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	<title>Rauhfasler &#187; Schneideriana</title>
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	<description>Verbrauchende Versuche mit Wörtern</description>
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		<title>die beize</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Jul 2011 20:36:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Schneideriana]]></category>
		<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrheit]]></category>

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		<description><![CDATA[morgen stehe ich und kann nicht anders morgen mache ich klarschiff mit allem übel und denke den großen gedanken und esse leicht und atme nur noch tief hinters zwerchfell aus überzeugung und lasse auch die unwillkürlichen bewegungen so aussehen, als ginge es um gedeih und verderb, und gedeihe innerlich noch bis in die letzte darmzotte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/07/fischkopfab.jpg" class="floatbox" rev="group:14298 caption:`Das Filetieren eines Fisches`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/07/fischkopfab-300x300.jpg" alt="" title="Das Filetieren eines Fisches" width="300" height="300" class="rand size-medium wp-image-14302" /></a></p>
<p>morgen stehe ich und kann nicht anders<br />
morgen mache ich klarschiff mit allem übel<br />
und denke den großen gedanken<br />
und esse leicht und atme nur noch<br />
tief hinters zwerchfell aus überzeugung<br />
und lasse auch die unwillkürlichen bewegungen<br />
so aussehen, als ginge es um gedeih<br />
und verderb, und gedeihe innerlich<br />
noch bis in die letzte darmzotte<br />
und zwar schon vor dem frühstück und<br />
mache nur noch sehr kurze sätze, die<br />
jedermann entzückt zurückweichen lassen &#8211;<br />
morgen, sofern sich eine gelegenheit bietet:<br />
denn vorher muß noch die maschine<br />
fertiggelötet werden, die, die die zeit<br />
völlig selbsttätig in portionen<br />
zerlegen kann, die dann zwischen den zähnen<br />
sanft knirschen und nach zitronengras schmecken;<br />
außerdem will ich das trompeten<br />
auf dem toilettenabfluss üben;<br />
und die beize, die beize im keller<br />
muß unter allen umständen<br />
regelmäßig umgerührt werden,<br />
morgen, übermorgen, und so weiter  &#8211;<br />
nicht auszudenken was, wenn man<br />
dabei nachlässig wäre.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Lasse dich</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Jun 2011 09:30:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Schneideriana]]></category>
		<category><![CDATA[Abschied]]></category>
		<category><![CDATA[Ernst]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaf]]></category>
		<category><![CDATA[Wachsein]]></category>
		<category><![CDATA[Wächter]]></category>

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		<description><![CDATA[Du schläfst, Ich gehe, ich Stimme nicht Überein: mit Dem Geräusch Meiner Schritte, Mit der Erwartung, Den ersten Satz, Gleich wieder sagen Zu müssen, während ich Über dich hinaus Wache. Du schläfst, Ich lasse dich Zurück, wer Wüsste &#8211; wo? Dein Gesicht Ist so vollständig Auf einen innen- Liegenden Punkt versammelt, Daß ich es kaum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/06/FishingBoatsPuttingOuttoSea.jpg" class="floatbox" rev="group:13822 caption:`Fischerboote, in See stechend`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/06/FishingBoatsPuttingOuttoSea-300x186.jpg" title="Fischerboote, in See stechend" width="300" height="186" class="rand size-medium wp-image-13802" /></a></p>
<p>Du schläfst,<br />
Ich gehe, ich<br />
Stimme nicht<br />
Überein: mit<br />
Dem Geräusch<br />
Meiner Schritte,<br />
Mit der Erwartung,<br />
Den ersten Satz,<br />
Gleich wieder sagen<br />
Zu müssen, während ich<br />
Über dich hinaus<br />
Wache. </p>
<p>Du schläfst,<br />
Ich lasse dich<br />
Zurück, wer<br />
Wüsste &#8211; wo?</p>
<p>Dein Gesicht<br />
Ist so vollständig<br />
Auf einen innen-<br />
Liegenden Punkt versammelt,<br />
Daß ich es kaum noch begreife, du<br />
Siehst jetzt ernster aus, so ernst wie<br />
Vielleicht alles<br />
Im guten<br />
Ist.</p>
<p>Du schläfst<br />
Und deine Stirn<br />
Glänzt aus den Kissen;<br />
Du bist in einer frischen Böe<br />
Aus der Anfurt getrieben, ich<br />
Bleibe ratlos eine Weile, ich<br />
Gehe, lasse dich<br />
Ziehen, wer wüßte<br />
Wohin?</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<series:name><![CDATA[Schlafbrandung]]></series:name>
	</item>
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		<title>usque ad horam nonam</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Apr 2011 14:58:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Schneideriana]]></category>
		<category><![CDATA[Unterderoberfläche]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich schwebe in dir Mit meinen zerfließenden Gedanken Du bist in alle Richtungen Die unsichtbare Grenze Du bist der Widerstand An dem mein Blick Verständnislos wird. Du bist der Tod Im vollen Sonnenlicht eines Dreitages Der Schatten zwischen den Sätzen, der Jene kühle Fremdheit erzeugt: Auf meinen Fingerspitzen, In meinem Dafürhalten Und zwischen den Halswirbeln [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/04/biosphaere.jpg" class="floatbox" rev="group:12927 caption:`Brennende Biosphäre auf dem Expo-Gelände Montreal,  1976`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/04/biosphaere-300x204.jpg" alt="" title="Brennende Biosphäre auf dem Expo-Gelände Montreal,  1976" width="300" height="204" class="rand size-medium wp-image-12935" /></a></p>
<p>Ich schwebe in dir<br />
Mit meinen zerfließenden Gedanken<br />
Du bist in alle Richtungen<br />
Die unsichtbare Grenze<br />
Du bist der Widerstand<br />
An dem mein Blick<br />
Verständnislos wird.</p>
<p>Du bist der Tod<br />
Im vollen Sonnenlicht eines Dreitages<br />
Der Schatten zwischen den Sätzen, der<br />
Jene kühle Fremdheit erzeugt:<br />
Auf meinen Fingerspitzen,<br />
In meinem Dafürhalten<br />
Und zwischen den Halswirbeln  &#8211;<br />
Daß ich steif umhergehe und<br />
Lache wie Eisen auf Eisen<br />
Fremd und befremdlich<br />
Von dir her.</p>
<p>Liebe, wie du sie gibst<br />
Drängt sich in die Tiefe<br />
Und schmeckt nach Blut<br />
Du gibst flüchtigen Frieden<br />
Und wen du anrührst<br />
Den zerreißt du gelegentlich<br />
Wie einen Vorhang, von oben an<br />
Bis unten aus.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<series:name><![CDATA[ne adpropies]]></series:name>
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		<title>jemand schneidet</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Jan 2011 11:02:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Schneideriana]]></category>
		<category><![CDATA[Blech]]></category>
		<category><![CDATA[Farben]]></category>
		<category><![CDATA[Fenster]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Haare]]></category>
		<category><![CDATA[Klang]]></category>
		<category><![CDATA[Sonne]]></category>

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		<description><![CDATA[Jemand schneidet Papier in Streifen Und davon kommt, so sagt man, Der schwellende und sinkende Sinuston, Den man jetzt durch die Wände hört &#8211; Wie die Schritte von Ahab. Sehr weiß sind die Kittel der Laborantinnen dort drüben, Sie stechen mit Pipetten in feine Röhren Mit ihren weißen Händen, und, Ganz wie auf den Metallborden, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/01/Sinuskurve.gif" class="floatbox" rev="group:11303 caption:`Sinuskurve`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/01/Sinuskurve-1024x304.gif" alt="" title="Sinuskurve" width="450" class="rand size-large wp-image-11310" /></a></p>
<p>Jemand schneidet Papier in Streifen<br />
Und davon kommt, so sagt man,<br />
Der schwellende und sinkende Sinuston,<br />
Den man jetzt durch die Wände hört &#8211;<br />
Wie die Schritte von Ahab.</p>
<p>Sehr weiß sind die Kittel der Laborantinnen dort drüben,<br />
Sie stechen mit Pipetten in feine Röhren<br />
Mit ihren weißen Händen, und,<br />
Ganz wie auf den Metallborden, glänzt<br />
Das exakte Licht auch auf je ihrem Haar.</p>
<p>Die verborgene Sonne hat viel Mühe verwendet<br />
Auf die Betonwände und Kacheln der Häuser &#8211;<br />
Wie sie sie mit Farbverläufen ziert;<br />
Besonders dort auf dem Stahlblech<br />
Der Abluftanlage widerscheint sie,<br />
Zwar unsichtbar: sehr zart.</p>
<p>Ich sehe jemanden sprechen,<br />
Ich höre einen Gedanken wie er<br />
Irgendwo hinter den Augen<br />
Über den entscheidenden Unterschied doziert<br />
Zwischen diesem und jenem, leider aber<br />
Entgeht mir das meiste.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>&#937;</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Dec 2010 10:08:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Schneideriana]]></category>
		<category><![CDATA[Bilder]]></category>
		<category><![CDATA[Elekrizität]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerung]]></category>
		<category><![CDATA[Felder]]></category>
		<category><![CDATA[Strom]]></category>
		<category><![CDATA[Vereinigung]]></category>

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		<description><![CDATA[im drehstrom der die flure überspült vom punkt aus wo die spannung kondensierte von ihr ist nun der halbe kreis verkohlt und eine reihe lichter gänzlich blind geworden &#8211; im drehstrom glüht ein einzelner gedanke hell bis ihm die kohlefaser springt und er verstummt. im drehstrom der die flure überspült steht mir dein nachbild noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/12/lupine.jpg" class="floatbox" rev="group:11173 caption:`»Lupine«, Taschenlampe der Firma Tesla`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/12/lupine-300x200.jpg" alt="" title="»Lupine«, Taschenlampe der Firma Tesla" width="300" height="200" class="rand size-medium wp-image-11196" /></a></p>
<p>im drehstrom der die flure überspült<br />
vom punkt aus wo die spannung kondensierte<br />
von ihr ist nun der halbe kreis verkohlt<br />
und eine reihe lichter gänzlich blind geworden &#8211;<br />
im drehstrom glüht ein einzelner gedanke hell<br />
bis ihm die kohlefaser springt und er verstummt.<br />
im drehstrom der die flure überspült<br />
steht mir dein nachbild noch auf beiden augenschirmen<br />
ich gehe schwankend und es weicht in gleichem maß zurück<br />
es zittert jetzt und jetzt verlischts in lauter schnee.<br />
ein feines brummen wie von großen spulen klingt<br />
und ladungswellen schwemmen über meine arme<br />
zwischen den feinen haaren knisterts und ich schmecke funken.<br />
die nacht blitzt hell von der entladung zweier teslaspulen<br />
wird sie zum tag und alles wachsein wird zum träumen<br />
felder von kräften spannen sich um meine schultern<br />
da wo das nachbild deines atems sich mit ihnen trifft.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<series:name><![CDATA[ultra nubes aurora]]></series:name>
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