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	<title>Rauhfasler &#187; Ahnungen</title>
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	<description>Verbrauchende Versuche mit Wörtern</description>
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		<title>Sheriff</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Jun 2010 10:14:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Ahnungen]]></category>
		<category><![CDATA[Bewußtseinszustände]]></category>
		<category><![CDATA[Felder]]></category>
		<category><![CDATA[Träume]]></category>
		<category><![CDATA[Urbane Mirakel]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn du wie Ein S&#252;dstaatensheriff Durch die letzten Ausl&#228;ufer Der unwegsamen Stadt Den Feldern zureitest Deiner Interimsheimat Auf einem Stahlro&#223; und Dir den Geschmack vorstellst Von Whiskey und einer Kurzen Zigarre Zum zarten Grau des Himmels &#8211; Morgen wird es Regen geben Die Abendr&#246;te sickert rosig Durch die Hemdbrust der Wolken. Die Traktoren st&#228;uben Sand [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/05/Winchester_Model_1892_1477.jpg" class="floatbox" rev="group:7537 caption:`Winchester Modell 1892 (Quelle: Wikipedia)`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/05/Winchester_Model_1892_1477-300x61.jpg" alt="" title="Winchester Modell 1892 (Quelle: Wikipedia)" width="300" height="61" class="rand size-medium wp-image-7539" /></a></p>
<p>Wenn du wie<br />
Ein S&uuml;dstaatensheriff<br />
Durch die letzten Ausl&auml;ufer<br />
Der unwegsamen Stadt<br />
Den Feldern zureitest<br />
Deiner Interimsheimat<br />
Auf einem Stahlro&szlig; und<br />
Dir den Geschmack vorstellst<br />
Von Whiskey und einer<br />
Kurzen Zigarre<br />
Zum zarten Grau des Himmels &#8211;<br />
Morgen wird es Regen geben<br />
Die Abendr&ouml;te sickert rosig<br />
Durch die Hemdbrust der Wolken.</p>
<p>Die Traktoren st&auml;uben Sand<br />
Die Strauchdiebe tr&auml;umen<br />
Hinterm Bahndamm malerische Tr&auml;ume<br />
Und an den B&auml;nkern h&auml;ngt der Anzugstoff<br />
Wie trockene Bl&auml;tter vom letzten Herbst<br />
Ein Fra&szlig; f&uuml;r das Getier<br />
Das Gott am sechsten Tage schuf.</p>
<p>Wenn du als Sheriff reitest<br />
Und die Welt ist um dich<br />
Sch&ouml;n wie wenige T&ouml;ne<br />
Einer Stahlgitarre, die<br />
Ein wahrhaft Trauriger<br />
Baumwollpfl&uuml;cker spielt &#8211;<br />
Denke dir ein Halstuch<br />
Und sprich nicht;<br />
Denke dir harte Stiefel<br />
Und geh z&ouml;gernd<br />
Und geh aufrecht<br />
Bei jedem Schritt.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>nachtgrenz</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Mar 2010 11:19:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Ahnungen]]></category>
		<category><![CDATA[Dinge]]></category>
		<category><![CDATA[Furcht]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Licht]]></category>
		<category><![CDATA[Nacht]]></category>
		<category><![CDATA[Schatten]]></category>
		<category><![CDATA[Träume]]></category>
		<category><![CDATA[Wilde Tiere]]></category>

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		<description><![CDATA[im lichtkreis steht der nackte rest des tages: er kehrt sich trotzig von der dunkelheit die mit den dielen ungeduldig knarrt, gleich auf dem flur hinter der d&#252;nnen t&#252;r sie ist zerbrechlich kreidewei&#223; man h&#246;rt den atem eines kindes (oder h&#246;rt ihn nicht und denkt ihn nur): es schl&#228;ft und tr&#228;umt hinter versperrten grenzen die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.thequietrevolution.co.uk/"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/03/fallen-feathers-von-Claire-Scully-213x300.jpg" alt="" title="&raquo;Fallen Feathers&laquo; von Claire Scully" width="213" height="300" class="rand size-medium wp-image-6306" /></a></p>
<p>im lichtkreis steht<br />
der nackte rest des tages:<br />
er kehrt sich trotzig<br />
von der dunkelheit<br />
die mit den dielen<br />
ungeduldig knarrt,<br />
gleich auf dem flur<br />
hinter der d&uuml;nnen t&uuml;r<br />
sie ist zerbrechlich<br />
kreidewei&szlig;</p>
<p>man h&ouml;rt den atem<br />
eines kindes (oder<br />
h&ouml;rt ihn nicht und<br />
denkt ihn nur):<br />
es schl&auml;ft und tr&auml;umt<br />
hinter versperrten grenzen</p>
<p>die gegenst&auml;nde stehen<br />
an den w&auml;nden aufgereiht<br />
und ducken sich<br />
in ihre schatten &#8211;<br />
sie stehen blo&szlig;gelegt</p>
<p>man wird sie zum<br />
verl&ouml;schen bringen<br />
mit dem licht, das aus<br />
einem d&uuml;nnen draht<br />
geschlagen wird<br />
bis da&szlig; der strom<br />
zuletzt zerrei&szlig;t</p>
<p>ein ungeheures<br />
schweigen streift<br />
dir um die kalten f&uuml;&szlig;e,<br />
sein blick ist fahl &#8211;<br />
da! es springt und schon<br />
liegen seine f&auml;nge spitz<br />
an zwei synapsen dir<br />
und vibrieren leicht.</p>
<p>nur tr&auml;ume und<br />
angst frisch<br />
aus der mosterei<br />
rosten langsam<br />
so das zeit<br />
sie zu ber&uuml;hren bleibt.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Vulcanus</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2010/vulcanus</link>
		<comments>http://www.rauhfasler.de/2010/vulcanus#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 20 Feb 2010 11:57:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Ahnungen]]></category>
		<category><![CDATA[Bahnfahren]]></category>
		<category><![CDATA[Geruch]]></category>
		<category><![CDATA[Gewitter]]></category>
		<category><![CDATA[Götter]]></category>
		<category><![CDATA[Höhlen]]></category>
		<category><![CDATA[Licht]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtleben]]></category>

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		<description><![CDATA[Blaues Licht im Rolltreppenschacht, Im Fahrtwind bleibt der Atem Als Wolkenspur zur&#252;ck. Abgeschnitten liegt jene W&#228;rme Hinter einer Glast&#252;r, ihre Fl&#252;gel Glitten lautlos in die W&#228;nde, Rechts und links, da war Geruch von Menschen, hier Ist alles Leer, Metall Steigt von unten auf Aus der Kaverne. An den Grundstoff des Donners Wurde schon vor Zeiten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/01/schiene.jpg" class="floatbox" rev="group:5761 caption:`Walisische Grubenschiene aus Gusseisen (1760)`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/01/schiene-300x162.jpg" alt="" title="Walisische Grubenschiene aus Gusseisen (1760)" width="300" height="162" class="rand size-medium wp-image-5776" /></a></p>
<p>Blaues Licht im Rolltreppenschacht,<br />
Im Fahrtwind bleibt der Atem<br />
Als Wolkenspur zur&uuml;ck.<br />
Abgeschnitten liegt jene W&auml;rme<br />
Hinter einer Glast&uuml;r, ihre Fl&uuml;gel<br />
Glitten lautlos in die W&auml;nde,<br />
Rechts und links, da war<br />
Geruch von Menschen, hier<br />
Ist alles Leer, Metall<br />
Steigt von unten auf<br />
Aus der Kaverne.</p>
<p>An den Grundstoff des Donners<br />
Wurde schon vor Zeiten ger&uuml;hrt,<br />
Jetzt knirscht er auf den Schienen.<br />
Ein unwilliger Domestik ist Jupiter,<br />
Und Vulcanus schmiedet<br />
Die Landschaft fortlaufend<br />
In Kanten und Fl&auml;chen,<br />
Dazwischen wachsen allein<br />
Gasblumen und Ru&szlig;.<br />
Und ungeheuer &uuml;ber allem,<br />
&Uuml;ber dem fahrenden Sturz,<br />
Eine ein&auml;ugige Sonne,<br />
Eine aus Schlieren geborene<br />
Ahnung.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Unio mystica</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2010/unio-mystica</link>
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		<pubDate>Thu, 14 Jan 2010 10:10:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Ahnungen]]></category>
		<category><![CDATA[Gott]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Nacht]]></category>
		<category><![CDATA[Propheten]]></category>
		<category><![CDATA[Wahn]]></category>

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		<description><![CDATA[Das M&#252;de Hirn wartet, Ob etwas geschieht. Um das Haus streicht der Wind: Ein hungernder K&#246;ter, In den Rohren schleicht Wasser Und jemand spricht heiser, Es ist nicht die Zeit F&#252;r Zuneigung oder auch Nur f&#252;r Abw&#228;rme. Am Kehlengrund des Nachtw&#228;rters Vermischt sich eine zart keimende Erk&#228;ltung Mit dem n&#228;chsten Becher P&#246;kelkaffee, und Durch die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.artkleko.com/"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/01/rostiger-becher-300x273.jpg" alt="" title="Rostiger Becher, Foto von Richard Klekociuk" width="300" height="273" class="rand size-medium wp-image-5587" /></a></p>
<p>Das M&uuml;de Hirn wartet,<br />
Ob etwas geschieht.</p>
<p>Um das Haus streicht der Wind:<br />
Ein hungernder K&ouml;ter,<br />
In den Rohren schleicht Wasser<br />
Und jemand spricht heiser,<br />
Es ist nicht die Zeit<br />
F&uuml;r Zuneigung oder auch<br />
Nur f&uuml;r Abw&auml;rme.</p>
<p>Am Kehlengrund des Nachtw&auml;rters<br />
Vermischt sich eine zart keimende Erk&auml;ltung<br />
Mit dem n&auml;chsten Becher<br />
P&ouml;kelkaffee, und<br />
Durch die dunklen Fenster<br />
Dringt, vorbei an den Spiegelungen<br />
Des diesseits Befindlichen, nur<br />
Ein einziges, fadiges Licht:<br />
Es schwankt sanft oder<br />
Wird von schwankenden Zweigen kaschiert,<br />
Im Rhythmus der Fr&uuml;hmorgenwinde.</p>
<p>Wie bist du, Gott,<br />
So weit ausgeschritten? Vielleicht<br />
Hat dich angesichts immer neuer<br />
Sch&ouml;pferischer Spielarten der<br />
Wiederkehr des Gleichen im<br />
Weiten Garten der h&ouml;lzernen Stockungen<br />
Die Wanderlust gepackt, Gott, jedenfalls<br />
Gelingen die Offenbarungen<br />
Eher schlecht dieser Tage,<br />
Geradezu wie ein Gespr&auml;ch mit<br />
Funkger&auml;ten, w&auml;hrend immer<br />
Irgendwer dazwischenredet vom<br />
Verkehrsaufkommen am Abzweig<br />
Georgswerder.</p>
<p>Jetzt! H&ouml;re, es erwachen die Z&uuml;ge<br />
In Orbi et Urbi! Und es klingt<br />
Wie ein Jahrmarkt, nur m&auml;&szlig;ig besucht,<br />
Wenn die Z&uuml;ge zur Gleisbr&uuml;cke hin<br />
Die Steigung nehmen in weitem Bogen<br />
Und ihre Drehgestelle singen wie<br />
Kreischende M&auml;dchen.</p>
<p>Kann man noch<br />
Eine wirkliche Reise machen,<br />
Jetzt,<br />
Da die Propheten in Tagespflege<br />
Ihre Finger rauchen und<br />
Die Tage sich<br />
Auf Sitzpolstern zubringen, bis<br />
Jeder zur guten Nacht<br />
Sich selber beschl&auml;ft,<br />
Sehr bequem und<br />
Ausschlie&szlig;lich virtuell?</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Kautschuken</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2009/kautschuken</link>
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		<pubDate>Tue, 01 Dec 2009 10:26:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Ahnungen]]></category>
		<category><![CDATA[Atem]]></category>
		<category><![CDATA[Augenblick]]></category>
		<category><![CDATA[Kopf]]></category>
		<category><![CDATA[Schleier]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachverwicklung]]></category>

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		<description><![CDATA[Alles ist Gegenwart Da atmet das Glimmen Im Draht in der Birne Die nackt an der Decke Mit dem Schwanken des Kontinents Auf gro&#223;er Gezeitenfahrt Um weniges Schwingt Da atmet das Glimmen Der Konvektionsstrom aus W&#246;rtern Im d&#252;rstenden Kopf Treibt uralte Trugschl&#252;sse Tr&#228;ge und absichtlos auf W&#228;hrend am Zungengrund Lauwarm der Speichel tropft Alles ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2009/11/EPDM-Rubber-Membrane.jpg" class="floatbox" rev="group:5410 caption:`Eine Rolle Kautschukmembran`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2009/11/EPDM-Rubber-Membrane-279x300.jpg" alt="Eine Rolle Kautschukmembran" title="Eine Rolle Kautschukmembran" width="279" height="300" class="rand size-medium wp-image-5416" /></a></p>
<p>Alles ist Gegenwart<br />
Da atmet das Glimmen<br />
Im Draht in der Birne<br />
Die nackt an der Decke<br />
Mit dem Schwanken des Kontinents<br />
Auf gro&szlig;er Gezeitenfahrt<br />
Um weniges Schwingt</p>
<p>Da atmet das Glimmen<br />
Der Konvektionsstrom aus W&ouml;rtern<br />
Im d&uuml;rstenden Kopf<br />
Treibt uralte Trugschl&uuml;sse<br />
Tr&auml;ge und absichtlos auf<br />
W&auml;hrend am Zungengrund<br />
Lauwarm der Speichel tropft</p>
<p>Alles ist Gegenwart<br />
Hinter dem Schleier aus<br />
Kautschukenen H&auml;uten<br />
Vollzieht sich noch trotzdem<br />
Der gro&szlig;e archaische<br />
Weltengeb&auml;rende Tanz<br />
Jener leuchtenden Funken.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Interim</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2009/interim</link>
		<comments>http://www.rauhfasler.de/2009/interim#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 01 Nov 2009 10:56:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Ahnungen]]></category>
		<category><![CDATA[Erkenntnis]]></category>
		<category><![CDATA[Nackt]]></category>
		<category><![CDATA[Schönheit]]></category>
		<category><![CDATA[Welt]]></category>

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		<description><![CDATA[Nackt und blo&#223;, Wie ein S&#228;ugling, Das Bett geht Fast aus dem Leim: So liegt mir Als stille Forderung Nach Z&#228;rtlichkeit, Eingeflochten Zwischen zwei Gedankeng&#228;ngen, Vor Augen: Die Welt. &#196;hnliche Texte:Richte meine Augen Ich richte meine Augen, Ich lege eine Hand Leicht an... Regen #2 Regen siedet In den Kopfsteinpflasterfugen. Oder er brandet in Mustern... [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2009/11/metallperle.jpg" class="floatbox" rev="group:5223 caption:`Metallperlen`"><img src="/wp-content/uploads/2009/11/metallperle-300x250.jpg" alt="Metallperlen" title="Metallperlen" width="300" height="250" class="rand size-medium wp-image-5226" /></a></p>
<p>Nackt und blo&szlig;,<br />
Wie ein S&auml;ugling,<br />
Das Bett geht<br />
Fast aus dem Leim:</p>
<p>So liegt mir<br />
Als stille Forderung<br />
Nach Z&auml;rtlichkeit,<br />
Eingeflochten<br />
Zwischen zwei<br />
Gedankeng&auml;ngen,<br />
Vor Augen:</p>
<p>Die Welt.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Nebel</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2009/nebel</link>
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		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 10:52:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Ahnungen]]></category>
		<category><![CDATA[Herbst]]></category>
		<category><![CDATA[Knochen]]></category>
		<category><![CDATA[Nebel]]></category>
		<category><![CDATA[Tanz]]></category>

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		<description><![CDATA[Nebel zupft mit virtuosen Knochenfingern Aus den dunklen Stellen Zwischen aufgeweichten Lichtern, Die in der fr&#252;hen, kalten Nacht Leuchten mit gemeinem Licht &#8211; Aus dem eingeh&#252;llten Vorrat An Unsichtbarem zupft er einzeln Kleine scharfe Splitter, Da&#223; es in der Kehle sticht. Der Nebel grinst, Er starrt aus leeren H&#246;hlen Unter Br&#252;cken, hinter B&#228;umen, Die unl&#228;ngst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://walterneiger.blogspot.com/2009/07/danse-macabre.html"><img src="/wp-content/uploads/2009/11/danse-macabre-300x225.jpg" alt="Walter Neiger, Danse Macabre" title="Walter Neiger, Danse Macabre" width="300" height="225" class="rand size-medium wp-image-5169" /></a></p>
<p>Nebel zupft mit virtuosen Knochenfingern<br />
Aus den dunklen Stellen<br />
Zwischen aufgeweichten Lichtern,<br />
Die in der fr&uuml;hen, kalten Nacht<br />
Leuchten mit gemeinem Licht &#8211;<br />
Aus dem eingeh&uuml;llten Vorrat<br />
An Unsichtbarem zupft er einzeln<br />
Kleine scharfe Splitter,<br />
Da&szlig; es in der Kehle sticht.</p>
<p>Der Nebel grinst,<br />
Er starrt aus leeren H&ouml;hlen<br />
Unter Br&uuml;cken, hinter B&auml;umen,<br />
Die unl&auml;ngst kahlgefallen sind,<br />
Er starrt mit kalter Lust hervor.</p>
<p>Blo&szlig; zu stehen und zu warten ist nicht gut,<br />
Man mu&szlig; jetzt eilen in Gedanken,<br />
Oder tanzen mit schon halb verwirrten Sinnen,<br />
Oder trinken aus dem leeren Mund<br />
Des stummen Herren Nebel,<br />
Daran wird man<br />
Unertr&auml;glich schnell gesund.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Der Morgen</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Sep 2009 08:14:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Ahnungen]]></category>
		<category><![CDATA[Glanz]]></category>
		<category><![CDATA[Herbst]]></category>
		<category><![CDATA[Kälte]]></category>
		<category><![CDATA[Luft]]></category>
		<category><![CDATA[Meer]]></category>
		<category><![CDATA[Messer]]></category>
		<category><![CDATA[Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Schwimmen]]></category>
		<category><![CDATA[Sonne]]></category>
		<category><![CDATA[Träume]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Morgen ist im Meer geschwommen Jetzt steht er mit uns Wartenden Bei den Haltestellenh&#228;uschen da. Und sein kalter, rascher Atem geht &#220;ber Stirnen, &#252;ber Wangen streicht er hin, Leicht wie der schwache Rest der Tr&#228;ume, Die im ersten Licht als sanfter Wahn Erscheinen und im n&#228;chsten Augenblick Untergehen im gro&#223;en Glanz des Himmels. Dort [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2009/09/silver-light-ausschnitt.jpg" class="floatbox" rev="group:4863 caption:`Francesca Cho, Silver Light, 2000`"><img src="/wp-content/uploads/2009/09/silver-light-ausschnitt-300x224.jpg" alt="Francesca Cho, Silver Light, 2000" title="Francesca Cho, Silver Light, 2000" width="300" height="224" class="rand size-medium wp-image-4868" /></a></p>
<p>Der Morgen ist im Meer geschwommen<br />
Jetzt steht er mit uns Wartenden<br />
Bei den Haltestellenh&auml;uschen da.<br />
Und sein kalter, rascher Atem geht<br />
&Uuml;ber Stirnen, &uuml;ber Wangen streicht er hin,<br />
Leicht wie der schwache Rest der Tr&auml;ume,<br />
Die im ersten Licht als sanfter Wahn<br />
Erscheinen und im n&auml;chsten Augenblick<br />
Untergehen im gro&szlig;en Glanz des Himmels.<br />
Dort hinten steht ein schlanker Turm<br />
Wie ein Stilett, er sticht ins nackte Blau.<br />
Silberf&auml;den rinnen langsam aus der Wunde<br />
Und versickern bald schon in der klaren Luft.<br />
Frische Strahlung bricht herein in B&uuml;ndeln<br />
Sie geht schr&auml;g bis zu den Augen und sie wirft<br />
Deutlich sp&uuml;rbar W&auml;rme auf den Leib und das Gesicht.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Botschaften, Zeichen, Warnungen</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2009/botschaften-zeichen-warnungen-2</link>
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		<pubDate>Sun, 06 Sep 2009 14:06:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fragmente]]></category>
		<category><![CDATA[Ahnungen]]></category>
		<category><![CDATA[Boschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Brustraum]]></category>
		<category><![CDATA[Heimat]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstähnlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Unterderoberfläche]]></category>
		<category><![CDATA[Welt]]></category>

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		<description><![CDATA[Calvino l&#228;&#223;t in einem Roman eine seiner Figuren sagen: &#0187;Ich gelange zur &#220;berzeugung, da&#223; mir die Welt etwas mitteilen will, durch Botschaften, Zeichen, Warnungen. &#8230; An manchen Tagen erscheint mir alles, was ich erblicke, bedeutungsschwanger: voller Botschaften, die zu definieren, in Worte zu fassen und anderen mitzuteilen mir schwerfallen w&#252;rde, aber die sich mir gerade [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2009/09/graffiti.jpg" class="floatbox" rev="group:4811 caption:`Graffiti`"><img src="/wp-content/uploads/2009/09/graffiti-300x216.jpg" alt="Graffiti" title="Graffiti" width="300" height="216" class="rand size-medium wp-image-4814" /></a></p>
<p><a href="/2007/botschaften-zeichen-warnungen/" target="_blank" title="l&auml;ngeres Zitat mit Quellenangabe">Calvino</a> l&auml;&szlig;t in einem Roman eine seiner Figuren sagen:</p>
<blockquote><p>&#0187;Ich gelange zur &Uuml;berzeugung, da&szlig; mir die Welt etwas mitteilen will, durch Botschaften, Zeichen, Warnungen. &#8230; An manchen Tagen erscheint mir alles, was ich erblicke, bedeutungsschwanger: voller Botschaften, die zu definieren, in Worte zu fassen und anderen mitzuteilen mir schwerfallen w&uuml;rde, aber die sich mir gerade deswegen als entscheidend darstellen.&#0171;</p></blockquote>
<p>Wenige Texte kommen mir so regelm&auml;&szlig;ig bei unterschiedlichen Gelegenheiten in den Sinn, wie diese Passage. Nicht im Wortlaut zwar, sondern in der Form einer symbolisch gewordenen Erinnerung, die ohne Details auskommt. Eine Erinnerung aber, die in ihrer dahingestammelten Form umso mehr Bedeutung an sich gebunden hat. <span id="more-4811"></span></p>
<p>Es gibt wirklich Botschaften, die der Wirklichkeit in ihren verborgenen Winkeln eint&auml;towiert wurden: Geheimnisse, R&auml;tsel und verwirrende Prophezeihungen. Es gibt &uuml;berall an der &auml;u&szlig;eren und inneren Wirklichkeit Ungereimtheiten und Unvollkommenheiten, die erst ihre Sch&ouml;nheit ausmachen &#8211; Sch&ouml;nheit entsteht erst durch das Vorhandensein von Makeln, weil erst sie jemanden wirklich zum hingebungsvollen Betrachter machen k&ouml;nnen.</p>
<p>Allerdings ist es keine leichte Angelegenheit mit jenen Zeichen und Botschaften, schon gar nicht mit den Warnungen. Man begibt sich in den Bereich der Unwahrscheinlichkeit, wenn man sie um sich und an sich selbst bemerkt. Es ist n&auml;mlich, wenn es um solche Dinge geht, unm&ouml;glich zu sagen: &#0187;Ganz sicher verh&auml;lt es sich so und so.&#0171; Denn bei den Zeichen, Botschaften und Warnungen liegt nichts auf der Hand. Alles ist das Ergebnis gleichsam von Sterndeuterei, von Auslegung, die rein willk&uuml;rlich &#8211; und gerade deshalb insbesondere Notwendig ist.</p>
<p>Die Sterndeuterei im Bereich der Alltagsbegebenheiten ist notwendig f&uuml;r einen selbst. Sie ist notwendig f&uuml;r mich wie irgendeine andere T&auml;tigkeit des Stoffwechsels. Ohne sie w&auml;re die Wirklichkeit nur aus glatten, abweisenden Fl&auml;chen zusammengesetzt, an denen man v&ouml;llig haltlos abrutschen m&uuml;&szlig;te. Nicht so, da&szlig; es irgendwem auffallen und das man als haltloser Mensch &auml;u&szlig;erlich erkennbar werden w&uuml;rde; so aber, da&szlig; man nach einer langen Strecke schlie&szlig;lich in der Gleichg&uuml;ltigkeit landen w&uuml;rde. </p>
<p>Wenn man den Geheimnissen, der Sch&ouml;nheit wie auch der Schrecklichkeit in der Welt nachsp&uuml;rt, wird die Welt dadurch nicht unbedingt ein angenehmerer Ort (immerhin befindet sich der einzige Ort, an dem Frieden zu gewinnen ist zweifingerbreit hinter den eigenen Rippenb&ouml;gen), aber sie wird dadurch ein bedeutsamer Ort und vielleicht bis auf Weiteres eine Heimat.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Particulae</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2009/particulae</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Sep 2009 10:11:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Ahnungen]]></category>
		<category><![CDATA[Formeln]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Kräfte]]></category>
		<category><![CDATA[Licht]]></category>
		<category><![CDATA[Möglichkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Schatten]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaflos]]></category>

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		<description><![CDATA[Vom Laternenlicht, Das Einsam von der Stra&#223;e Sich zu den Fenstern reckt, Haben dunkle Vorh&#228;nge Einzeln Sp&#228;ne abgesch&#228;lt, Die an der Decke glimmen Und solche Muster malen, Wie zersprungene Partikel Im pr&#228;zisen Vakuum Einer Nebelkammer. Nur flackernd kommt Und geht im Takt Mit der defekten Uhr am Bett, Die blaue Schatten Durch das Zimmer morst, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2009/09/cinematic-particles_breakfast-club.jpg" class="floatbox" rev="group:4777 caption:`&quot;Cinematic particles - Breakfast Club&quot; (Quelle unbekannt)`"><img src="/wp-content/uploads/2009/09/cinematic-particles_breakfast-club-300x225.jpg" alt="&quot;Cinematic particles - Breakfast Club&quot; (Quelle unbekannt)" title="&quot;Cinematic particles - Breakfast Club&quot; (Quelle unbekannt)" width="300" height="225" class="rand size-medium wp-image-4782" /></a></p>
<p>Vom Laternenlicht,<br />
Das Einsam von der Stra&szlig;e<br />
Sich zu den Fenstern reckt,<br />
Haben dunkle Vorh&auml;nge<br />
Einzeln Sp&auml;ne abgesch&auml;lt,<br />
Die an der Decke glimmen<br />
Und solche Muster malen,<br />
Wie zersprungene Partikel<br />
Im pr&auml;zisen Vakuum<br />
Einer Nebelkammer.</p>
<p>Nur flackernd kommt<br />
Und geht im Takt<br />
Mit der defekten Uhr am Bett,<br />
Die blaue Schatten<br />
Durch das Zimmer morst,<br />
Ein d&uuml;nner Schlaf.</p>
<p>Und sendet komplizierte Formeln<br />
In das halbgetr&uuml;bte Selbst,<br />
In denen Quersummen das Ma&szlig;<br />
F&uuml;r obskure Kr&auml;fte bilden,<br />
Die zwischen jedem So und Anders<br />
Zugleich Punkt und Welle sind.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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