<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	xmlns:series="http://unfoldingneurons.com/"
	>

<channel>
	<title>Rauhfasler &#187; Ekel</title>
	<atom:link href="http://www.rauhfasler.de/tag/ekel/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.rauhfasler.de</link>
	<description>Verbrauchende Versuche mit Wörtern</description>
	<lastBuildDate>Wed, 08 Sep 2010 10:45:24 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	
		<item>
		<title>Knistern</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2010/knistern</link>
		<comments>http://www.rauhfasler.de/2010/knistern#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 11:00:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Ekel]]></category>
		<category><![CDATA[hilflos]]></category>
		<category><![CDATA[Plakate]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachverwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Straßen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.rauhfasler.de/?p=6069</guid>
		<description><![CDATA[Ein Knistern von Stoffen Das Schl&#252;rfen von Lippen Und &#214;lig eine Wolke Parf&#252;m. In der H&#252;fte ein Lahmen Eine schnatternde Herde Von pickligen M&#228;dchen Und kindliche Jungen &#196;ngstlich mitten darin. Eine keifende Alte B&#228;rtig und bitter, Besorgt um die Ordnung Der &#214;ffentlichkeit. Die Schwerkraft der Masse Das Phlegma der M&#228;gen Ein Plakat mit der Warnung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/07/putenmagen.jpg" class="floatbox" rev="group:6069 caption:`Truthahnmagen. G&uuml;nstig zu beziehen bei Ullrichs Putenhof`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/07/putenmagen-300x225.jpg" alt="" title="Truthahnmagen. G&uuml;nstig zu beziehen bei Ullrichs Putenhof" width="300" height="225" class="rand size-medium wp-image-8093" /></a></p>
<p>Ein Knistern von Stoffen<br />
Das Schl&uuml;rfen von Lippen<br />
Und &Ouml;lig eine Wolke Parf&uuml;m.<br />
In der H&uuml;fte ein Lahmen<br />
Eine schnatternde Herde<br />
Von pickligen M&auml;dchen<br />
Und kindliche Jungen<br />
&Auml;ngstlich mitten darin.<br />
Eine keifende Alte<br />
B&auml;rtig und bitter,<br />
Besorgt um die Ordnung<br />
Der &Ouml;ffentlichkeit.<br />
Die Schwerkraft der Masse<br />
Das Phlegma der M&auml;gen<br />
Ein Plakat mit der Warnung<br />
Vor Z&ouml;liakie.<br />
Und &uuml;ber den K&ouml;pfen<br />
Auf fiedrigen Schwingen<br />
Das Pfeifen am Ende<br />
Eines eklen Katharrhs.</p>


<p>Ähnliche Texte:<ol><li><a href='http://www.rauhfasler.de/2010/zoeliakie' rel='bookmark' title='Permanent Link: Z&ouml;liakie'>Z&ouml;liakie</a> <small>D&uuml;nndarmzotten. Abbildung aus &raquo;Gray&#039;s Anatomy&laquo; Da&szlig; die Z&ouml;liakie viele Namen...</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2010/gleich' rel='bookmark' title='Permanent Link: Gleich'>Gleich</a> <small>Noch eine moderne Verhei&szlig;ung auf einem Plakat: »Aus gleich wird...</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2010/registrierung' rel='bookmark' title='Permanent Link: Registrierung'>Registrierung</a> <small>Auf einem Plakat, das f&uuml;r Kreuzfahrten wirbt, meine ich zu...</small></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rauhfasler.de/2010/knistern/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Schaumgeboren</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2010/schaumgeboren</link>
		<comments>http://www.rauhfasler.de/2010/schaumgeboren#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 11:06:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lexikon]]></category>
		<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Einfall]]></category>
		<category><![CDATA[Ekel]]></category>
		<category><![CDATA[Inhalt]]></category>
		<category><![CDATA[leere Hüllen]]></category>
		<category><![CDATA[Leiden]]></category>
		<category><![CDATA[Schwierigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachverwicklung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.rauhfasler.de/?p=5970</guid>
		<description><![CDATA[Gl&#228;nzende Oberfl&#228;chen sind Immer Aufgezogen, auf einen Schaumstoffkern zumindest, Und der also ist: Inhalt. Ohne Inhalt ist leider Nichts zu machen, nichts Ist zu machen, da Fangen sie an, die Schwierigkeiten, die Sich nicht abstreifen lassen Wie durchscheinende Unterw&#228;sche. Besonders einfallsreich ist Die Gestalterin des &#220;berschwangs, Die sich verl&#228;sslich einstellt, Zumindest am Ende immer: Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/02/Walf&auml;nger.gif"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/02/Walf&auml;nger-300x202.gif" alt="" title="Walf&auml;nger " width="300" height="202" class="rand size-medium wp-image-5971" /></a></p>
<p>Gl&auml;nzende Oberfl&auml;chen sind<br />
Immer Aufgezogen, auf einen<br />
Schaumstoffkern zumindest,<br />
Und der also ist: Inhalt.</p>
<p>Ohne Inhalt ist leider<br />
Nichts zu machen, nichts<br />
Ist zu machen, da<br />
Fangen sie an, die<br />
Schwierigkeiten, die<br />
Sich nicht abstreifen lassen<br />
Wie durchscheinende<br />
Unterw&auml;sche.</p>
<p>Besonders einfallsreich ist<br />
Die Gestalterin des &Uuml;berschwangs,<br />
Die sich verl&auml;sslich einstellt,<br />
Zumindest am Ende immer:<br />
Die Zarte Frau H&auml;&szlig;lichkeit &#8211;<br />
Wie viele Mi&szlig;bildungen ersinnt sie<br />
Als leichte Variationen<br />
Des grundlegenden Themas;<br />
Und wieviele Spielarten<br />
Des allgemeinen Leibgerichts<br />
Aus geschmortem Leiden.</p>
<p>Wenn einem &uuml;berhaupt etwas einf&auml;llt:<br />
Es ist ein Plagiat von einem<br />
Der gro&szlig;en Meister, die schon<br />
Alles erdacht haben:<br />
Sie haben klangvolle Namen unter<br />
Dem &uuml;ppigen Firnis des Ekels,</p>
<p>Sie<br />
Klappern heimlich mit<br />
Den Z&auml;hnen von M&auml;usen,<br />
Menschenaffen und<br />
<a class="tooltip" href="#">Blauwalen<span><strong>Blauwale</strong> geh&ouml;ren zur zur Familie der Furchenwale und haben, im Gegensatz zu Pottwalen zum Beispiel, strenggenommen &uuml;berhaupt keine Z&auml;hne, sondern Barten.</span></a>.</p>


<p>Ähnliche Texte:<ol><li><a href='http://www.rauhfasler.de/2010/neuronal' rel='bookmark' title='Permanent Link: Neuronal'>Neuronal</a> <small>In einer Buchbesprechung das &rsaquo;neuronale Standardargument&lsaquo;: &raquo;&#8230;und das mu&szlig; ja...</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2009/sequenzierte-saubermaenner' rel='bookmark' title='Permanent Link: Sequenzierte Sauberm&auml;nner'>Sequenzierte Sauberm&auml;nner</a> <small>Venter: &#0187;Ich ziehe vor Watson den Hut daf&uuml;r, da&szlig; er...</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2009/wellen' rel='bookmark' title='Permanent Link: Wellen'>Wellen</a> <small>Zig M&uuml;nder klappern hier mit W&ouml;rtern &#8211; Dort hinten rollt...</small></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rauhfasler.de/2010/schaumgeboren/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
		<series:name><![CDATA[Krypto|patho|graphie]]></series:name>
	</item>
		<item>
		<title>Ad ultimo</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2010/ad-ultimo</link>
		<comments>http://www.rauhfasler.de/2010/ad-ultimo#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 06 Mar 2010 11:29:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Bewußtseinszustände]]></category>
		<category><![CDATA[Einsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Ekel]]></category>
		<category><![CDATA[Fieber]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Überdruß]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.rauhfasler.de/?p=5764</guid>
		<description><![CDATA[Die Brust springt auf So pl&#246;tzlich wie Ein Fieber sich im Kopf Ausbreitet Was drinnen liegt ist Eine Kugel aus Metall Sie rostet leicht und Nun verbrennt sie Schon im Sauerstoff Der Luft obschon Sie dreimal ganz Schon Atem gab Die Luft in diesem Zimmer Brennt mir in der Brust Die Kugel ab In gr&#252;nem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/01/Ausschau.jpg" class="floatbox" rev="group:5764 caption:`Ausschau`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/01/Ausschau.jpg" alt="" title="Ausschau" width="236" height="299" class="rand size-full wp-image-5817" /></a></p>
<p>Die Brust springt auf<br />
So pl&ouml;tzlich wie<br />
Ein Fieber sich im Kopf<br />
Ausbreitet<br />
Was drinnen liegt ist<br />
Eine Kugel aus Metall<br />
Sie rostet leicht und<br />
Nun verbrennt sie<br />
Schon im Sauerstoff<br />
Der Luft obschon<br />
Sie dreimal ganz<br />
Schon Atem gab<br />
Die Luft in diesem Zimmer<br />
Brennt mir in der Brust<br />
Die Kugel ab<br />
In gr&uuml;nem Feuer<br />
Die Brust sprang auf<br />
Und durch die Wand<br />
Dringt nun erst sp&uuml;re ich<br />
Magnetismus der mir alle<br />
Nadeln irre Macht<br />
Und mich in eine Kreisbahn zwingt<br />
Schwer ist es nicht<br />
Der letzte Mensch zu sein &#8211;<br />
Wie unertr&auml;glich w&auml;re es<br />
Der letzte Mensch zu sein.</p>


<p>Ähnliche Texte:<ol><li><a href='http://www.rauhfasler.de/2009/schneefall' rel='bookmark' title='Permanent Link: Schneefall'>Schneefall</a> <small>Beim Blick in den Schnee Taumelt der Kopf Vor dem...</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2008/letzte-freude-zu-verschenken' rel='bookmark' title='Permanent Link: Letzte Freude zu verschenken'>Letzte Freude zu verschenken</a> <small>Der Himmel singt Gedanken in die F&uuml;&szlig;e, Mein K&ouml;rper redet...</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2010/kraftfelder-i' rel='bookmark' title='Permanent Link: Kraftfelder I'>Kraftfelder I</a> <small>Wenn die Kraftfelder Auf dem Brustkorb So verlaufen, da&szlig; Die...</small></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rauhfasler.de/2010/ad-ultimo/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
		<series:name><![CDATA[Drußdichtungen]]></series:name>
	</item>
		<item>
		<title>Nuancen</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2010/nuancen</link>
		<comments>http://www.rauhfasler.de/2010/nuancen#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 11:15:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Ekel]]></category>
		<category><![CDATA[Geschmack]]></category>
		<category><![CDATA[Tageslauf]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.rauhfasler.de/?p=5765</guid>
		<description><![CDATA[Da&#223; der Geschmack eines Tages Sich &#228;ndern mu&#223;, wie sich Der Geschmack eines Gerichtes Zuerst unmerklich verschiebt, Wenn man ihn zu h&#228;ufig schon Auf der Zunge hatte. Zuerst ist eine Priese Darinnen von etwas, Das am Zungenboden die Feuchtigkeit Hervortreibt, und dann, Eine Frist sp&#228;ter, wird, So, da&#223; man sich offenen Mundes Wundern mu&#223;, Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/01/Kanarienvogel-auf-der-Stange.jpg" class="floatbox" rev="group:5765 caption:`Kanarienvogel auf der Stange`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/01/Kanarienvogel-auf-der-Stange.jpg" alt="" title="Kanarienvogel auf der Stange" width="270" height="250" class="rand size-full wp-image-5815" /></a></p>
<p>Da&szlig; der Geschmack eines Tages<br />
Sich &auml;ndern mu&szlig;, wie sich<br />
Der Geschmack eines Gerichtes<br />
Zuerst unmerklich verschiebt,<br />
Wenn man ihn zu h&auml;ufig schon<br />
Auf der Zunge hatte.</p>
<p>Zuerst ist eine Priese<br />
Darinnen von etwas,<br />
Das am Zungenboden die Feuchtigkeit<br />
Hervortreibt, und dann,<br />
Eine Frist sp&auml;ter, wird,<br />
So, da&szlig; man sich offenen Mundes<br />
Wundern mu&szlig;,<br />
Der Fra&szlig; unertr&auml;glich.</p>
<p>Da&szlig; sich derart &auml;ndern mu&szlig;,<br />
Wie ein Tag schmeckt.</p>


<p>Ähnliche Texte:<ol><li><a href='http://www.rauhfasler.de/2009/wortrunken' rel='bookmark' title='Permanent Link: Worttrunken'>Worttrunken</a> <small>Trinke die Worte, Ertrinke in ihnen, In eisklarer Lust. Vergesse...</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2009/sommertagtraum' rel='bookmark' title='Permanent Link: Sommertagtraum'>Sommertagtraum</a> <small>Die Klimaanlage fl&uuml;stert romantisches Hier, &uuml;ber den wohlgeformten K&ouml;pfen. Wie...</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2009/halsband' rel='bookmark' title='Permanent Link: Halsband'>Halsband</a> <small>Ich sehe du hast neu Ein Halsband geschnitten F&uuml;r den...</small></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rauhfasler.de/2010/nuancen/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wurstw&#228;rts (I)</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2009/wurstwaerts-i</link>
		<comments>http://www.rauhfasler.de/2009/wurstwaerts-i#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 12 May 2009 10:48:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erzählen]]></category>
		<category><![CDATA[Ekel]]></category>
		<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Fleisch]]></category>
		<category><![CDATA[Sonderlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Urbane Mirakel]]></category>
		<category><![CDATA[Wurst]]></category>

		<guid isPermaLink="false">/?p=3590</guid>
		<description><![CDATA[Warten mu&#223; er und das Warten wird ihm lang. Was fuhrwerkt die Alte mit dem drahtigen Kinnbart so lang an der hei&#223; sprudelnden Fetttr&#228;nke f&#252;r die Pommes herum? Was schwatzt die Fettel mit dem mageren Gestell, mit dem bleichen, lispelnden Fatzke dort, der sich wie immer seitlich an den Tresen lehnt und aussieht wie der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2009/05/wurstschneider.jpg" class="floatbox" rev="group:3590 caption:`Currywurstschneider von Apexa`"><img class="rand size-medium wp-image-3601" title="Currywurstschneider von Apexa" src="/wp-content/uploads/2009/05/wurstschneider-300x300.jpg" alt="Currywurstschneider von Apexa" width="300" height="300" /></a></p>
<p>Warten mu&szlig; er und das Warten wird ihm lang. Was fuhrwerkt die Alte mit dem drahtigen Kinnbart so lang an der hei&szlig; sprudelnden Fetttr&auml;nke f&uuml;r die Pommes herum? Was schwatzt die Fettel mit dem mageren Gestell, mit dem bleichen, lispelnden Fatzke dort, der sich wie immer seitlich an den Tresen lehnt und aussieht wie der uneheliche Enkel der Fettel. Seine gelbfleckigen Socken sind &uuml;ber den ausgetretenen, spr&ouml;de und grau gewordenen Turnschuhen zu sehen, weil die Hosenbeine nat&uuml;rlich zu kurz sein m&uuml;ssen bei so einem knochigen Esel. Der w&auml;chst ja anscheinend immernoch weiter.</p>
<p>Ihm aber flie&szlig;t der Speichel so reichlich im Mund zusammen, das die ersten Tropfen in seinen Mundwinkeln gl&auml;nzen als w&uuml;rde er schwitzen wie die Fettel, die sich &uuml;ber den Grill beugt, um die W&uuml;rstchen zischend zu wenden. Nein, ihm ist kalt und das hohle Gef&uuml;hl in seiner Mitte wird immer &auml;rger. Wird&#8217;s denn bald? Jetzt sticht es im Magen, weil er zu sehr an die Herrlichkeiten gedacht hat, die auf dem Grill zischen, und brennend steigt aus den Tiefen seines Magens eine Wolke bis in die Kehle auf. Er schiebt sich den fleischigen Zeigefinger zwischen die Lippen, der ist einer Wurst recht &auml;hnlich, N&uuml;rnberger vielleicht, ach ja. Er bef&uuml;hlt den schartigen Fingernagel mit der Zungenspitze. Nein, doch keine Wurst, an einer Wurst ist nichts hart und spr&ouml;de, blo&szlig; der sanfte Widerstand des Saitlings und dann quellender Saft.</p>
<p>Er st&uuml;tzt sich mit dem Ellenbogen auf den Stehtisch und f&uuml;hlt sich verloren. Der Stehtisch kippt unter seinem Gewicht zur Seite und die Plastikflasche, aus der man Senf herausdr&uuml;cken kann, ger&auml;t gemeinsam mit ihm ins Rutschen. Sein schwerer Oberk&ouml;rper zieht ihn nach vorne, von selbst k&auml;mpfen unter ihm die Beine darum, die Last &uuml;ber sich zu halten. Gegen den schmerzhaften Sog vorne an seinem Bauch ank&auml;mpfend bringt er sich wieder in die Senkrechte und wird straks von den entfesselten Kr&auml;ften nach hinten geschleudert. Sein Hintern st&ouml;&szlig;t hart gegen den Gl&uuml;ckspielautomaten an der Wand und die metallene Ecke bohrt sich tief in sein weiches Fleisch. Der Tisch taumelt scheppernd auf seinem runden Fu&szlig; um die eigene Achse, bis er endlich zum Stehen kommt. Die Senfflasche ist wie durch ein Wunder auf dem Tisch geblieben. Sie ist aber umgest&uuml;rzt und eine z&auml;he Senfpf&uuml;tze hat sich aus der verschmierten &Ouml;ffnung &uuml;ber die Tischplatte ergossen. Er flucht, w&uuml;nscht, das Grillfeuer m&ouml;gen den Imbiss und alles darin verzehren, hustet wegen der j&auml;hen Anstrengung und reibt sich sein schmerzendes Ges&auml;&szlig; so ausgiebig, da&szlig; der speichelfeuchte N&uuml;rnbergerfinger dabei wieder trocken wird. Als er wieder zur Ruhe gekommen ist, als die Fettel und das knochige Gestell sich wieder von ihm abgewendet haben, mit einem gen&uuml;sslichen Kopfsch&uuml;tteln in stiller Eintracht, glotzt er b&ouml;se den Mosertfleck an. Recht so! Er wird das nicht wegmachen, er nicht. Soll sich doch die tr&auml;ge Alte darum k&uuml;mmern, wenn sie &uuml;berhaupt noch hinter dem Tresen raus kommt.</p>
<p>Die Fettel dreht sich zu ihm um und er zuckt zusammen, bevor ihm klar wird, da&szlig; er nur gedacht und nicht gesprochen hat. Die Fettel spuckt etwas in seine Richtung, das Wort, auf das er gewartet hat: K&ouml;rri, mehr ist nicht n&ouml;tig. Dem Klang nach ist es als Beleidigung gemeint. Aber in ihm wallt Freude auf, schwappt ihm bis ins Gesicht und entz&uuml;ndet dort ein grimmiges L&auml;cheln. Endlich, endlich! Das Geld hat er abgez&auml;hlt in der Hosentasche und knallt es auf den Wechselgeldteller, an der aufgehaltenen Hand der Fettel vorbei. Als er die Hand zur&uuml;ckzieht und unter den Geldst&uuml;cken seine bevorzugte Zigarrettenmarke erkennt, freut er sich auch noch darauf, die kurz bevorstehende S&uuml;&szlig;e von Curry und Fleisch mit bitterem Qualm zu verm&auml;hlen, nachher, erst das eine, dann das andere.</p>
<p>Jetzt stopft er sich das trockene Br&ouml;tchen in die Hosentasche (gleich wird er es mit den H&auml;nden zerbrechen), ergreift mit spitzen, vorsichtigen Fingern die gewellte Pappschale und verl&auml;&szlig;t den Imbiss und seinen ewigen Fettbrodem. Er hat seine Angewohnheiten. Er hat den Mageren nun lange genug sehen m&uuml;ssen und auch die gl&auml;nzenden Schwei&szlig;tropfen im Nacken der Alten. Das Essen schmeckt an der frischen Luft gleich doppelt. Triumphierend tr&auml;gt er seine m&uuml;hsam errrungene Beute vor sich her. Sein bl&auml;uliches Gesicht wird vor lauter Vorfreude noch dunkler, das Netz feiner, blauer &Auml;derchen auf den Wangen und auf der Nase malt eine scharf akzentuierte Isobarenkarte &uuml;ber die Gebirgslandschaft, die auf seinem Hals trohnt. Gleich wird er sich s&auml;ttigen: die Freude, der wei&szlig;gl&uuml;hend angefachte Hunger breiten sich als deutlich sp&uuml;rbarer Druck &uuml;berall in seinem K&ouml;rper aus. Er schnauft und helles pfeifen dringt mit jedem Atemzug aus seiner Brust, die Passanten treten beiseite, um den Sieger passieren zu lassen.</p>


<p>Ähnliche Texte:<ol><li><a href='http://www.rauhfasler.de/2009/da-ich-erkannt-habe' rel='bookmark' title='Permanent Link: da ich erkannt habe'>da ich erkannt habe</a> <small>Auf der Irrfahrt zwischen Kanaldeckeln Und Strichm&auml;nnchen, Liebe suchend, Entdecke...</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2009/ein-warten' rel='bookmark' title='Permanent Link: Ein Warten'>Ein Warten</a> <small>Da liegt ein unbestimmtes Warten Im Kaffee zuerst, der bitter...</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2008/blodhughadda-die-fressende' rel='bookmark' title='Permanent Link: Blóðughadda, die Fressende'>Blóðughadda, die Fressende</a> <small>Eine graue Frau sitzt in blanker K&auml;lte vor einem Imbiss....</small></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rauhfasler.de/2009/wurstwaerts-i/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Nicht gar</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2009/nicht-gar</link>
		<comments>http://www.rauhfasler.de/2009/nicht-gar#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 18 Apr 2009 10:30:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Abend]]></category>
		<category><![CDATA[Ekel]]></category>
		<category><![CDATA[Furcht]]></category>
		<category><![CDATA[Niedergang]]></category>
		<category><![CDATA[Warten]]></category>
		<category><![CDATA[Wilde Tiere]]></category>

		<guid isPermaLink="false">/?p=3287</guid>
		<description><![CDATA[Worauf ist zu warten, Wenn Steine die Sonne, Wenn T&#252;rme die Wege Und giftige Bl&#252;ten Die Felder bedecken? Worauf, wenn im Schatten Schon schweigende Netze Sich spannen und kauernd, Verborgen von Pilzen, Von rostigen, roten, Die grinsenden Schlangen Und humpelnden Ratten In Hohn und Triumpf Zu Knurren beginnen, Zu Knirschen mit Z&#228;hnen, Die modern im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="rand size-medium wp-image-3292" title="Spalax nehringi" src="/wp-content/uploads/2009/04/blindmaus-300x183.jpg" alt="Spalax nehringi" width="300" height="183" /></p>
<p>Worauf ist zu warten,<br />
Wenn Steine die Sonne,<br />
Wenn T&uuml;rme die Wege<br />
Und giftige Bl&uuml;ten<br />
Die Felder bedecken?<br />
Worauf, wenn im Schatten<br />
Schon schweigende Netze<br />
Sich spannen und kauernd,<br />
Verborgen von Pilzen,<br />
Von rostigen, roten,<br />
Die grinsenden Schlangen<br />
Und humpelnden Ratten<br />
In Hohn und Triumpf<br />
Zu Knurren beginnen,<br />
Zu Knirschen mit Z&auml;hnen,<br />
Die modern im Schlund?</p>
<p>Der Abend schwillt r&ouml;tend<br />
Die Winde, sie g&auml;ren,<br />
Man sieht, wie ein Kind<br />
Seinen Vorrat verzehrt,<br />
Noch ehe die Nacht bricht<br />
&Uuml;ber Gute und Schlechte,<br />
&Uuml;ber Schalten und Walten<br />
Das teigige Auge sich schlie&szlig;t<br />
Jenes schw&auml;renden Tages,<br />
Noch nicht gar des letzten.</p>


<p>Ähnliche Texte:<ol><li><a href='http://www.rauhfasler.de/2009/obligationen' rel='bookmark' title='Permanent Link: Obligationen'>Obligationen</a> <small>Ist der Einkauf gemacht, Und rechtens Bezahlt Von wirklichem Geld,...</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2008/wurm-sein' rel='bookmark' title='Permanent Link: Wurm sein'>Wurm sein</a> <small>Er beschlo&szlig; in einer schweren Nacht, sollte man wiedergebohren werden,...</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2008/lichtspiel' rel='bookmark' title='Permanent Link: Lichtspiel'>Lichtspiel</a> <small>Morgens, nach dem &uuml;blichen Fr&uuml;hst&uuml;ck, als ich gerade dem K&uuml;hlschrank...</small></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rauhfasler.de/2009/nicht-gar/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Lendenseims Abentheuerungen</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2009/lendenseims-abentheuerungen</link>
		<comments>http://www.rauhfasler.de/2009/lendenseims-abentheuerungen#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 03 Mar 2009 13:01:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Anatomie]]></category>
		<category><![CDATA[Ekel]]></category>
		<category><![CDATA[Häßlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Omnia vincit amor]]></category>
		<category><![CDATA[Sonderlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachverwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Vereinigung]]></category>
		<category><![CDATA[Wandern]]></category>

		<guid isPermaLink="false">/?p=2587</guid>
		<description><![CDATA[Spornstreichs hungert Lendenseim In den dunklen Wald hinein, Dringt mit Stock auf Moos und Stein, Nackt und Zitternd, w&#252;st und rein. Er liest von Wiesen Fr&#252;chte, Von Blumen die Ger&#252;chte, Und in den Kelchen tief, Er manchsmal selig schlief. Er f&#228;llte ein Gem&#228;chte, Aus Rind und Borkenflechte Ein Feuer anzuz&#252;nden Und sich ein Mahl zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2009/02/pilze.jpg" class="floatbox" rev="group:2587 caption:`Pilze`"><img class="rand size-medium wp-image-2599" title="Pilze" src="/wp-content/uploads/2009/02/pilze-221x300.jpg" alt="Pilze" width="221" height="300" /></a><br />
Spornstreichs hungert Lendenseim<br />
In den dunklen Wald hinein,<br />
Dringt mit Stock auf Moos und Stein,<br />
Nackt und Zitternd, w&uuml;st und rein.</p>
<p>Er liest von Wiesen Fr&uuml;chte,<br />
Von Blumen die Ger&uuml;chte,<br />
Und in den Kelchen tief,<br />
Er manchsmal selig schlief.</p>
<p>Er f&auml;llte ein Gem&auml;chte,<br />
Aus Rind und Borkenflechte<br />
Ein Feuer anzuz&uuml;nden<br />
Und sich ein Mahl zu m&uuml;nden.</p>
<p>Regen flo&szlig; ihm in das Haar<br />
Und noch anderorten gar<br />
Feuchtet ihm die warme Brust,<br />
Hat kein Halten mehr gewu&szlig;t.</p>
<p>Lendenseim, du Manne fein,<br />
Sollst nicht hung- und traurig sein,<br />
Grunze artig, pflege mein,<br />
Sollst mir ein Gef&auml;hrte sein.</p>
<p>Lendenseim, bist prang und w&uuml;st<br />
Hast mit H&auml;nden mich gek&uuml;sst.<br />
Wer ihn derart artig gr&uuml;&szlig;t<br />
H&auml;tt er gerne auch gew&uuml;&szlig;t.</p>
<p>Lendenseim geht hart heran,<br />
Dr&auml;ngt sich Bach und Bache an,<br />
Die nur sch&auml;umend grunzen kann,<br />
Nichts l&auml;&szlig;t Seim hier ungetan.</p>
<p>Dann in klammer H&ouml;hlung,<br />
gelangt er zur Verm&auml;hlung<br />
Mit der nackten Nacht<br />
Die hat ihn artig ausgelacht.</p>
<p>Doch der Durst ihm balde stieg<br />
Nach so leicht errungnem Sieg,<br />
Eh sein S&auml;ft gerannen<br />
Wollt er loserdings von dannen.</p>
<p>Seim der straffe Wandersmann,<br />
Der sich nicht behausen kann,<br />
Kommt nun rittlings hoch heran,<br />
Falls ein Weg ihn tragen kann.</p>
<p>Die Sterne letzlich ihn erw&auml;hlten,<br />
Oft und zart sie ihn bestr&auml;hlten<br />
Nicht artig aber fein,<br />
Den schl&uuml;pfen Lendenseim.</p>


<p>Ähnliche Texte:<ol><li><a href='http://www.rauhfasler.de/2009/gravitaetischer-zettelkasten' rel='bookmark' title='Permanent Link: Gravit&auml;tischer Zettelkasten'>Gravit&auml;tischer Zettelkasten</a> <small>&#0187;Nichts&#0171; seinen Schranken h&auml;lt Und auch schlichtweg schlechthinnig Bewahre! Einhaltgebieter...</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2007/abendrot' rel='bookmark' title='Permanent Link: Abendrot'>Abendrot</a> <small>Der Abendhimmel ist mit einer l&uuml;ckenlosen Decke tiefgrauer Wolken &uuml;berzogen....</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2010/wilde-irre-viel' rel='bookmark' title='Permanent Link: Wilde Irre viel'>Wilde Irre viel</a> <small>Wie in meinem Kopfe mir Die Megaphone gellen, Mit glatten...</small></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rauhfasler.de/2009/lendenseims-abentheuerungen/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
		<series:name><![CDATA[Krypto|patho|graphie]]></series:name>
	</item>
		<item>
		<title>Seimrezept</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2009/seimrezept</link>
		<comments>http://www.rauhfasler.de/2009/seimrezept#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 19 Jan 2009 14:12:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Ekel]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühlsklima]]></category>
		<category><![CDATA[Geschmack]]></category>
		<category><![CDATA[Trinken]]></category>
		<category><![CDATA[Überdruß]]></category>

		<guid isPermaLink="false">/?p=2340</guid>
		<description><![CDATA[Die Wellen, sie kreisen, Sie schn&#252;ren sich tiefer Hinein in den sehr dunklen Seim. Der wurde bei ziemlicher Hitze gebraut: Von gierenden Hirnen, Von klammernden Pfoten Und stierenden Augen, Die wurden aus H&#246;hlen, Aus vor der Zeit morschen, Mit rascher Bewegung geklaubt. Die Wellen, sie kreisen im &#246;ligen Trunk: Er mu&#223; erst noch recht sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="rand size-medium wp-image-2344" title="John William Waterhouse, Circe bietet Odysseus den Kelch, 1891 (Reproduktion von flickr-Benutzer freeparking)" src="/wp-content/uploads/2009/01/522128302_fb8faf3fd0_b-181x300.jpg" alt="John William Waterhouse, Circe bietet Odysseus den Kelch, 1891 (Reproduktion von flickr-Benutzer freeparking)" width="181" height="300" /></p>
<p>Die Wellen, sie kreisen,<br />
Sie schn&uuml;ren sich tiefer<br />
Hinein in den sehr dunklen Seim.<br />
Der wurde bei ziemlicher Hitze gebraut:<br />
Von gierenden Hirnen,<br />
Von klammernden Pfoten<br />
Und stierenden Augen,<br />
Die wurden aus H&ouml;hlen,<br />
Aus vor der Zeit morschen,<br />
Mit rascher Bewegung geklaubt.<br />
Die Wellen, sie kreisen im &ouml;ligen Trunk:<br />
Er mu&szlig; erst noch recht sich entfalten.<br />
Mach derweil dir die Kehle auch trocken genug<br />
Mit Beize und Flocken von Staub &#8211;<br />
Und trink dann die Jauche mit nur einem Hub,<br />
Dann wird dir dein Kelch erst richtig munden<br />
Du wirst davon nicht mehr gesunden.</p>


<p>Ähnliche Texte:<ol><li><a href='http://www.rauhfasler.de/2008/gethsemane' rel='bookmark' title='Permanent Link: Gethsemane'>Gethsemane</a> <small>In der Heizung flie&szlig;t es z&auml;h Und die Luft dreht...</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2010/von-kohle' rel='bookmark' title='Permanent Link: Von Kohle'>Von Kohle</a> <small>Eine Stiege Steinkohle Dort in der Zimmerecke Schluckt alles Licht....</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2010/premier-cru' rel='bookmark' title='Permanent Link: premier cru'>premier cru</a> <small>einen faden finde ich zu finden einen faden aus dem...</small></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rauhfasler.de/2009/seimrezept/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
		<series:name><![CDATA[Drußdichtungen]]></series:name>
	</item>
		<item>
		<title>Eklytos in den Gassen (II)</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2008/eklytos-in-den-gassen-ii</link>
		<comments>http://www.rauhfasler.de/2008/eklytos-in-den-gassen-ii#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 11 Oct 2008 20:46:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erzählen]]></category>
		<category><![CDATA[Aus dem Leben des Hl. Eklytos]]></category>
		<category><![CDATA[Ekel]]></category>
		<category><![CDATA[Gespräch]]></category>
		<category><![CDATA[Schatten]]></category>
		<category><![CDATA[Sonderlinge]]></category>

		<guid isPermaLink="false">/?p=1783</guid>
		<description><![CDATA[Eklytos gelang es endlich, sich wieder aufzustraffen. Der klobige Schatten war bis auf wenige Schritte herangekommen und lauerte. Was konnte so tierische Laute von sich geben und gleichzeitig mit der Gabe des Lachens versehen sein? War es denn ein Mensch, was da hinten kauerte? Der Heilige wandte sich um und versuchte mit zitternden H&#228;nden die Pforte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2008/10/ostrakon.jpg" class="floatbox" rev="group:1783 caption:`Ostrakon mit Zeichnung`"><img class="rand size-medium wp-image-2280" title="Ostrakon mit Zeichnung" src="/wp-content/uploads/2008/10/ostrakon-300x264.jpg" alt="Ostrakon mit Zeichnung" width="300" height="264" /></a></p>
<p>Eklytos gelang es endlich, sich wieder aufzustraffen. Der klobige Schatten war bis auf wenige Schritte herangekommen und lauerte. Was konnte so tierische Laute von sich geben und gleichzeitig mit der Gabe des Lachens versehen sein? War es denn ein Mensch, was da hinten kauerte?</p>
<p>Der Heilige wandte sich um und versuchte mit zitternden H&auml;nden die Pforte zu &ouml;ffnen. Aber es drehte sich noch alles um ihn und er betastete ratlos, mit ungelenken Fingern den Pflock und dem Strick, mit dem er sich selbst in dieses Schattenreich gesperrt hatte. Es gelang ihm nicht, die Pforte zu &ouml;ffnen. Eklytos warf einen angstvollen Blick &uuml;ber die Schulter. Das r&ouml;chelnde Wesen kroch weiter auf ihn zu. Ein lachendes Monstrum am Boden dieses Ganges. Er war tats&auml;chlich in die Falle geraten, ein ahnungsloser Fremder, der wider seine Ahnungen in diese Stadt gedrungen war. Deshalb hatte niemand an der Mauer bei dem Gang gestanden, deshalb war der Weg hier hinein so unversperrt gewesen — alle kannten die Gefahr und mieden sie angstvoll.</p>
<p>Eklytos gab seinen Versuch herauszugelangen auf und wappnete sich. Was hatte er nicht schon gelitten und welchen Nachstellungen war er nicht schon entronnen? Es w&uuml;rde nun mit ihm ein Ende haben — oder nicht, es sollte dahingestellt sein. Eklytos w&uuml;rde nicht davonlaufen wie ein feiger Hund. Der Schwindel verebbte und ein ergebenes, bitteres L&auml;cheln trat auf die trockenen Lippen des Asketen. Hoch aufgerichtet stand Eklytos nun wieder, nur die Knie wollten nicht ganz fest werden. Unterdessen kam schnaufend und keuchend der Unholt aus der Tiefe des Ganges zwei letzte Schritte auf Eklytos zu.<br />
»Nenne deinen Namen, D&auml;mon!«, befahl Eklytos mit sich &uuml;berschlagender Stimme.<br />
Die Antwort war blo&szlig; wieder jenes entstellte Lachen.<br />
»Bleib wo du bist und sprich mit Vernunft!«<br />
Tats&auml;chlich bewegte sich der in den Schatten nicht weiter. Aber er sprach auch nichts. Eklytos vermochte nicht, noch einmal die Stimme zu erheben. Und so standen sich beide schweigend gegen&uuml;ber. Das L&auml;rmen des Platzes drang ged&auml;mpft durch die verschlossene h&ouml;lzerne Pforte. Das einzige Ger&auml;usch im Gang war der pfeifende, rasselnde Atem jener sonderbaren Gestalt.<br />
Dann pfiff der Atem tief in den an die Wand gelehnten K&ouml;rper hinein — und die Gestalt sprach. Es war aber eine Stimme, die fast schon an sich selbst erstickte. Krankheit gurgelte in jedem Wort.<br />
»Wirf du den Kopf nicht so in den Nacken, als w&auml;rst du ein gro&szlig;er Heerf&uuml;hrer. So siehst du wahrlich nicht aus.« Lachen, Husten, Ausspucken folgte darauf, da&szlig; Eklytos zusammenzuckte.<br />
»Sprich, wer bist du?«, gab Eklytos barsch zur&uuml;ck. »Bist du vielleicht gar ein Mensch, da&szlig; du Worte gebrauchen kannst, so unverst&auml;ndig sie auch sein m&ouml;gen?«<br />
»Oho, ein Philosoph am Ende?«, kam es aus der Dunkelheit. Eine Pause, in der sich der Bewonher des Ganges offenbar bedachte. Dann setzte er hinzu: »Wenn du mich so herzlich einl&auml;dst, deine Bekanntschaft zu machen, mein b&auml;rtiger Freund, will ich mich dir zeigen.«</p>
<p>Die Gestalt bewegte sich langsam in die Mitte des Ganges, wo ein kleiner Rest des Sonnenlichts bis zum Boden gelangte. Und Eklytos erschrak sehr &uuml;ber das, was der einzelne Sonnenstrahl aus den Schatten heraussch&auml;lte. Ein Mensch war es wohl, aber es war doch nicht viel menschliches an ihm. Hager war dies Wesen und absonderlich verkr&uuml;mmt. Es war in ein unreines, schmutzstarrendes Tuch geh&uuml;llt, in dem gro&szlig;e L&ouml;cher klafften. Der Brustkasten stach deutlich unter der Haut hervor, die wie Pergament war. Auf einem d&uuml;nnen H&auml;lschen hockte ein viel zu gro&szlig;er Kopf, der wie aufgeblasen wirkte. In dem zerfressenen Angesicht dieses Entstellten hing schief ein h&auml;misch grinsender, zahnloser Mund. Die obere Lippe war aufgespalten und hing wie ein Vorhang beiderseits eines einzelnen Zahnes herab. Auf dem Haupt sa&szlig; unreines Haar, von vielen kahlen Stellen unterbrochen, unter denen eine schrundige Kopfhaut zum Vorschein kam. Eklytos war nun dankbar daf&uuml;r, da&szlig; hier nur wenig Licht war.</p>
<p>Aus der kranken Brust dieses vielfach Unreinen gurgelte neuerliches Gel&auml;chter. Er entbl&ouml;&szlig;te seinen schwarzen Rachen, kr&uuml;mmte sich noch weiter zusammen und hielt sich mit beiden Armen die Seiten. Der geschwollene Kopf h&uuml;pfte wild herum auf seinem gebrechlichen, knotigen Hals.<br />
»Willkommen im stolzen Oea, Reisender, m&ouml;gest du einen friedlichen Aufenthalt genie&szlig;en«, spottete das M&auml;nnlein. »Vor dir steht einer der vornehmsten B&uuml;rger dieser reichen Stadt. Und wisse, mein Name ist Severin Cyrenus.« Er lachte darauf so heftig, da&szlig; er um Atem ringen mu&szlig;te.<br />
Eklytos stand starr und war wie bet&auml;ubt von Ekel, mit dem ihn der Anblick dieser Kreatur erf&uuml;llte.<br />
»Oho, hoher Herr. Hab ihr euch gar an eurer Zunge verschluckt, da&szlig; ihr so stumm wie ein Fisch hier im Staub vor mir steht«, gurgelte Severin und rc&uuml;kte noch etwas n&auml;her heran.<br />
»Bei Gott, dem Gewaltigen,« stammelte Eklytos, »halte dich fern.«<br />
»Gott, Gott, der verstopft dir also den Mund, das du kaum sprechen kannst. Oh ja, gewaltig ist er allenfalls, der gro&szlig;e Himmelskaiser, auf den du dich berufst, jetzt, da er deine Zunge offenbar wieder freigegeben hat. Gewaltig ist er, darauf gebe ich dir meine Hand.« Severin streckte einen Arm vor Eklytos Brust. Aber da war keine Hand, sondern nur ein schlecht verwachsener Stumpf. »Oh, ich werde allm&auml;hlich vergesslich. Aber hier, hier«, h&ouml;hnte er mit gespielter &Uuml;berraschung und streckte nunmehr den linken Arm vor, an dem eine gichtkrumme Hand sa&szlig;, »hier habe ich ja noch eine Hand. Sei mein Gast, Philosoph!«<br />
Eklytos umklammerte mit beiden H&auml;nden seine Oberschenkel und r&uuml;hrte keine Faser. Er hoffte, dieser D&auml;mon w&uuml;rde sich in Staub und Rauch aufl&ouml;sen. Aber er blieb.<br />
»Vielleicht bist du ja ein Heiliger, wenn du den Gewaltigen so vertraut anrufst. Wisse, namenloser, b&auml;rtiger Fremder, jene andere Hand gab ich einst Gott. Aber er, er gab mir nichts zur&uuml;ck. Vielmehr nahm er noch manches andere. Und also sitze ich jetzt hier, reinen Gewissens und unrein bis auf den letzten Knochen. Sprich, Heiliger Mann, sprich und nenne deinen Namen, wie es sich geh&ouml;rt.«<br />
Es war nun kein Ausweichen mehr m&ouml;glich und Eklytos nannte seinen Namen.<br />
»Eklytos also! Komm nur, Eklytos, komm«, sprach da der Krumme, »komm und betrete mein Heim, sei mein Gast, setz dich zu mir in den Staub und in den Kot und teile meine Armut.«</p>
<p>Und da hatte ihn die krumme Hand auch schon gepackt und Eklytos wurde tiefer in den Gang gezogen. Er konnte sich nicht mehr wehren, er war zu fassungslos. Nach einigen Schritten kamen sie an ein Tor, da&szlig; vom Gang in eines der H&auml;user gef&uuml;hrt haben mochte, bevor es zugemauert worden war. Da war nun eine breite Stufe, ein Podest geradezu oder eine steinerne Liege, die sich vom schmutzigen Boden des Ganges erhob — und dies war offenbar die Wohnstatt von Severin Cyrenus. Denn hier war eine zerschlissene Decke ausgebreitet und es stand eine gesprungene Sch&uuml;ssel in einer Ecke, an deren Grund noch die Reste einer Mahlzeit klebten. Severin wie&szlig; Eklytos einen Platz auf der Decke an und Eklytos setzte sich, gebrochenen Willens, klaglos nieder. Es stand nun wirklich schlimm um ihn.</p>
<p>»Hier esse ich und schlafe ich – nur meine Notdurft verrichte ich dort hinten«, Severin deutete in die tiefe Dunkelheit am Ende des Ganges. »Dort ist eine Rinne von meinen wohlhabenden G&ouml;nnern freigehalten worden, in der man den Kot sehr einfach mit etwas Wasser oder mit dem Wasser der Nieren fortsp&uuml;len kann.« Severin freute sich niedertr&auml;chtig an Eklytos‹ Schrecken.<br />
»Was willst du von mir. Ich ertrage dich nicht!«, brach es aus Eklytos hervor.<br />
In Severin gurgelte und gluckste es. Er lachte und kr&uuml;mmte sich. Und es endete damit, da&szlig; er zwischen seine F&uuml;&szlig;e ausspie.<br />
»Was ich von dir will? Du bist doch zu mir gekommen, verdrehe nicht die Reihenfolge der Ereignisse. Aber ich will dir nicht verhelen, da&szlig; du ein willkommener Gast und Besucher bist. Noch dazu ein Mann Gottes. &Uuml;ber alles und mehr noch als mich selbst verachte ich deinen Gott, wie immer du ihn nennen magst.« Severin weidete sich an dem bleichen Schrecken, der kalten Wut und Abscheu, die in Eklytos Gesicht standen. Nach einer kurzen Pause, w&auml;hernd derer Eklytos mit den Z&auml;hnen knirschte und mit den Kiefern knackte, fuhr Severin fort: »Ich will, Mann Gottes, dir meine Geschichte erz&auml;hlen, wenn du mir die Ehre erweisen willst, mir dein Ohr zuzuneigen. Du wirst ohnehin keine Wahl haben, h&ouml;re also, Eklytos.« Und Severin begann, seine Geschichte zu erz&auml;hlen.</p>


<p>Ähnliche Texte:<ol><li><a href='http://www.rauhfasler.de/2010/aus-ascheknistern' rel='bookmark' title='Permanent Link: Aus Ascheknistern'>Aus Ascheknistern</a> <small>Die G&ouml;tter, o Eklytos, Heiliger der R&auml;udigen, Gaben mir Lohn...</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2008/eklytos-und-der-skorpion' rel='bookmark' title='Permanent Link: Eklytos und der Skorpion'>Eklytos und der Skorpion</a> <small>Eklytos befand sich auf der Wanderung. Er war fr&uuml;h aufgebrochen...</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2010/neben' rel='bookmark' title='Permanent Link: Neben'>Neben</a> <small>Du, Schwester, Bruder, Erscheinung aus Gesicht und H&auml;nden, Geliebte und...</small></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rauhfasler.de/2008/eklytos-in-den-gassen-ii/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
		<series:name><![CDATA[Aus dem Leben des Hl. Eklytos]]></series:name>
	</item>
	</channel>
</rss>
