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	<title>Rauhfasler &#187; Gelesen und Geblieben</title>
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	<description>Verbrauchende Versuche mit Wörtern</description>
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		<title>Über Vorstellungen</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Oct 2009 10:11:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
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		<description><![CDATA[&#0187;&#8230;dass Vorstellungen nicht informativ sind, während Wahrnehmungen sehr wohl informativ sind. Und der Grund dafür liegt darin, dass eine Vorstellung nur enthält, was ich selbst in sie hineingelegt habe. So kann ich beispielsweise beschließen, mir einen roten Würfel vorzustellen, und dies dann tun. Die Vorstellung enthält dann genau das, womit ich sie auszustatten beabsichtigt habe. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2009/11/wuerfel.jpg" class="floatbox" rev="group:5189 caption:`Würfel, vorgestellt`"><img src="/wp-content/uploads/2009/11/wuerfel-300x225.jpg" alt="Würfel, vorgestellt" title="Würfel, vorgestellt" width="300" height="225" class="rand size-medium wp-image-5191" /></a></p>
<blockquote><p>&#0187;&#8230;dass Vorstellungen nicht informativ sind, während Wahrnehmungen sehr wohl informativ sind. Und der Grund dafür liegt darin, dass eine Vorstellung nur enthält, was ich selbst in sie hineingelegt habe. So kann ich beispielsweise beschließen, mir einen roten Würfel vorzustellen, und dies dann tun. Die Vorstellung enthält dann genau das, womit ich sie auszustatten beabsichtigt habe. Ich lerne von Vorstellungen nicht mehr als von den Sätzen, die ich niederschreibe; denn in beiden Fällen bringe ich nur meine vorausgehende Intention zum Ausdruck. Doch wenn ich äußere Objekte sehe, werde ich von Informationen überflutet, deren kausaler Ursprung nicht in mir und meinen Intentionen liegt, sondern in einer eigenständigen objektiven Welt, deren Eigenschaften mir eröffnet werden. &#8230; Perzeption ist ein Informationskanal, und Wahrnehmungen sind seine Vehikel.&#0171;</p></blockquote>
<p>Quelle: Colin McGinn, Das geistige Auge. Von der Macht der Vorstellungskraft, Darmstadt 2007, S. 27</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Sinn[?]brösel #5</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Mar 2009 10:24:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zweifeln ist notwendig, aber nicht angenehm. &#8211; Bernhard Victor Christoph-Carl von Bülow, im Interview gefragt, ob er an dem, was er tut, manchmal zweifelt. Damals haben wir unsere Schuhe noch aus alten Zigarren gedreht! &#8211; Walther Gustaf Heckenschneller Ähnliche Texte:Mythos &#187;So erscheint das Wesen des Mythos wie ein geheimes Regelwerk... P99 Ich solle mir die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="getuem"><img class="rand size-medium wp-image-3034" title="Tabakblatt" src="/wp-content/uploads/2009/03/tabakblatt-300x225.jpg" alt="Tabakblatt" width="300" height="225" /></div>
<div class="getuem"></div>
<div class="getuem">Zweifeln ist notwendig, aber nicht angenehm.</div>
<div class="getuemquelle">&#8211; Bernhard Victor Christoph-Carl von Bülow, im Interview gefragt, ob er an dem, was er tut, manchmal zweifelt.</div>
<div class="getuem">Damals haben wir unsere Schuhe noch aus alten Zigarren gedreht!</div>
<div class="getuemquelle">&#8211; Walther Gustaf Heckenschneller</div>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<series:name><![CDATA[Sinnbrösel]]></series:name>
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		<title>Vorortbahnhof</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Oct 2008 21:47:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gelesen und Geblieben]]></category>
		<category><![CDATA[Armut]]></category>
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		<category><![CDATA[Urbane Mirakel]]></category>

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		<description><![CDATA[(Georg Heym, 1910) Auf grüner Böschung glüht des Abendes Schein. Die Streckenlichter glänzen an den Strängen, Die fern in einen Streifen sich verengen – Da braust von rückwärts schon der Zug herein. Die Türen gehen auf. Die Gleise schrein Vom Bremsendruck. Die Menschenmassen drängen Noch weiß vom Kalk und gelb vom Lehm. Sie zwängen Zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>(Georg Heym, 1910)</p>
<p>Auf grüner Böschung glüht des Abendes Schein.<br />
Die Streckenlichter glänzen an den Strängen,<br />
Die fern in einen Streifen sich verengen<br />
– Da braust von rückwärts schon der Zug herein.</p>
<p>Die Türen gehen auf. Die Gleise schrein<br />
Vom Bremsendruck. Die Menschenmassen drängen<br />
Noch weiß vom Kalk und gelb vom Lehm. Sie zwängen<br />
Zu zwanzig in die Wagen sich hinein.</p>
<p>Der Zug fährt aus, im Bauch die Legionen.<br />
Er scheint in tausend Gleisen zu verirren,<br />
Der Abend schluckt ihn ein, der Strang ist leer.</p>
<p>Die roten Lampen schimmern von Balkonen.<br />
Man hört das leise Klappern von Geschirren<br />
Und sieht die Esser halb im Blättermeer.</p>
<p>G. Heym, Dichtungen und Schriften, Band 1, Lyrik, Hamburg 1964, S. 102.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Schreibkampf</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Oct 2008 08:27:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#0187;Sobald es am nächsten Morgen hell wurde, setzte ich mich im Bett auf und nahm meinen Artikel wieder in Angriff. In dieser Stellung saß ich bis bis zum Mittag und hatte dann ungefähr zehn, zwanzig Zeilen zustande gebracht. Und ich war noch nicht zum Finale gekommen. &#8230; Nach Verlauf langer Zeit, vielleicht einiger Stunden, nahm [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2008/10/agony.jpg" class="floatbox" rev="group:1657 caption:`&quot;Agony&quot; (Autor unbekannt)`"><img class="rand alignnone size-medium wp-image-1660" title="&quot;Agony&quot; (Autor unbekannt)" src="/wp-content/uploads/2008/10/agony-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a></p>
<blockquote><p>&#0187;Sobald es am nächsten Morgen hell wurde, setzte ich mich im Bett auf und nahm meinen Artikel wieder in Angriff. In dieser Stellung saß ich bis bis zum Mittag und hatte dann ungefähr zehn, zwanzig Zeilen zustande gebracht. Und ich war noch nicht zum Finale gekommen. &#8230;</p>
<p>Nach Verlauf langer Zeit, vielleicht einiger Stunden, nahm ich mich fest zusammen, biß mich in die Lippe und straffe mich auf, so gut ich konnte. Es mußte ein Ende haben! Ich suchte einen Splitter, um darauf zu kauen, und setzte mich entschlossen wieder hin.</p>
<p>Ein paar kurze Sätze kamen mit großer Mühe zustande, ein Dutzend ärmlicher Worte, die ich mir mit Gewalt abrang, um nur überhaupt vorwärts zu kommen. Dann hielt ich an, mein Kopf war leer, ich konnte nicht mehr. Und da ich durchaus nicht mehr weiterkommen konnte, starrte ich mit weit offenen Augen auf diese letzten Worte, diesen unbeendeten Bogen, gaffte diese zitternden Buchstaben an, die mich vom Papier aus wie kleine stachelige Figuren anstarrten, und zuletzt begriff ich das ganze nicht mehr, ich dachte an nichts. &#8230;</p>
<p>Nichts half. Ich starb mit offenen Augen hilflos dahin, geradeaus auf die Decke starrend. Zuletzt steckte ich den Zeigefinger in den Mund und sog daran. In meinem Gehirn begann sich etwas zu rühren, ein Gedanke, der sich da drinnen hervorarbeitete, ein ganz toller Einfall: Wenn ich nun zubiß? Und ohne mich einen Augenblick zu bedenken, kniff ich die Augen zu und schlug die Zähne zusammen.</p>
<p>Ich sprang auf. Endlich war ich wach geworden. &#8230;&#0171;</p></blockquote>
<p>Knut Hamsun, Hunger, München 1982, S. 92f.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Herrlich entfernt</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Sep 2008 08:58:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gelesen und Geblieben]]></category>
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		<category><![CDATA[Leerstellen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich verspürte keinen Schmerz, mein Hunger hatte ihn abgestumpft; statt dessen fühlte ich mich angenehm leer, unberührt von allem um mich her und froh darüber, von keinem gesehen zu werden. Ich legte die Beine auf die Bank und lehnte mich zurück, auf diese Weise konnte ich am besten das ganze Wohlsein der Abgesondertheit fühlen. Keine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Ich verspürte keinen Schmerz, mein Hunger hatte ihn abgestumpft; statt dessen fühlte ich mich angenehm leer, unberührt von allem um mich her und froh darüber, von keinem gesehen zu werden. Ich legte die Beine auf die Bank und lehnte mich zurück, auf diese Weise konnte ich am besten das ganze Wohlsein der Abgesondertheit fühlen. Keine Wolke war in meinem Gemüt, kein Gefühl des Unbehagens, keine unerfüllte Lust oder Begierde, so weit meime Gedanken reichten. Ich lag mit offenen Augen, in einem Zustand der Abwesenheit meiner Selbst, ich fühlte mich herrlich entfernt.&#0171;</p></blockquote>
<p>Knut Hamsun, Hunger, München 2004, S. 50f</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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