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	<title>Rauhfasler &#187; Blick</title>
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	<description>Verbrauchende Versuche mit Wörtern</description>
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		<title>Staketen</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Oct 2010 10:49:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Blick]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Möglichkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstähnlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Unterderoberfläche]]></category>

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		<description><![CDATA[Die zwölfdutzend Möglichkeiten Ziehen sich in den stillen Lehm Eines Blickes zurück, darunter Fließen die älteren Wasser; und Nichts will jetzt, in dieser Frist Sich zu kläglichem Entstehen Durchringen; der Falsettchor Der Gedanken hüstelt betreten, Der Chor schweigt und es knarrt Im Dielengebälk; was liegt Jenseits des Perimeters, was Liegt unter dem schwarzen Frack Des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/09/Terpentin.jpg" class="floatbox" rev="group:9578 caption:`Terpentin, im großen Gebinde`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/09/Terpentin-300x214.jpg" alt="" title="Terpentin, im großen Gebinde" width="300" height="214" class="rand size-medium wp-image-9593" /></a></p>
<p>Die zwölfdutzend Möglichkeiten<br />
Ziehen sich in den stillen Lehm<br />
Eines Blickes zurück, darunter<br />
Fließen die älteren Wasser; und<br />
Nichts will jetzt, in dieser Frist<br />
Sich zu kläglichem Entstehen<br />
Durchringen; der Falsettchor<br />
Der Gedanken hüstelt betreten,<br />
Der Chor schweigt und es knarrt<br />
Im Dielengebälk; was liegt<br />
Jenseits des Perimeters, was<br />
Liegt unter dem schwarzen Frack<br />
Des Geodäten, jetzt, da er nur<br />
Noch seine Finger zählt?<br />
Heave a Sigh und schütte<br />
Das Terpentin unter irgendeinen Strauch,<br />
Vergoldet vom kalten Morgen:<br />
Morgen wird er kahl stehen;<br />
Gürte dich zum Streite und laß<br />
Das, was du wärest, zurück<br />
Hinter den verpichten Staketen.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Unterbrechung mit Amsel</title>
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		<pubDate>Wed, 05 May 2010 10:24:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lexikon]]></category>
		<category><![CDATA[Zwischenfälle]]></category>
		<category><![CDATA[Begegnungen]]></category>
		<category><![CDATA[Blick]]></category>
		<category><![CDATA[Fliegen]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Vögel]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bemerke im Aufblicken einen Vogel, eine Amsel, ein Jungvogel oder ein Weibchen, ich weiß immer noch zu wenig über Amseln, um das sicher sagen zu können. Der Vogel sitzt auf dem Geländer meines Balkons und unsere Blicke treffen sich in einem Moment, da wir beide aus unserer jeweiligen Beschäftigung aufschrecken. Die Amsel hat gefressen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/05/turdus-merula.jpg" class="floatbox" rev="group:7165 caption:`Amselweibchen (Turdus merula, Foto von Maurizio Dalla Via)`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/05/turdus-merula-300x224.jpg" alt="" title="Amselweibchen (Turdus merula, Foto von Maurizio Dalla Via)" width="300" height="224" class="rand size-medium wp-image-7190" /></a></p>
<p>Ich bemerke im Aufblicken einen Vogel, <a class="tooltip floatbox" rev="width:400px height:90% disableScroll:true showNewWindow:true controlsPos:tr" href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/04/schatten-amsel.html" title="Eintrag zum Stichwort im Rauhfasler-Lexikon">eine Amsel</a>, ein Jungvogel oder ein Weibchen, ich weiß immer noch zu wenig über Amseln, um das sicher sagen zu können. Der Vogel sitzt auf dem Geländer meines Balkons und unsere Blicke treffen sich in einem Moment, da wir beide aus unserer jeweiligen Beschäftigung aufschrecken. Die Amsel hat gefressen, ich habe gelesen, jetzt verharren wir unschlüssig. Sie steht gespannt über der Schale mit hingestreuten Körnern, die auf dem Geländer festgebunden ist: ein kleiner, federnder, energisch gespannter Bogen ist ihr Körper, eine fließende Linie von den Füßen über die Brust bis zum leicht schräg gestellten Kopf. Die Sonne scheint morgendlich und inf dem braunen Federkleid leuchten die sparsam aufgestrichenen Farbnuancen, zurückhaltende Schönheit, ausgeführt mit wirklicher Meisterschaft. </p>
<p>Ich fühle mich, in diesem Moment, in dem ich so interessiert von einer Amsel angesehen werde &#8211; wie ein Mensch. Wir lesen eine Weile einander in unseren Gedanken. Die Amsel scheint Interessiert, wie sie wohl immer Interesse nimmt an den bloß halbwegs verständlichen Kuriositäten, die einem in einer Stadt begegnen können. Sie hat wohl einen Forschergeist, sie ist auch bestimmt ein Skeptiker. </p>
<p>Irgendein Einverständnis stellen wir her, mit einer zuckenden Bewegung meines, ihres Kopfes. Dann verlässt die Amsel die Geduld mit meiner schweren, erdverhafteten Gestalt: sie taucht in die Luft und verschwindet in einem engen Bogen, gierend, rollend, kippend, in einem <a href="#" class="tooltip">komplizierten Manöver<span><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/05/trudeln-150x150.jpg" alt="" title="Das Aresti-Symbol für Trudeln (Quelle: Wikipedia)" width="150" height="150" class="tipbild size-thumbnail wp-image-7192" />Das <strong>Flugmanöver,</strong> das die Amsel ausgeführt hat, war eine kontrollierte Form des <strong>Trudelns</strong>, genauer das Steiltrudeln, allerdings für einen so kurzen Zeitraum, daß diese Luftbewegung völlig abseits der Möglicheiten menschlicher Fluggeräte lag und eine <em>technische</em> Beschreibung also recht unangemessen klingen muß.</span></a> grußlos von der Balkonbrüstung abwärts.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Fugativ</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 11:09:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Blick]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Furcht]]></category>
		<category><![CDATA[Hände]]></category>
		<category><![CDATA[Jagd]]></category>
		<category><![CDATA[Wilde Tiere]]></category>

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		<description><![CDATA[Du kaust an deinen Lippen so, Ein Lauern liegt auf deinem Hals, Du streichst dir deine Brauen wie Man tränen aus den Augen streicht, Lächelst klein und suchend geht Dein nebelschwerer Blick. Dunkle Büsche, unsichtbar, Sind rechts und links, darin Glänzend schwarze, wilde Tiere Fressen wollen sie an dir, Flucht weht blau um deine Hände [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/03/vase.jpg" class="floatbox" rev="group:5823 caption:`Vase von Kosta Boda`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/03/vase-171x300.jpg" alt="" title="Vase von Kosta Boda" width="171" height="300" class="rand size-medium wp-image-5845" /></a></p>
<p>Du kaust an deinen Lippen so,<br />
Ein Lauern liegt auf deinem Hals,<br />
Du streichst dir deine Brauen wie<br />
Man tränen aus den Augen streicht,<br />
Lächelst klein und suchend geht<br />
Dein nebelschwerer Blick.</p>
<p>Dunkle Büsche, unsichtbar,<br />
Sind rechts und links, darin<br />
Glänzend schwarze, wilde Tiere<br />
Fressen wollen sie an dir,<br />
Flucht weht blau um deine Hände &#8211;<br />
Du hebst sie nicht aus deinem Schoß.</p>
<p>Weh dem Jäger aber, vielmals weh,<br />
Dem du dann unterliegen wirst:<br />
Du wirst ihn niederbringen, wenn<br />
Er sich zur Ruhe legen will<br />
Bei seiner stolzen Beute:<br />
Du wirst ihm seinen Kopf vergären<br />
Mit deinem giftgefärbten Lächeln,<br />
Das starr auf deinem Antlitz liegt.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>An meinen Holzadler</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Jan 2010 11:34:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Beute]]></category>
		<category><![CDATA[Blick]]></category>
		<category><![CDATA[Blut]]></category>
		<category><![CDATA[Fressen]]></category>
		<category><![CDATA[Jagd]]></category>
		<category><![CDATA[Überdruß]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn du für mich sprechen könntest, Holzadler, und den strengen Blick Deiner Plastikaugen legen wolltest In die Mulden meines Kopfes. Wie scheint dein krummer Schnabel Ganz geschaffen für den glatten Schnitt Den man schließlich machen muß. Ach, ich habe Fleisch für dich Hätte man dir Krallen auch Geschnitzt, ich würde Beute Schaffen für drei Tropfen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/01/Ken-Humpherville-Adlermaske.jpg" class="floatbox" rev="group:5647 caption:`Ken Humpherville, Adlermaske`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/01/Ken-Humpherville-Adlermaske-231x300.jpg" alt="" title="Ken Humpherville, Adlermaske" width="231" height="300" class="rand size-medium wp-image-5649" /></a></p>
<p>Wenn du für mich sprechen könntest,<br />
Holzadler, und den strengen Blick<br />
Deiner Plastikaugen legen wolltest<br />
In die Mulden meines Kopfes.</p>
<p>Wie scheint dein krummer Schnabel<br />
Ganz geschaffen für den glatten Schnitt<br />
Den man schließlich machen muß.<br />
Ach, ich habe Fleisch für dich</p>
<p>Hätte man dir Krallen auch<br />
Geschnitzt, ich würde Beute<br />
Schaffen für drei Tropfen<br />
Warmen, frischen Blutes nur.</p>
<p>Das solltest du mir geben,<br />
Holzadler, als meinen Teil,<br />
Und die Geräusche noch dazu,<br />
Wenn du fräßest,</p>
<p>Aus der Kehle, die zu girren<br />
Und den Refrain zu murmeln<br />
Ausreichend fand, sie gäbe<br />
Eine zarte Speise.</p>
<p>Wenn du für mich sprechen könntest<br />
Und mir deinen harten Blick<br />
In die Augen stächest, Holzadler,<br />
Wäre das ein grobgeschnitztes Glück.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<series:name><![CDATA[Drußdichtungen]]></series:name>
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		<title>Rah</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Oct 2009 11:01:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Augen]]></category>
		<category><![CDATA[Blick]]></category>
		<category><![CDATA[Hafen]]></category>
		<category><![CDATA[Horizont]]></category>
		<category><![CDATA[Meer]]></category>
		<category><![CDATA[Schiff]]></category>
		<category><![CDATA[Seele]]></category>

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		<description><![CDATA[Über die Segeltuchlandschaft schreiten, Sie wirft sich auf zu einem Hügel Unter bislang ungebrauchtem Wind. Und von der Hügelkuppe aus Strahlt alles weiß und an den Nähten Fließt das Licht entlang ganz bis zum Rand Des Segels, und man hört die Wellenschläge Am Schiffsrumpf, und der Rumpf, Er knarrt von Mal zu Mal. Man riecht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2009/11/rahsegel.jpg" class="floatbox" rev="group:5172 caption:`Rahsegel`"><img src="/wp-content/uploads/2009/11/rahsegel-239x300.jpg" alt="Rahsegel" title="Rahsegel" width="239" height="300" class="rand size-medium wp-image-5175" /></a></p>
<p>Über die Segeltuchlandschaft schreiten,<br />
Sie wirft sich auf zu einem Hügel<br />
Unter bislang ungebrauchtem Wind.<br />
Und von der Hügelkuppe aus<br />
Strahlt alles weiß und an den Nähten<br />
Fließt das Licht entlang ganz bis zum Rand<br />
Des Segels, und man hört die Wellenschläge<br />
Am Schiffsrumpf, und der Rumpf,<br />
Er knarrt von Mal zu Mal.<br />
Man riecht auch Tang und Fisch,<br />
Und Möwen schreien<br />
Ihre immer selben Warnungen.<br />
Der Horizont ist weit gewölbt,<br />
Er gleicht dem Rah zu Häupten, der Mast<br />
Ist geradezu ein Weltenbaum geworden &#8211;<br />
Schreitend über Segeltuch<br />
Mit dem Blick und dann<br />
Am Horizont entlang<br />
Und weiter noch.</p>


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