Eine Elster sitzt, sie saß, sie ist schon ausgeflogen; eine Elster saß schräg oben, auf dem höchsten Punkt im Umkreis meines Fensterrahmens; Elster wohl, denn sie war schwarz und weiß, so stand sie schwarz und weiß auf Blau, auf hellem Blau, der Himmel ist vom Winter ausgemergelt; der Himmel, und in ihn hinein sticht, worauf die Elster saß, gleich einem Pflock und Pfahl und einer langen Nadel, gleich manchem anderm noch: eine Antenne, metallen; wer könnte wissen, woraus Antennen gefertigt sind und warum sie die Form eines Kreuzes haben, das herumgedreht wurde an der senkrechten Symmetrieachse? Vielleicht damit sich die Wellen besser hineinsenken, längs der senkrechten Symmetrieachse, in den Fernsehschirmspeisenden Draht; so ist es nun ein doppeltes Kreuz dort oben auf dem First, aus irgendeinem Stahl vielleicht und stahlgrau geradewegs gerichtet zum Stich in Mutter Himmels sanften, von der Kälte blauen, weichen Bauch. Dort saß, sie sitzt nicht mehr, die Elster. Sonderbar: sie war das einzig lebende, ein weiß-schwarzes Wesen im ganzen Umkreis meines Fensterrahmens, jetzt ist gelieben: roter Stein und dunkel ausgehöhlte Fenster unter Sonnenschein; Schein, der mager ist heut morgen. Nichts, wirklich nichts – man kann so kategorisch sein – regt sich mehr, nachdem nun diese eine Elster ausgeflogen ist in schwarz und weiß auf hellem Blau von mager kaltem Himmel. Da sind noch letzte Spuren zwar, auf Leben deutend, das, man weiß es nicht, unter der Hand vielleicht verflogen ist: es sind da kahle Sträucher noch in verwaisten Blumenkästen, schlaffe Gardienen auch und Schüsseln, Wellen zu Empfangen von weiter her, als die Antenne überblickt, von nirgendwo, dahin das Leben nun gegangen ist.
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Rauhfaseln?
Hier gibt es Worte auf Worte, dem geneigten Leser präsentiert in mehreren Versuchsanordnungen.
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Ein Kommentar
Spannende Antennenwacht!