<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	xmlns:series="http://unfoldingneurons.com/"
	>

<channel>
	<title>Rauhfasler &#187; Gelesen und Geblieben</title>
	<atom:link href="http://www.rauhfasler.de/rubrik/gelesen-und-geblieben/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.rauhfasler.de</link>
	<description>Verbrauchende Versuche mit Wörtern</description>
	<lastBuildDate>Thu, 29 Jul 2010 10:01:42 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	
		<item>
		<title>&#220;ber Vorstellungen</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2009/ueber-vorstellungen</link>
		<comments>http://www.rauhfasler.de/2009/ueber-vorstellungen#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 28 Oct 2009 10:11:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gelesen und Geblieben]]></category>
		<category><![CDATA[Einbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Vorstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">/?p=5189</guid>
		<description><![CDATA[&#0187;&#8230;dass Vorstellungen nicht informativ sind, w&#228;hrend Wahrnehmungen sehr wohl informativ sind. Und der Grund daf&#252;r liegt darin, dass eine Vorstellung nur enth&#228;lt, was ich selbst in sie hineingelegt habe. So kann ich beispielsweise beschlie&#223;en, mir einen roten W&#252;rfel vorzustellen, und dies dann tun. Die Vorstellung enth&#228;lt dann genau das, womit ich sie auszustatten beabsichtigt habe. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2009/11/wuerfel.jpg" class="floatbox" rev="group:5189 caption:`W&uuml;rfel, vorgestellt`"><img src="/wp-content/uploads/2009/11/wuerfel-300x225.jpg" alt="W&uuml;rfel, vorgestellt" title="W&uuml;rfel, vorgestellt" width="300" height="225" class="rand size-medium wp-image-5191" /></a></p>
<blockquote><p>&#0187;&#8230;dass Vorstellungen nicht informativ sind, w&auml;hrend Wahrnehmungen sehr wohl informativ sind. Und der Grund daf&uuml;r liegt darin, dass eine Vorstellung nur enth&auml;lt, was ich selbst in sie hineingelegt habe. So kann ich beispielsweise beschlie&szlig;en, mir einen roten W&uuml;rfel vorzustellen, und dies dann tun. Die Vorstellung enth&auml;lt dann genau das, womit ich sie auszustatten beabsichtigt habe. Ich lerne von Vorstellungen nicht mehr als von den S&auml;tzen, die ich niederschreibe; denn in beiden F&auml;llen bringe ich nur meine vorausgehende Intention zum Ausdruck. Doch wenn ich &auml;u&szlig;ere Objekte sehe, werde ich von Informationen &uuml;berflutet, deren kausaler Ursprung nicht in mir und meinen Intentionen liegt, sondern in einer eigenst&auml;ndigen objektiven Welt, deren Eigenschaften mir er&ouml;ffnet werden. &#8230; Perzeption ist ein Informationskanal, und Wahrnehmungen sind seine Vehikel.&#0171;</p></blockquote>
<p>Quelle: Colin McGinn, Das geistige Auge. Von der Macht der Vorstellungskraft, Darmstadt 2007, S. 27</p>


<p>Ähnliche Texte:<ol><li><a href='http://www.rauhfasler.de/2008/das-lebensgefuehl' rel='bookmark' title='Permanent Link: Das Lebensgef&uuml;hl'>Das Lebensgef&uuml;hl</a> <small>&#0187;&#8250;Mir kommt es vor, als versuchte ich, euch einen Traum...</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2010/nichts-weltbewegendes' rel='bookmark' title='Permanent Link: Nichts Weltbewegendes'>Nichts Weltbewegendes</a> <small>&raquo;Die gelebte Erfahrung, dass nichts Weltbewegendes passiert und die Dinge...</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2008/schlafgewebe' rel='bookmark' title='Permanent Link: Schlafgewebe'>Schlafgewebe</a> <small>Die nebens&auml;chlichen, sich am Rande hinziehenden, kaum wahrnehmbaren und so...</small></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rauhfasler.de/2009/ueber-vorstellungen/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Sinn[?]br&#246;sel #5</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2009/sinnbroesel-5</link>
		<comments>http://www.rauhfasler.de/2009/sinnbroesel-5#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 18 Mar 2009 10:24:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundsachen]]></category>
		<category><![CDATA[Gelesen und Geblieben]]></category>
		<category><![CDATA[Armut]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerung]]></category>
		<category><![CDATA[Notwendiges]]></category>
		<category><![CDATA[Rauchen]]></category>
		<category><![CDATA[Zweifel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">/?p=2812</guid>
		<description><![CDATA[Zweifeln ist notwendig, aber nicht angenehm. &#8211; Bernhard Victor Christoph-Carl von B&#252;low, im Interview gefragt, ob er an dem, was er tut, manchmal zweifelt. Damals haben wir unsere Schuhe noch aus alten Zigarren gedreht! &#8211; Walther Gustaf Heckenschneller &#196;hnliche Texte:P99 Ich solle mir die Walther P99 ansehen, wenn ich die... &#8230;h&#228;tte geschossen Ich mu&#223; dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="getuem"><img class="rand size-medium wp-image-3034" title="Tabakblatt" src="/wp-content/uploads/2009/03/tabakblatt-300x225.jpg" alt="Tabakblatt" width="300" height="225" /></div>
<div class="getuem"></div>
<div class="getuem">Zweifeln ist notwendig, aber nicht angenehm.</div>
<div class="getuemquelle">&#8211; Bernhard Victor Christoph-Carl von B&uuml;low, im Interview gefragt, ob er an dem, was er tut, manchmal zweifelt.</div>
<div class="getuem">Damals haben wir unsere Schuhe noch aus alten Zigarren gedreht!</div>
<div class="getuemquelle">&#8211; Walther Gustaf Heckenschneller</div>


<p>Ähnliche Texte:<ol><li><a href='http://www.rauhfasler.de/2010/p99' rel='bookmark' title='Permanent Link: P99'>P99</a> <small>Ich solle mir die Walther P99 ansehen, wenn ich die...</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2010/haette-geschossen' rel='bookmark' title='Permanent Link: &#8230;h&auml;tte geschossen'>&#8230;h&auml;tte geschossen</a> <small>Ich mu&szlig; dem geneigten Leser das Gest&auml;ndnis machen, da&szlig; ich...</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2010/koerper-und-seele' rel='bookmark' title='Permanent Link: K&ouml;rper und Seele'>K&ouml;rper und Seele</a> <small>Ein kleiner Junge erkl&auml;rt, nachdem er sich ausgiebig und schnell...</small></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rauhfasler.de/2009/sinnbroesel-5/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
		<series:name><![CDATA[Sinnbrösel]]></series:name>
	</item>
		<item>
		<title>Vorortbahnhof</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2008/vorortbahnhof</link>
		<comments>http://www.rauhfasler.de/2008/vorortbahnhof#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 14 Oct 2008 21:47:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gelesen und Geblieben]]></category>
		<category><![CDATA[Armut]]></category>
		<category><![CDATA[Bahnfahren]]></category>
		<category><![CDATA[Gedicht]]></category>
		<category><![CDATA[Reichtum]]></category>
		<category><![CDATA[Urbane Mirakel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">/?p=1874</guid>
		<description><![CDATA[(Georg Heym, 1910) Auf gr&#252;ner B&#246;schung gl&#252;ht des Abendes Schein. Die Streckenlichter gl&#228;nzen an den Str&#228;ngen, Die fern in einen Streifen sich verengen – Da braust von r&#252;ckw&#228;rts schon der Zug herein. Die T&#252;ren gehen auf. Die Gleise schrein Vom Bremsendruck. Die Menschenmassen dr&#228;ngen Noch wei&#223; vom Kalk und gelb vom Lehm. Sie zw&#228;ngen Zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>(Georg Heym, 1910)</p>
<p>Auf gr&uuml;ner B&ouml;schung gl&uuml;ht des Abendes Schein.<br />
Die Streckenlichter gl&auml;nzen an den Str&auml;ngen,<br />
Die fern in einen Streifen sich verengen<br />
– Da braust von r&uuml;ckw&auml;rts schon der Zug herein.</p>
<p>Die T&uuml;ren gehen auf. Die Gleise schrein<br />
Vom Bremsendruck. Die Menschenmassen dr&auml;ngen<br />
Noch wei&szlig; vom Kalk und gelb vom Lehm. Sie zw&auml;ngen<br />
Zu zwanzig in die Wagen sich hinein.</p>
<p>Der Zug f&auml;hrt aus, im Bauch die Legionen.<br />
Er scheint in tausend Gleisen zu verirren,<br />
Der Abend schluckt ihn ein, der Strang ist leer.</p>
<p>Die roten Lampen schimmern von Balkonen.<br />
Man h&ouml;rt das leise Klappern von Geschirren<br />
Und sieht die Esser halb im Bl&auml;ttermeer.</p>
<p>G. Heym, Dichtungen und Schriften, Band 1, Lyrik, Hamburg 1964, S. 102.</p>


<p>Ähnliche Texte:<ol><li><a href='http://www.rauhfasler.de/2009/ein-warten' rel='bookmark' title='Permanent Link: Ein Warten'>Ein Warten</a> <small>Da liegt ein unbestimmtes Warten Im Kaffee zuerst, der bitter...</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2009/22-uhr-48' rel='bookmark' title='Permanent Link: 22 Uhr 48'>22 Uhr 48</a> <small>Dem Mann dort auf dem Bahnsteig geh&ouml;rt alles hier drau&szlig;en....</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2009/nicht-gar' rel='bookmark' title='Permanent Link: Nicht gar'>Nicht gar</a> <small>Worauf ist zu warten, Wenn Steine die Sonne, Wenn T&uuml;rme...</small></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rauhfasler.de/2008/vorortbahnhof/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Schreibkampf</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2008/schreibkampf</link>
		<comments>http://www.rauhfasler.de/2008/schreibkampf#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 07 Oct 2008 08:27:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gelesen und Geblieben]]></category>
		<category><![CDATA[Abgründe]]></category>
		<category><![CDATA[Aufwachen]]></category>
		<category><![CDATA[Hunger]]></category>
		<category><![CDATA[Kampf]]></category>
		<category><![CDATA[Müdigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>

		<guid isPermaLink="false">/?p=1657</guid>
		<description><![CDATA[&#0187;Sobald es am n&#228;chsten Morgen hell wurde, setzte ich mich im Bett auf und nahm meinen Artikel wieder in Angriff. In dieser Stellung sa&#223; ich bis bis zum Mittag und hatte dann ungef&#228;hr zehn, zwanzig Zeilen zustande gebracht. Und ich war noch nicht zum Finale gekommen. &#8230; Nach Verlauf langer Zeit, vielleicht einiger Stunden, nahm [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2008/10/agony.jpg" class="floatbox" rev="group:1657 caption:`&quot;Agony&quot; (Autor unbekannt)`"><img class="rand alignnone size-medium wp-image-1660" title="&quot;Agony&quot; (Autor unbekannt)" src="/wp-content/uploads/2008/10/agony-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a></p>
<blockquote><p>&#0187;Sobald es am n&auml;chsten Morgen hell wurde, setzte ich mich im Bett auf und nahm meinen Artikel wieder in Angriff. In dieser Stellung sa&szlig; ich bis bis zum Mittag und hatte dann ungef&auml;hr zehn, zwanzig Zeilen zustande gebracht. Und ich war noch nicht zum Finale gekommen. &#8230;</p>
<p>Nach Verlauf langer Zeit, vielleicht einiger Stunden, nahm ich mich fest zusammen, bi&szlig; mich in die Lippe und straffe mich auf, so gut ich konnte. Es mu&szlig;te ein Ende haben! Ich suchte einen Splitter, um darauf zu kauen, und setzte mich entschlossen wieder hin.</p>
<p>Ein paar kurze S&auml;tze kamen mit gro&szlig;er M&uuml;he zustande, ein Dutzend &auml;rmlicher Worte, die ich mir mit Gewalt abrang, um nur &uuml;berhaupt vorw&auml;rts zu kommen. Dann hielt ich an, mein Kopf war leer, ich konnte nicht mehr. Und da ich durchaus nicht mehr weiterkommen konnte, starrte ich mit weit offenen Augen auf diese letzten Worte, diesen unbeendeten Bogen, gaffte diese zitternden Buchstaben an, die mich vom Papier aus wie kleine stachelige Figuren anstarrten, und zuletzt begriff ich das ganze nicht mehr, ich dachte an nichts. &#8230;</p>
<p>Nichts half. Ich starb mit offenen Augen hilflos dahin, geradeaus auf die Decke starrend. Zuletzt steckte ich den Zeigefinger in den Mund und sog daran. In meinem Gehirn begann sich etwas zu r&uuml;hren, ein Gedanke, der sich da drinnen hervorarbeitete, ein ganz toller Einfall: Wenn ich nun zubi&szlig;? Und ohne mich einen Augenblick zu bedenken, kniff ich die Augen zu und schlug die Z&auml;hne zusammen.</p>
<p>Ich sprang auf. Endlich war ich wach geworden. &#8230;&#0171;</p></blockquote>
<p>Knut Hamsun, Hunger, M&uuml;nchen 1982, S. 92f.</p>


<p>Ähnliche Texte:<ol><li><a href='http://www.rauhfasler.de/2008/herrlich-entfernt' rel='bookmark' title='Permanent Link: Herrlich entfernt'>Herrlich entfernt</a> <small>Ich versp&uuml;rte keinen Schmerz, mein Hunger hatte ihn abgestumpft; statt...</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2009/wortrunken' rel='bookmark' title='Permanent Link: Worttrunken'>Worttrunken</a> <small>Trinke die Worte, Ertrinke in ihnen, In eisklarer Lust. Vergesse...</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2009/duenner-faden' rel='bookmark' title='Permanent Link: D&uuml;nner Faden'>D&uuml;nner Faden</a> <small>An irgendetwas einen d&uuml;nnen Faden Aufzuh&auml;ngen, an Glas und Apfel...</small></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rauhfasler.de/2008/schreibkampf/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Herrlich entfernt</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2008/herrlich-entfernt</link>
		<comments>http://www.rauhfasler.de/2008/herrlich-entfernt#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 16 Sep 2008 08:58:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gelesen und Geblieben]]></category>
		<category><![CDATA[Abwesenheit]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühlsklima]]></category>
		<category><![CDATA[Hunger]]></category>
		<category><![CDATA[Leerstellen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">/?p=1082</guid>
		<description><![CDATA[Ich versp&#252;rte keinen Schmerz, mein Hunger hatte ihn abgestumpft; statt dessen f&#252;hlte ich mich angenehm leer, unber&#252;hrt von allem um mich her und froh dar&#252;ber, von keinem gesehen zu werden. Ich legte die Beine auf die Bank und lehnte mich zur&#252;ck, auf diese Weise konnte ich am besten das ganze Wohlsein der Abgesondertheit f&#252;hlen. Keine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Ich versp&uuml;rte keinen Schmerz, mein Hunger hatte ihn abgestumpft; statt dessen f&uuml;hlte ich mich angenehm leer, unber&uuml;hrt von allem um mich her und froh dar&uuml;ber, von keinem gesehen zu werden. Ich legte die Beine auf die Bank und lehnte mich zur&uuml;ck, auf diese Weise konnte ich am besten das ganze Wohlsein der Abgesondertheit f&uuml;hlen. Keine Wolke war in meinem Gem&uuml;t, kein Gef&uuml;hl des Unbehagens, keine unerf&uuml;llte Lust oder Begierde, so weit meime Gedanken reichten. Ich lag mit offenen Augen, in einem Zustand der Abwesenheit meiner Selbst, ich f&uuml;hlte mich herrlich entfernt.&#0171;</p></blockquote>
<p>Knut Hamsun, Hunger, M&uuml;nchen 2004, S. 50f</p>


<p>Ähnliche Texte:<ol><li><a href='http://www.rauhfasler.de/2008/schreibkampf' rel='bookmark' title='Permanent Link: Schreibkampf'>Schreibkampf</a> <small>&#0187;Sobald es am n&auml;chsten Morgen hell wurde, setzte ich mich...</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2009/der-neue-fuellfederhalter' rel='bookmark' title='Permanent Link: Der neue F&uuml;llfederhalter'>Der neue F&uuml;llfederhalter</a> <small>In einem Eintrag vom 20. April 1925 schreibt Jakob Wilhelm...</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2008/je-so-weit' rel='bookmark' title='Permanent Link: Je so weit'>Je so weit</a> <small>Es geht mit mir dahin Unter Wolken weitgespannt. Und jene...</small></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rauhfasler.de/2008/herrlich-entfernt/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die B&#246;sen und die Guten</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2008/die-bosen-und-die-guten</link>
		<comments>http://www.rauhfasler.de/2008/die-bosen-und-die-guten#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 25 Aug 2008 09:54:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gelesen und Geblieben]]></category>
		<category><![CDATA[Das Böse]]></category>

		<guid isPermaLink="false">/?p=477</guid>
		<description><![CDATA[&#0187;Das B&#246;se hat stets den &#220;berraschungserfolg auf seiner Seite, nur die Guten m&#252;ssen sich wirklich entscheiden. Sie gehen besch&#228;digt aus der Konfrontation hervor &#8211; ihr Sieg ist nur vorl&#228;ufig.&#0171; Schreibt die Kritikerin Irene Jung &#252;ber den Film &#0187;Batman &#8211; The Dark Night&#0171; (Hamburger Abendblatt vom 23./24. 8. 2008) &#196;hnliche Texte:Superlativ Das feine Zittern, das entsteht, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2008/08/joker.jpg" class="floatbox" rev="group:477 caption:`Der Joker, Heath Ledger`"><img class="rand alignnone size-medium wp-image-480" title="Der Joker, Heath Ledger" src="/wp-content/uploads/2008/08/joker-300x229.jpg" alt="" width="210" height="160" /></a></p>
<blockquote><p>&#0187;Das B&ouml;se hat stets den &Uuml;berraschungserfolg auf seiner Seite, nur die Guten m&uuml;ssen sich wirklich entscheiden. Sie gehen besch&auml;digt aus der Konfrontation hervor &#8211; ihr Sieg ist nur vorl&auml;ufig.&#0171;</p></blockquote>
<p>Schreibt die Kritikerin Irene Jung &uuml;ber den Film &#0187;Batman &#8211; The Dark Night&#0171; (<a href="http://www.abendblatt.de/daten/2008/08/23/926108.html" target="_blank">Hamburger Abendblatt vom 23./24. 8. 2008</a>)</p>


<p>Ähnliche Texte:<ol><li><a href='http://www.rauhfasler.de/2009/superlativ' rel='bookmark' title='Permanent Link: Superlativ'>Superlativ</a> <small>Das feine Zittern, das entsteht, wenn sich einer den Augenblick...</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2009/abklingen' rel='bookmark' title='Permanent Link: Abklingen'>Abklingen</a> <small>Wenn das gro&szlig;e, verheerende Kopfweh Abklingt in eine gl&auml;nzende W&uuml;stennacht,...</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2008/heimlich-zerrissen' rel='bookmark' title='Permanent Link: Heimlich zerrissen'>Heimlich zerrissen</a> <small>Lauernd &uuml;ber hingestreckten Gliedern, In Dunkelheit, die nach stundenlanger Mast...</small></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rauhfasler.de/2008/die-bosen-und-die-guten/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Von zweierlei Schweinen</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2008/von-zweierlei-schweinen</link>
		<comments>http://www.rauhfasler.de/2008/von-zweierlei-schweinen#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 14 May 2008 10:10:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gelesen und Geblieben]]></category>
		<category><![CDATA[Herunterkommen]]></category>
		<category><![CDATA[Primatisch]]></category>
		<category><![CDATA[Unterderoberfläche]]></category>
		<category><![CDATA[Wilde Tiere]]></category>

		<guid isPermaLink="false">/?p=1123</guid>
		<description><![CDATA[Stachelschweine fr&#228;&#223;en seine Ernten, seien jede Nacht gewaltig t&#228;tig, dennoch sehe er sich au&#223;erstande, diese R&#228;uber einfach zu erschlagen, seit er einmal eines dieser Tiere angefahren aufgefunden habe, bereits tot, mit ausgestreckten &#196;rmchen, die in kleinen H&#228;ndchen ausgelaufen seien, regelrechten Kinderh&#228;ndchen, Babyh&#228;ndchen, derart menschlich, da&#223; schon der Gedanke, solch ein zartesm handbegabtes Wesen zu erschlagen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="rand alignnone size-medium wp-image-1124" title="Fu&szlig;sohlen eines Stachelschweins" src="/wp-content/uploads/2008/09/stachelschweinfuesse.jpg" alt="" width="302" height="223" /></p>
<blockquote><p>Stachelschweine fr&auml;&szlig;en seine Ernten,<br />
seien jede Nacht gewaltig t&auml;tig,<br />
dennoch sehe er sich au&szlig;erstande,<br />
diese R&auml;uber einfach zu erschlagen,<br />
seit er einmal eines dieser Tiere<br />
angefahren aufgefunden habe,<br />
bereits tot, mit ausgestreckten &Auml;rmchen,<br />
die in kleinen H&auml;ndchen ausgelaufen seien,<br />
regelrechten Kinderh&auml;ndchen, Babyh&auml;ndchen,<br />
derart menschlich, da&szlig; schon der Gedanke,<br />
solch ein zartesm handbegabtes Wesen<br />
zu erschlagen ihm wie Frevel schiene &#8230;</p>
<p>Seinen Blick auf seine H&auml;nde senkend,<br />
achtzigj&auml;hrig, doch auch die warn einmal<br />
Kinderh&auml;ndchen, schwieg Danilo lange,<br />
um dann unvers&ouml;hnlich fortzufahren:</p>
<p>Anders l&auml;g der Fall bei wilden Schweinen,<br />
die sich gleich den Stachelschweinen unterst&auml;nden,<br />
Nacht f&uuml;r Nacht auf seinem Feld zu wildern.<br />
Kinderh&auml;ndchenlos, daf&uuml;r voll Hufen,<br />
h&auml;tten sie&#8217;s sich selber zuzuschreiben,<br />
wenn der Mensch sie ohne Gnade tilge &#8230;</p>
<p>Seine H&auml;nde wie zu Hufen ballend<br />
hielt Danilo ein, worauf ein Grunzen,<br />
schweinem&auml;&szlig;ig, das in Greisenlachen<br />
&uuml;berging, die Morgenstille sprengte.</p></blockquote>
<p>Robert Gernhardt</p>


<p>Ähnliche Texte:<ol><li><a href='http://www.rauhfasler.de/2007/das-dunkel' rel='bookmark' title='Permanent Link: Das Dunkel'>Das Dunkel</a> <small>&#0187;Aus dem verlassenen Garten tanzte hie und da ein Blatt...</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2009/fortrisz' rel='bookmark' title='Permanent Link: Fortri&szlig;'>Fortri&szlig;</a> <small>Sonderbar f&auml;llt Sch&ouml;nheit Herab auf diesen Moment, Wie der Greifvogel...</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2009/genesung' rel='bookmark' title='Permanent Link: Genesung'>Genesung</a> <small>Du, Speer, bist geworfen Wohl Unwillentlich Mitten gegen mich. Ich...</small></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rauhfasler.de/2008/von-zweierlei-schweinen/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ben: Die Individuation des Geruches</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2008/ben-die-individuation-des-geruches</link>
		<comments>http://www.rauhfasler.de/2008/ben-die-individuation-des-geruches#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 09 May 2008 09:40:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gelesen und Geblieben]]></category>
		<category><![CDATA[Geruch]]></category>
		<category><![CDATA[Häßlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Herunterkommen]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Sonderlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Wracks]]></category>

		<guid isPermaLink="false">/?p=1104</guid>
		<description><![CDATA[&#0187;Der Gestank kam aus der Gef&#228;ngniszelle nebenan. Dort lag der alte Ben, und Ben war der schmutzigste Mann der ganzen Welt.&#0171; Er war &#0187;ein ehemaliger Tramp, der nicht mehr auf die Walze ging&#0171; und lebte nun &#0187;auf Feather&#8217;s Wharf, einer riesigen M&#252;llkippe auf der S&#252;dseite von Wandsworth Bridge. &#8230; Er hatte nur &#8230; zwei Besch&#228;ftigungen: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2008/09/feathers-wharf.jpg" class="floatbox" rev="group:1104 caption:`M&uuml;llbeseitigung auf der M&uuml;llkippe Feathers Wharf, Wandsworth, London (1973)`"><img class="alignnone size-medium wp-image-1105" title="M&uuml;llbeseitigung auf der M&uuml;llkippe Feathers Wharf, Wandsworth, London (1973)" src="/wp-content/uploads/2008/09/feathers-wharf-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" /></a></p>
<blockquote><p>&#0187;Der Gestank kam aus der Gef&auml;ngniszelle nebenan. Dort lag der alte Ben, und Ben war der schmutzigste Mann der ganzen Welt.&#0171; Er war &#0187;ein ehemaliger Tramp, der nicht mehr auf die Walze ging&#0171; und lebte nun &#0187;auf Feather&#8217;s Wharf, einer riesigen M&uuml;llkippe auf der S&uuml;dseite von Wandsworth Bridge. &#8230; Er hatte nur &#8230; zwei Besch&auml;ftigungen: Sachen zu sammeln, die andere Leute weggeschmissen hatten, und Bier zu trinken.<br />
Manchmal trank Ben zu viel und torkelte aus Feather&#8217;s Wharf hervor in die Stra&szlig;en hinaus, im Zickzack &uuml;ber die Gehsteige, wo er an Laternenpf&auml;hlen abprallte, alte Lieder sang und jedermann, der vorbeikam, mit dem Finger drohte. Wenn das vorkam, wurde Ben verhaftet und in einer Polizeizelle ausgen&uuml;chtert &#8230;<br />
Ben roch wirklich streng, es war ein ganz spezielles Aroma: ein Gebr&auml;u aus K&ouml;rperger&uuml;chen, verfaultem Abfall, getrocknetem Urin, Holzrauch und stagnierendem Themsewasser. Ben wusch sich nie, und sein Nacken war kreuz und quer von tiefen Schmutzfalten &uuml;berzogen und &uuml;bers&auml;t mit den Narben alter Pickelvulkane. Jede Pore seines K&ouml;rpers war verstopft vom Ru&szlig; des immerw&auml;hrend von den ewigen Feuern aus Abfall und M&uuml;ll aufsteigenden Rauchs, die er an der Schwelle seiner eigenen H&uuml;tte in Gang hielt.<br />
Sein Haar war schwarz und lang und gl&auml;nzte fettig, wo er sich die H&auml;nde abgewischt hatte; es war seit Jahren nicht mehr geschnitten worden, und die wilden Zotteln verfingen sich in den R&auml;ndern eines gro&szlig;en Bartes, der, sich selbst &uuml;berlassen, von einer Seite seines Gesichts bis zur anderen &uuml;ppig florierte. Duch diese Hecke stach eine enorme Nase, und weiter unten lag (wenn auch wohlversteckt) ein gro&szlig;er Mund mit vorstehenden braunen Z&auml;hnen, die das Bier und das Nikotin, der Speichel und die Zeit zu sinistren Formen ausgeschliffen hatten. Auch Bens Fingern&auml;gel waren gezackt und breit wie Schaufeln, jeder mit gen&uuml;gend Schmutz beladen, um darin Kartoffeln zu ziehen.&#0171;</p></blockquote>
<p>Michael de Larrabeiti, Die Borribles, Stuttgart 2007, S. 318f.</p>


<p>Ähnliche Texte:<ol><li><a href='http://www.rauhfasler.de/2010/nachtgrenz' rel='bookmark' title='Permanent Link: nachtgrenz'>nachtgrenz</a> <small>im lichtkreis steht der nackte rest des tages: er kehrt...</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2008/von-zweierlei-schweinen' rel='bookmark' title='Permanent Link: Von zweierlei Schweinen'>Von zweierlei Schweinen</a> <small>Stachelschweine fr&auml;&szlig;en seine Ernten, seien jede Nacht gewaltig t&auml;tig, dennoch...</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2008/drei-am-wegesrand' rel='bookmark' title='Permanent Link: Drei am Wegesrand'>Drei am Wegesrand</a> <small>Zw&ouml;lf Stufen f&uuml;hren zum Eingang eines vielst&ouml;ckigen Wohnhauses, ein alter...</small></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rauhfasler.de/2008/ben-die-individuation-des-geruches/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>&#8230;da&#223; Berge versinken</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2008/dasz-berge-versinken</link>
		<comments>http://www.rauhfasler.de/2008/dasz-berge-versinken#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 26 Mar 2008 19:34:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gelesen und Geblieben]]></category>
		<category><![CDATA[Götter]]></category>
		<category><![CDATA[Macht]]></category>
		<category><![CDATA[Magie]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>

		<guid isPermaLink="false">/?p=978</guid>
		<description><![CDATA[In seinem grandiosen Roman &#0187;Die Handschrift von Saragossa&#0171; von Jan Potocki (der vielleicht der Autor, vielleicht auch selbst eher eine Figur ist, die sich selbst aus dieser Geschichte losgel&#246;st hat) spricht ein Kabbalist mit dem Protagonisten &#252;ber die Grunds&#228;tze seiner Geheimlehre, &#252;ber die Kraft der Sprache. Er sagt: &#0187;Jeder Satz [ist] eine f&#252;rchterliche Formel, die, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In seinem grandiosen Roman &#0187;Die Handschrift von Saragossa&#0171; von Jan Potocki (der vielleicht der Autor, vielleicht auch selbst eher eine Figur ist, die sich selbst aus dieser Geschichte losgel&ouml;st hat) spricht ein Kabbalist mit dem Protagonisten &uuml;ber die Grunds&auml;tze seiner Geheimlehre, &uuml;ber die Kraft der Sprache. Er sagt:</p>
<blockquote><p>&#0187;Jeder Satz [ist] eine f&uuml;rchterliche Formel, die, richtig ausgeprochen mit vollem Atem und angemessener Betonung, bewirkt, da&szlig; Berge versinken und Fl&uuml;sse versiegen. Sie wissen so viel, da&szlig; Adonai die Welt durch das Wort erschaffen hat, dann machte er sich selbst zum Wort. Das Wort bewegt die Luft und den Geist, es wirkt auf die Sinne und auf die Seele. Obgleich Sie profan sind, werden Sie doch leicht den Schlu&szlig; ziehen k&ouml;nnen, da&szlig; es das wahre Medium zwischen dem Stoff und den geistigen Wesenheiten jeglicher Ordnung sein mu&szlig;.&#0171;</p></blockquote>
<p>(Die Handschrift von Saragossa, Erster Teil, Frankfurt/M. 1975)</p>


<p>Ähnliche Texte:<ol><li><a href='http://www.rauhfasler.de/2010/8295' rel='bookmark' title='Permanent Link: w&uuml;ste und &ouml;de'>w&uuml;ste und &ouml;de</a> <small>Doch vielleicht ist diese meine Blindheit auch nur die Folge...</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2008/spinnenweb' rel='bookmark' title='Permanent Link: Spinnenweb'>Spinnenweb</a> <small>Die Seele wenn es sie gibt ist aus dehnbarem Stoff...</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2008/zephyrs-spiel' rel='bookmark' title='Permanent Link: Zephyrs Spiel'>Zephyrs Spiel</a> <small>Heute war Fr&uuml;hling in der Luft. Nat&uuml;rlich nur ein erster,...</small></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rauhfasler.de/2008/dasz-berge-versinken/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Libertas, die Werw&#246;lfin</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2008/libertas-die-werwoelfin</link>
		<comments>http://www.rauhfasler.de/2008/libertas-die-werwoelfin#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 12 Mar 2008 15:21:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ceterum censeo]]></category>
		<category><![CDATA[Gelesen und Geblieben]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerliches Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Götter]]></category>
		<category><![CDATA[Werte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">/?p=854</guid>
		<description><![CDATA[Kindil Ibn Fattuma, Hauptfigur in einem Roman von Nagib Machfus, begibt sich auf eine Reise, um das Land zu finden, in dem die vollkommene Gesellschaftsordnung herrscht. Kindil gelangt auf seiner Reise auch in das Halbaland, &#0187;dem Land der Freiheit&#0171;. Er trifft auf einen Weisen und befragt ihn danach, an welchen Gott man im Halbaland glaubt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2008/09/libertas.jpg" class="floatbox" rev="group:854 caption:`Ein r&ouml;mischer Sestertius, in Umlauf gebracht unter Antonius Pius (86-161)`"><img class="rand alignnone size-medium wp-image-855" title="Ein r&ouml;mischer Sestertius, in Umlauf gebracht unter Antonius Pius (86-161)" src="/wp-content/uploads/2008/09/libertas-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a></p>
<p>Kindil Ibn Fattuma, Hauptfigur in einem Roman von Nagib Machfus, begibt sich auf eine Reise, um das Land zu finden, in dem die vollkommene Gesellschaftsordnung herrscht. Kindil gelangt auf seiner Reise auch in das Halbaland, &#0187;dem Land der Freiheit&#0171;. Er trifft auf einen Weisen und befragt ihn danach, an welchen Gott man im Halbaland glaubt. &#0187;Wir haben unsere Lebensweise selbst geformt&#0171;, antwortet der Weise, &#0187;unser erster Lehrmeister war der festen &Uuml;berzeugung, dass das Ziel allen Lebens die Freiheit ist.&#0171; Die Unterhaltung geht weiter und in ihrem Verlauf werden auch diese S&auml;tze gesagt:</p>
<blockquote><p>Der Weise fragt Kindil: &#0187;&#8250;Sie sind es wohl nicht gew&ouml;hnt, dass man seine Meinung frei &auml;u&szlig;ert?&#8249;<br />
&#8250;Sicher, aber es gibt bestimmte Grenzen&#8249;, erwiderte ich betont ruhig.<br />
&#8250;Entschuldigung, aber ich meine, dass man alles immer wieder neu pr&uuml;fen muss.&#8249;<br />
Im Gef&uuml;hl, mich zur Wehr setzen zu m&uuml;ssen, sagte ich: &#8250;Tatsache ist, dass es in diesem Land Arme und lichtscheues Gesindel gibt.&#8249;<br />
&#8250;Richtig, und zwar deshalb, weil mit der Freiheit nur f&auml;hige Menschen umzugehen wissen. Nicht jeder, der im Halbaland lebt, besitzt diese Eignung. <strong>Wer mit der Freiheit nicht verantwortlich umgehen kann, f&uuml;r den ist kein Platz hier.</strong>&#8250;<br />
&#8250;Aber ist denn Barmherzigkeit nicht ebenso ein Wert wie Freiheit?&#8249;, fragte ich erregt.<br />
&#8250;Das behaupten die Gl&auml;ubigen der verschiedenen Religionsgemeinschaften auch immer, und genau sie sind es, die das unf&auml;hige Pack ermuntern, sich nicht zu &auml;ndern. F&uuml;r mich haben Begriffe wie Barmherzigkeit oder Gerechtigkeit keinen Sinn, solange man nicht genau festlegt, wer Barmherzigkeit oder Gerechtigkeit verdient.&#8249;<br />
&#8250;Da bin ich v&ouml;llig anderer Meinung!&#8249;<br />
&#8250;Ich wei&szlig;.&#8249;<br />
&#8250;Wom&ouml;glich haben sie auch nichts gegen Krieg?!&#8249;<br />
&#8250;Wenn er mehr Freiheit bingt, ist dagegen nichts einzuwenden.&#0171;</p></blockquote>
<p>(Nagib Machfus, Die Reise des Ibn Fattuma, Z&uuml;rich 2004, 118f.)</p>
<p>Wie k&ouml;nnte man festlegen, wer Barmherzigkeit und wer Gerechtigkeit verdient? Marktkonform vielleicht am besten, indem man sagt: Gerechtigkeit soll dem widerfahren, der dar&uuml;ber einen Vertrag geschlossen und seine vertraglichen Pflichten erf&uuml;llt hat. Barmherzigkeit ist die Dienstleistung einer Versicherungsanstalt, die nur Menschen mit einer entsprechenden Police offensteht.</p>
<p>Jedenfalls stellt sich doch die Frage, ob Freiheit allein als h&ouml;chster Wert taugt. Ein rei&szlig;z&auml;hniger und gem&uuml;tskalter h&ouml;chster Wert ist das, den, um ihn zum h&ouml;chsten Gott zu erheben, man sich mit eigenem Wohlstand erst einmal vers&uuml;&szlig;en mu&szlig;.</p>


<p>Ähnliche Texte:<ol><li><a href='http://www.rauhfasler.de/2010/8295' rel='bookmark' title='Permanent Link: w&uuml;ste und &ouml;de'>w&uuml;ste und &ouml;de</a> <small>Doch vielleicht ist diese meine Blindheit auch nur die Folge...</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2008/frueh-geborn' rel='bookmark' title='Permanent Link: Fr&uuml;h geborn'>Fr&uuml;h geborn</a> <small>Wir kommen fr&uuml;h geborn schon alt zur Welt So sp&auml;t...</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2007/nachts' rel='bookmark' title='Permanent Link: Nachts'>Nachts</a> <small>Nachts, gegen Mitternacht, auf einem Bahnsteig am Hauptbahnhof. Die letzten...</small></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rauhfasler.de/2008/libertas-die-werwoelfin/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
