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	<title>Rauhfasler &#187; Probleme mit Wörtern</title>
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	<description>Verbrauchende Versuche mit Wörtern</description>
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		<title>Auf Leber und Darm</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Jun 2009 11:39:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ceterum censeo]]></category>
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		<description><![CDATA["Fühlen Sie sich gut?" Eine ziemlich grundsätzliche Frage, die mir unversehens gestellt wird. In einem ungeschützten Moment, meine Gedanken müssen eilends und nur halb bekleidet von irgendwo zurückkehren. Da vor mir ist eine <a title="Nachsehen..." href="http://www.felix-burda-stiftung.de/kampagne/print/index.php?" target="_blank">Gestalt auf einem Plakat</a>, beinahe lebensgroß abgebildet -- sie stellt mir diese Frage stellt. Ein Mann mit ordentlicher Frisur und einem zufriedenen, von Grund auf freundlichen Lächeln im soliden, starkknochigen, vertrauenswürdigen Gesicht. Er versucht, mit einer Hand aus dem Plakat hinauszugreifen, wohl um mich für einen Augenblick aufzuhalten, damit ich mir Zeit nehme, über sein wichtiges Anliegen nachzudenken.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2009/06/greifen.jpg" class="floatbox" rev="group:4008 caption:`Die Hand von Wladimir Klitschko auf dem Plakat der Felix-Burda-Stiftung zum Thema Darmkrebs`"><img class="rand size-full wp-image-4021" title="Die Hand von Wladimir Klitschko auf dem Plakat der Felix-Burda-Stiftung zum Thema Darmkrebs" src="/wp-content/uploads/2009/06/greifen.jpg" alt="Die Hand von Wladimir Klitschko auf dem Plakat der Felix-Burda-Stiftung zum Thema Darmkrebs" width="300" height="225" /></a></p>
<p>﻿»Fühlen Sie sich gut?&#0171; Eine ziemlich grundsätzliche Frage, die mir unversehens gestellt wird. In einem ungeschützten Moment, meine Gedanken müssen eilends und nur halb bekleidet von irgendeinem reichlich weit entfernten Ort zurückkehren. Da vor mir ist eine Gestalt auf einem Plakat, die mich offenbar gerade angesprochen hat. Es ist die beinahe lebensgroße Abbildung eines Mannes. Ein Mann mit ordentlicher Frisur und einem zufriedenen Lächeln im starkknochigen, vertrauenswürdigen Gesicht. Er versucht, mit einer Hand aus dem Plakat hinauszugreifen, wohl um mich für einen Augenblick anzuhalten, damit ich mir Zeit nehme, über sein wichtiges Anliegen nachzudenken. Als er meine Verwirrung bemerkt, lächelt er noch etwas freundlicher und wiederholt, in vertraulichem Tonfall: &#0187;Fühlen Sie sich gut?&#0171;</p>
<div class="textbox">»Weil man ihn erst spürt, wenn es zu spät ist.«</div>
<p>Unsere Begegnung hatte eigentlich ganz harmlos begonnen: Ich habe, als ich noch unbeteiligt war, eine Selbstkundgabe des Mannes gelesen, die in großen, ordentlich hellblauen Lettern über seiner feuchtglänzenden Frisur auf dem Plakat angebracht ist: &#0187;I feel good&#0171;. Das war auch noch ganz beiläufig zu hören. Jetzt aber stellt mir dieser Herr im Anzug ohne jede Überleitung mitten ins Gesicht eine  sotiefschürfende Frage: &#0187;Fühlen Sie sich gut?&#0171; Und da er mich einmal auf die existenzielle Ebene genötigt hat, bringt er gleich noch eine recht unangenehme, sehr private Vermutung zum Ausdruck: &#0187;Sie könnten trotzdem Darmkrebs haben.&#0171; Kurze, bedächtige Pause, aufrichtige Sorge blitzt in den dunklen Augen. Habe ich richtig gehört? &#0187;Weil man ihn erst spürt, wenn es zu spät ist&#0171;, setzt er noch hinzu.</p>
<p>Und ich hätte eben beinahe zugegeben, daß ich mich tatsächlich recht wohl fühle. Gut, daß ich das verschwiegen habe, denke ich jetzt. Denn ich hätte ja geradezu den Verdacht auf mich gelenkt, darmkrebskrank zu sein. Den Darmkrebs bemerkt man nämlich erst, wenn es schon zu spät ist. Ist das ganz normale, unauffällige Gefühl in meinem Bauch also ein Warnzeichen? Ich horche in mich hinein. Und der Mann ließt mir die Gedanken aus dem sorgenvollen Gesicht. &#0187;Aber das bringt ja&#0171;,  erinnert er mich, &#0187;rein gar nichts. Sie können ihn nicht spüren, den schlimmen, hinterhältigen Darmkrebs. Erst wenn es zu spät ist.&#0171; Noch nicht mal, wenn ich mich unwohl fühle, wäre das ein Zeichen für die Krankheit? Oder ist es dann, wenn ich mich unwohl Fühle, schon längst zu spät? Oder ist es immerhin ein Zeichen dafür, keinen Krebs zu haben, wenn man Magenschmerzen hat? Der Mann unterbricht meine unschlüssigen Überlegungen: &#0187;Nein&#0171;, bekräftigt er, &#0187;man kann ihn nicht spüren. Und stellen sie sich vor, was für ein peinlicher Tod das wäre &#8211; ein Tod, der aus dem Darm kommt.&#0171;</p>
<div class="textbox">Was für ein peinlicher Tod das wäre, ein Tod, der aus dem Darm kommt.</div>
<p>Er beugt sich etwas näher. Aber wenn ich jetzt einen Test machen würde, erklärt er mir, wäre mein eventueller, mein beinahe schon wahrscheinlicher Darmkrebs durchaus heilbar. Nun denn. Verstört gebe ich ihm mein Wort, einmal darüber nachzudenken. Es wäre ja schön, wenn ich genauso wie dieser zweifelsfrei gesunde Mann ganz unbeschwert sagen könnte: I feel good. Er hat den Test nämlich schon gemacht und darf also ohne alle Zweifel von sich behaupten, daß es ihm gut geht. Wenn er aus dem Plakat hinauskönnte, würde er mir sicherlich zum Abschied auf die Schulter klopfen. Als ich gehe, ruft er mir noch einen ermutigenden Satz hinterher, von Mann zu Mann sozusagen: &#0187;Danach fühlt man sich besser&#0171;, sagt er &#8211; und mein Zug kommt.</p>
<p>Einige Stationen später gerate ich, gleich nachdem ich ausgestiegen bin, schon wieder in Schwierigkeiten. Ich stolpere <a title="Nachsehen..." href="https://www.hepb.de/cps/rde/xchg/bms_hepb/hs.xsl/home_hepatitis-b_kampagne.html" target="_blank">beinahe in ein Schlafzimmer</a>, in dem sich ein Paar fast vollständig entkleidet hat. Eine von züchtiger leidenschaft ergriffene blonde Frau und ein sehr hingebungsvoll dreinblickender, athletischer Mann halten sich umschlungen. Sie tragen nichts weiter, als makellose weißen Unterhosen. Ich sehe sie durch ein Schlüsselloch. Nein, ich wollte nicht in die Privatsspähre der beiden dringen, aber das Schlüsselloch ist immerhin beinahe mannshoch, man könnte fast hindruchgehen; und es ist auf Augenhöhe angebracht &#8211; schon wieder auf einer Plakatwand. Man kann nicht umhin, die beiden weißen Unterhosen zu bemerken, die marmorglatte Haut von Frau und Mann, ihre anscheinend verliebten Gesichter. Eine Ahnung von weißer Bettwäsche und im Hintergrund sonnendurchflutete weiße Vorhänge. Alles ist überhaupt sehr weiß und sehr sauber &#8211; schöne, makellose, frischgewaschene Liebe: man kann die beiden nur beglückwünschen.</p>
<div class="textbox">Das Virus wartet, wo man es nicht erwartet.</div>
<p>Aber, ach weh, unter dem Schlüsselloch steht, mahnend, schwerwiegend, endgültig, nur ein einziger medizinischer Fachterminus, ein knappes, hartes Urteil: Hepatitis B. Hier? Ausgerechnet zwischen diesen beiden, auf diesem sauberen Laken: <em>hier</em> wird gleich eine Infektion weitergegeben werden? Eine Infektion, bei der man doch eigentlich an fragwürde hygienische Verhältnisse denkt, an die Gosse, an Kanalisation, an lichtlose, stickige Räume. &#0187;Aber ja, aber ja&#0171;, klärt das Plakat auf: &#0187;Das Virus wartet, wo man es nicht erwartet.&#0171; Man möchte meinen, dieses durchtriebene Virus mit seinen exkrementalen Vorlieben habe sich nun darauf verlegt, <em>gerade da</em> zu warten, wo man es nicht erwartet. Das paßt zu ihm! Sex, Körperflüssigkeiten, Blut genießen seinen Vorzug, doziert mit angenehm neutraler Stimme das Plakat. Und wer seine Lebensgrundlage auf solchen Substanzen errichtet hat &#8211; dem ist doch alles zuzutrauen. (Inzwischen weiß ich von anderen Plakaten, daß sogar ein neu gekaufter Naßrasierer, daß sogar seine glänzenden, frisch geschliffenen Klingen das Virus verbreiten; daß eine Nagelfeile und viele andere, eigentlich unschuldige Gegenstände, jenes Virus, das wartet, wo man es nicht erwartet, beherbergen können.)</p>
<p>Da ist guter Rat teuer und man sucht händeringend nach Abhilfe. Zum Glück weiß das Plakat rat: &#0187;Am besten Testen&#0171;, sagt es mit väterlichem Witz. Denn auch, wenn sie schließlich in den Körper gelangt ist, versteckt sich die heimtückische Hepatitis B, bis es zu spät ist. Und nur, wenn die Krankheit durch einen Test früh genug erkannt wird, kann man noch einmal mit einem blauen Auge davonkommen. &#8211; Also, sprechen wir alle zusammen, liebe Mitreisenden hier auf dem Bahnsteig, sagen wir es im Chor, um es uns gemeinsam einzuprägen: Am besten Testen, am besten Testen, am besten Testen. &#8211; Gerade noch kann ich mich zurückhalten, daß ich nicht mit weit ausgestreckten Armen und lauter Stimme den Chor anleite. So bleibt er nun leider aus. Die Menschen kommen einfach nicht von selbst darauf, was zu ihrem Besten ist.</p>
<p>In der Nacht habe ich einen Traum.</p>
<div class="textbox">&#0187;Am besten Testen!&#0171;</div>
<p>Ich gehe ich durch einen langen, giftgrünen und vollkommen menschenleeren Krankenhausflur. Als ich mich gerade frage, was ich hier eigentlich soll und nach dem Ausgang suchen will, klopft mir jemand von hinten auf die Schulter. Es ist der breitknochige, gesunde Darmkrebsapostel. Ich sei also doch noch zur Vernunft gekommen, stellt er anerkennend fest. Eine Tür geht auf und das Paar mit den weißen Unterhosen tritt in den Gang. Jetzt tragen die beiden schmuddelige Bademäntel, ihre Haare sind fettig und zerrauft. Schweigend treten sie zu uns und glotzen unglücklich aus gelben, kranken Augen an.</p>
<p>&#0187;Was wollt ihr denn von mir?&#0171;, frage ich und bin dabei lauter, als ich beabsichtigt hatte.<br />
&#0187;Die Welt ist voller unsichtbarer Krankheiten&#0171;, stellt die blonde Frau entschieden fest.<br />
&#0187;Du solltest dich nicht einfach so gesund fühlen&#0171;, sagt der Grobknochige.<br />
&#0187;Man täuscht sich immer. Gesundheit ist eine Einbildung&#0171;, sagt der Mann im Bademantel.<br />
&#0187;Mir fehlt nichts&#0171;, insistiere ich.<br />
&#0187;Unsinn!&#0171;, rufen alle durcheinander.<br />
&#0187;Mein Freund: denkst du etwa, Gesundheit sei selbstverständlich? Das ist ein gefährlicher Irrtum. Gesundheit muß hergestellt werden. Dafür gibt es Fachleute.&#0171; Der Grobknochige rollt das &#0187;R&#0171; und hat eine dunkle, einlullende Stimme.<br />
&#0187;Sieh uns an. Wir dachten, man dürfe sich einfach so nahekommen. Nein, so geht das nicht. In jedem Tropfen Körperflüssigkeit lauert die Krankheit. Man muß sich testen lassen&#0171;, sagt die Frau voller Reue.<br />
&#0187;Am besten Testen!&#0171;, ruft ihr hepatischer Freund sehr eifrig.<br />
&#0187;Am besten Testen. Am besten Testen&#0171;, skandieren jetzt alle gemeinsam.<br />
&#0187;Denn das Virus wartet, wo man es nicht erwartet&#0171;, schallt eine sonore Stimme aus Lautsprechern, die überall an den Wänden hängen.<br />
&#0187;Ich bin doch gesund!&#0171;, rufe ich noch. Da aber sind auch schon vier kräftige Pfleger aus einem Dienstzimmer gesprungen und packen mich an Armen und Beinen. Ein Krankenhausbett wird herbeigeschafft und ich werde darauf festgebunden.<br />
&#0187;Das hätte ich nicht gedacht&#0171;, sagt der Grobknochige.<br />
&#0187;Ein Verweigerer&#0171;, schimpft die Blonde entrüstet.<br />
Aus den Lautsprechern kommt jetzt knackend und rauschend eine Aufnahme von &#0187;I feel good&#0171; und ein Pfleger schiebt mich in meinem Bett den Flur hinunter. Man erklärt mir, daß jetzt, da ich durch meinen Trotz diese ausweglose Situation herbeigeführt hätte, man keine andere Wahl mehr habe: mir müssten jetzt sofort Darm und Leber entfernt werden.</p>
<p>Da wache ich auf. Ich frage mich, als ich wieder einigermaßen bei Besinnung bin, ob die Tatsache, daß ich schwitze, vielleicht ein frühes Zeichen für eine Infektion ist? Vielleicht ist mein Schweiß längst schon giftig? Und die Übelkeit &#8211; bedeutet sie, daß es schon zu spät ist?</p>


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		<title>Gravitätischer Zettelkasten</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Jan 2009 11:27:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Probleme mit Wörtern]]></category>
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		<category><![CDATA[Zerstörung]]></category>

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		<description><![CDATA[&#0187;Nichts&#0171; seinen Schranken hält Und auch schlichtweg schlechthinnig Bewahre! Einhaltgebieter und gewärtig Zu Recht zuständig und zu- auch geneigt Ach, du zarter Ausbund, tobe doch, Total dein Zerstören unausdenkbar aus. Ich bin hinterrücks erschlagen! Hab auf mich selbst im Blick Keine unangefochtne Garantie. Wie quillt auch Seim allorts allhie Er ist, droht ihm, er kann, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2009/01/schwarzestreifen.jpg" class="floatbox" rev="group:2089 caption:`Streifenmännchen (gesehen auf lordsrendezvous.com)`"><img class="rand size-medium wp-image-2102" title="Streifenmännchen (gesehen auf lordsrendezvous.com)" src="/wp-content/uploads/2009/01/schwarzestreifen-300x201.jpg" alt="Streifenmännchen (gesehen auf lordsrendezvous.com)" width="300" height="201" /></a></p>
<p>&#0187;Nichts&#0171; seinen Schranken hält<br />
Und auch schlichtweg schlechthinnig<br />
Bewahre! Einhaltgebieter und gewärtig<br />
Zu Recht zuständig und zu- auch geneigt<br />
Ach, du zarter Ausbund, tobe doch,<br />
Total dein Zerstören unausdenkbar aus.<br />
Ich bin hinterrücks erschlagen!<br />
Hab auf mich selbst im Blick<br />
Keine unangefochtne Garantie.<br />
Wie quillt auch Seim allorts allhie<br />
Er ist, droht ihm, er kann, auf sich<br />
Nicht schwören denn das Ver- ist ihm im Wesen<br />
Der Grund auf dem ein Be- und -hen beruht<br />
Selbst über ein Versagen denkbar noch hinaus<br />
Der aber Losgelassene,<br />
D.i. nichts als das Nichts &#8211;<br />
Entgegen innrer Festigkeit, sie zu prüfen &#8211;<br />
Hat als der, der den an ihn.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Dies und das</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Sep 2008 09:03:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Probleme mit Wörtern]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachverwicklung]]></category>

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		<description><![CDATA[Stock und Stein, Mark und Bein, Steif und Fest, Gut und Schön, Hals und Bein, Dick und Dünn, Ein und Alles, Hin und Weg, Ex und Hopp, Hart aber Fair, Besser als Nichts, Fisch oder Fleisch, Mehr oder Weniger, Krieg und Frieden, Sturm und Drang, Angst und Bang, Alles oder Nichts, Anfang und Ende, Wüst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/14261942@N08/1570228941/"><img class="rand alignnone size-full wp-image-730" title="enTwEder oDer" src="/wp-content/uploads/2008/09/entwederoder.jpg" alt="" width="400" height="266" /></a></p>
<p>Stock und Stein, Mark und Bein, Steif und Fest, Gut und Schön,<br />
Hals und Bein, Dick und Dünn, Ein und Alles, Hin und Weg,<br />
Ex und Hopp, Hart aber Fair, Besser als Nichts, Fisch oder Fleisch,<br />
Mehr oder Weniger, Krieg und Frieden, Sturm und Drang, Angst und Bang,<br />
Alles oder Nichts, Anfang und Ende, Wüst und Leer, Halb so Schwer,<br />
Gut und Gerne, Hopp oder Topp, Entweder Oder, Gabel und Stapler,<br />
Sarg und Nagel, Heller und Pfennig, Zeter und Mordio, Brief und Siegel,<br />
Amt und Würden, Schipf und Schande, Furcht und Zittern, Haut und Haar,<br />
Stein und Feder, Gedeih und Verderb, Hütten und Paläste, Für und Wider,<br />
Blut und Boden, Mann und Maus, Schloß und Riegel, Pech und Schwefel,<br />
Freund oder Feind, Apfel und Stamm, Bart und Mann, Kind und Kegel,<br />
Mast und Segel, Stumpf und Stiel, Hin oder Her, Drunter und Drüber,<br />
A und O, sowieso.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Versteinertes Ausscheiden</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Sep 2008 09:27:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf Empfang]]></category>
		<category><![CDATA[Probleme mit Wörtern]]></category>
		<category><![CDATA[Fakten]]></category>
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		<description><![CDATA[Heute habe ich vom Fernsehen etwas interessantes Gelernt. Ein Wort, das sich in den dunkleren Spalten unserer Sprache verbirgt und wohl für die meisten von uns, so wie für mich bis gestern, am liebsten unsichtbar bliebe. Ein lichtscheues Wort ist es, und das zu Recht. Wie sollte ein so unansehnlicher Vertreter unter all den schönen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2008/09/coprolite_cropped.jpg" class="floatbox" rev="group:668 caption:`Ein Koprolith, 84 mm lang, aus North Dakota`"><img class="rand alignnone size-medium wp-image-677" title="Ein Koprolith, 84 mm lang, aus North Dakota" src="/wp-content/uploads/2008/09/coprolite_cropped-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Heute habe ich vom Fernsehen etwas interessantes Gelernt. Ein Wort, das sich in den dunkleren Spalten unserer Sprache verbirgt und wohl für die meisten von uns, so wie für mich bis gestern, am liebsten unsichtbar bliebe. Ein lichtscheues Wort ist es, und das zu Recht. Wie sollte ein so unansehnlicher Vertreter unter all den schönen Artgenossen auch sonst leben wollen? Auch der <a title="Wikipedia zum Grottenolm" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Grottenolm" target="_blank">Grottenolm</a> zum Beispiel würde sein Biotop nie freiwillig verlassen, um an&#8217;s Licht zu kriechen. Und wenn Licht auf ihn fällt, verkriecht er sich im Schlamm.</p>
<p>Also: Das Fernsehen mit seinem schamlosen Irrlicht hat mir das Wort <strong>kopros</strong> vor Augen geführt. Und, wenn man es sich näher besieht: welche Blüten gedeihen auf diesem Stamm! Wenn man, nur um einen Anfang zu machen, in <span class="t"><a title="nachschlagen!" href="http://www.textlog.de/dornblueth.html" target="_blank">Otto Dornblüths klinischem Wörterbuch</a> nachschlägt, findet sich zwischen Kopp&#8217;schem Asthma und Kopulation ein ganzer schillernder Strauß von Wörtern. Produkte der medizinischen exakten Wissenschaft, gut zerkaute und wohlverdaute Fakten anzeigend.</span></p>
<p><strong>Koprophagie </strong>zum Beispiel ist von Dornblüth definiert als &#0187;Kotessen unsauberer und verwahrloster Irrer&#0171; und <strong>Kopropraxie </strong>ist &#0187;unsittliches Entblößen der Geschlechtsteile usw., bei Geisteskranken&#0171;. Irre und Geistekranke scheinen die Verbündeten des scheuen kopros zu sein. Aber nicht nur solche!, man stelle sich nur vor, was die <strong>Koprologie</strong> dem Menschen für Segnungen und Erleichterungen seines bislang unwissenschaftlichen Ausscheidens beschert. Denn wehe, wenn es zu Stillständen kommt, etwa zur <strong>Koprostase! </strong>Und wer sich angewidert vom armen kopros zurückzieht, dem fehlt vielleicht nur das nötige Einfühlungsvermögen und die Phantasie derjenigen, die sich der <strong>Koprolagnie </strong>verschrieben haben. Dornblüth kläre uns auf: es sind das diejenigen, die &#0187;geschlechtliche Erregung durch ekelhafte Dinge, Kotlecken usw.&#0171; empfinden. Und er merkt noch an, sicherheitshalber vielleicht, es handele sich dabei um eine &#0187;Form des Masochismus.&#0171;</p>
<p>Was aber habe ich von all dem im Fernsehen gesehen? Nur etwas ganz Unschuldiges und zudem sehr Lehrreiches: <strong>Koprolithen. </strong>Und seitdem weiß ich, daß der Neandertaler mehr als 80% seiner Nahrung nicht von den Hecken sammelte sondern erjagte und, so wurde gesagt, daß die Fleischnahrung, obwohl hauptsächlich ungegart, &#0187;sehr gut verdaut&#0171; war. Das verrät uns der versteinerte Kot, der in dunklen Höhlen die Jahrtausende überdauerte. Das weiß ich nun auch. Wäre sie nicht gut verdaut gewesen, es hätten sich in unseren Urvorfahren vielleicht Skabylien gebildet. Und dann kam mir noch ein Gedanke, ein bedrückender vielleicht: Wir werden keine Koprolithen für unsere fernen Nachfahren hinterlassen&#8230;</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<pubDate>Fri, 16 May 2008 08:15:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vertrauen und Sicherheit oder die technische Abteilung eines Verbandes, in dem Sachversicherer organisiert sind, also Vertrauen in Sachen oder eine vertrauenvolle Grundstimmung durch das Wissen um die Sichere Versicherung von Sachen; die Sternenfreunde in ihrem Verein ebenfalls, die Amateure des astralen Raumes, Liebhaber kosmischer Lichterscheinungen; hinzu kommen die Sportjournalisten (Fairplay-Trophäe, Doping und Transparency sowie die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2008/09/vertex.jpg" class="floatbox" rev="group:1207 caption:`Ein Vertex Detector (wahrscheinlich)`"><img class="alignright size-medium wp-image-1208" title="Ein Vertex Detector (wahrscheinlich)" src="/wp-content/uploads/2008/09/vertex-300x262.jpg" alt="" width="300" height="262" /></a>Vertrauen und Sicherheit oder die technische Abteilung eines Verbandes, in dem Sachversicherer organisiert sind, also Vertrauen in Sachen oder eine vertrauenvolle Grundstimmung durch das Wissen um die Sichere Versicherung von Sachen; die Sternenfreunde in ihrem Verein ebenfalls, die Amateure des astralen Raumes, Liebhaber kosmischer Lichterscheinungen; hinzu kommen die Sportjournalisten (Fairplay-Trophäe, Doping und Transparency sowie die Beitragspflicht von Rentnern) und die Sportbootschulen (der eine Lizenz &#0187;A&#0171; vergibt und damit fast schon für Geheimagenten intressant sein dürfte); dann noch die Schulmusiker und die Sägeindustrie, zwischen denen feinsinnige Interferenzen enstehen, fast schon Obertöne; von den Vereinigten Sägewerkern erfahren wir: ein Sägewerkskongress hat stattgefunden – was sind wohl &#0187;Holzcluster – und die Verlängerung der Koexistenzperiode ist beantragt worden (wir können, hinter unserer Staubschutzmaske – aufatmen); aus dem Wirtschaftsleben zudem: Schleifmittelwerke, Seilbahnen und Schlepplifte, medizinische Bildverarbeitung und das &#0187;Vertex Detector System&#0171; (was ist ein Vertex; die Wirklichkeit ist unglaubwürdiger als jeder Sicence-Fiction-Roman).</p>


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