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	<title>Rauhfasler &#187; Anatomie</title>
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	<description>Verbrauchende Versuche mit Wörtern</description>
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		<title>Gestae thoriacicae</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Apr 2010 10:40:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Anatomie]]></category>
		<category><![CDATA[Bewußtseinszustände]]></category>
		<category><![CDATA[Brustraum]]></category>
		<category><![CDATA[Empfindungen]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Um etwas leichter geht es zu, Um die Aorta thoracicaDie Brustaorta (Aorta thoracica), ist der Abschnitt der gro&#223;en K&#246;rperschlagader, der vollst&#228;ndig im Brustraum liegt. Die A. thoracica gibt Gef&#228;&#223;e zum Herzbeutel (Perikard), zu den Zwischenrippenr&#228;umen, zur Speiser&#246;hre und zur Eigenversorgung des Lungengewebes ab. oder so, Dort im Chassis der vitalen Funktionen. Ein Gedanke kondensiert am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/03/red-blood-cells.jpg" class="floatbox" rev="group:6339 caption:`Rote Blutk&ouml;rperchen (Quelle: The Franklin Institute, Philadelphia)`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/03/red-blood-cells-300x202.jpg" alt="" title="Rote Blutk&ouml;rperchen (Quelle: The Franklin Institute, Philadelphia)" width="300" height="202" class="rand size-medium wp-image-6349" /></a></p>
<p>Um etwas leichter geht es zu,<br />
Um die <a class="tooltip" href="#">Aorta thoracica<span><img style="float:left;" title="Die Aorta im Bauchraum (Zeichnung aus »Henry Gray's Anatomy of the Human Body«)" src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/03/Gray_Aorta-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" />Die <strong>Brustaorta</strong> <em>(Aorta thoracica),</em> ist der Abschnitt der gro&szlig;en K&ouml;rperschlagader, der vollst&auml;ndig im Brustraum liegt. Die A. thoracica gibt Gef&auml;&szlig;e zum Herzbeutel (Perikard), zu den Zwischenrippenr&auml;umen, zur Speiser&ouml;hre und zur Eigenversorgung des Lungengewebes ab.</span></a> oder so,<br />
Dort im Chassis der vitalen Funktionen.</p>
<p>Ein Gedanke kondensiert am Sch&auml;deldach,<br />
Ganz ohne nennenswerte M&uuml;he,<br />
Er tropft in die ausgestreckte Hand.</p>
<p>Innen am Unterarm steht leicht<br />
Der Puls geschrieben, ganz wie<br />
Ein Zaunk&ouml;nig nach Spinnen pickt.</p>
<p>Ich sehe die Pf&uuml;tze Gedanken, oder<br />
Empfindung von mir aus, dort<br />
In der Handschale gl&auml;nzen &#8211;</p>
<p>Und gie&szlig;e sie aus, da&szlig;<br />
Es sehr bunte Spritzer gibt<br />
Auf dem Linoleumboden.</p>
<p>Und spiele mit den blanken Zehen<br />
In dem gr&ouml;&szlig;ten der Flecken,<br />
Da&szlig; die Bedeutung F&auml;den zieht,</p>
<p>Und h&ouml;re<br />
Gl&auml;serne Splitter<br />
Leichter Musik.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<series:name><![CDATA[Drußdichtungen]]></series:name>
	</item>
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		<title>In mortis atrio</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Apr 2010 11:21:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lexikon]]></category>
		<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Anatomie]]></category>
		<category><![CDATA[Brustraum]]></category>
		<category><![CDATA[Christus]]></category>
		<category><![CDATA[Fossilien]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>
		<category><![CDATA[Vergessen]]></category>

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		<description><![CDATA[So wie man sagt, Ist von h&#246;chster Stelle Festgesetzt dein Grab, Zu irgendwelchen Zwecken: Als Opfer F&#252;r den sonderbaren Appetit An Tod und Aberwitz. Du bist vor Menschenaltern hingeschieden, Deine Knochen hat der Stein verschluckt. Viellleicht treibst du In Gesellschaft von Fossilien Durch die Zeiten hin, Wie Trilobiten ebenfalls Und Urzeitammoniten. Ich habe Glocken l&#228;uten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/04/splitter-ziehen.jpg" class="floatbox" rev="group:6703 caption:`Einen Splitter fachgerecht entfernen`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/04/splitter-ziehen.jpg" alt="" title="Einen Splitter fachgerecht entfernen" width="278" height="243" class="rand size-full wp-image-6723" /></a></p>
<p>So wie man sagt,<br />
Ist von h&ouml;chster Stelle<br />
Festgesetzt dein Grab,<br />
Zu irgendwelchen Zwecken:<br />
Als Opfer<br />
F&uuml;r den sonderbaren Appetit<br />
An Tod und Aberwitz.</p>
<p>Du bist vor Menschenaltern hingeschieden,<br />
Deine Knochen hat der Stein verschluckt.<br />
Viellleicht treibst du<br />
In Gesellschaft von Fossilien<br />
Durch die Zeiten hin,<br />
Wie Trilobiten ebenfalls<br />
Und Urzeitammoniten.</p>
<p>Ich habe Glocken l&auml;uten h&ouml;ren,<br />
Als der Vorhang anamnestisch ri&szlig;,<br />
Zur Dritten Stunde. Heutzutage<br />
Wird das Gewitter aber<br />
Eingespart und die Erhebung auch<br />
Der Toten aus den Gr&auml;bern.</p>
<p>Ich habe Glocken l&auml;uten h&ouml;ren<br />
Zur Dritten Stunde, die<br />
Mir schon eigentlich entfallen war:<br />
Die kleinen Dinge leben &uuml;ppig,<br />
Du Monolith des Sterbens bist<br />
Ein Schatten nur darauf &#8211;<br />
Ich glaube deinen Tod.</p>
<p>Vielleicht gehst du,<br />
Vom gro&szlig;en Sch&ouml;pfer aufgeweckt,<br />
Jetzt knochenlos umher &#8211;<br />
Ein Geflecht aus Silberf&auml;den &#8211;</p>
<p>Und wunderst dich<br />
Wie man mit spitzen Fingern<br />
Dich immerzu hervorholt und<br />
Gewaltig gro&szlig;e Worte dir<br />
Zu H&auml;upten schreibt,<br />
K&ouml;nig der Opfer du,<br />
Rex, Pantokrator, den<br />
Man au&szlig;einanderrei&szlig;t<br />
Und Worte macht, und Worte.</p>
<p>Die Dritte Stunde war<br />
Mir eigentlich entfallen, und<br />
Dann fand ich pl&ouml;tzlich doch<br />
Erstaunt vom Kreuz einen Splitter<br />
<em>In atrio coronalis,<br />
In <a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/04/mortis-atrio.html" class="tooltip-klick floatbox" rev="width:400px height:90% disableScroll:true showNewWindow:true controlsPos:tr">mortis atrio &#8211;<span>Das <strong>Atrium mortis</strong>, Unwohlseyn und die wegfallenden <strong>&raquo;Haupt&shy;lebens&shy;th&auml;tig&shy;keiten&hellip;&laquo;</strong></span></a></em><br />
Im Vorhof meines Herzens.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<series:name><![CDATA[ne adpropies]]></series:name>
	</item>
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		<title>Punktion</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2009/punktion</link>
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		<pubDate>Fri, 25 Dec 2009 10:43:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Abgründe]]></category>
		<category><![CDATA[Anatomie]]></category>
		<category><![CDATA[Begehren]]></category>
		<category><![CDATA[Brustraum]]></category>
		<category><![CDATA[Hunger]]></category>
		<category><![CDATA[Nadel]]></category>
		<category><![CDATA[Schmerz]]></category>

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		<description><![CDATA[Woher dringt dieser Stich zu mir, Zum Herz und zu den Nieren, Tief genug um noch das Hirn, Den Bienenstock aus irren Stoffen, In blauen Schmerz zu h&#252;llen, Da&#223; mir der Atmen r&#252;ckw&#228;rts geht, Die Beine taumeln zum Gebet, Die H&#228;nde nichts mehr fassen. Es kommt ein s&#228;ureschwerer Durst Im Rachen auf, der Hunger steigt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2009/12/punktionskan&uuml;le.gif"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2009/12/punktionskan&uuml;le-300x150.gif" alt="Punktionskan&uuml;le" title="Punktionskan&uuml;le" width="300" height="150" class="rand size-medium wp-image-5528" /></a></p>
<p>Woher dringt dieser Stich zu mir,<br />
Zum Herz und zu den Nieren,<br />
Tief genug um noch das Hirn,<br />
Den Bienenstock aus irren Stoffen,<br />
In blauen Schmerz zu h&uuml;llen,</p>
<p>Da&szlig; mir der Atmen r&uuml;ckw&auml;rts geht,<br />
Die Beine taumeln zum Gebet,<br />
Die H&auml;nde nichts mehr fassen.</p>
<p>Es kommt ein s&auml;ureschwerer Durst<br />
Im Rachen auf, der Hunger steigt<br />
Nach Fleisch und Nachtigallen.</p>
<p>Ich wetze meine Z&auml;hne frisch,<br />
Ich giere, wie die Heizung klingt,<br />
Wie Wind auf Eulenfedern singt,<br />
Wie Falten, die im Vorhang fallen.</p>
<p>Woher dringt dieser Stich zu mir &#8211;<br />
Warum dringt er nicht tiefer?<br />
Da&szlig; endlich mir der Faden rei&szlig;t,<br />
Das Blut mir durch die Adern glei&szlig;t</p>
<p>Mich dann der bleiche Abgrund nimmt,<br />
Sich an mir sattzutrinken &#8211;<br />
Soweit noch will ich sinken.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Imaginal</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2009/imaginal</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 10:21:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Anatomie]]></category>
		<category><![CDATA[Insekten]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Vorstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus den Imaginalscheiben, also Sackartigen Einst&#252;lpungen im K&#246;rper Von Insektenlarven bilden sich Fl&#252;gel, Geschlechtsorgane, Beine, Augen und Antennen. Was k&#246;nnte je heranreichen An die Imaginationen Der k&#228;mpfenden Natur, Die umhergehen, fliegen und Funkspr&#252;che aus der Luft fangen, Um dann in allem was kriecht und In Windungen zur Sonne strebt, Die fehlende M&#252;ndung zu finden F&#252;r [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2009/11/imaginalscheibe.jpg" class="floatbox" rev="group:5376 caption:`Imaginalscheibe von Drosophila melanogaster`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2009/11/imaginalscheibe-278x300.jpg" alt="Imaginalscheibe von Drosophila melanogaster" title="Imaginalscheibe von Drosophila melanogaster" width="278" height="300" class="rand size-medium wp-image-5375" /></a></p>
<p>Aus den Imaginalscheiben, also<br />
Sackartigen Einst&uuml;lpungen im K&ouml;rper<br />
Von Insektenlarven bilden sich<br />
Fl&uuml;gel, Geschlechtsorgane,<br />
Beine, Augen und Antennen.</p>
<p>Was k&ouml;nnte je heranreichen<br />
An die Imaginationen<br />
Der k&auml;mpfenden Natur,<br />
Die umhergehen, fliegen und<br />
Funkspr&uuml;che aus der Luft fangen,</p>
<p>Um dann in allem was kriecht und<br />
In Windungen zur Sonne strebt,<br />
Die fehlende M&uuml;ndung zu finden<br />
F&uuml;r den Strom der Geschlechtlichkeit.</p>
<p>Aus den Imaginalscheiben wachsen<br />
Beine und Fl&uuml;gel<br />
Augen und Antennen und<br />
Die Fortsetzung der Welt.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Lendenseims Abentheuerungen</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2009/lendenseims-abentheuerungen</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Mar 2009 13:01:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Anatomie]]></category>
		<category><![CDATA[Ekel]]></category>
		<category><![CDATA[Häßlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Omnia vincit amor]]></category>
		<category><![CDATA[Sonderlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachverwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Vereinigung]]></category>
		<category><![CDATA[Wandern]]></category>

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		<description><![CDATA[Spornstreichs hungert Lendenseim In den dunklen Wald hinein, Dringt mit Stock auf Moos und Stein, Nackt und Zitternd, w&#252;st und rein. Er liest von Wiesen Fr&#252;chte, Von Blumen die Ger&#252;chte, Und in den Kelchen tief, Er manchsmal selig schlief. Er f&#228;llte ein Gem&#228;chte, Aus Rind und Borkenflechte Ein Feuer anzuz&#252;nden Und sich ein Mahl zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2009/02/pilze.jpg" class="floatbox" rev="group:2587 caption:`Pilze`"><img class="rand size-medium wp-image-2599" title="Pilze" src="/wp-content/uploads/2009/02/pilze-221x300.jpg" alt="Pilze" width="221" height="300" /></a><br />
Spornstreichs hungert Lendenseim<br />
In den dunklen Wald hinein,<br />
Dringt mit Stock auf Moos und Stein,<br />
Nackt und Zitternd, w&uuml;st und rein.</p>
<p>Er liest von Wiesen Fr&uuml;chte,<br />
Von Blumen die Ger&uuml;chte,<br />
Und in den Kelchen tief,<br />
Er manchsmal selig schlief.</p>
<p>Er f&auml;llte ein Gem&auml;chte,<br />
Aus Rind und Borkenflechte<br />
Ein Feuer anzuz&uuml;nden<br />
Und sich ein Mahl zu m&uuml;nden.</p>
<p>Regen flo&szlig; ihm in das Haar<br />
Und noch anderorten gar<br />
Feuchtet ihm die warme Brust,<br />
Hat kein Halten mehr gewu&szlig;t.</p>
<p>Lendenseim, du Manne fein,<br />
Sollst nicht hung- und traurig sein,<br />
Grunze artig, pflege mein,<br />
Sollst mir ein Gef&auml;hrte sein.</p>
<p>Lendenseim, bist prang und w&uuml;st<br />
Hast mit H&auml;nden mich gek&uuml;sst.<br />
Wer ihn derart artig gr&uuml;&szlig;t<br />
H&auml;tt er gerne auch gew&uuml;&szlig;t.</p>
<p>Lendenseim geht hart heran,<br />
Dr&auml;ngt sich Bach und Bache an,<br />
Die nur sch&auml;umend grunzen kann,<br />
Nichts l&auml;&szlig;t Seim hier ungetan.</p>
<p>Dann in klammer H&ouml;hlung,<br />
gelangt er zur Verm&auml;hlung<br />
Mit der nackten Nacht<br />
Die hat ihn artig ausgelacht.</p>
<p>Doch der Durst ihm balde stieg<br />
Nach so leicht errungnem Sieg,<br />
Eh sein S&auml;ft gerannen<br />
Wollt er loserdings von dannen.</p>
<p>Seim der straffe Wandersmann,<br />
Der sich nicht behausen kann,<br />
Kommt nun rittlings hoch heran,<br />
Falls ein Weg ihn tragen kann.</p>
<p>Die Sterne letzlich ihn erw&auml;hlten,<br />
Oft und zart sie ihn bestr&auml;hlten<br />
Nicht artig aber fein,<br />
Den schl&uuml;pfen Lendenseim.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<series:name><![CDATA[Krypto|patho|graphie]]></series:name>
	</item>
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		<title>Alkoholisches Erwachen</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Mar 2009 11:15:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bewußtseinssturz]]></category>
		<category><![CDATA[Alkohol]]></category>
		<category><![CDATA[Anatomie]]></category>
		<category><![CDATA[Aufwachen]]></category>
		<category><![CDATA[Empfindungen]]></category>
		<category><![CDATA[Geschmack]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Schmerz]]></category>
		<category><![CDATA[Übelkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Magen liegt eine weiche Kugel. Auf der Stirn ein nur sehr leichter Druck, als h&#228;tte dort jemand seinen Handballen l&#228;ssig aufgest&#252;tzt. In der Nase kratzt es und ein &#228;hnliches Kratzen ist auch in der Blase zu sp&#252;ren. Die Kugel im Magen hat sich unterdessen aufgel&#246;st. Jetzt daf&#252;r die Empfindung eines Daumens, der unnachgiebig in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-medium wp-image-2689" title="3D-Modell des Magens" src="/wp-content/uploads/2009/02/magen-300x300.jpg" alt="3D-Modell des Magens" width="300" height="300" />Im Magen liegt eine weiche Kugel. Auf der Stirn ein nur sehr leichter Druck, als h&auml;tte dort jemand seinen Handballen l&auml;ssig aufgest&uuml;tzt. In der Nase kratzt es und ein &auml;hnliches Kratzen ist auch in der Blase zu sp&uuml;ren. Die Kugel im Magen hat sich unterdessen aufgel&ouml;st. Jetzt daf&uuml;r die Empfindung eines Daumens, der unnachgiebig in die Bauchdecke hineingedr&uuml;ckt wird, etwa drei Finger &uuml;ber dem Bauchnabel. Diese Empfindung korrespondiert unterschwellig mit einem Ziehen im Rachen. Auch der Druck auf der Stirn hat sich ver&auml;ndert: Der Handballen wurde fortgenommen, eine Augenbraue wird mit aufgepressten Fingern schmerzhaft nach au&szlig;en gezogen. Das Ged&auml;rm in knirsternder Unruhe, von dort steigt die Beunruhigung in die Speiser&ouml;hre und die Kehle auf. Ein Nasenloch ist mittlerweile verschlossen und das Atmen wird dadurch bleibend unbefriedigend gemacht. Die Lippen spannen sich und sind offenbar vollkommen trocken. Im Ohr, das auf dem Bizeps aufruht, hat sich ein st&ouml;render Unterdruck hergestellt. Der Kehlkopf ist rauh, ihm werden mit einer sehr feinen Nadel Stiche versetzt. Die weiche Kugel im Magen bl&auml;ht sich nun unversehens wieder auf und zittert nach einer unwillk&uuml;rlichen Bewegung noch eine Weile nach. Mit einiger Verz&ouml;gerung reagiert auch das Ged&auml;rm. Die Fingerspitzen haben, zuerst unbemerkt, angefangen zu kribbeln, offenbar Ausdruck einer m&auml;&szlig;igen Bet&auml;ubung. Da ist auch ein Ziehen im Oberschenkel auf der ganzen L&auml;nge einer Sehne, ein erstaunlich lebendiges Gef&uuml;hl, das zu k&ouml;rperlicher Anstrengung passen w&uuml;rde. Eine unstoffliche Aufwallung in der Speiser&ouml;hre, die, bevor sie noch den h&ouml;chsten Punkt erreicht, sich wie Nebel aufl&ouml;st. Auf der gesamten Brust sitzt ein Widerstand wie ein Kissen, das von au&szlig;en gegen die Rippen gestemmt wird und das Atmen schwer macht. Von der Brust bis in Kehle und Rachen ein aufdringliches Belegtsein, das man loswerden m&ouml;chte, aber das Husten gelingt nicht recht, die zerstochene Kehle wehrt sich. Im Mund flie&szlig;t der Speichel zusammen und schmeckt abgestanden. Der Kopfschmerz ist nun fort, hinterl&auml;&szlig;t aber Trockenheit auf oder unter der Stirn. Ein Jucken auf der rechten Hinterbacke beendet den Reigen.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<series:name><![CDATA[Anatomische Sammlung]]></series:name>
	</item>
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		<title>Nigritis linguae</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Feb 2009 14:46:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Anatomie]]></category>
		<category><![CDATA[Fische]]></category>
		<category><![CDATA[Lüge]]></category>
		<category><![CDATA[Scheitern]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachlosigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Weltbankrott]]></category>

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		<description><![CDATA[Schwarze Haarzunge liegt im Mund Macht das Sprechen schwer F&#252;r Klage dr&#252;ber besteht kein Grund Gibt nichts zu sprechen mehr. Die Worte sehn Frau Wohlfeil nach Sie schminkt sich sehr geschickt L&#228;ngst wurde auch Herr Vorsatz schwach Hat sich in ihr verstrickt. Die Worte kleben auf der Zunge Der schmutzverklebten schwarzen Und sie ist willig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2009/02/pink_head.jpg" class="floatbox" rev="group:2731 caption:`Kopf eines Buckellachses (Oncorhynchus gorbuscha), der, merke, eine schwarze Zunge hat`"><img class="rand size-medium wp-image-2733" title="Kopf eines Buckellachses (Oncorhynchus gorbuscha), der, merke, eine schwarze Zunge hat" src="/wp-content/uploads/2009/02/pink_head-300x210.jpg" alt="Kopf eines Buckellachses (Oncorhynchus gorbuscha), der, merke, eine schwarze Zunge hat" width="224" height="157" /></a></p>
<p>Schwarze Haarzunge liegt im Mund<br />
Macht das Sprechen schwer<br />
F&uuml;r Klage dr&uuml;ber besteht kein Grund<br />
Gibt nichts zu sprechen mehr.</p>
<p>Die Worte sehn Frau Wohlfeil nach<br />
Sie schminkt sich sehr geschickt<br />
L&auml;ngst wurde auch Herr Vorsatz schwach<br />
Hat sich in ihr verstrickt.</p>
<p>Die Worte kleben auf der Zunge<br />
Der schmutzverklebten schwarzen<br />
Und sie ist willig auf dem Sprunge<br />
Zu z&uuml;gellosen Scherzen.</p>
<p>Was sollte noch zu sprechen sein<br />
Ist alles l&auml;ngst verloren<br />
Zu sprachlosem Zufriedensein<br />
Ist besser man verschworen.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Forensik</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Feb 2009 11:36:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Anatomie]]></category>
		<category><![CDATA[Heilige]]></category>
		<category><![CDATA[Pose]]></category>
		<category><![CDATA[Weltbankrott]]></category>

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		<description><![CDATA[Das reine Herz in Zuckerwasser F&#252;r alle Nachwelt konserviert, Man sieht nun deutlich seine Schw&#228;che &#8211; Und wie hat es sich doch geziert. Das reine Herz, es macht blo&#223; mucken, Und wird dann lahm in dieser Welt. So darf nun jeder einmal spucken, Ins Zuckerwasser, wie&#8217;s gef&#228;llt. Im n&#228;chsten Glas stehn Seheraugen, Dann eine Zunge, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2009/02/herzwolle.jpg" class="floatbox" rev="group:2475 caption:`Herz, gestrickt von Sarah Hillenberger`"><img class="rand size-medium wp-image-2477" title="Herz, gestrickt von Sarah Hillenberger" src="/wp-content/uploads/2009/02/herzwolle-226x300.jpg" alt="Herz, gestrickt von Sarah Hillenberger" width="226" height="300" /></a></p>
<p>Das reine Herz in Zuckerwasser<br />
F&uuml;r alle Nachwelt konserviert,<br />
Man sieht nun deutlich seine Schw&auml;che &#8211;<br />
Und wie hat es sich doch geziert.</p>
<p>Das reine Herz, es macht blo&szlig; mucken,<br />
Und wird dann lahm in dieser Welt.<br />
So darf nun jeder einmal spucken,<br />
Ins Zuckerwasser, wie&#8217;s gef&auml;llt.</p>
<p>Im n&auml;chsten Glas stehn Seheraugen,<br />
Dann eine Zunge, stark verquellt,<br />
Die Wahrheit leckte &#8211; ihren Tr&auml;ger<br />
Hat sie selbst an die Wand gestellt.</p>
<p>Und gut zwei dutzend Tr&auml;nens&auml;cke<br />
Auf Spie&szlig;en in Formaldehyd,<br />
Von kindlich Greisen, fr&uuml;h verbl&uuml;ht,<br />
Die hatten trauriges Gem&uuml;t.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<series:name><![CDATA[Anatomische Sammlung]]></series:name>
	</item>
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		<title>Von der anderen Seite (direkt aus dem Hirn)</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Sep 2008 12:38:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stilübungen]]></category>
		<category><![CDATA[Abgründe]]></category>
		<category><![CDATA[Anatomie]]></category>
		<category><![CDATA[Herunterkommen]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstgepräch]]></category>
		<category><![CDATA[Wracks]]></category>

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		<description><![CDATA[Was ist das f&#252;r ein Jahr gewesen. In der Formularsprache war das ein &#0187;Sabbatjahr&#0171; oder eine befristete Freistellung oder was auch immer gewesen. Formulare. Diese ameisengleichen Verwaltungssklaven. Aber letztlich war ja jedermann von denen versklavt. Na immerhin ein Jahr raus. Ein Jahr raus aus dem wei&#223;en Zeug, das immer gleich nach Reinigung riecht. Und weg [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2008/09/bk50300.jpg" class="floatbox" rev="group:939 caption:`MONO-FLO Tag und Nacht Urinbeutel`"><img class="rand alignnone size-medium wp-image-943" title="MONO-FLO Tag und Nacht Urinbeutel" src="/wp-content/uploads/2008/09/bk50300-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a></p>
<p>Was ist das f&uuml;r ein Jahr gewesen. In der Formularsprache war das ein &#0187;Sabbatjahr&#0171; oder eine befristete Freistellung oder was auch immer gewesen. Formulare. Diese ameisengleichen Verwaltungssklaven. Aber letztlich war ja jedermann von denen versklavt. Na immerhin ein Jahr raus. Ein Jahr raus aus dem wei&szlig;en Zeug, das immer gleich nach Reinigung riecht. Und weg von den glotz&auml;ugigen Schwestern und verheulten Verwandten und diesen stinkenden, j&auml;mmerlichen Kranken. Na, jetzt stinke ich endlich mal selber. Und ich hab gedacht, ich lese ein bi&szlig;chen und fahre ein bi&szlig;chen in den Urlaub. Na ja, vielleicht war&#8217;s ja zumindest das. Lesen, Urlaub, auch diese Verwaltungswallachsprache. Man sollte sich selbst mal das Hirn mit ner Sonde bestochern, was da wohl rauskommen w&uuml;rde. Erkennst du hier ein Haus, einen Baum, ein V&ouml;gelchen. Nein, es sieht aus wie dein b&ouml;ser Onkel. Na, dann ist hier wohl schon das Sprachzentrum. Oder ist der Onkel bei dir zu Hause vielleicht wirklich b&ouml;se? Was geht&#8217;s uns an, gleich kommt schnipp-schnapp der Onkel Doktor und dann geht&#8217;s dir besser. Oder auch nicht. Wen k&uuml;mmert&#8217;s.</p>
<p>Immerhin wei&szlig; ich jetzt, wo der Vodka am billigsten ist. Und wie es sich anf&uuml;hlt, sich einzupissen. Man erinnert sich ja an die Kindheit, was meinst du. Ja, das meine ich auch. Was meinen sie Schwester? Sie sind der Arzt, Doktor. Die Kindheit. Das ist lange her. Und wenn man da den Kot in der Hose hatte und stank dann kam jemand und machte es weg. Heute wird h&ouml;chstens noch die Polizei kommen. Das ist wenigstens am&uuml;sant. Wenn die meinen Ausweis sehen und den Titel vor meinem Namen lesen.</p>
<p>Wenn ich erstmal wieder zu Hause bin. Wenn ich meinen Schl&uuml;ssel wiederhabe. Stell dir vor, du wolltest da sitzen und einen Artikel schreiben. Was f&uuml;r eine kindische Vorstellung. Das ganze Jahr auf dem Arsch und irgendwelchen Unsinn schreiben. Wie war noch mal der Titel? Irgendwas mit Stoffwechsel. Wird mir schon wieder einfallen. Vielleicht sollte ich auch erstmal duschen. Oder n&uuml;chtern werden.</p>
<p>Und der Lackaffe da hinten starrt mich an. Keine Kraft, ihn anzubr&uuml;llen. Au&szlig;erdem ist es viel befriedigender, ihm die Rolle des Penners zu geben. Na, der sieht auch aus wie ein Patient. Bla&szlig;. Mager. Unsicher. Soll ich mal zu dir kommen und dir eine saftige Diagnose machen? Vielleicht sogar differential. Und deine eklige Brust abh&ouml;ren. Die sieht bestimmt aus wie bei einem H&uuml;hnchen. Oder wie bei mir. Ganz sch&ouml;n mager bist du geworden, Doktor. Mu&szlig;t mal wieder in die Kantine und fressen und &uuml;ber die D&auml;rme anderer reden. Der Lackaffe tapert weiter. Dem m&uuml;&szlig;te man mal in die Ohren schauen. Oder eine sch&ouml;ne, saftige Punktion. Da h&auml;ttest du einen anderen Gesichtsausdruck, nicht so herablassend. Wie ein kleines Kindchen, das man beim Naschen erwischt hat. Oder beim Einn&auml;ssen. Ach ja, Einn&auml;ssen. Mal sehen, ob ich darauf verzichten kann. Was meinst du, bekommst du deinen <a class="new" title="Schlie&szlig;muskel" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schlie%C3%9Fmuskel"> Musculus sphincter urethrae</a> wieder unter Kontrolle, alter Junge? Wir werden sehen. Sonst kleb ich mir einen dieser ekelhaften, knittrigen Beutel auf. Schwester!</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<series:name><![CDATA[Stilübung (a)]]></series:name>
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		<title>Humani corporis fabrica</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2008/humani-corporis-fabrica</link>
		<comments>http://www.rauhfasler.de/2008/humani-corporis-fabrica#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 06 Sep 2008 13:13:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zwischenfälle]]></category>
		<category><![CDATA[Anatomie]]></category>
		<category><![CDATA[Bahnfahren]]></category>
		<category><![CDATA[Geräusch]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>

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		<description><![CDATA[Mir f&#228;llt seit einigen Tagen schon immer wieder eine kleine Szene ein: Ich fahre in der S-Bahn und es geschieht nichts besonderes. Ein S&#228;ugling liegt in den Armen seiner Mutter und beginnt zu schreien. Ein kr&#228;ftiger, spitzer, kehliger S&#228;uglingsschrei. Der winzige Mensch f&#252;llt den ganzen Waggon f&#252;r lange Augenblicke mit seinem Ger&#228;usch. Dann l&#228;&#223;t der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2008/09/backscatter2-ausschnitt.jpg" class="floatbox" rev="group:826 caption:`Ein sog. &quot;Backscatter&quot;-R&ouml;ntgenbild`"><img class="rand alignnone size-medium wp-image-828" title="Ein sog. &quot;Backscatter&quot;-R&ouml;ntgenbild" src="/wp-content/uploads/2008/09/backscatter2-ausschnitt-300x284.jpg" alt="" width="300" height="284" /></a></p>
<p>Mir f&auml;llt seit einigen Tagen schon immer wieder eine kleine Szene ein: Ich fahre in der S-Bahn und es geschieht nichts besonderes. Ein S&auml;ugling liegt in den Armen seiner Mutter und beginnt zu schreien. Ein kr&auml;ftiger, spitzer, kehliger S&auml;uglingsschrei. Der winzige Mensch f&uuml;llt den ganzen Waggon f&uuml;r lange Augenblicke mit seinem Ger&auml;usch. Dann l&auml;&szlig;t der Druck in der S&auml;uglingskehle nach, der Schrei verebbt allm&auml;hlich, kippt dabei in eine andere Tonlage. In diesem Augenblick kommt uns eine anderer Zug entgegen, w&auml;hrend wir eine Kurve durchfahren. Die Stahlreifen quietschen und knirschen und &#8211; der gekippte S&auml;uglingsschrei und die kreischende S-Bahn werden zu <em>einem</em> Ton. Pl&ouml;tzlich kommt das st&auml;hlerne Kreischen aus der Kehle des S&auml;uglings; oder der rote Zug dort drau&szlig;en liegt in den Armen der jungen Mutter. Oder der Zug ist menschlich und der S&auml;ugling eine titanische Maschine. Ich sehe den weit aufgesperrten Rachen des S&auml;uglings, ich h&ouml;re klingende St&auml;hle und darin auch eine Spur des urspr&uuml;nglich menschlichen Ger&auml;usches, noch eine F&auml;rbung von Hunger oder M&uuml;digkeit oder Frieren.</p>
<p>Im Nu ist es wieder vorbei. Wie eine Schwebung, die man kaum wahrgenommen hat. Vielleicht ist es auch gar nicht geschehen. Aber mir bleibt das Bild vor Augen: Ein schreiendes, winziges Kind und das tonnenschwere Fahrzeug verbunden, verglichen, sonderbar gleichartig in diesem sonderbaren Klang.</p>
<p>Als Erwachsener gew&ouml;hnt man sich allm&auml;hlich an Vernunft und an die Menge Kultur, die man m&uuml;hselig in Jahren auf die hohe Kante gelegt hat. Und doch sind wir, wie die nackten S&auml;uglinge, doch auch sehr weitgehend Maschinen.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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