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	<title>Rauhfasler &#187; Chemie</title>
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	<description>Verbrauchende Versuche mit Wörtern</description>
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		<title>Hauptsatz</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Aug 2010 10:51:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Chemie]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Schwierigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>

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		<description><![CDATA[F&#252;r eine Existenz ohne Hypotaxen W&#252;rde ich mein Votum in die Schale legen Nur in geraden S&#228;tzen sollte Sich alles wesentliche sagen lassen Ohne w&#228;hrend sofern weil soda&#223; Oder irgend komplizierte Pr&#228;requisiten Ohne konditionale Verbr&#228;mung Sollte es sich leben lassen nur Mit einer Handvoll kurzer Gedanken Im Indikativ soda&#223; daraus Kein einziges Buch nicht Ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/05/3_structure_synth_4.jpg" class="floatbox" rev="group:7230 caption:`Arbeitsbeispiel f&uuml;r das Programm &raquo;Structure Synth&laquo;`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/05/3_structure_synth_4-300x282.jpg" alt="" title="Arbeitsbeispiel f&uuml;r das Programm &raquo;Structure Synth&laquo;" width="300" height="282" class="rand size-medium wp-image-7233" /></a></p>
<p>F&uuml;r eine Existenz ohne Hypotaxen<br />
W&uuml;rde ich mein Votum in die Schale legen<br />
Nur in geraden S&auml;tzen sollte<br />
Sich alles wesentliche sagen lassen<br />
Ohne w&auml;hrend sofern weil soda&szlig;<br />
Oder irgend komplizierte Pr&auml;requisiten</p>
<p>Ohne konditionale Verbr&auml;mung<br />
Sollte es sich leben lassen nur<br />
Mit einer Handvoll kurzer Gedanken<br />
Im Indikativ soda&szlig; daraus<br />
Kein einziges Buch nicht<br />
Ein Aufsatz keine gr&auml;mliche<br />
Tagebuchseite zu machen w&auml;re</p>
<p>Was mit gordisch abgestuften S&auml;tzen<br />
Gesagt wird und eingefangen in<br />
Labyrinthisch aufgespulten Perioden<br />
Das versteht man eigentlich<br />
Doch weitestgehend nie</p>
<p>Was einer denkt ist simple Chemie<br />
Und was Geschieht<br />
Braucht blo&szlig; flache Worte<br />
Drei bis vier mehr kaum.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Wo nun aber</title>
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		<pubDate>Mon, 31 May 2010 10:27:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Abend]]></category>
		<category><![CDATA[Chemie]]></category>
		<category><![CDATA[Einsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühlsklima]]></category>
		<category><![CDATA[Müdigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Schnee]]></category>
		<category><![CDATA[Winter]]></category>

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		<description><![CDATA[Wo nun aber Bleibst du denn Ich h&#228;nge schon An mir herab Wie klamme T&#252;cher Und ich fresse mich, Als w&#228;r&#8217;s kalte Ausgekochte St&#228;rke, Durch den Tag. Wo denn wohl Aber du nun bleibest Ausgewrungen wie mein Stirngeweide mehrfach ist Vom Sinnieren deinethalben. Die V&#246;gel blechen von Den angeleimten B&#228;umen, Vom wei&#223;en Schnee sticht Deutlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/02/Alter.jpg" class="floatbox" rev="group:5963 caption:`F&ouml;taler Greis (aus: Nicolas-Francois Regnault, Descriptions des principales monstruosites, 1808)`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/02/Alter.jpg" alt="" title="F&ouml;taler Greis (aus: Nicolas-Francois Regnault, Descriptions des principales monstruosites, 1808)" width="300" height="300" class="rand size-full wp-image-5966" /></a></p>
<p>Wo nun aber<br />
Bleibst du denn<br />
Ich h&auml;nge schon<br />
An mir herab<br />
Wie klamme T&uuml;cher<br />
Und ich fresse mich,<br />
Als w&auml;r&#8217;s kalte<br />
Ausgekochte St&auml;rke,<br />
Durch den Tag.</p>
<p>Wo denn wohl<br />
Aber du nun bleibest<br />
Ausgewrungen wie mein<br />
Stirngeweide mehrfach ist<br />
Vom Sinnieren deinethalben.</p>
<p>Die V&ouml;gel blechen von<br />
Den angeleimten B&auml;umen,<br />
Vom wei&szlig;en Schnee sticht<br />
Deutlich ab: der Stra&szlig;endreck.<br />
Plakate k&uuml;nden Atom-, nein<br />
Kaufkraft, alles einerlei,<br />
Und unter dicken M&auml;nteln<br />
Gehen nur noch Greise<br />
Um die Stra&szlig;enecken,<br />
Und stellen allem<br />
Ungesch&uuml;tzten nach<br />
Mit gelben Tiegeraugen:<br />
Wo bleibst du nun &#8211;</p>
<p>Mir gleiten immerzu die Schritte<br />
Auf hartgetretnem aus.<br />
Und die Sicht ver&auml;ngt sich<br />
Mir schon im Genick,<br />
Das schmerzt vom M&uuml;hlstein wiederum,<br />
Den ein Rumpelstielzchen<br />
Dort aufgelegt hat, knirschend<br />
Abzuspielen Tanzmusik.</p>
<p>Dazu tanzt mir meine<br />
Ausgefranste wahllos angespornte<br />
Begierde vor der Nasenspitze<br />
Auf und ab und schleunigt<br />
Nach belieben meinen Puls,<br />
Mit Aussicht allerdings<br />
Nur auf feuchte Pappe.</p>
<p>Und nun, und nun,<br />
Und du, und du,<br />
Wo bleibst du denn<br />
An diesem, wieder einem<br />
Rationierten<br />
Mazerierten Leergesp&uuml;lten<br />
Chemolytisch giftig<br />
Aufgespelzten Tag.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Von Kohle</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 11:58:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Augenblick]]></category>
		<category><![CDATA[Chemie]]></category>
		<category><![CDATA[Elekrizität]]></category>
		<category><![CDATA[Geräusch]]></category>
		<category><![CDATA[Magen]]></category>
		<category><![CDATA[Märchen]]></category>
		<category><![CDATA[Nacht]]></category>
		<category><![CDATA[Stein]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Stiege Steinkohle Dort in der Zimmerecke Schluckt alles Licht. Man hat dem Strom In die Ader geschnitten, Das letzte Brummen starb Erst nach Minuten. Ich m&#246;chte Beize trinken, Sie rinnt aus dem Himmel Zur brennenden Nacht. Und l&#252;sternes Eis w&#252;rgt Die Parkwege alle. Ein achtloser Augenblick Gen&#252;gte der N&#228;herin Den Magen zu f&#252;llen Mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/01/steinkohle.jpg" class="floatbox" rev="group:5772 caption:`Steinkohle`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/01/steinkohle-300x226.jpg" alt="" title="Steinkohle" width="300" height="226" class="rand size-medium wp-image-5773" /></a></p>
<p>Eine Stiege Steinkohle<br />
Dort in der Zimmerecke<br />
Schluckt alles Licht.</p>
<p>Man hat dem Strom<br />
In die Ader geschnitten,<br />
Das letzte Brummen starb<br />
Erst nach Minuten.</p>
<p>Ich m&ouml;chte Beize trinken,<br />
Sie rinnt aus dem Himmel<br />
Zur brennenden Nacht.<br />
Und l&uuml;sternes Eis w&uuml;rgt<br />
Die Parkwege alle.</p>
<p>Ein achtloser Augenblick<br />
Gen&uuml;gte der N&auml;herin<br />
Den Magen zu f&uuml;llen<br />
Mit zwei Zwillingssteinen,<br />
Sie liegen im Streit -<br />
Und der Hunger bleibt aus.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Imponderabilils</title>
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		<comments>http://www.rauhfasler.de/2009/imponderabilils#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 14 Aug 2009 10:27:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Chemie]]></category>
		<category><![CDATA[Licht]]></category>
		<category><![CDATA[Müdigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Nacht]]></category>
		<category><![CDATA[Spazierengehen]]></category>
		<category><![CDATA[Transzendenz]]></category>
		<category><![CDATA[Trost]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Den Lichtstoff1 aufzufangen Mit silbernen Segeln an Sonnentagen, Ihn herauszukeltern aus Gl&#252;hbirnen. Oder ihn abzunehmen, Mit sehr weichen T&#252;chern Von strahlenden Gesichtern, Vorsichtig und eigentlich Ohne Ber&#252;hrung. Den Lichtstoff zu sammeln, In gro&#223;en B&#252;ndeln aufgestapelt In einer kalten Zimmerecke, In einer Flasche, versteckt Zwischen Essig und Selbstgebranntem; Ihn &#252;berall anzuh&#228;ufen, Ohne R&#252;cksicht auf H&#246;chstlasten, Denn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.aainter3.net/sandra/"><img src="/wp-content/uploads/2009/08/Light-Installation-Back-Members-Room-300x300.jpg" alt="&quot;Light Installation - Back Members Room&quot; von Sandra Del Missier" title="&quot;Light Installation - Back Members Room&quot; von Sandra Del Missier" width="300" height="300" class="rand size-medium wp-image-4410" /></a></p>
<p>Den Lichtstoff<sup class='footnote'><a href='#fn-4407-1' id='fnref-4407-1'>1</a></sup> aufzufangen<br />
Mit silbernen Segeln an Sonnentagen,<br />
Ihn herauszukeltern aus Gl&uuml;hbirnen.<br />
Oder ihn abzunehmen,<br />
Mit sehr weichen T&uuml;chern<br />
Von strahlenden Gesichtern,<br />
Vorsichtig und eigentlich<br />
Ohne Ber&uuml;hrung.</p>
<p>Den Lichtstoff zu sammeln,<br />
In gro&szlig;en B&uuml;ndeln aufgestapelt<br />
In einer kalten Zimmerecke,<br />
In einer Flasche, versteckt<br />
Zwischen Essig und Selbstgebranntem;<br />
Ihn &uuml;berall anzuh&auml;ufen,<br />
Ohne R&uuml;cksicht auf H&ouml;chstlasten,<br />
Denn er ist unw&auml;gbar.</p>
<p>Vielleicht dann, bei einem Gang<br />
&Uuml;ber wildes Land zur Nacht,<br />
Wenn die Beine schwer werden<br />
Und der Stra&szlig;engraben hungrig<br />
Durch die B&uuml;sche glotzt:<br />
Vielleicht dann eine Priese<br />
Des getrockneten und in feine<br />
Streifen geschnittenen Stoffes,<br />
Der gemahlen und eingeschlagen<br />
In Wachspapier am Boden des Beutels liegt:<br />
Sich in die Augen zu reiben<br />
Und noch eine Strecke<br />
Weiter zu gehn.
<div class='footnotes'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-4407-1'>J. G. Kr&uuml;nitz, Oeconomische Encyclop&auml;die (1773 &#8211; 1858): &#0187;Lichtstoff ist so viel als diejenige Materie, die eigentlich die Erscheinung des Leuchtens hervor bringt, in so fern man auf ihre chemische Natur sieht.&#0171; <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-4407-1'>&#8617;</a></span></li>
</ol>
</div>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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