Steht alles in mir schweigend still,
Der Himmel wölbt sich leer.
Lichter treiben in die Nacht,
In mir dreht sich und erwacht
Mein alter Freund aus Teer,
Der mir den Mund kalfatern will,
Die Ohren und das Herz.
Mit Schmerz, gezogen wie ein Draht,
Vernäht er meine Rippen.
Er bläst mir seinen Atem ein,
Verklebt mir meine Lippen.
Und was in mir gezittert hat –
Im Dunklen hin zu dir –,
Wird jetzt herausgeschnitten.
Ich stehe und ich taste dumpf
Die Wundenränder ab.
Sieh, dort liegt ein kalter Stumpf
Im Lampenfeuchten Grab,
Sieh, dort liegt mein nackter Drang
Zu dir, den ich begaffe.



Ein Kommentar
Hi
Meine Arbeit gefällt mir im Zusammenhang mit deinem Gedicht.
Ich freue mich, wenn du wieder einmal eine meiner Arbeiten zur Illustration deiner Texte benutzt. Hinterlasse mir aber bitte eine kurze Notiz, damit ich auf dem Laufenden bleibe ;-)
Cheers – pgART
http://pgart.wordpress.com/2009/07/14/25-meters-tinned-metal-wire/
Ein Trackback
[…] Rauhfasler schreibt ein Gedicht zu meiner Arbeit 25 Meters – Tinned Metal Wire […]