-
Rauhfaseln?
Hier gibt es Worte auf Worte, dem geneigten Leser präsentiert in mehreren Versuchsanordnungen.
-
Einloggen
Zufällig…
-
Rauhfasler abonnieren
Kurzum
¶ »Allein im Walde weilen einzeln einsam wir,
Gestutzten Stämmen ähnlich im Gehölz:
Gar mancher neidet mir so glaues Glück,
Wie Höllengauch dem Himmelgänger giert.« → (20. 11. / 14 Uhr)¶ Dem Jüngling aber, welcher frühe
Durch's Beispiel angesteckt, den rechten Pfad verlor,
Sein unerfahrnes Herz bethören ließ, sein Ohr... → (20. 11. / 14 Uhr)¶ »Der Silberblick des Himmels läuft mit zertragenen dunkeln Flocken an.« (Jean Paul) (13. 11. / 10 Uhr)
¶ ...the concomitant of filthy and impure actions, and proceeded to such a degree of voluptousness and sordid uncleanness, → (31. 10. / 13 Uhr)
¶ Kein Gräslein aller Menschen Fleiß
nicht aus der Erd zu bringen weiß. → (31. 10. / 12 Uhr)¶ »Ein müssiger Kopf, ist des Teufels Dopf, in welchem er seine Bosheiten kochet, und denselben mit den Begierdammen ümschieret.« (Siegmund von Birken) → (30. 10. / 10 Uhr)
¶ »Auf solche Weiße gebraucht sich des Redens, allein der Pöbel, welcher nichts bässers noch nützlichers, als der Kunstlehre ermanglend, vorbringen, inzwischen aber nit schweigen, kan.« → (1. 10. / 14 Uhr)
¶ »So passionirt er fürs gute und rechte ist, so wirds ihm doch weniger darinne wohl als im unschicklichen«. (Goethe) → (4. 9. / 14 Uhr)
¶ Jedenfalls solange man es nicht versteht, eignet sich das Gotische und Althochdeutsche gut, um Zaubersprüche auszudenken: »aiva ubilin, ubilê birut, akrana ubila, ubilê gidancha.« → (22. 8. / 11 Uhr)
¶ »sie eileten dem schif zu, jetzund wolt ein jeder mit gewalt hinein, Pelorus liesz nicht zu, schlug viel zu boden, sie erwürgeten einander wie die hund.« (Zitiert nach Grimms Wörterbuch) (15. 8. / 10 Uhr)
¶ »Ists nicht ein wunderding voran,
Das die Warheit nirgend bleiben kan?« → (14. 8. / 14 Uhr)¶ »Pfahl / Mörsel / Spiß / Bley / Beil vnd Stangen /
Rohr / Säge / Flamm / zuschlitzte Wangen / → (14. 8. / 14 Uhr)¶ »iebaʒ iebaʒ erkandte sie
in leide unde ouch in pînen,
daʒ si ein pilgerînen
in dirre unstêden werlde was.« → (2. 8. / 14 Uhr)¶ »Die Geschichte aller Religionen und Philosophien lehrt uns, → (2. 7. / 11 Uhr)
¶ »Bob blutet auf Gary beim Rausschleifen« die poetischen Höhen abendlicher Fernsehunterhaltung. Auf der Mitte des Satzes »Schluß mit Basteln und Werken« wird leider ausgeschaltet. (29. 6. / 20 Uhr)
¶ »Allein/ wie viel verführt das Jrrlicht schnöder Lüste?
Nichts ist/ womit ihr Sinn sich zu vergnügen wüste/
Sie sagen: Jmmer her. Man gibt/ so viel man hat; ...« Hans Assmann von Abschatz, Poetische Übersetzungen, »Unvergüngung/ aus dem Horatius.« (18. 6. / 14 Uhr)¶ er schaut von oben länder hufen gleichen,
und städte löchern; in den engen reichen → (11. 6. / 14 Uhr)¶ Grimms Wörterbuch: »einem den leib mittheilen, in fleischlichem sinne:« → (11. 6. / 12 Uhr)
¶ »Wo viel ist, ist der Teufel, wo nix ist, ist er zweimal.« (Sprichwort) (22. 5. / 10 Uhr)
¶ »...durch dein Gnade hilf mir, das in mir mein Name abgehe und ich zu nichte werde.« (Luther) (9. 5. / 14 Uhr)
Tags
Abgründe Bahnfahren Vögel Zeit Urbane Mirakel Geräusch Tod Erinnerung Brustraum Schatten Nacht Unterderoberfläche Sonne Sonderlinge Regen Alltag Himmel Träume Licht Sprache Wilde Tiere Wahn leere Hüllen Abend Ahnungen Omnia vincit amor Stille Sprachverwicklung Weltbankrott Schlaf Müdigkeit Selbstähnlichkeit Furcht Bürgerliches Leben MorgenPressalbum
Rubriken
- Poetischer Apoplex(588)
- Bewußtseinssturz(97)
- Blendungen(77)
- Erzählen(54)
- Zwischenfälle(47)
- Auf Empfang(44)
- Wegkreuzungen(43)
- Fundsachen(37)
- Ceterum censeo(33)
- digressio(32)
- Wegstücke(21)
- Probleme mit Wörtern(19)
- Mokrys Peripatien(15)
- Stilübungen(13)
- Haikustrom(8)
- Hagiographie(5)
- Überleben(4)
- Vermutung(1)
Energiestand
Alles in allem…
- Texte 1.736
- Wörter 390.764
- Rubriken 41
Statistischer Schlußstrich
- in 34 Jahre, 4 Monaten, 0 Tagen, 17 Stunden, 41 Minuten, 16 Sekunden
-









In mortis atrio
So wie man sagt,
Ist von höchster Stelle
Festgesetzt dein Grab,
Zu irgendwelchen Zwecken:
Als Opfer
Für den sonderbaren Appetit
An Tod und Aberwitz.
Du bist vor Menschenaltern hingeschieden,
Deine Knochen hat der Stein verschluckt.
Viellleicht treibst du
In Gesellschaft von Fossilien
Durch die Zeiten hin,
Wie Trilobiten ebenfalls
Und Urzeitammoniten.
Ich habe Glocken läuten hören,
Als der Vorhang anamnestisch riß,
Zur Dritten Stunde. Heutzutage
Wird das Gewitter aber
Eingespart und die Erhebung auch
Der Toten aus den Gräbern.
Ich habe Glocken läuten hören
Zur Dritten Stunde, die
Mir schon eigentlich entfallen war:
Die kleinen Dinge leben üppig,
Du Monolith des Sterbens bist
Ein Schatten nur darauf –
Ich glaube deinen Tod.
Vielleicht gehst du,
Vom großen Schöpfer aufgeweckt,
Jetzt knochenlos umher –
Ein Geflecht aus Silberfäden –
Und wunderst dich
Wie man mit spitzen Fingern
Dich immerzu hervorholt und
Gewaltig große Worte dir
Zu Häupten schreibt,
König der Opfer du,
Rex, Pantokrator, den
Man außeinanderreißt
Und Worte macht, und Worte.
Die Dritte Stunde war
Mir eigentlich entfallen, und
Dann fand ich plötzlich doch
Erstaunt vom Kreuz einen Splitter
In atrio coronalis,
In mortis atrio –Das Atrium mortis, Unwohlseyn und die wegfallenden »Hauptlebensthätigkeiten…«
Im Vorhof meines Herzens.
Inhalt der Reihe »ne adpropies« [+]
Bitte bewerten!