Eine konfabulierteKonfabulation ist »die Produktion von objektiv falschen Aussagen« bzw. von Märchen (lat. fabula), wobei der Konfabulierende von der Gültigkeit seiner Aussagen mehr oder weniger fest überzeugt ist. Es kann eine hirn­organische Störung zugrunde­liegen oder auch der bei Gesunden gelegentlich vorkommende Drang, sich an mehr zu erinnern, als tatsächlich der Fall ist (z.B. bei Kindheits­erinnerungen oder bei der Befragung eines Zeugen vor Gericht; es sind sog. provozierte K.).
  Die spontane K. liegt vor, wenn die Fähigkeit gestört ist, eigene Einfälle von realen Sach­verhalten zu unterscheiden. (»Patients with Korsakoff's syndrome characteristically confabulate by guessing an answer or imagining an event and then mistaking their guess or imagination for an actual memory. [Wikipedia]«
Realienkunde, ein Thesaurus, bar jeder Notwendigkeit assoziiert, eine Sammlung von Marginalien, über die im Unklaren zu bleiben, ich nicht auf mich nehmen wollte. Dem geneigten Leser im jeweiligen Kontext unterbreitet, in alphabetischer Ordnung. Anregungen für weitere Stichworte werden gerne entgegengenommen.

Das Denken, das schwimmt

Eine geometrische Darstellung zum "Satz von Pascal", d.i. Blaise Pascal

Auf jeder Hand Inschriften, eingeritzt in ältester Sprache, zum Beispiel da im Winkel, wo zwischen Daumen und Zeigefinger die Haut in Falten geht. Was ist der Hintergedanke, der zu den Linien führte, wie ein trockenes Hügelland, geritzt und durchschnitten von Wadis und Klüften. Und noch an der Kuppe des kleinsten Fingers ein Buch im Mikrofilm, eine infinitisimale Schraffur, wer hat sie und zu welchem Zweck dort eingeritzt?

Das undeutliche Brennen in der Brust, das schwelende Bersten, das gleich unter der Haut oder an die Rippen von innen gepreßt den Atem verflacht. Es gibt doch keinen Grund, alles ist geordnet, der Notstand ist ausgesetzt bis auf unbestimmte Zeit – und doch ist die Brust in eine Presse gespannt und alles wird merkwürdig und tiefer dadurch. Doch wohl nur zum Schein und vielleicht durch die Stille, die den Bogen überspannt hat. Der Bogen streicht über eine Saite, die vom Brustbein in gerader Linie zum Magen verläuft.

Wie kommt es, daß einer in Dunkelheit sitzt, die Augen geflutet mit Bildern. Und zuhören will dem einzelnen Atmen, das doch kaum anders als das eigene ist. Im Dunkeln und reglos zu sitzen – hier ist nichts zu erfahren, es ist nichts zu berichten und es tickt fort die Zeit. Und doch spricht das Atmen, das schläft und das träumt, spricht in langen Sätzen aus Pausen. Es spricht – und mit jedem neuen Verfließen klafft größer die Ahnung im schwindenden Selbst. Es läßt sich nicht fassen. Und doch bleibt das Warten, das Finden vielleicht.

Vielleicht wäre doch etwas in der Welt wie Zusammenhang? Wenn, nach dem Verschwinden des Außen im Dunklen, doch etwas bliebe, etwas außer den Augen, die bloß nichts mehr sehn. Wenn man denn hätte, zu hängen daran, mehr als den Nebel? Es bleibt da etwas und es bleibt doch auch fest, denn nichts, was bloß eins ist, kann sein. Und die Güte, die Liebe entsteht aus der Ferne und man sät sie ganz nah. So ist noch was da, was nicht nur ein Traumbild nur ist, und doch ist es nurmehr ein Bild, das vom Schatten her treibt, ins Denken, das schwimmt.

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  • Kurzum


    »I wanted to amplify that quite explicit but often entirely invisible friction that's constantly surrounding us between things that we do and the consequences of our actions...« (3. 2. / 17 Uhr)

    »Was heißt es anders als der Vernunft entsagen, wenn iemand ein höchstes Wesen läugnet, das alle Dinge erhält, regirt, und was ewig im Begrif ist, aus einander zu fallen...« (24. 1. / 12 Uhr)

    »Was ist für ein fixer Punkt meines unveränderlichen Daseyns in mir, vermöge dessen ich trotz alles Abreibens und Wegdünstens der Materie doch immer der Nämliche bin? [...] (18. 1. / 12 Uhr)

    »Im Schlaf empfand er Schmerz. Gern und oft, u. geschickt bringt die Phantasirende Seele im Traum ihr bilderreiches Spiel mit der Disposition u. den Empfindungen des Körpers in Verbindung. (17. 1. / 13 Uhr)

    »Je befriedigender die Gegenwart ist, desto zufridener Ruht auf ihr das Auge; wozu alsdann der Blick in die Zukunft, der mehr zehrt als sättigt?« (J.P. Hebel, Notiz zu Ps. 45) (17. 1. / 12 Uhr)

    Und weiterhin der Ichneumon, von dem Plinius zu berichten wusste, daß er schlafenden Krokodilen in den Leib kriecht, um deren Herz an Ort und Stelle zu fressen. (13. 12. / 14 Uhr)

    Philander von Sittewalt — ein Name, der ohne alles weitere auskommt; ohne seinen Träger wüssten wir nicht, daß das Dunkle notwendige Zutat für gutes Munkeln ist. (13. 12. / 14 Uhr)

    Der deutliche, gutturale Widerwille beim Gedanken an wirkliche Spezialisierung(7. 12. / 13 Uhr)

    die flöte an den mund, den topf ans feuer, den stul an die wand, (15. 11. / 22 Uhr)

    »Everyone is beautiful, traffic like a funeral
    And everybody tries to keep in touch«(24. 10. / 8 Uhr)

    Das merkwürdige Erscheinungsbild der Auflösung, die den Mond befallen hat, an einem Abend, der den Herbst mit wenig letztem Licht auf die Häuser streicht, (10. 9. / 20 Uhr)

    »... — nur ein Weiser, der die Sehnen und Fasern des menschlichen Herzens oft und mit Glück entwickelt, und die Einbildungskraft bis in ihre feinsten Blutgänge zergliedert hat — ... « (6. 9. / 12 Uhr)

    »Von dem hochgelegenen französischen Viertel schob sich langsam wie ein Lavastrom eine Masse von Schmutz, Abfall, geronnenem Blut, Gedärmen, Tier- und Menschenkadavern. (2. 9. / 22 Uhr)

    Protohorror: Und der Mensch, in dem der böse Geist war, stürzte sich auf sie und überwältigte sie alle und richtete sie so zu, daß sie nackt und verwundet aus dem Haus flohen. (Apg. 19,16) (2. 9. / 21 Uhr)

    »A snake can shed its skin but never change. « (I Like Trains) (2. 9. / 21 Uhr)

    Incensol ist ein Anxiolytikum und zwar der Wirkstoff im Harz der Boswellia sacra. Das sollte man nicht außer Acht lassen. (31. 8. / 14 Uhr)

    Man könnte einiges daraus ableiten, daß wir heute nicht mehr wie früher vom »Lüfteplan«, sondern vom »Luftraum« sprechen.(30. 8. / 12 Uhr)

    »I don't think the human race will survive the next thousand years, unless we spread into space. There are too many accidents that can befall life on a single planet.« (Stephen Hawking) (29. 8. / 13 Uhr)

    »In diseme versinket de geluterte verklerte geist in daz götteliche vinsternisse, in ein stille swigen(25. 8. / 11 Uhr)

    »Übergroße Lichtmengen (Blitz) oder überraschende Schatten im Gesichtsfeld, (20. 8. / 20 Uhr)

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