<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	xmlns:series="http://unfoldingneurons.com/"
	>

<channel>
	<title>Rauhfasler &#187; Fliegen</title>
	<atom:link href="http://www.rauhfasler.de/tag/fliegen/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.rauhfasler.de</link>
	<description>Verbrauchende Versuche mit Wörtern</description>
	<lastBuildDate>Wed, 08 Sep 2010 10:45:24 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	
		<item>
		<title>Unterbrechung mit Amsel</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2010/unterbrechung-mit-amsel</link>
		<comments>http://www.rauhfasler.de/2010/unterbrechung-mit-amsel#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 05 May 2010 10:24:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lexikon]]></category>
		<category><![CDATA[Zwischenfälle]]></category>
		<category><![CDATA[Begegnungen]]></category>
		<category><![CDATA[Blick]]></category>
		<category><![CDATA[Fliegen]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Vögel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.rauhfasler.de/?p=7165</guid>
		<description><![CDATA[Ich bemerke im Aufblicken einen Vogel, eine Amsel, ein Jungvogel oder ein Weibchen, ich wei&#223; immer noch zu wenig &#252;ber Amseln, um das sicher sagen zu k&#246;nnen. Der Vogel sitzt auf dem Gel&#228;nder meines Balkons und unsere Blicke treffen sich in einem Moment, da wir beide aus unserer jeweiligen Besch&#228;ftigung aufschrecken. Die Amsel hat gefressen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/05/turdus-merula.jpg" class="floatbox" rev="group:7165 caption:`Amselweibchen (Turdus merula, Foto von Maurizio Dalla Via)`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/05/turdus-merula-300x224.jpg" alt="" title="Amselweibchen (Turdus merula, Foto von Maurizio Dalla Via)" width="300" height="224" class="rand size-medium wp-image-7190" /></a></p>
<p>Ich bemerke im Aufblicken einen Vogel, <a class="tooltip floatbox" rev="width:400px height:90% disableScroll:true showNewWindow:true controlsPos:tr" href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/04/schatten-amsel.html" title="Eintrag zum Stichwort im Rauhfasler-Lexikon">eine Amsel</a>, ein Jungvogel oder ein Weibchen, ich wei&szlig; immer noch zu wenig &uuml;ber Amseln, um das sicher sagen zu k&ouml;nnen. Der Vogel sitzt auf dem Gel&auml;nder meines Balkons und unsere Blicke treffen sich in einem Moment, da wir beide aus unserer jeweiligen Besch&auml;ftigung aufschrecken. Die Amsel hat gefressen, ich habe gelesen, jetzt verharren wir unschl&uuml;ssig. Sie steht gespannt &uuml;ber der Schale mit hingestreuten K&ouml;rnern, die auf dem Gel&auml;nder festgebunden ist: ein kleiner, federnder, energisch gespannter Bogen ist ihr K&ouml;rper, eine flie&szlig;ende Linie von den F&uuml;&szlig;en &uuml;ber die Brust bis zum leicht schr&auml;g gestellten Kopf. Die Sonne scheint morgendlich und inf dem braunen Federkleid leuchten die sparsam aufgestrichenen Farbnuancen, zur&uuml;ckhaltende Sch&ouml;nheit, ausgef&uuml;hrt mit wirklicher Meisterschaft. </p>
<p>Ich f&uuml;hle mich, in diesem Moment, in dem ich so interessiert von einer Amsel angesehen werde &#8211; wie ein Mensch. Wir lesen eine Weile einander in unseren Gedanken. Die Amsel scheint Interessiert, wie sie wohl immer Interesse nimmt an den blo&szlig; halbwegs verst&auml;ndlichen Kuriosit&auml;ten, die einem in einer Stadt begegnen k&ouml;nnen. Sie hat wohl einen Forschergeist, sie ist auch bestimmt ein Skeptiker. </p>
<p>Irgendein Einverst&auml;ndnis stellen wir her, mit einer zuckenden Bewegung meines, ihres Kopfes. Dann verl&auml;sst die Amsel die Geduld mit meiner schweren, erdverhafteten Gestalt: sie taucht in die Luft und verschwindet in einem engen Bogen, gierend, rollend, kippend, in einem <a href="#" class="tooltip">komplizierten Man&ouml;ver<span><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/05/trudeln-150x150.jpg" alt="" title="Das Aresti-Symbol f&uuml;r Trudeln (Quelle: Wikipedia)" width="150" height="150" class="tipbild size-thumbnail wp-image-7192" />Das <strong>Flugman&ouml;ver,</strong> das die Amsel ausgef&uuml;hrt hat, war eine kontrollierte Form des <strong>Trudelns</strong>, genauer das Steiltrudeln, allerdings f&uuml;r einen so kurzen Zeitraum, da&szlig; diese Luftbewegung v&ouml;llig abseits der M&ouml;glicheiten menschlicher Flugger&auml;te lag und eine <em>technische</em> Beschreibung also recht unangemessen klingen mu&szlig;.</span></a> gru&szlig;los von der Balkonbr&uuml;stung abw&auml;rts.</p>


<p>Ähnliche Texte:<ol><li><a href='http://www.rauhfasler.de/2010/sturz-2-gehoer' rel='bookmark' title='Permanent Link: sturz #2 (geh&ouml;r)'>sturz #2 (geh&ouml;r)</a> <small>dem sterbenden vogel der sein inneres &uuml;ber die schr&auml;ge uns&auml;glich...</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2008/erschlummern' rel='bookmark' title='Permanent Link: Erschlummern'>Erschlummern</a> <small>Die Welt unter Ausschlu&szlig; ihres sichtbaren Teils besteht aus Kr&auml;ften...</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2008/das-vegetative' rel='bookmark' title='Permanent Link: Das Vegetative'>Das Vegetative</a> <small>Ich liege mit hochgest&uuml;tztem R&uuml;cken auf dem Sofa und denke...</small></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rauhfasler.de/2010/unterbrechung-mit-amsel/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Von Gravit&#228;t</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2010/von-gravitaet</link>
		<comments>http://www.rauhfasler.de/2010/von-gravitaet#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 11:03:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Begierde]]></category>
		<category><![CDATA[Fliegen]]></category>
		<category><![CDATA[Götter]]></category>
		<category><![CDATA[Heizung]]></category>
		<category><![CDATA[Pflanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Schwerkraft]]></category>
		<category><![CDATA[Träume]]></category>
		<category><![CDATA[Wind]]></category>
		<category><![CDATA[Zittern]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.rauhfasler.de/?p=5831</guid>
		<description><![CDATA[Die Schwere von Gedanken Vor dem Hintergrund Der im Heizungswind Nachdenklich pendelnden Pflanzen; Und im Vergleich auch Mit der kratzenden Unruhe, Dort in der Kehle, bis hinab Tief in den Wurzelballen Des Bronchialen Systems. Aufzufliegen, wie im Traum Man in einem Nu vordringt, Bis in das Hinterland des Ekels Oder auf das Plateau Jener uranf&#228;nglichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/02/Einweghandschuhe.jpg" class="floatbox" rev="group:5831 caption:`Einweghandschuhe`"><img class="rand size-medium wp-image-5836" title="Einweghandschuhe" src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/02/Einweghandschuhe-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a></p>
<p>Die Schwere von Gedanken<br />
Vor dem Hintergrund<br />
Der im Heizungswind<br />
Nachdenklich pendelnden Pflanzen;<br />
Und im Vergleich auch<br />
Mit der kratzenden Unruhe,<br />
Dort in der Kehle, bis hinab<br />
Tief in den Wurzelballen<br />
Des Bronchialen Systems.</p>
<p>Aufzufliegen, wie im Traum<br />
Man in einem Nu vordringt,<br />
Bis in das Hinterland des Ekels<br />
Oder auf das Plateau<br />
Jener uranf&auml;nglichen Gier,<br />
Die immer schon G&ouml;tter zeugte;</p>
<p>Durch die lose Verkn&uuml;pfung<br />
Symbolischer Chiffren &#8211; oder<br />
Wie man es nennen mag:<br />
Fortzugelangen dorthin,<br />
Wo das Leben mit allen Nerven<br />
Sich von sich selbst fortzittert<br />
Bis &uuml;ber den Ereignishorizont<br />
Der eigenen Zeugung.</p>
<p>Und nun also die Schwere<br />
Von Gedanken, wenn<br />
Einer in der Gruft liegt<br />
Des eigenen K&ouml;rpers, und<br />
Die bronzene T&uuml;r oben<br />
An der aufsteigenden Treppe<br />
In den Angeln knarrt,</p>
<p>Weil ein Pestwind Anlauf genommen hat,<br />
Sie zu schlie&szlig;en.</p>


<p>Ähnliche Texte:<ol><li><a href='http://www.rauhfasler.de/2008/erschlummern' rel='bookmark' title='Permanent Link: Erschlummern'>Erschlummern</a> <small>Die Welt unter Ausschlu&szlig; ihres sichtbaren Teils besteht aus Kr&auml;ften...</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2010/de-vita-beata' rel='bookmark' title='Permanent Link: De vita beata'>De vita beata</a> <small>Und das gute Leben Beginnt am Ende Der Nasenspitze, Der...</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2010/kastanienbluete' rel='bookmark' title='Permanent Link: Kastanienbl&uuml;te'>Kastanienbl&uuml;te</a> <small>Zwischen Gedanken blitzen Klingen, Aus allen Lichtern spricht Im weiten...</small></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rauhfasler.de/2010/von-gravitaet/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Melanogaster</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2010/melanogaster</link>
		<comments>http://www.rauhfasler.de/2010/melanogaster#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 06 Jan 2010 10:03:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Fliegen]]></category>
		<category><![CDATA[Fressen]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Unterderoberfläche]]></category>
		<category><![CDATA[Wilde Tiere]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.rauhfasler.de/?p=5492</guid>
		<description><![CDATA[Die Generationen der Taufliege wechseln im Takt von zwei Wochen. Ein Taufliegenweibchen legt niemals weniger als einhundert Eier. W&#252;rde dabei nie auch nur eine Taufliege um ihr Leben gebracht W&#228;re in Jahresfrist die Nachkommenschaft einer einzelnen Taufliege Derart gewachsen, da&#223; man eine Kugel daraus formen, Und damit die L&#252;cke zwischen Sonne und Erde ganz f&#252;llen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2009/12/Drosophila-Krallenglied.jpg" class="floatbox" rev="group:5492 caption:`Krallenglied am Bein einer Taufliege (REM-Bild 1.700:1 von  J&uuml;rgen Berger, Max-Planck-Institut f&uuml;r Entwicklungsbiologie T&uuml;bingen)`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2009/12/Drosophila-Krallenglied-300x300.jpg" alt="Krallenglied am Bein einer Taufliege (REM-Bild 1.700:1 von  J&uuml;rgen Berger, Max-Planck-Institut f&uuml;r Entwicklungsbiologie T&uuml;bingen)" title="Krallenglied am Bein einer Taufliege (REM-Bild 1.700:1 von  J&uuml;rgen Berger, Max-Planck-Institut f&uuml;r Entwicklungsbiologie T&uuml;bingen)" width="300" height="300" class="rand size-medium wp-image-5491" /></a></p>
<p>Die Generationen der Taufliege wechseln im Takt von zwei Wochen.<br />
Ein Taufliegenweibchen legt niemals weniger als einhundert Eier.<br />
W&uuml;rde dabei nie auch nur eine Taufliege um ihr Leben gebracht<br />
W&auml;re in Jahresfrist die Nachkommenschaft einer einzelnen Taufliege<br />
Derart gewachsen, da&szlig; man eine Kugel daraus formen,<br />
Und damit die L&uuml;cke zwischen Sonne und Erde ganz f&uuml;llen k&ouml;nnte.</p>
<p>Sollte man also mehr vor Sprengstoff und Wahnsinn,<br />
Oder doch eher vor dem winzigen Heer der Taufliegen sich &auml;ngstigen,<br />
Das nur durch ein zerbrechliches Gleichgewicht der Kr&auml;fte<br />
Gehindert wird, den Planeten bis auf die Kruste kahl zu fressen?</p>
<p>Und was wissen wir, Erbauer k&uuml;nstlicher Sonnen,<br />
Geflissentliche M&ouml;rder und stolze Erzeuger<br />
Von H&ouml;hlenmalereien, von Schmuck und freiem Willen,<br />
Was wissen wir letztenendes &uuml;ber die Welt,<br />
Die dort drau&szlig;en liegt und die wir trotz allem<br />
Denm&auml;chst werden kahl gefressen haben,<br />
Bis auf die Kruste?</p>


<p>Ähnliche Texte:<ol><li><a href='http://www.rauhfasler.de/2010/fugativ' rel='bookmark' title='Permanent Link: Fugativ'>Fugativ</a> <small>Du kaust an deinen Lippen so, Ein Lauern liegt auf...</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2010/hervorbringen' rel='bookmark' title='Permanent Link: Hervorbringen'>Hervorbringen</a> <small>Nur aus der Unsicherheit inneren Schweigens entsteht ein neuer Gedanke.[micromehr]...</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2009/gewitterahnung' rel='bookmark' title='Permanent Link: Gewitterahnung'>Gewitterahnung</a> <small>Haare fliegen, Wasser windet sich, begierig Aufzusteigen mit dem silbrigen...</small></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rauhfasler.de/2010/melanogaster/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zu Mittag</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2009/zu-mittag</link>
		<comments>http://www.rauhfasler.de/2009/zu-mittag#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 12 Aug 2009 10:09:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Abgründe]]></category>
		<category><![CDATA[Fliegen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesten]]></category>
		<category><![CDATA[Insekten]]></category>
		<category><![CDATA[Leichtigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Meer]]></category>
		<category><![CDATA[Wind]]></category>

		<guid isPermaLink="false">/?p=4388</guid>
		<description><![CDATA[Auf B&#246;en reitend Ihren eiligen Gesch&#228;ften entgegen Treiben die Wespen In Schw&#228;rmen vorbei. Das Meer wohnt gru&#223;los Oben in den B&#228;umen, Auf schmale Kost gesetzt. Nur die Leichtigkeit Der Geste bleibt ihr, Die einen Fl&#252;gel verlor: Einer Fliege, sie putzt sich Auf meiner Hand mit Verschwendeter Grazie. Im aufsteigenden Klang Der Glocken zu Mittag Senkt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2009/08/549px-Image-Vespula_germanica_Head_Richard_Bartz.jpg" class="floatbox" rev="group:4388 caption:`Die Deutsche Wespe (Vespula germanica), Foto von Richard Bartz`"><img src="/wp-content/uploads/2009/08/549px-Image-Vespula_germanica_Head_Richard_Bartz-274x300.jpg" alt="Die Deutsche Wespe (Vespula germanica), Foto von Richard Bartz" title="Die Deutsche Wespe (Vespula germanica), Foto von Richard Bartz" width="274" height="300" class="rand size-medium wp-image-4390" /></a></p>
<p>Auf B&ouml;en reitend<br />
Ihren eiligen Gesch&auml;ften entgegen<br />
Treiben die Wespen<br />
In Schw&auml;rmen vorbei.</p>
<p>Das Meer wohnt gru&szlig;los<br />
Oben in den B&auml;umen,<br />
Auf schmale Kost gesetzt.</p>
<p>Nur die Leichtigkeit<br />
Der Geste bleibt ihr,<br />
Die einen Fl&uuml;gel verlor:<br />
Einer Fliege, sie putzt sich<br />
Auf meiner Hand mit<br />
Verschwendeter Grazie.</p>
<p>Im aufsteigenden Klang<br />
Der Glocken zu Mittag<br />
Senkt sich eine Vorstellung<br />
Kalt wie ein Schatten<br />
Auf mich: ich k&ouml;nnte<br />
Zuschlagen.</p>


<p>Ähnliche Texte:<ol><li><a href='http://www.rauhfasler.de/2009/fliegenfutter' rel='bookmark' title='Permanent Link: Fliegenfutter'>Fliegenfutter</a> <small>An einem Finger fri&szlig;t Eine Fliege und Schaut dabei Sehr...</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2009/die-wirklichkeit-der-fliegen' rel='bookmark' title='Permanent Link: Die Wirklichkeit der Fliegen'>Die Wirklichkeit der Fliegen</a> <small>Es gibt eine einfache Erkl&auml;rung daf&uuml;r, da&szlig; es einem nie...</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2010/synkopiert' rel='bookmark' title='Permanent Link: Synkopiert'>Synkopiert</a> <small>Mir folgte Klang Hinunter die Stra&szlig;e Schon morgens; Und abends...</small></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rauhfasler.de/2009/zu-mittag/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Wirklichkeit der Fliegen</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2009/die-wirklichkeit-der-fliegen</link>
		<comments>http://www.rauhfasler.de/2009/die-wirklichkeit-der-fliegen#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 20 May 2009 10:23:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf Empfang]]></category>
		<category><![CDATA[Bewußtseinssturz]]></category>
		<category><![CDATA[Fakten]]></category>
		<category><![CDATA[Fliegen]]></category>
		<category><![CDATA[Insekten]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>
		<category><![CDATA[Wirklichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Zwischenräume]]></category>

		<guid isPermaLink="false">/?p=3664</guid>
		<description><![CDATA[Es gibt eine einfache Erkl&#228;rung daf&#252;r, da&#223; es einem nie gelingt, mit der blo&#223;en Hand eine Fliege zu erschlagen: Eine Fliege befindet sich eigentlich nicht an dem Fleck, an dem man sie mit Menschenweisheit vermuten mu&#223;. Sie ist nur scheinbar, nur aufgrund einer unangemessenen Vereinfachung dort. Das ist jedenfalls der Schlu&#223;, den man aus einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2009/05/fliegefliegend.jpg" class="floatbox" rev="group:3664 caption:`Fliegende Fliege (Bild:  Steven N. Fry/via ETH Live)`"><img src="/wp-content/uploads/2009/05/fliegefliegend-300x228.jpg" alt="Fliegende Fliege (Bild:  Steven N. Fry/via ETH Live)" title="Fliegende Fliege (Bild:  Steven N. Fry/via ETH Live)" width="300" height="228" class="rand size-medium wp-image-3666" /></a></p>
<p>Es gibt eine einfache Erkl&auml;rung daf&uuml;r, da&szlig; es einem nie gelingt, mit der blo&szlig;en Hand eine Fliege zu erschlagen: Eine Fliege befindet sich eigentlich nicht an dem Fleck, an dem man sie mit Menschenweisheit vermuten mu&szlig;. Sie ist nur scheinbar, nur aufgrund einer unangemessenen Vereinfachung dort.</p>
<p>Das ist jedenfalls der Schlu&szlig;, den man aus einer Mitteilung der Biologie ziehen mu&szlig;. Eine jener Erkenntnisse ist es, vor denen der unbedarfte Laie staunend stehenbleibt, weil er pl&ouml;tzlich eine klaffende L&uuml;cke in seiner Weltsicht vorfindet.</p>
<p>Man wei&szlig; n&auml;mlich &uuml;ber Fliegen, da&szlig; sie mit ihren Facettenaugen 200 Bilder in der Sekunde wahrnehmen k&ouml;nnen (das kleinere Wunder ist dagegen noch, da&szlig; sie Oben, Unten, Vorne und Hinten immer auf einen Blick erfassen, weil ihre Augen bekanntlich zwei Hemisph&auml;ren am Kopf sind, also immer schlichtweg alles sehen, was es &uuml;berhaupt zu sehen gibt).</p>
<p>200 Bilder in der Sekunde sind ungef&auml;hr das Zehnfache des menschlichen Wahrnehmungsverm&ouml;gens. Aber was bedeutet das? Das auf einen Augenblick nach Menschenma&szlig; zehn Fliegenaugenblicke kommen? Das zwischen Jetzt und Gleich, Hier und Dort, Vorher und Nachher immer der zehnfache Abstand besteht, sofern ein Mensch eine Fliege fragen w&uuml;rde? Das einer Fliege ein unzug&auml;nglicher Zwischenraum offensteht, in dem sie sich von ihrem vermeintlichen Ort (auf meinem Oberschenkel zum Beispiel) ohne mein Wissen an einen anderen Ort bewegen kann?</p>
<p>Das ist der Moment, in dem der Unbedarfte vor einem Loch, einem kaum auszulotenden Abgrund steht. Es stellen sich ungeheure Fragen: Wo wird die Zeit, die Fliegen ins voraus haben, aufbewahrt? Was geschieht, wenn ich mit der Hand oder eher noch mit einer Zeitung nach einer Fliege schlage? F&uuml;r mich ist die Strecke, die von der Zeitung zur&uuml;ckgelegt wird, klar bemessen: von irgendwo hinter meiner Schulter bis zu dem Punkt, wo die st&ouml;rende Fliege auf meinem Oberschenkel sitzt. Auch Anfang und Ende der Bewegung sind ordentlich getrennt durch ein Rauschen des aufgerollten Papiers in der Luft. Was aber sieht die Fliege? F&uuml;r sie geschieht w&auml;hrenddessen das Zehnfache! Aber wo kommen diese neun Zehntel Ereignis her, die einfach unbemerkt an mir vor&uuml;bergehen? Wie geschieht es, da&szlig; in den Bewegungsablauf ein betr&auml;chliches St&uuml;ck hineingeflickt wird, damit die Fliege es wahrnehmen kann? (Ganz zu schweigen von jenem Oben, Unten und Hinten, da&szlig; sich f&uuml;r die Fliege zu dem vergleichsweise beschr&auml;nkten Vorne addiert, da&szlig; unser Gesichtsfeld ausf&uuml;llt.)</p>
<p>F&uuml;r die Fliegen wird irgendwo ein besonderer Vorrat an Wirklichkeit aufbewahrt, um die l&ouml;chrige Realit&auml;t aufzuf&uuml;llen, in der Menschen leben. Und dieser Vorrat mu&szlig; angezapft werden, sobald nur eine Fliege den Raum betritt oder befliegt. &#8211; Oder ist es gar andersherum (und das w&auml;re, richtig besehen, noch viel beunruhigender): Ich bin teilweise &#8211; nein gr&ouml;&szlig;tenteils! blind, sehe nur ein mageres Zehntel von allem, was geschieht. Die Fliegen aber sehen alles. Da k&ouml;nnte ja wer wei&szlig; was geschehen, allein den Augen von Fliegen (und wenigen anderen, z.B. Libellen) zug&auml;nglich. Hundertachtzig Bilder in jeder Sekunde, die keines Menschen Auge jemals sieht. Neun Zehntel der Wirklichkeit sind uns entzogen.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund wird eine Fliegenklatsche zu einer besorgniserregenden Waffe: Sie ist ja offenbar im Stande, auf der Wirklichkeitsebene der Fliegen zu agieren. Richtig gehandhabt ist sie tats&auml;chlich schnell genug , um das Wahrnehmungsverm&ouml;gen der Fliegen zu &uuml;bertrumpfen. Die Fliegenklatsche kann die unsichtbare Grenze zwischen dem Raum-Zeit-Kontinuum der Fliegen und dem unseren durchbrechen. Was macht das scheinbar simple Instrument in unserer Hand, wenn wir damit zuschlagen? Es steht immerhin eines fest: Da&szlig; wir den gr&ouml;&szlig;ten Teil davon nicht zu Gesicht bekommen!</p>


<p>Ähnliche Texte:<ol><li><a href='http://www.rauhfasler.de/2009/fliegenfutter' rel='bookmark' title='Permanent Link: Fliegenfutter'>Fliegenfutter</a> <small>An einem Finger fri&szlig;t Eine Fliege und Schaut dabei Sehr...</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2009/zu-mittag' rel='bookmark' title='Permanent Link: Zu Mittag'>Zu Mittag</a> <small>Auf B&ouml;en reitend Ihren eiligen Gesch&auml;ften entgegen Treiben die Wespen...</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2008/in-regis-curia' rel='bookmark' title='Permanent Link: In regis curia'>In regis curia</a> <small>&#0187;Wir w&auml;ren all verloren, Per nostra crimina, So hat er...</small></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rauhfasler.de/2009/die-wirklichkeit-der-fliegen/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
