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	<title>Rauhfasler &#187; Begehren</title>
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	<description>Verbrauchende Versuche mit Wörtern</description>
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		<title>als schleier</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Nov 2011 20:54:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Begehren]]></category>
		<category><![CDATA[Blut]]></category>
		<category><![CDATA[Denken]]></category>
		<category><![CDATA[Husten]]></category>
		<category><![CDATA[Schatten]]></category>
		<category><![CDATA[Zweige]]></category>

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		<description><![CDATA[wie dein kalter hunger dich jetzt zittern macht auf halbem weg abwärts; wie blass dir die kälte die knochen betastet, daß dir also dein blut vom trockenen husten als schleier im mund liegt. wie, was du vermutest, in formeln verschliffen, feuchtsteht im bruch, und alles versandet, dich schweigend umbreitet; ein hinkender schatten trinkt allein deinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/11/Mike_Doug_Starn.jpg" class="floatbox" rev="group:15480 caption:`Motte (Mike und Doug Starn)`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/11/Mike_Doug_Starn-293x300.jpg" alt="" title="Motte (Mike und Doug Starn)" width="293" height="300" class="rand size-medium wp-image-15486" /></a></p>
<p>wie dein kalter hunger<br />
dich jetzt zittern macht<br />
auf halbem weg abwärts;<br />
wie blass dir die kälte<br />
die knochen betastet,<br />
daß dir also dein blut<br />
vom trockenen husten<br />
als schleier im mund liegt.<br />
wie, was du vermutest,<br />
in formeln verschliffen,<br />
feuchtsteht im bruch,<br />
und alles versandet,<br />
dich schweigend umbreitet;<br />
ein hinkender schatten<br />
trinkt allein deinen atem,<br />
und was du begehrst<br />
steigt auf in die zweige,<br />
spinnt sich dort zu fäden,<br />
die reißen und fliegen<br />
in drei fahlen böen<br />
als strichdürre schatten<br />
flirrend davon.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Cause a Rabbit</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Jan 2011 11:56:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Alkohol]]></category>
		<category><![CDATA[Begehren]]></category>
		<category><![CDATA[Hasen]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Löwen]]></category>
		<category><![CDATA[Popsong]]></category>
		<category><![CDATA[Tanz]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Den Tanz uns aus den Gliedern gewrungen, wir, Zur Stunde der Einsamen, noch gerade Vor Aufgang der Sonne eine Stunde, anderthalb, ihr Seht älter aus, meine fremden Freunde, wie Wir so in den kommenden Tag kippen, ziemlich Schäumend noch vom letzten langen Schluck, der Übergenug zu viel war &#8212; bedürfend sind wir, Und meinen: Nacheinander, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/01/duerer_hase_1502.jpg" class="floatbox" rev="group:11793 caption:`Albrecht Dürer: Aquarell eines jungen Feldhasen (1502)`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/01/duerer_hase_1502-263x300.jpg" alt="" title="Albrecht Dürer: Aquarell eines jungen Feldhasen (1502)" width="263" height="300" class="rand size-medium wp-image-11809" /></a></p>
<p>Den Tanz uns aus den Gliedern gewrungen, wir,<br />
Zur Stunde der Einsamen, noch gerade<br />
Vor Aufgang der Sonne eine Stunde, anderthalb, ihr<br />
Seht älter aus, meine fremden Freunde, wie<br />
Wir so in den kommenden Tag kippen, ziemlich<br />
Schäumend noch vom letzten langen Schluck, der<br />
Übergenug zu viel war &#8212; bedürfend sind wir,<br />
Und meinen: Nacheinander, ohne daß<br />
Es uns wirklich überzeugt, bedürfend<br />
Noch viel mehr nach etwas<br />
Das sich bislang nicht<br />
Zeigte</p>
<p>Und womöglich sich auch gar nicht zeigen wird.</p>
<p>Zwei Vögel singen irgendwo unter dem stählernen Handlauf,<br />
Der sich die lange Betontreppe hinaufschleppt, man hört sie<br />
Deutlich, denn der Verkehr ruht noch neben dem Bordstein:<br />
Zwei Vögel singen, und die Luft läuft frisch und nackt umher.<br />
Man kann sich jetzt viel denken, <em>&apos;Cause a rabbit will run<br />
And a lion has nothing to fear.</em></p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Wo ist?</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Jun 2010 10:23:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Begehren]]></category>
		<category><![CDATA[Blut]]></category>
		<category><![CDATA[Heimat]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Sattsein]]></category>
		<category><![CDATA[Schreien]]></category>

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		<description><![CDATA[Wo ist die Heimat die Du hören kannst im Wind Die an der Horizontlinie Zu sehen ist als Brand Und die vorbeizieht Wie Spuren von Parfüm? Wo wäre denn Die Große Schlacht zu schlagen Um die Wahrheit hinter allen Zwiebelschalen, in die du Dein Begehren hülltest Vor Zeiten schon? Wo ist, wofür Du heute eignes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/06/santa-barbara.jpg" class="floatbox" rev="group:7749 caption:`Waldbrand mit Helikopter`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/06/santa-barbara-300x191.jpg" alt="" title="Waldbrand mit Helikopter" width="300" height="191" class="rand size-medium wp-image-7774" /></a></p>
<p>Wo ist die<br />
Heimat die<br />
Du hören kannst im Wind<br />
Die an der Horizontlinie<br />
Zu sehen ist als Brand<br />
Und die vorbeizieht<br />
Wie Spuren von<br />
Parfüm?</p>
<p>Wo wäre denn<br />
Die Große Schlacht zu schlagen<br />
Um die Wahrheit hinter allen<br />
Zwiebelschalen, in die du<br />
Dein Begehren hülltest<br />
Vor Zeiten schon?</p>
<p>Wo ist, wofür<br />
Du heute eignes Blut gern gäbest<br />
Wofür du blaß und schreiend zögest<br />
Die Straßen hinab zur Mittagszeit<br />
Und bloß Scham empfändest</p>
<p>Für alle, die da lachend<br />
In der Fremde ihrer Sicherheit<br />
Auf ihren zu bequemen Plätzen<br />
Unverletzt und heimatlos<br />
Sitzen bleiben und<br />
Bleiben müssen<br />
Satt gesetzt?</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Moritat von der Liebe</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2010/moritat-von-der-liebe</link>
		<comments>http://www.rauhfasler.de/2010/moritat-von-der-liebe#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 18 Jan 2010 10:24:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Abgleiten]]></category>
		<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Begehren]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Kadaver]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Sonderlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>
		<category><![CDATA[Wilde Tiere]]></category>

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		<description><![CDATA[I. Ein Drittel, Des Lebens So denkt er, Liegt im Soll, Zwei Drittel liegen im Haben. Und das Haben ist Zwang, Und das Soll ist Not- Wendigkeit, nämlich nicht Bleiben zu können bei dem Was man ist. Zwei Zimmer Hat er zum Leben Und eines darüber hinaus: Zwei mit Butter und Bett, Schrank und Begehren, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2009/12/myrtenblattsonde.gif" class="floatbox" rev="group:5597 caption:`Myrtenblattsonde von Aesculap`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2009/12/myrtenblattsonde-300x150.gif" alt="" title="Myrtenblattsonde von Aesculap" width="300" height="150" class="rand size-medium wp-image-5446" /></a></p>
<p>I.</p>
<p>Ein Drittel,<br />
Des Lebens<br />
So denkt er,<br />
Liegt im Soll,<br />
Zwei Drittel liegen im Haben.<br />
Und das Haben ist Zwang,<br />
Und das Soll ist Not-<br />
Wendigkeit, nämlich nicht<br />
Bleiben zu können bei dem<br />
Was man ist.</p>
<p>Zwei Zimmer<br />
Hat er zum Leben<br />
Und eines darüber hinaus:<br />
Zwei mit Butter und Bett,<br />
Schrank und Begehren,<br />
Eines in dem nur ein Tisch<br />
Vor zwei nackten Fenstern steht.</p>
<p>Hier sitzt er nach Dienstschluß<br />
Mit silbernen Messern,<br />
Mit Zangen und Scheren<br />
Und zieht von den Knochen<br />
Von Tieren, die jüngst erst<br />
Das Leben verließ,<br />
Sorgfältig das Fleisch.<br />
Er betastet Organe<br />
Mit Myrtenblattsonden<br />
Zieht mit Pinzetten<br />
An den Enden von Sehnen,<br />
So, daß der Fuß einer Krähe<br />
Ihm zärtlich den Finger umgreift.<br />
Er öffnet in Herzen<br />
Von Fröschen die Kammern.<br />
Und in Raubtieraugen,<br />
Die zu stumpf sind zum Jagen,<br />
Fängt sich sein Blick.<br />
<span id="more-5597"></span><br />
Trocknende Bälger<br />
Hängen an Stangen<br />
Die Wände entlang,<br />
Auf dem Tisch vor den Fenstern<br />
Formt er neue Leiber<br />
Aus Stroh und aus Draht:<br />
Eine Schlange umschreibt<br />
Eine stehende Welle<br />
Im Wüstensand; eine Ratte<br />
Fletscht zornig die Zähne,<br />
Sie sind braun wie<br />
Geronnene Niedertracht.<br />
Ein winziger Kauz hat<br />
Die Schwingen gebreitet zum Flug. </p>
<p>Und er selbst ist<br />
Ein schweigender,<br />
Zitternder Schöpfer,<br />
Sein Herz flattert auf<br />
Bei jedem Handgriff,<br />
Furchtsam und springend,<br />
Fast schon zur Flucht.</p>
<p>Er selbst spürt sein Schlucken,<br />
Tief in der Kehle,<br />
Das Konzert seiner Sehnen,<br />
Die Drehung der Augen<br />
In den Höhlen und das<br />
Knurren und Schreien<br />
Im Dickicht des Hirns.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Punktion</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2009/punktion</link>
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		<pubDate>Fri, 25 Dec 2009 10:43:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Abgründe]]></category>
		<category><![CDATA[Anatomie]]></category>
		<category><![CDATA[Begehren]]></category>
		<category><![CDATA[Brustraum]]></category>
		<category><![CDATA[Hunger]]></category>
		<category><![CDATA[Nadel]]></category>
		<category><![CDATA[Schmerz]]></category>

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		<description><![CDATA[Woher dringt dieser Stich zu mir, Zum Herz und zu den Nieren, Tief genug um noch das Hirn, Den Bienenstock aus irren Stoffen, In blauen Schmerz zu hüllen, Daß mir der Atmen rückwärts geht, Die Beine taumeln zum Gebet, Die Hände nichts mehr fassen. Es kommt ein säureschwerer Durst Im Rachen auf, der Hunger steigt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2009/12/punktionskanüle.gif"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2009/12/punktionskanüle-300x150.gif" alt="Punktionskanüle" title="Punktionskanüle" width="300" height="150" class="rand size-medium wp-image-5528" /></a></p>
<p>Woher dringt dieser Stich zu mir,<br />
Zum Herz und zu den Nieren,<br />
Tief genug um noch das Hirn,<br />
Den Bienenstock aus irren Stoffen,<br />
In blauen Schmerz zu hüllen,</p>
<p>Daß mir der Atmen rückwärts geht,<br />
Die Beine taumeln zum Gebet,<br />
Die Hände nichts mehr fassen.</p>
<p>Es kommt ein säureschwerer Durst<br />
Im Rachen auf, der Hunger steigt<br />
Nach Fleisch und Nachtigallen.</p>
<p>Ich wetze meine Zähne frisch,<br />
Ich giere, wie die Heizung klingt,<br />
Wie Wind auf Eulenfedern singt,<br />
Wie Falten, die im Vorhang fallen.</p>
<p>Woher dringt dieser Stich zu mir &#8211;<br />
Warum dringt er nicht tiefer?<br />
Daß endlich mir der Faden reißt,<br />
Das Blut mir durch die Adern gleißt</p>
<p>Mich dann der bleiche Abgrund nimmt,<br />
Sich an mir sattzutrinken &#8211;<br />
Soweit noch will ich sinken.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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