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	<title>Rauhfasler</title>
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	<description>Verbrauchende Versuche mit Wörtern</description>
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		<title>Raptus solis</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Jul 2010 10:01:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Asche]]></category>
		<category><![CDATA[Schatten]]></category>
		<category><![CDATA[Sonne]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachlosigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Stirnraum]]></category>

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		<description><![CDATA[Frau Sonne liegt mir auf der Brust, Mit beiden H&#228;nden presst sie Meine Stirn, so da&#223; sie langsam trocknet. Sie haucht mir auf die Augen, die Ich schlie&#223;en mu&#223;, vor ihr, die G&#228;nzlich unbekleidet gl&#228;nzt. Wasserstofffeuer gie&#223;t sie Eimerweise &#252;ber mich, Das bis zu den Knochen dringt. Meine Augen schw&#228;rzen sich Hinter ihren Lidern wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/07/amaterasu.jpg" class="floatbox" rev="group:8346 caption:`Bild aus dem Amaterasu-Mythos`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/07/amaterasu-300x260.jpg" alt="" title="Bild aus dem Amaterasu-Mythos" width="300" height="260" class="rand size-medium wp-image-8349" /></a></p>
<p>Frau Sonne liegt mir auf der Brust,<br />
Mit beiden H&auml;nden presst sie<br />
Meine Stirn, so da&szlig; sie langsam trocknet.</p>
<p>Sie haucht mir auf die Augen, die<br />
Ich schlie&szlig;en mu&szlig;, vor ihr, die<br />
G&auml;nzlich unbekleidet gl&auml;nzt.<br />
Wasserstofffeuer gie&szlig;t sie<br />
Eimerweise &uuml;ber mich,<br />
Das bis zu den Knochen dringt.</p>
<p>Meine Augen schw&auml;rzen sich<br />
Hinter ihren Lidern wie<br />
Papier sich auf dem Ofen f&auml;rbt.<br />
Seitw&auml;rts blickend suche ich<br />
Ein letztes Mal noch im<br />
Schatten einer nahen Tanne<br />
Nach einer Ausflucht und mir ist<br />
Vor Augen alles blau gef&auml;rbt,<br />
Davor tanzt &uuml;berall und<br />
Fr&ouml;hlich Scherzend: sie.</p>
<p>So schreibt Frau Sonne sich mir,<br />
Dem n&auml;mlich, der am falschen Fleck<br />
Sich zu ihr legte, sich selbst ein<br />
In den Sehpurpur im<br />
Augenhintergrund &#8212;<br />
Ich f&uuml;ge mich.</p>
<p>&Uuml;ber die Schulter streift<br />
Kalter Atem, als der Wind<br />
Sich schamhaft von uns kehrt &#8211;<br />
Mir jedoch gen&uuml;gt,<br />
Da&szlig; meine Beine l&auml;ngst<br />
Zu schwer zum gehen sind.<br />
Ich bleibe auf dem Liegestuhl,<br />
Dem Altar, dem Opferbett, und warte,</p>
<p>Da&szlig; die Sonne mich<br />
Zu Asche brennt, und hoffentlich<br />
Zuerst die Stirn vertrocknet, dann<br />
L&auml;ge ich f&uuml;r kurze Frist<br />
Noch gl&uuml;cklich<br />
Wortlos unter ihr.</p>
<p>(Und sp&auml;ter dann,<br />
Halbblind im Schatten,<br />
Unverbrannt und schwankend:<br />
Friere ich.)</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Goldgep&#246;kelt</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 10:46:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Gold]]></category>
		<category><![CDATA[Schönheit]]></category>
		<category><![CDATA[Stirnraum]]></category>
		<category><![CDATA[Trockenheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich wollte gerne S&#228;tze denken, Sie sind mir aus dem Mund getrocknet. Meine Augen trinken Salz Aus der Luft, sie ist mit Gold gep&#246;kelt, Aus der Luft, sie ist mit Gold gep&#246;kelt. Und alles sch&#246;ne Steht im Ruch Sich selbst auf Wirkung zu berechnen, Die Stirne z&#228;hlt den Unsinn nach. Menschen, wo man welche sieht, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/07/lambayeque_mask_feline_face.jpg" class="floatbox" rev="group:7508 caption:`Goldmaske aus der Ausgrabungsst&auml;tte Sipán, Peru (Foto: Mylene d&#039;Auriol Stoessel)`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/07/lambayeque_mask_feline_face-300x229.jpg" alt="" title="Goldmaske aus der Ausgrabungsst&auml;tte Sipán, Peru (Foto: Mylene d&#039;Auriol Stoessel)" width="300" height="229" class="rand size-medium wp-image-8356" /></a></p>
<p>Ich wollte gerne S&auml;tze denken,<br />
Sie sind mir aus dem Mund getrocknet.</p>
<p>Meine Augen trinken Salz<br />
Aus der Luft, sie ist mit Gold gep&ouml;kelt,<br />
Aus der Luft, sie ist mit Gold gep&ouml;kelt.</p>
<p>Und alles sch&ouml;ne Steht im Ruch<br />
Sich selbst auf Wirkung zu berechnen,<br />
Die Stirne z&auml;hlt den Unsinn nach.</p>
<p>Menschen, wo man welche sieht,<br />
Murmeln sonderbares bei sich selbst;<br />
Dicke M&auml;nner hieven ihren Leib<br />
In Autos, oder wiederum heraus;<br />
Nicht weit unten sticht’s in meinem Hals.</p>
<p>Ich wollte harte S&auml;tze schlucken<br />
Wie Schwerter oder Fackeln, einerlei.<br />
Die Augen trocknen in der d&uuml;nnen Luft.</p>
<p>Ich kann mit meinem Hirne<br />
Nichts mehr glauben &#8211;<br />
Und ich glaube also<br />
An diesem ausgeflachten Tag:<br />
Nichts um nichts.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Vinaigrette</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Jul 2010 10:09:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Fenster]]></category>
		<category><![CDATA[Gemüse]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensläufe]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Schweigen]]></category>
		<category><![CDATA[Vögel]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie der Lebensweg sich windet Nach dem Urbild dieses St&#252;ckes Kopfsalat Auf meinen Gabelzinken, wie Das Leben hart und gr&#252;n Dort in der Schale liegt: Ihm haften Pfefferk&#246;rner an In &#214;l und Essig, aber Da ist weicher, wei&#223;er K&#228;se, Das ist die Liebe wohl, Die am Gaumen fast von selbst Zergeht und die der Zunge [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/07/blutfink.gif" class="floatbox" rev="group:8201 caption:`Blutfink (Pyrrhula pyrrhula), vorne das M&auml;nnchen, hinten das Weibchen`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/07/blutfink-300x293.gif" alt="" title="Blutfink (Pyrrhula pyrrhula), vorne das M&auml;nnchen, hinten das Weibchen" width="300" height="293" class="rand size-medium wp-image-8204" /></a></p>
<p>Wie der Lebensweg sich windet<br />
Nach dem Urbild dieses St&uuml;ckes Kopfsalat<br />
Auf meinen Gabelzinken, wie<br />
Das Leben hart und gr&uuml;n<br />
Dort in der Schale liegt:<br />
Ihm haften Pfefferk&ouml;rner an<br />
In &Ouml;l und Essig, aber<br />
Da ist weicher, wei&szlig;er K&auml;se,<br />
Das ist die Liebe wohl,<br />
Die am Gaumen fast von selbst<br />
Zergeht und die der Zunge<br />
Hingegeben Schmeichelt.</p>
<p>Dazwischen r&auml;tselhafte Achtelscheiben<br />
Von Zucchini, die dem Gurkenwesen, das<br />
Offen sich dem Kopfsalat verschw&auml;gert,<br />
Hinterh&auml;ltig un&auml;hnlich sind und bleiben, so<br />
Da&szlig; im Erkennen man sich freuen kann,<br />
Im Zucchini leben die Gew&uuml;rze und<br />
Die groben Ziegenk&auml;sew&uuml;rfel k&ouml;nnen<br />
Trotz aller &Uuml;bermacht ihn nicht<br />
Zu Boden zwingen.</p>
<p>Wie das Leben sich, dem Bilde gleich<br />
Des Kopfsalats, kraus in der Sch&uuml;ssel sammelt<br />
Und bleicht, sobald<br />
Man kurz nicht daran r&uuml;hrt.</p>
<p>Wir tauschen Blicke<br />
Durch die Fenstert&uuml;r, du<br />
Sitzt, wo am fr&uuml;hen Morgen noch<br />
Ein Rotkehlchen und ein Blutfink waren &#8212;<br />
Rot, lebendiges Rot wie ein Schnitt im Licht &#8212;<br />
Und ich wandere mit meinem Blick<br />
Sprachlos und ich sinke<br />
In meine Schale und<br />
Denke den Salat<br />
Zur Musik,<br />
Die der Schlaf<br />
In meinem Blut<br />
Zu spielen l&auml;ngst begonnen hat:</p>
<p><em>Make a raft of our bodies<br />
Do you think that it&#8217;ll float?</em></p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Reim auf einen sonderbaren Schatten</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2010/reim-auf-einen-sonderbaren-schatten</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 10:31:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Haare]]></category>
		<category><![CDATA[Käfer]]></category>
		<category><![CDATA[Monstren]]></category>
		<category><![CDATA[Nackt]]></category>
		<category><![CDATA[Schatten]]></category>
		<category><![CDATA[Scherben]]></category>
		<category><![CDATA[Schreien]]></category>

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		<description><![CDATA[Fri&#223; mich, schwarzer Schatten, der Du dort auf meinem Nacken mir Sitzt, und nach mir lange schon Hungerst, wie ich sicher wei&#223;. Der du an meinen Haaren rei&#223;t, Zu billigem Vergn&#252;gen, Mir Teer auf meine Lippen streichst, Mir Scherben in die Augen reibst, Um mir den Schritt zu tr&#252;ben. Mit deinen Langen Armen zwei, Legst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/07/catonine.jpg" class="floatbox" rev="group:8416 caption:`Cat o&#039; Nine Tails. Exemplar des British 83rd Regiment of Foot. 43 cm langer Stock, 53 cm lange Riemen (Canadian Military History Gateway)`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/07/catonine-203x300.jpg" alt="" title="Cat o&#039; Nine Tails. Exemplar des British 83rd Regiment of Foot. 43 cm langer Stock, 53 cm lange Riemen (Canadian Military History Gateway)" width="203" height="300" class="rand size-medium wp-image-8424" /></a></p>
<p>Fri&szlig; mich, schwarzer Schatten, der<br />
Du dort auf meinem Nacken mir<br />
Sitzt, und nach mir lange schon<br />
Hungerst, wie ich sicher wei&szlig;.</p>
<p>Der du an meinen Haaren rei&szlig;t,<br />
Zu billigem Vergn&uuml;gen,<br />
Mir Teer auf meine Lippen streichst,<br />
Mir Scherben in die Augen reibst,<br />
Um mir den Schritt zu tr&uuml;ben.</p>
<p>Mit deinen Langen Armen zwei,<br />
Legst du mir meine Bl&ouml;&szlig;e frei<br />
So da&szlig; ich rasch bedecken mu&szlig;,<br />
Was ich blo&szlig; not- und d&uuml;rftig bin:<br />
Mit abgewetzten L&uuml;gen.</p>
<p>Ich rei&szlig;e Sehnenstr&auml;nge aus<br />
Der Welt, sie wachsen nah<br />
Bei ihren wei&szlig;en Muskeln.<br />
Ich knote drei&szlig;ig Reimen draus</p>
<p>Und schlage r&uuml;ckw&auml;rts hoffend<br />
Dich, Schatten, dort zu treffen<br />
Wo du in meinem Nacken sitzt<br />
Dich einmal hart zu treffen</p>
<p>Aber nicht dein Schreien g&auml;llt<br />
Von den vielen H&auml;userzeilen<br />
Ich vielmehr trage Striemen<br />
Von meinen drei&szlig;ig Riemen<br />
Und meine Augen klaffen</p>
<p>So arg, das jene K&auml;fer aus<br />
Der Hundertmenschen Nasen<br />
Nun meine Lungen nagen,<br />
Und mich mit Schwindel schlagen.</p>
<p>Also fri&szlig; mich, schwarzer Schatten, der<br />
Du fest auf meinem Nacken thronst<br />
Fri&szlig; mich jetzt und fri&szlig; mich ganz</p>
<p>Nur, da&szlig; du meine Leber schonst,<br />
Und darein eine Distel pflanzt</p>
<p>Die soll dann<br />
Viele stechen.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<series:name><![CDATA[Krypto|patho|graphie]]></series:name>
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		<title>Ozon</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 10:03:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Busfahren]]></category>
		<category><![CDATA[Gold]]></category>
		<category><![CDATA[Hitze]]></category>
		<category><![CDATA[Licht]]></category>
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		<category><![CDATA[Sommer]]></category>
		<category><![CDATA[Staub]]></category>
		<category><![CDATA[Weltende]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Busse riechen nach Ozon, Wenn sie vor&#252;berziehen wie Faulende Wale in der Hitze. In den Menschen lodert Ein Schwelbrand, der Das Fett zu Tropfen schmilzt In allen Leibesfalten. Die infraroten B&#228;che, die Vom Himmel brechen, dringen Durch die erste Schicht: Man tr&#228;gt die Au&#223;enwelt Unter der Haut und &#252;berall Fallen h&#228;&#223;lich jetzt die H&#252;llen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/07/wahlskelett.jpg" class="floatbox" rev="group:8113 caption:`Skelett eines Wales mitsamt rudiment&auml;rem Hinterbeinknochen (Quelle: Meyers Konversationslexion 1888)`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/07/wahlskelett-300x86.jpg" alt="" title="Skelett eines Wales mitsamt rudiment&auml;rem Hinterbeinknochen (Quelle: Meyers Konversationslexion 1888)" width="300" height="86" class="rand size-medium wp-image-8119" /></a></p>
<p>Die Busse riechen nach Ozon,<br />
Wenn sie vor&uuml;berziehen wie<br />
Faulende Wale in der Hitze.<br />
In den Menschen lodert<br />
Ein Schwelbrand, der<br />
Das Fett zu Tropfen schmilzt<br />
In allen Leibesfalten.<br />
Die infraroten B&auml;che, die<br />
Vom Himmel brechen, dringen<br />
Durch die erste Schicht:<br />
Man tr&auml;gt die Au&szlig;enwelt<br />
Unter der Haut und &uuml;berall<br />
Fallen h&auml;&szlig;lich jetzt die H&uuml;llen.<br />
Und schlie&szlig;lich, wenig<br />
Vor der D&auml;mmerung,<br />
W&auml;hrend das Sofa sich<br />
Begierig mit dem Leib<br />
Verklebt,<br />
Geschieht es<br />
Auf den staubigen<br />
Wohnzimmerfenstern:<br />
Erstrahlt golden die<br />
Consummatio mundi.</p>


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		<title>Knistern</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2010/knistern</link>
		<comments>http://www.rauhfasler.de/2010/knistern#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 11:00:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Ekel]]></category>
		<category><![CDATA[hilflos]]></category>
		<category><![CDATA[Plakate]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachverwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Straßen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Knistern von Stoffen Das Schl&#252;rfen von Lippen Und &#214;lig eine Wolke Parf&#252;m. In der H&#252;fte ein Lahmen Eine schnatternde Herde Von pickligen M&#228;dchen Und kindliche Jungen &#196;ngstlich mitten darin. Eine keifende Alte B&#228;rtig und bitter, Besorgt um die Ordnung Der &#214;ffentlichkeit. Die Schwerkraft der Masse Das Phlegma der M&#228;gen Ein Plakat mit der Warnung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/07/putenmagen.jpg" class="floatbox" rev="group:6069 caption:`Truthahnmagen. G&uuml;nstig zu beziehen bei Ullrichs Putenhof`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/07/putenmagen-300x225.jpg" alt="" title="Truthahnmagen. G&uuml;nstig zu beziehen bei Ullrichs Putenhof" width="300" height="225" class="rand size-medium wp-image-8093" /></a></p>
<p>Ein Knistern von Stoffen<br />
Das Schl&uuml;rfen von Lippen<br />
Und &Ouml;lig eine Wolke Parf&uuml;m.<br />
In der H&uuml;fte ein Lahmen<br />
Eine schnatternde Herde<br />
Von pickligen M&auml;dchen<br />
Und kindliche Jungen<br />
&Auml;ngstlich mitten darin.<br />
Eine keifende Alte<br />
B&auml;rtig und bitter,<br />
Besorgt um die Ordnung<br />
Der &Ouml;ffentlichkeit.<br />
Die Schwerkraft der Masse<br />
Das Phlegma der M&auml;gen<br />
Ein Plakat mit der Warnung<br />
Vor Z&ouml;liakie.<br />
Und &uuml;ber den K&ouml;pfen<br />
Auf fiedrigen Schwingen<br />
Das Pfeifen am Ende<br />
Eines eklen Katharrhs.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Projektil</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Jul 2010 10:32:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Existenz]]></category>
		<category><![CDATA[Nachmittag]]></category>
		<category><![CDATA[Selbst]]></category>
		<category><![CDATA[Waffen]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Leben selbst, An sich und unbekleidet, Ist eine leere H&#252;lse, die Man ratlos betastet, Die man Zwischen den Fingern Dreht und wendet, Und staunt &#252;ber Das fehlende Gewicht. Was soll man schon Mit blo&#223;er Existenz beginnen, Die, nicht gef&#252;llt Mit einem Projektil, Leer ist und ungeeignet, sie In den Lauf zu spannen, Um dann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/07/shadowgraph-bullet-1.jpg" class="floatbox" rev="group:7984 caption:`Schlierenfotografie eines Projektils im Flug`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/07/shadowgraph-bullet-1-300x207.jpg" alt="" title="Schlierenfotografie eines Projektils im Flug" width="300" height="207" class="rand size-medium wp-image-7985" /></a></p>
<p>Das Leben selbst,<br />
An sich und unbekleidet,<br />
Ist eine leere H&uuml;lse, die<br />
Man ratlos betastet,<br />
Die man<br />
Zwischen den Fingern<br />
Dreht und wendet,<br />
Und staunt &uuml;ber<br />
Das fehlende Gewicht.</p>
<p>Was soll man schon<br />
Mit blo&szlig;er Existenz beginnen,<br />
Die, nicht gef&uuml;llt<br />
Mit einem Projektil,<br />
Leer ist und ungeeignet, sie<br />
In den Lauf zu spannen,<br />
Um dann das Ziel<br />
Mit einem wohlgezielten<br />
Schu&szlig; zu treffen?</p>
<p>Man mu&szlig; sich doch<br />
Aus Blei die Kugeln<br />
Schwitzend selber gie&szlig;en.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>futilis</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Jul 2010 10:30:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Bewußtseinszustände]]></category>
		<category><![CDATA[Gold]]></category>
		<category><![CDATA[Schönheit]]></category>
		<category><![CDATA[Sinnlosigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Staub]]></category>
		<category><![CDATA[Vergeblichkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Ob die h&#246;here Vergeblichkeit Reinigt, was ganz ohne Grund Gefertigt wurde, So da&#223; dann Eine Winterlandschaft bleibt Vor der Innenschau, in der Kahle Zweige Karten zeichnen In den bleichen Himmel, und B&#228;ume dunkle Schnitte sind In der wei&#223;en Haut der H&#252;gel? Ob die h&#246;here Vergeblichkeit, Das Mi&#223;verstehen, oder Das Geheimnis, das Sich auch mit tiefstem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/07/futility-300x192.jpg" alt="" title="&raquo;Futility&laquo;" width="300" height="192" class="rand size-medium wp-image-8011" /></p>
<div>Ob die h&ouml;here Vergeblichkeit<br />
Reinigt, was ganz ohne Grund<br />
Gefertigt wurde, </div>
<div style="margin-left:7em;">So da&szlig; dann<br />
Eine Winterlandschaft bleibt<br />
Vor der Innenschau, in der<br />
Kahle Zweige Karten zeichnen<br />
In den bleichen Himmel, und<br />
B&auml;ume dunkle Schnitte sind<br />
In der wei&szlig;en Haut der H&uuml;gel?</div>
<div>Ob die h&ouml;here Vergeblichkeit,<br />
Das Mi&szlig;verstehen, oder<br />
Das Geheimnis, das<br />
Sich auch mit tiefstem Atem<br />
Nicht ganz von Staub<br />
Befreien l&auml;&szlig;t:</div>
<div style="margin-left:7em;margin-top:0;">Ob das alles sich<br />
Im rechten Licht wom&ouml;glich wandelt,<br />
In Goldschleier, die unter hohen Fenstern<br />
In einer stillen Kathedrale stehen,</div>
<div style="margin-left:14em;">In der man wandelt,<br />
Mit sich selbst allein,</div>
<div style="margin-left:7em;">Ganz in der Luft und schwerelos? &#8212;</div>
<div>So da&szlig; man die Vergeblichkeit<br />
Am Ende wiederfinden wird,<br />
Als sch&ouml;nes Ebenma&szlig;, als das,<br />
Was eigentlich bestehenbleibt.</div>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Abflug</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2010/abflug</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Jul 2010 10:07:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgersteige]]></category>
		<category><![CDATA[Flug]]></category>
		<category><![CDATA[Himmel]]></category>
		<category><![CDATA[Müll]]></category>
		<category><![CDATA[Sonne]]></category>
		<category><![CDATA[Sterne]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Wolken sind gemalt, Der Flug geht &#252;berraschend Aufw&#228;rts, gl&#228;nzende Chipst&#252;ten, Leere Pappbecher und auch Abgebrannte Schn&#228;pse Sind auf dem B&#252;rgersteig, Da er zur Startbahn wurde, Die Positionslichter, sie Bleiben jetzt, bei vollem Schub, Rasch zur&#252;ck, die Sonne Ist das Ziel, heute Brennt sie freundlich, heute Werden wir weit vordringen, Mit der Stirnkuppel voran, Hinter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/07/wendezeiger.jpg" class="floatbox" rev="group:8046 caption:`Ein Wendezeiger (turn coordinator), Anzeige im Schiebeflug (Bild [cc] Dr. Wessmann via Wikipedia)`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/07/wendezeiger.jpg" alt="" title="Ein Wendezeiger (turn coordinator), Anzeige im Schiebeflug (Bild [cc] Dr. Wessmann via Wikipedia)" width="300" height="289" class="rand size-full wp-image-8073" /></a></p>
<p>Die Wolken sind gemalt,<br />
Der Flug geht &uuml;berraschend<br />
Aufw&auml;rts, gl&auml;nzende Chipst&uuml;ten,<br />
Leere Pappbecher und auch<br />
Abgebrannte Schn&auml;pse<br />
Sind auf dem B&uuml;rgersteig,<br />
Da er zur Startbahn wurde,<br />
Die Positionslichter, sie<br />
Bleiben jetzt, bei vollem Schub,<br />
Rasch zur&uuml;ck, die Sonne<br />
Ist das Ziel, heute<br />
Brennt sie freundlich, heute<br />
Werden wir weit vordringen,<br />
Mit der Stirnkuppel voran,<br />
Hinter der die Phalanx<br />
Empfindlicher Ger&auml;te<br />
Den Kurs bestimmt.<br />
Ein leichter Wind<br />
Greift in die Turbine<br />
Vorne in der Brust,<br />
Die Pastellstriche der Wolken<br />
Sind ganz nah, dar&uuml;ber<br />
Wird der blaue Himmel sein,<br />
Und dann<br />
Werden die Sterne uns<br />
In ihre Quadranten einzeichnen,<br />
Und alles wird<br />
Pulsierender Stillstand sein.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>De vita beata</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Jul 2010 10:16:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Augen]]></category>
		<category><![CDATA[Blindheit]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Müdigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Nackt]]></category>

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		<description><![CDATA[Und das gute Leben Beginnt am Ende Der Nasenspitze, Der eigenen, an Die man sich fa&#223;t, Wenn es juckt. Es ist ein Hindernis Vor den blo&#223;en Zehen, Das man im vollen Schritt, Ohne es zu ahnen Verfehlte. Es liegt in der Mitte Des Blinden Flecks Und verschiebt sich Mit jeder unwillk&#252;rlichen Suchbewegung der Aug&#228;pfel, so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/07/skotom.jpg" class="floatbox" rev="group:8029 caption:`Diagnosebogen, auf dem ein Nervenfaserb&uuml;ndelskotom abzulesen ist`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/07/skotom-300x150.jpg" alt="" title="Diagnosebogen, auf dem ein Nervenfaserb&uuml;ndelskotom abzulesen ist" width="300" height="150" class="rand size-medium wp-image-8036" /></a></p>
<p>Und das gute Leben<br />
Beginnt am Ende<br />
Der Nasenspitze,<br />
Der eigenen, an<br />
Die man sich fa&szlig;t,<br />
Wenn es juckt.</p>
<p>Es ist ein Hindernis<br />
Vor den blo&szlig;en Zehen,<br />
Das man im vollen Schritt,<br />
Ohne es zu ahnen<br />
Verfehlte.</p>
<p>Es liegt in der Mitte<br />
Des Blinden Flecks<br />
Und verschiebt sich<br />
Mit jeder unwillk&uuml;rlichen<br />
Suchbewegung der<br />
Aug&auml;pfel, so<br />
Da&szlig; es bleibt, wo<br />
Es ist: im<br />
Blinden Fleck.</p>
<p>Das gute Leben,<br />
Es liegt un-<br />
Verh&uuml;llt, es<br />
Liegt nackt<br />
Vor dir, sobald<br />
Du dich sterbens-<br />
M&uuml;degelaufen<br />
Hast.</p>


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