Monatliches Archiv: Dezember 2009

Pulver

Das Pulver verschossen
Taub fallen die Kugeln
Auf halber Strecke
In den klammen Sumpf
Das Heft aus der Hand
Zu den Akten gelegt
Die Klinge ist stumpf
Schneidet die Luft
Im stickigen Zimmer
Nur eben noch
Der Gemeinplatz ist
Kopfsteingepflastert
Dort bietet eine
Blaue Müdigkeit
Maulaffen feil
Bis alles du
Unter schwere-
Losem Lachen
Niederreitest.

Veröffentlicht in Poetischer Apoplex | Getagged , , , , | Kommentieren

Lingua

Eine Sprache zu haben,
Wie den Dialekt der Geröllhalde,
Der gesprochen wird im Wind,
Um den Wolken Nachricht zu geben.
Eine Sprache, wie
Das Knirschen von Steinen am Grund
Eines Grabens zu haben,
Zum Beispiel jener Graben,
Der dem Heiligen Andreas
Zur Ehre gereicht.
Eine dürftige Sprache
Nach den wenigen Hauptregeln der
Syntax des Stockens zu sprechen,
Deren Wortschatz gänzlich
Auf einem Bogen Papier steht,
Fleckig und gezeichnet von
Faltnarben, an […]

Veröffentlicht in Poetischer Apoplex | Getagged , , , , , , , | Kommentieren

Schlote

Die Wolken bis zum Horizont
Scheinen einer Dreifaltigkeit
Von hohen Schloten
Entstiegen zu sein
Schmutzig grau wie
Ein rußiges Laken
Liegen sie dort und
Fressen allmählich
Die Stadt.

Veröffentlicht in Poetischer Apoplex | Getagged , , , , , | Kommentieren
  • Rauhfaseln?

    Zum Beispiel so:

    Frau (singend):
    Warm ist das Blut,
    heiß ist das Sterben
    Und bald singt die Säge,
    Es soll nichts verderben
    In Kehlen und Mägen
    Schneide ich Klüften
    Ja, das ist mein Leben
    Und so lebt sich’s gut!

    Hier gibt es mehr davon, Worte auf Worte, dem geneigten Leser präsentiert in mehreren Versuchsanordnungen.

  • Zufällig…