Eine konfabulierteKonfabulation ist »die Produktion von objektiv falschen Aussagen« bzw. von Märchen (lat. fabula), wobei der Konfabulierende von der Gültigkeit seiner Aussagen mehr oder weniger fest überzeugt ist. Es kann eine hirn­organische Störung zugrunde­liegen oder auch der bei Gesunden gelegentlich vorkommende Drang, sich an mehr zu erinnern, als tatsächlich der Fall ist (z.B. bei Kindheits­erinnerungen oder bei der Befragung eines Zeugen vor Gericht; es sind sog. provozierte K.).
  Die spontane K. liegt vor, wenn die Fähigkeit gestört ist, eigene Einfälle von realen Sach­verhalten zu unterscheiden. (»Patients with Korsakoff's syndrome characteristically confabulate by guessing an answer or imagining an event and then mistaking their guess or imagination for an actual memory. [Wikipedia]«
Realienkunde, ein Thesaurus, bar jeder Notwendigkeit assoziiert, eine Sammlung von Marginalien, über die im Unklaren zu bleiben, ich nicht auf mich nehmen wollte. Dem geneigten Leser im jeweiligen Kontext unterbreitet, in alphabetischer Ordnung. Anregungen für weitere Stichworte werden gerne entgegengenommen.

Kategorien-Archiv: Offenbarungen in der S-Bahn

Halb hinterm Licht

Es ist früher Morgen, von draußen nur halbes Licht, nur einsame Menschen, völlige Abwesenheit von Gesprächen, von bewußt igendwohin gerichteten Regungen. So haben wir uns eingefunden und warten gemeinsam. Von den anderen ist nichts zu sehen, außer einem Paar Füßen, dazu noch die Unterschenkel bis zu den Knien hinauf. Wildlederne Sportschuhe, recht gepflegt, nicht teuer, [...]
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Im rechten Licht

Ein Mann in der S-Bahn. Nicht irgendein Mann: einer, an dem alles ins rechte Licht gerückt ist. Er trägt Kleidungsstücke in beeindruckenden Schattierungen von schwarz, grau und dunkelblau. Ein Jackett natürlich, trotz der Wärme, die hier, in der dahingleitenden Backröhre, noch über das Maß der Außenwelt hinaus eskaliert. Sein Hemd ist, eine läßliches Zugeständnis, nein, [...]
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Gedanken eines Frosches beim Anblick einer Landschaftsmalerin

Eine junge, blonde Geschäftsfrau führt im sachlichen Ton eine Unterredung. Sie und ihr Mobiltelefon, ihre beigefarbene Handtasche, ihre Sommerkleidung, die ins Haar zurückgeschobene Sonnenbrille: Alles macht einen sehr aufgeräumten Eindruck. Ich staune sie an, aus dem dunklen Bezirk heraus, in den mich meine Träume geführt haben, wie ein Frosch vom Tümpel her eine spazierengehende Landschaftsmalerin [...]
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  • Rauhfaseln?

    Zum Beispiel so:

    Er sehnte sich nach gnädigem Entschlafen und fragte sich halbwegs, wo wohl der Schmerz hingelangte, wenn einer schlief und ihn einfach übersah. Diesen Ort wünschte er sich herbei, dieses wunderbare Elysium.

    Hier gibt es mehr davon, Worte auf Worte, dem geneigten Leser präsentiert in mehreren Versuchsanordnungen.

  • Zufällig…