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	<title>Rauhfasler &#187; Elemente</title>
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	<description>Verbrauchende Versuche mit Wörtern</description>
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		<title>Wellenfunktion</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Dec 2009 10:06:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Elemente]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaf]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstähnlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Traum]]></category>

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		<description><![CDATA[Die unterspülenden Gesichte Im Tropfenfluß der Nächte In Formeln zu fassen, um Damit schwierige Berechnungen, Zum Beispiel des Integrals, Anzustellen. Wie verbirgt sich ein Träumer So geschickt vor sich selbst? Ist es jener Zustand Der Superposition, das ist: Das prinzipielle Überallsein eines Abgeschiedenen Elementarteilchens? Immer steht das Allerkleinste In geheimer Entsprechung zu Dem Größeren, und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2009/12/4sorbital2.jpg" class="floatbox" rev="group:5434 caption:`Das 4s-Orbital der Elektronenhülle eines Atoms`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2009/12/4sorbital2-300x277.jpg" alt="Das 4s-Orbital der Elektronenhülle eines Atoms" title="Das 4s-Orbital der Elektronenhülle eines Atoms" width="300" height="277" class="rand size-medium wp-image-5439" /></a></p>
<p>Die unterspülenden Gesichte<br />
Im Tropfenfluß der Nächte<br />
In Formeln zu fassen, um<br />
Damit schwierige Berechnungen,<br />
Zum Beispiel des Integrals,<br />
Anzustellen.</p>
<p>Wie verbirgt sich ein Träumer<br />
So geschickt vor sich selbst?<br />
Ist es jener Zustand<br />
Der Superposition, das ist:<br />
Das prinzipielle Überallsein eines<br />
Abgeschiedenen Elementarteilchens?</p>
<p>Immer steht das Allerkleinste<br />
In geheimer Entsprechung zu<br />
Dem Größeren, und also<br />
Ist der Schlaf ein Teilchenbeschleuniger,<br />
Und ich war nach Schrödinger<br />
Nicht geradezu dort, wo<br />
Meine Mundwinkel im Schlaf<br />
Grundlos wieder und wieder<br />
Lächelten.</p>
<p>Und hätte doch ebenso<br />
Jeder andere sein können,<br />
Dessen Grenzen verschwanden,<br />
In einer unnachgiebigen<br />
Unschärfe.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Absinken</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Oct 2009 16:35:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Dunkel]]></category>
		<category><![CDATA[Elemente]]></category>
		<category><![CDATA[Korpuskeln]]></category>
		<category><![CDATA[Seele]]></category>
		<category><![CDATA[Tiefsee]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Sehpurpursee geschwommen, Sedimentiert bis an den Grund: Hier ist es dunkel und still, Bis auf einzelne seismische Wellen Und Quanten von Licht, an Fingern zu zählen &#8211; Irgendwo klafft ein noch dunklerer Schlund, Der sich an mir nähren will. Im Bildlosen taumeln &#8211; Leptosomen, Planeten stürzen auf sphärischer Bahn, An mir reißen fiktive Magneten, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2009/10/rhodposin.jpg" class="floatbox" rev="group:5112 caption:`In einem Fliegenauge auf der Suche nach dem Rhodposin`"><img src="/wp-content/uploads/2009/10/rhodposin-300x226.jpg" alt="In einem Fliegenauge auf der Suche nach dem Rhodposin" title="In einem Fliegenauge auf der Suche nach dem Rhodposin" width="300" height="226" class="rand size-medium wp-image-5115" /></a></p>
<p>Im Sehpurpursee geschwommen,<br />
Sedimentiert bis an den Grund:<br />
Hier ist es dunkel und still,<br />
Bis auf einzelne seismische Wellen<br />
Und Quanten von Licht, an Fingern zu zählen &#8211;<br />
Irgendwo klafft ein noch dunklerer Schlund,<br />
Der sich an mir nähren will.</p>
<p>Im Bildlosen taumeln &#8211; Leptosomen,<br />
Planeten stürzen auf sphärischer Bahn,<br />
An mir reißen fiktive Magneten,<br />
Werfen mich vorwärts bis dann<br />
Tief im Schlick die Kräfte zerfallen<br />
Und ich mich in Unschärfe betten kann.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<series:name><![CDATA[Krypto|patho|graphie]]></series:name>
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		<title>Steinwärts gestiegen</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Jan 2009 10:19:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blendungen]]></category>
		<category><![CDATA[Eis]]></category>
		<category><![CDATA[Elemente]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Kälte]]></category>
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		<description><![CDATA[Plötzlich geht der Aufstieg zuende. Ohne Vorwarnung wankelmütig geworden, wie es in solcher Kälte nicht zu erwarten gewesen war, bricht der langgestreckte Hang an einer überraschenden Kante ab. Es war gerade noch eine grenzenlos scheinende schiefe Ebene aus grobem Schotter gewesen, eine unterschiedslose graue Fläche, in Schatten getaucht, kalt und scharf, hart und ermüdend für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2009/01/schweisserschutz.jpg" class="floatbox" rev="group:2168 caption:`Schweißerschutzbrille von Technolit`"><img class="rand size-medium wp-image-2174" title="Schweißerschutzbrille von Technolit" src="/wp-content/uploads/2009/01/schweisserschutz-300x204.jpg" alt="Schweißerschutzbrille von Technolit" width="300" height="204" /></a></p>
<p>Plötzlich geht der Aufstieg zuende. Ohne Vorwarnung wankelmütig geworden, wie es in solcher Kälte nicht zu erwarten gewesen war, bricht der langgestreckte Hang an einer überraschenden Kante ab. Es war gerade noch eine grenzenlos scheinende schiefe Ebene aus grobem Schotter gewesen, eine unterschiedslose graue Fläche, in Schatten getaucht, kalt und scharf, hart und ermüdend für die Augen, ohne einen Zielpunkt, dafür aber ausgefüllt mit der stillschweigend erhobenen Frage, welchen Sinn es eigentlich mache, hier herauf zu wollen, in das offenbare Heimatland der Gleichgültigkeit. Das Geröll hatte unter dem Tritt geknirscht, die Beine waren schwer und schwerer geworden, die Landschaft selbst war in sie hinaufgekrochen und hatte sie mit der ihr innewohenden Leblosigkeit allmählich gefüllt. Und die Kälte, sie allein unermüdlich und unbeschwert lebendig, hatte währenddessen weitergenagt: hatte sich durch die Kleidung genagt, an den Fingern und Zehen gefressen, an der Nasenspitze, den Ohren und dem Gemüt. Gemacht ist die Kälte aus einer öligen Substanz, die nicht abzuhalten ist, die verschwiegen in jede Ritze fließt, zuerst unbemerkt, bis ihr nicht mehr zu wehren ist.</p>
<p>Und dann, plötzlich, in einem Augenblick, geht der Aufstieg zu Ende. Eine Abbruchkante hatte sich in den Blick geschoben, dies allein schon Erleichterung, weil die klare Form das suchenden Auge fing. An der Kante entlang mußte weitergegangen werden, eine strenger werdende Steigung als Gegner. In dem Moment, da der Schmerz in den Beinen endgültig greifbar zu werden drohte, noch ein und ein weiterer Schritt: und dann plötzlich überall &#8211; Licht. Blendend, gleißend, eindringend durch Haut und Lider, Licht, kaum von Wärme begleitet, den Atem abschneidend, Licht aus jeder Richtung, von oben und unten gleichermaßen. Das Gegenüber von fernem Himmel und aus dem Lot geratenem Boden ist aufgehoben: Das Licht dringt unter den eigenen Füßen heraus und über der Stirn ballt es sich zusammen, über der Stirn, die zum Bug einer kosmischen Fähre geworden ist &#8211; gleich wird sie verglühen.</p>
<p>Man stolpert, von hinten, vom Hintermann angestoßen, tiefer hinein in den Lichtsee, sinkt ins Weiche, Kantenlose und ertrinkt nun endgültig in der Flut aus Strahlung. Alle Grenzen sind im Glast aufgelöst und auch die Notwendigkeit des Atmenholens scheint aufgehoben zu sein. Die Knie werden schon weich und man sinkt noch eine Handbreit tiefer, bereit einzutauchen und sich der Kälte als jungfräuliches Opfer ganz zu schenken. Das wäre ein grandioses Fest, eine taumelnde Feier in den letzten, kurzen und alle Sinne überschwemmenden Augenblicken.</p>
<p>Dies eine aber, das leichte Einknicken in den Knien nämlich, ruft den Instinkt heraus aus seinem leichten Schlummer: der ist älter noch als das Licht und richtet im Erwachen den entrückten Lichttrunkenen sogleich wieder gerade auf. Die Knie machen dazu eine zuckende Bewegung wie von einem elektrischen Schlag. Da beginnen auch die Augen das Sehen von Neuem und Nüchternheit kriecht vom Nacken her in den Kopf zurück.</p>
<p>Es ist, das erkennt man nun, da das Frieren sich wieder einstellt, eine weitgespannte Schneefläche, an deren Rand man unvermittelt steht. Es ist eine Mulde von ganz unklarem Durchmesser, die jenseits der Geröllhalde und der Felskante gewartet hat. Eine Mulde, die unter der Alleinherrschaft der Sonne steht wie jene Halde vom Schatten beherrscht war. Man muß sich umblicken, unsicher, ob man nicht, was eigentlich angemessener wäre, mit einem Schlag der einzige Mensch geworden ist. Und man sieht, schemenhaft wie Flecken von Asche, Rückstände eines Brandes, andere Gestalten reglos weit voneinander stehen. Und eigentlich versinken diese Schemen im Licht, das sie überspült und Bedeutungslos werden läßt. Dazu spielt aus irgendeinem Hintergrund der Wind auf den Saiten der Berghänge eine Melodie in Dimensionen, die über alles Menschenmaß zu weit hinausgeht, um sie noch hören zu können. Diese Melodie legt sich auf die Brust und klingt hinter den Ohren im Felsenbein wieder. Vor allem ist sie an ihren Auswirkungen zu erkennen: an den karger und karger werdenden Gedanken, die sich nurmehr in einzelnen, unbedingten Verlautbarungen hören lassen. Knirsche die Zähne, denn du bist schon Vergangen, während du noch stehst. Dein Schädel wird in den Kreis der ähernen Formungen aufgenommen, wenn er leer geworden ist. Harre der Verwitterung, sie wird dich den dauerhaften Stoffen anverwandeln.</p>
<p>Und man wird erst erwachen, wenn der eigene Atem schon eine Eisschicht auf den Wangen gebildet hat. Der Instinkt, der älter als die Verwunderung ist, wird den ersten Schritt machen. Da wird man zurückschrecken vor dem Knarren des Schnees unter dem eigenen Tritt. Und wird sich eingestehen müssen, das man nach dem Metronom des Herzschlags zu leben hat &#8211; und weitergehen.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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