Eine konfabulierteKonfabulation ist »die Produktion von objektiv falschen Aussagen« bzw. von Märchen (lat. fabula), wobei der Konfabulierende von der Gültigkeit seiner Aussagen mehr oder weniger fest überzeugt ist. Es kann eine hirn­organische Störung zugrunde­liegen oder auch der bei Gesunden gelegentlich vorkommende Drang, sich an mehr zu erinnern, als tatsächlich der Fall ist (z.B. bei Kindheits­erinnerungen oder bei der Befragung eines Zeugen vor Gericht; es sind sog. provozierte K.).
  Die spontane K. liegt vor, wenn die Fähigkeit gestört ist, eigene Einfälle von realen Sach­verhalten zu unterscheiden. (»Patients with Korsakoff's syndrome characteristically confabulate by guessing an answer or imagining an event and then mistaking their guess or imagination for an actual memory. [Wikipedia]«
Realienkunde, ein Thesaurus, bar jeder Notwendigkeit assoziiert, eine Sammlung von Marginalien, über die im Unklaren zu bleiben, ich nicht auf mich nehmen wollte. Dem geneigten Leser im jeweiligen Kontext unterbreitet, in alphabetischer Ordnung. Anregungen für weitere Stichworte werden gerne entgegengenommen.

Sinn[?]brösel #1

Der 1. Teil in der Reihe: Sinnbrösel

Thomas Alva Edison (1847-1931), Erfinder der Glühlampe und anderer erstaunlicher Dinge, z. B. des Mimeographen.

{Hier (übrigens ein sehr lesenswertes Hier!), habe ich einen interessanten Hinweis gefunden. Nämlich auf eine Sammlung von »Six Word Stories«. Ein sehr inspirierendes Leseerlebnis, das mich ermutigt hat, den zwielichtigen, doppelbödischen Teil meines Zitate-Sammelkastens nun doch, aber in verträglichen kleinen Dosen selbstredend, der interessierten Allgemeinheit zu öffnen. Zwei illustre Herrn machen den Anfang.}
Elektrischer Strom ist des kleinen Mannes Ballsaal.
– Wadim Kolporowitsch
Die Nockerln schau′n so madig heut vom Teller.
– Joseph L. Fichtelgrüner
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2 Kommentare

  1. Erstellt am 15. Februar 2009 um 16:12 | Permanent-Link

    Am Schönsten finde ich, wie das alles (der Legende nach) angefangen hat. Ernest Hemingway ließ sich auf die Kneipenwette ein, dass er es schaffe, eine vollständige Geschichte in nur sechs Wörtern zu schreiben. Der vermutlich angetrunkene und dennoch geniale Ernest ging nach Hause und schrieb:
    For sale: Baby shoes, never worn.

  2. Janus
    Erstellt am 17. Februar 2009 um 16:08 | Permanent-Link

    Ich habe tatsächlich in den letzten Tagen mehrmals über Hemingways Erstling aller Six Word Stories nachgedacht. Das liegt wohl tatsächlich an der durchschlagskräftigen Form. Die Texte, die auf der besagten Seite versammelt sind, hatte ich gar nicht als Geschichten, sondern als Aphorismen mißverstanden. Daß man mit sechs Worten den Versuch unternimmt, eine Geschichte zu erzählen, ist ein faszinierender Gedanke.
    Ich habe also vor dem Einschlafen einige Versuche unternommen und bin an der Gattung gescheitert:

    Friedlich entschlafen. Zweifelhafte Umstände. Ermittler Ratlos.
    Gesucht: Frau mit schwarzer Aktentasche. Belohnung!

    Man müßte doch wohl Hemingway sein. Aber immerhin ist das doch ein interessantes Spiel. Vielleicht könnte man die Anforderungen etwas ermäßigen, wenn man auf ein kulturgeschichtlich bewährtes Muster zurückgreift: 5 – 7 – 5, diesmal ganze Worte.
    Zum Beispiel: Die Küche leer von Kindern. – Wissend kommt ein stiller, fremder Mann daher. – Sie fährt auf schiefer Bahn.
    Ich werde mir das für die Zukunft vornehmen.
    Megaphon, danke für die Inspiration!

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  • Rauhfaseln?

    Zum Beispiel so:

    Der Krieg ist ein Ladenbesitzer,
    Und bietet den Spaß billig an.
    Er muß um die Zukunft nicht sorgen,
    Man lehrt ihm mit Gier sein Regal.

    Hier gibt es mehr davon, Worte auf Worte, dem geneigten Leser präsentiert in mehreren Versuchsanordnungen.

  • Zufällig…