erfahren, für mich und alle meine hypothetischen Leser: Mein Temperament ist »intellektuell«, meine primäre Funktion (oder der primär auf Außenreize reagierende Funktionskreis innerhalb meines Innenlebens – oder was ist wohl mit »primary function« gemeint?): »introvertiertes Denken«. Und alle Seelentätigkeiten, die ich bevorzuge, sind in den Lettern INTP zusammengefasst: »Introverted, iNtuition, Thinking, Perceiving«. Und nach einer anderen Webseite, die wohl als das Zentralorgan für Menschen wie mich gedacht ist, muß man sich mich (muß ich mir mich) so vorstellen:

»The INTP is above all a thinker and his inner (private) world is a place governed by a strong sense of logical structure. Every experience is to be rigorously analysed, the task of the INTP’s mind is to fit each encountered idea or experience into a larger structure defined by logic.«

Es werden auch Karrierevorschläge unterbreitet, eine lange und alphabetisch geordnete Liste, aus der ich meine Lieblingsberufsphantasien nennen möchte. (Und, wer weiß – ich schon, aber nicht jeder derjenigen, die hypothetisch dies lesen – vielleicht ist darunter ja auch mein wirklicher Beruf?) Also: Archäologe, Förster, Geschichtswissenschaftler, Ermittler (aber von was?), Photograph, Psychiater und ein Berufsbild, das aus dem englischen wohl kaum zu übersetzen ist: »Technical Writer« (ist das ein Autor, ein Schriftsteller, der ein besonders guter Techniker ist, so wie ein besonders guter Fußballer eben auch ein guter Techniker ist, oder ist das ein Schriftsteller, der insbesondere über Technik schreibt – vielleicht Gedichte? – oder ein Autor, der an einem Schriftstück das technische Ausarbeitet: die Grammatik und die Abfolge von bestimmten Inhalten?)

Zuletzt noch, um das Bild zu vervollständigen, will ich nicht verhehlen, wer mit meinem Innenleben schon zu Ruhm und Ehre gelangt ist (wir sind ein kleiner Kreis, wir INTPs, nur 4% der männlichen Weltbevölkerung). Wie ich waren also: Carl Jung höchstselbst, Darwin, Descartes, Brent Spiner (der Darsteller von Data aus »Star Trek« – Data selbst übrigens ist auch ein INTP) und, worüber ich mich am meisten wundere und freue (auch weil ich mich frage, wann dieser letzte wohl einen Fragebogen über seine Persönlichkeit ausgefüllt hat und da ja zu bedenken ist, daß über ihn überhaupt kaum etwas verlässliches gewußt wird – aber da geht wohl meine Persönlichkeit mit mir durch, zu der es ja auch, wie ich nun weiß, dies gehört: »very experience is to be rigorously analysed, the task of the INTP’s mind is to fit each encountered idea or experience into a larger structure defined by logic«), auch wie ich war sogar Sokrates. Da bleibt mir nur in ein erstauntes Γνῶθι σεαυτόν auszubrechen.

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Ein Kommentar

  1. Janus
    Erstellt am 6. September 2008 um 16:58 | Permanent-Link

    Ich habe eine Tabelle gefunden, in der verschiedene Versuche zusammengestellt werden, das chaotische menschliche Seelenleben nach vier Typen zu ordnen. Ich gehöre, meinem Temperament nach, zu denjenigen, die »intuitiv denkend« zu den Dingen stehen, das habe ich ja schon offenbart. Aber was bedeutet das?
    Nach Galen, einem antiken Arzt, bin ich Phlegmatiker. Das klingt doch schon problematisch und interessant. Nach Aristoteles gewinne ich meine Freude aus dem Denken, dem Erörtern von Problemen. Und gemäß Abū ʿAlī al-Ḥusayn ibn ʿAbd Allāh ibn Sīnā oder Avicienna, der im frühen Mittelalter gelebt hat, ist mein Temperament kalt und feucht. Die neugierigen Sylphen, ätherische Geister, zarte Luftgestalten, hat Paracelsus als meine Verbündeten erkannt.
    Nach den neuzeitlichen Persönlichkeitstheoretikern kann noch nachgetragen werden: ich bin skeptisch, strebe nach Macht (und das als Phlegmatiker), bin weder künstlerisch, religiös noch wirtschaftlich eingestellt, sondern – Theoretiker. Und dann noch, diese besonders poetische Formulierung meines Charakters: Ich gehöre zu den Angehörigen des Prometheus auf diesem Erdenklumpen.

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    »I wanted to amplify that quite explicit but often entirely invisible friction that's constantly surrounding us between things that we do and the consequences of our actions...« (3. 2. / 17 Uhr)

    »Was heißt es anders als der Vernunft entsagen, wenn iemand ein höchstes Wesen läugnet, das alle Dinge erhält, regirt, und was ewig im Begrif ist, aus einander zu fallen...« (24. 1. / 12 Uhr)

    »Was ist für ein fixer Punkt meines unveränderlichen Daseyns in mir, vermöge dessen ich trotz alles Abreibens und Wegdünstens der Materie doch immer der Nämliche bin? [...] (18. 1. / 12 Uhr)

    »Im Schlaf empfand er Schmerz. Gern und oft, u. geschickt bringt die Phantasirende Seele im Traum ihr bilderreiches Spiel mit der Disposition u. den Empfindungen des Körpers in Verbindung. (17. 1. / 13 Uhr)

    »Je befriedigender die Gegenwart ist, desto zufridener Ruht auf ihr das Auge; wozu alsdann der Blick in die Zukunft, der mehr zehrt als sättigt?« (J.P. Hebel, Notiz zu Ps. 45) (17. 1. / 12 Uhr)

    Und weiterhin der Ichneumon, von dem Plinius zu berichten wusste, daß er schlafenden Krokodilen in den Leib kriecht, um deren Herz an Ort und Stelle zu fressen. (13. 12. / 14 Uhr)

    Philander von Sittewalt — ein Name, der ohne alles weitere auskommt; ohne seinen Träger wüssten wir nicht, daß das Dunkle notwendige Zutat für gutes Munkeln ist. (13. 12. / 14 Uhr)

    Der deutliche, gutturale Widerwille beim Gedanken an wirkliche Spezialisierung(7. 12. / 13 Uhr)

    die flöte an den mund, den topf ans feuer, den stul an die wand, (15. 11. / 22 Uhr)

    »Everyone is beautiful, traffic like a funeral
    And everybody tries to keep in touch«(24. 10. / 8 Uhr)

    Das merkwürdige Erscheinungsbild der Auflösung, die den Mond befallen hat, an einem Abend, der den Herbst mit wenig letztem Licht auf die Häuser streicht, (10. 9. / 20 Uhr)

    »... — nur ein Weiser, der die Sehnen und Fasern des menschlichen Herzens oft und mit Glück entwickelt, und die Einbildungskraft bis in ihre feinsten Blutgänge zergliedert hat — ... « (6. 9. / 12 Uhr)

    »Von dem hochgelegenen französischen Viertel schob sich langsam wie ein Lavastrom eine Masse von Schmutz, Abfall, geronnenem Blut, Gedärmen, Tier- und Menschenkadavern. (2. 9. / 22 Uhr)

    Protohorror: Und der Mensch, in dem der böse Geist war, stürzte sich auf sie und überwältigte sie alle und richtete sie so zu, daß sie nackt und verwundet aus dem Haus flohen. (Apg. 19,16) (2. 9. / 21 Uhr)

    »A snake can shed its skin but never change. « (I Like Trains) (2. 9. / 21 Uhr)

    Incensol ist ein Anxiolytikum und zwar der Wirkstoff im Harz der Boswellia sacra. Das sollte man nicht außer Acht lassen. (31. 8. / 14 Uhr)

    Man könnte einiges daraus ableiten, daß wir heute nicht mehr wie früher vom »Lüfteplan«, sondern vom »Luftraum« sprechen.(30. 8. / 12 Uhr)

    »I don't think the human race will survive the next thousand years, unless we spread into space. There are too many accidents that can befall life on a single planet.« (Stephen Hawking) (29. 8. / 13 Uhr)

    »In diseme versinket de geluterte verklerte geist in daz götteliche vinsternisse, in ein stille swigen(25. 8. / 11 Uhr)

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