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	<title>Rauhfasler &#187; Furcht</title>
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	<description>Verbrauchende Versuche mit Wörtern</description>
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		<title>Unbehagen</title>
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		<pubDate>Mon, 23 May 2011 10:24:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Axiome]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerliches Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Furcht]]></category>
		<category><![CDATA[Weltbankrott]]></category>

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		<description><![CDATA[I. Dein Unbehagen Ist nicht unberechtigt, Dein Unbehagen Hat Gründe. Du solltest nicht darauf verzichten Deine Angst zu kultivieren &#8212; Die Dinge sind zu kompliziert, Um bloß zufällig Angst zu haben. Dein Unbehagen Sollte Gründe haben; Freiheit besteht wesentlich In unruhigem Schlaf. Als gegeben läßt sich höchstens noch Die Vergangenheit hinnehmen, Sämtliche Selbstverständlichkeiten Haben sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/05/kuppel.jpg" class="floatbox" rev="group:13465 caption:`Eine Kuppel vor Palmen im Modell`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/05/kuppel-300x200.jpg" alt="" title="Eine Kuppel vor Palmen im Modell" width="300" height="200" class="rand size-medium wp-image-13481" /></a></p>
<p>I.</p>
<p>Dein Unbehagen<br />
Ist nicht unberechtigt,<br />
Dein Unbehagen<br />
Hat Gründe.</p>
<p>Du solltest nicht darauf verzichten<br />
Deine Angst zu kultivieren &#8212;<br />
Die Dinge sind zu kompliziert,<br />
Um bloß zufällig<br />
Angst zu haben.</p>
<p>Dein Unbehagen<br />
Sollte Gründe haben;<br />
Freiheit besteht wesentlich<br />
In unruhigem Schlaf.</p>
<p>Als gegeben läßt sich höchstens noch<br />
Die Vergangenheit hinnehmen,<br />
Sämtliche Selbstverständlichkeiten<br />
Haben sich längst überhitzt.</p>
<p>Zufriedenheit ist<br />
Nicht ungefährlich &#8212;<br />
Dein Unbehagen<br />
Sollte Gründe haben.</p>
<hr />
<ul style="list-style-type:none;margin-left:0;padding-left:0;">
<li><a href="http://www.rauhfasler.de/2011/sag-den-satz-auf">&rarr;&ensp;Der zweite Teil: &raquo;Sag den Satz auf&laquo;</a></li>
</ul>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Foebus</title>
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		<pubDate>Sun, 15 May 2011 10:29:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erzählen]]></category>
		<category><![CDATA[Mokrys Peripatien]]></category>
		<category><![CDATA[Dummheit]]></category>
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		<category><![CDATA[Ekel]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Auge hat sein Dasein dem Licht zu danken. Aus gleichgültigen tierischen Hilfsorganen ruft sich das Licht ein Organ hervor, das seinesgleichen werde, und so bildet sich das Auge am Lichte fürs Licht, damit das innere Licht dem äusseren entgegentrete. (&#8727;) Dr. Ephebrämius hat Besuch von seinem erprobten Weggefährten und Kollegen Schmidt erhalten. Er führt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/02/suchscheinwerfer.jpg" class="floatbox" rev="group:12221 caption:`Ein Suchscheinwerfer aus dem Zweiten Weltkrieg`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/02/suchscheinwerfer-199x300.jpg" alt="" title="Ein Suchscheinwerfer aus dem Zweiten Weltkrieg" width="199" height="300" class="rand size-medium wp-image-12337" /></a></p>
<div style="margin-left:200px;font-size:0.9em;font-style:italic;margin-bottom:2em;">Das Auge hat sein Dasein dem Licht zu danken. Aus gleichgültigen tierischen Hilfsorganen ruft sich das Licht ein Organ hervor, das seinesgleichen werde, und so bildet sich das Auge am Lichte fürs Licht, damit das innere Licht dem äusseren entgegentrete. (&lowast;)</div>
<p class="regie">Dr. Ephebrämius hat Besuch von seinem erprobten Weggefährten und Kollegen <span style="font-variant:small-caps;font-style:normal;">Schmidt</span> erhalten. Er führt Schmidt in das düstere, zweite Kellergeschoß der Anstalt, wo sich sein <span style="font-variant:normal;font-style:normal;">Kuriositätenkabinett</span> befindet. Unter anderem gehört dazu die Zelle, die dem Publikum nun vor Augen steht.</p>
<p class="regie">Sie enthält einen Mann, der noch nicht alt ist und durchaus trainiert zu sein scheint, dessen Haut aber eine merkwürdig ledrige Beschaffenheit aufweist. Die Dres. Ephebrämius und Schmidt sind im Begriff, dieses Subjekt durch eine Klappe in einer Zellentür zu betrachten, die ganz konventionell wuchtig-stählerne Qualität besitzt. </p>
<p class="regie">Das Innere der Zelle ist gleißend hell erleuchtet, <span id="more-12221"></span>das Licht geht von myriaden von kleinen Strahlern aus, die überall in die Decke und die Wände eingelassen sind. Alle Gegenstände und Oberflächen haben eine makellos weiße Oberfläche. Auch der Insasse dieser strahlenden Zelle trägt durchgehend weiße Kleidung.</p>
<p class="dialogtext"><span>Ephebrämius</span> (<em>weist auf die Zellentür; wie ein Zirkusdirektor</em>): Das hier also ist Herr Foebus.</p>
<p class="dialogtext"><span>Schmidt</span> (<em>öffnet die Klappe der Zellentür und schreckt prompt zurück</em>): Ah, das sticht in die Augen.</p>
<p class="dialogtext"><span>Ephebrämius</span>: Oh, entschuldigen sie, mein Bester, ich hätte sie warnen sollen.</p>
<p class="dialogtext"><span>Schmidt</span> (<em>wieder gefasst</em>): Aber nein, aber nein! Man muß die Dinge, sage ich immer, zuallererst unvoreingenommen auf sich wirken lassen. Was einen Sticht, das durchdringt die <em>thalamidale Zensur</em>, sage ich immer.</p>
<p class="dialogtext"><span>Ephebrämius</span>: Ha ha ha! Sehr richtig, sehr richtig. &#8211; <span>Schmidt</span> <em>stimmt in das Lachen mit ein.</em></p>
<p class="dialogtext"><span>Schmidt</span>: Aber was soll es denn? Eine solche Zelleneinrichtung bläht doch sicherlich die Stromkosten auf. Und so eine Investition für ein einzelnes Exemplar? Äußerlich ist es nicht sonderlich bemerkenswert, meine ich?</p>
<p class="dialogtext"><span>Ephebrämius</span>: Aber es handelt sich hier um ein durchaus unterhaltsames Exemplar. In einem freilich eher platonischen Sinne. (<em>Im Tonfall des Weinkenners:</em>) Zu anderen Exemplaren, bei denen, sagen wir, eher die somatische Ästhetik im Vordergrund steht, zu dem straffen, durch die ungestalte Psyche erfreulich verwilderten Fleisch &#8211; kommen wir dann gleich.</p>
<p class="dialogtext"><span>Schmidt</span> (<em>leckt sich die Lippen</em>): Ja, sehr gut, sehr gut. Zuerst der Geist, dann der Körper. Und es handelt sich hier, in diesem Fall, bei diesen Lichtverhältnissen &#8211; um einen Wunsch des Patienten?</p>
<p class="dialogtext"><span>Ephebrämius</span>: Fragen sie ihn doch selbst, ganz frisch heraus bitte, nur keine Scheu. Der junge Herr Foebus spricht gerne über seine sonderlichen Abneigungen. Sie müssen nicht besonders rücksichtsvoll sein.</p>
<p class="dialogtext"><span>Schmidt</span> (<em>verbindlich</em>): Wenn ich darf?</p>
<p class="dialogtext"><span>Ephebrämius</span>: Sie müssen bloß diesen Knopf hier drücken, die Sprechanlage.</p>
<p class="regie">Schmidt drückt den Knopf, räuspert sich und spricht umständlich in das Mikrophon, auf das Eephebrämius ihn ebenso umständlich hingewiesen hat.</p>
<p class="dialogtext"><span>Schmidt</span>: Ähäm, ja, guten &#8211; nun, man muß hier wohl sagen &#8211;: Guten Tag.</p>
<p class="regie">Foebus starrt wie ein witterndes Tier den Lautsprecher an, in einer halb geduckten, halb zur Flucht gewendeten Haltung.</p>
<p class="dialogtext"><span>Foebus</span> (<em>mißtrauisch</em>): Ist es Tag?</p>
<p class="dialogtext"><span>Ephebrämius</span> <em>schaltet eilig die Gegensprechanlage aus; dann, an Schmidt gewandt:</em> Sie müssen unter allen Umständen darauf beharren, daß es Tag sei, obwohl es ja strenggenommen Nacht ist. Aber dieses Eingständnis hätte vielleicht ganz unabsehbare Folgen.</p>
<p class="dialogtext"><span>Schmidt</span> (<em>zu Ephebrämius</em>): Nun gut, natürlich. (<em>Wieder in die Gegensprechanlage:</em>) Ja, Herr Foebus, es ist natürlich Tag.</p>
<p class="dialogtext"><span>Foebus</span> (<em>mißtrauisch</em>): Was heißt hier &rsaquo;natürlich&lsaquo;.</p>
<p class="dialogtext"><span>Schmidt</span> (<em>wie ein ertappter Junge</em>): Tag, es ist Tag!</p>
<p class="dialogtext"><span>Foebus</span>: Pfah. (<em>Er beginnt, durch seine Zelle zu tigern wie ein sehr erregter Professor hinterm Katheder</em>.) Ich hasse die Nacht. Ich kann sie nicht ertragen. Es gibt nichts schlimmeres. Es gab nie etwas schlimmeres. Aber <em>hierher</em> wird sie niemals gelangen. Das wurde mir versprochen. Ich bin geschützt durch elektrischen Strom. Ich bin gesichert. Ich befinde mich in Sicherungsverwahrung. &#8211; Die Nacht. Und der Schlaf. Der Schlaf und die Nacht. Sie dürfen nicht hierhergelangen. Die Nacht, die das Licht auffrisst und Schatten ausspruckt; die Nacht gebiert die Schatten. Oder vielleicht wachsen die Schatten im Maul der Nacht heran, wie bei diesem Fisch, der seine Nachkommen in seinem Maul ausbrütet. Dann Spuckt die Nacht die Schatten aus. Und die Schatten kommen und fressen an meiner Seele wie an einem aufgeweichten Brötchen. Licht! Licht!</p>
<p class="regie">Die letzten beiden Worte schreit Foebus derart laut und dringlich, daß die andächtig lauschenden Ärzte aufschrecken und mit den Köpfen aneinanderstoßen. Sie entschuldigen sich umständlich beieinander.</p>
<p class="dialogtext"><span>Foebus</span> (<em>horcht auf</em>): Was war das für ein dumpfes Pochen?</p>
<p class="dialogtext"><span>Ephebrämius</span> (<em>reibt sich den Kopf</em>): Die Sinneswahrnehmungen dieses Subjektes sind offenbar außerordentlich verfeinert. Das scheint eine Wirkung des dauerhaften Schlafentzugs zu sein.</p>
<p class="dialogtext"><span>Schmidt</span> (<em>hält sich noch etwas benommen den Kopf; in die Gegensprechanlage</em>): Lassen sie sich bitte nicht stören&#8230;</p>
<p class="dialogtext"><span>Foebus</span>: Einerlei, was die elektrische Stimme sagt. Sie gibt sich künstlich souverän. (<em>Hört auf zu horchen; beginnt wieder zu tigern.</em>) Das war ein menschliches Pochen. Es klang wie &#8211; es klang nach zwei Kopfschwarten, unter denen die Schädelknochen aneinanderknallen. Das dumpfe Geräusch dumpfer menschlicher Hirne. Ich verachte Menschen. Es gibt kaum etwas widerwärtigeres, abgesehen von der Nacht. Weil die Menschen, weil die Menschen &#8211; sich davonstehlen, immer haben sie sich davongestohlen. Sie verschwinden entweder in die Abwesenheit, sobald sie merken, daß man sich an sie gewöhnt hat. Der Hinterhältigste aller Angriffe. &#8211; Oder sie zerfließen mir durch ihren Hang zur Selbstentwertung. (<em>Er lacht irre.</em>) Wenn sie ihre mühsam verhüllte Dürftigkeit entblößen und dann nurnoch unbrauchbar und eklig sind. Man ist am Ende bloß allein. Und deshalb will ich lieber von vornherein allein sein. Ha! ich bin allein. Allein mit dem immerwährenden Licht. Hier, hierher kann kein Ekel und keine Niedertracht und die Nacht erst recht! die Nacht! nicht gelangen.</p>
<p class="regie">Ephebrämius schaltet die Gegensprechanlage stumm. Man sieht, wie sich der Mund des internierten Herrn Foebus eifrig, aber nun völlig tonlos weiterbewegt.</p>
<p class="dialogtext"><span>Ephebrämius</span>: So geht das jetzt noch eine nicht unbeträchtliche Zeitspanne weiter. Darüber würde es glatt Nacht werden &#8211; wenn das möglich wäre.</p>
<p class="regie">Die Doktoren lachen ausgiebig, halten sich schließlich die Bäuche, wischen sich Tränen aus den Augen und stoßen, unter einem gemeinsamen, besonders argen Heiterkeitskrampf, wiederum hart mit den Köpfen aneinander. Es macht ein hohles Geräusch. Man sieht, wie in der Zelle Foebus Zeigefinger triumphierend in die Luft sticht, von seinen Lippen ist ein <span style="font-style:normal;">&#0187;Aha&#0171;</span> deutlich abzulesen. &#8211; Als sich die Ärzte wieder gefangen haben, tritt Schmidt zur Gegensprechanlage.</p>
<p class="dialogtext"><span>Schmidt</span>: Sie hatten wohl keine einfache Kindheit?</p>
<p class="dialogtext"><span>Foebus</span>: Meine Kindheit geht sie nichts an!</p>
<p class="dialogtext"><span>Schmidt</span>: Na, aber wie kommen sie denn zu einer so <em>düsteren</em> Einschätzung ihrer Mitmenschen?</p>
<p class="dialogtext"><span>Foebus</span>: Ist es denn nicht so?</p>
<p class="dialogtext"><span>Ephebrämius</span> (<em>beugt sich neben Schmidt zum Mikrophon</em>): Na, aber keineswegs. Man muß miteinander auskommen. Wir sind doch&#8230;</p>
<p class="dialogtext"><span>Schmidt:</span> &#8230;wir sind doch alle Menschen&#8230;</p>
<p class="dialogtext"><span>Ephebrämius</span>: &#8230;und der Mensch ist ein geselliges Wesen.</p>
<p class="dialogtext"><span>Schmidt</span>: Und diese Sache mit dem Licht&#8230;</p>
<p class="dialogtext"><span>Foebus</span>: Sie sind doch bloß dumpf! Dumpf und so mittelmäßig, daß sie sich an einem wie mir ihre abgeschmackte Unterhaltung verschaffen. Als ob es uns, sie und mich, in ein klares Verhältnis stellen würde, daß sie auf der anderen Seite dieser Zellentür stehen.</p>
<p class="dialogtext"><span>Ephebrämius</span> (<em>gönnerhaft</em>): Nun ja&#8230;</p>
<p class="dialogtext"><span>Foebus</span>: Nein! Es gibt einen absoluten Maßstab! Und sie haben sich bloß in alles eingewöhnt! Sie nehmen allen Verlust und alle schale Mittelmäßigkeit problemlos hin. Leute wie sie&#8230;</p>
<p class="dialogtext"><span>Schmidt</span> (<em>deutlich verstimmt</em>): Na, jetzt sind wir aber gespannt auf ihre Diagnose!</p>
<p class="dialogtext"><span>Foebus</span>: Leute wie sie es sind, sind doch eigentlich eingesperrt. Ihre Wahrnehmung endet irgendwo im leeren, kalten Raum. Darauf gehe ich jede Wette ein. Wann haben sie schon einmal einen anderen Begriffen?</p>
<p class="dialogtext"><span>Ephebrämius</span>: Herr Foebus, das hatten wir doch schon alles.</p>
<p class="dialogtext"><span>Foebus</span>: Aber wenn sie jemals einen anderen Menschen begriffen hätten &#8211; wie sollten sie dann weiterleben, nachdem er ihnen verlorengegangen ist. Und ständig gehen die Menschen verloren, verlieren sich, verlaufen sich, werden getrennt durch den ungerechten Zufall, der einen hierhin, den anderen dorthin gehen läßt &#8211; und plötzlich ist das Labyrinth um einen derart gewachsen, daß man zum anderen nicht mehr zurückfindet.</p>
<p class="dialogtext"><span>Schmidt</span> (<em>sarkastisch</em>): Oho, fast schon poetisch.</p>
<p class="dialogtext"><span>Foebus</span>: Deshalb bleibe ich hier. Ich werde nicht schlafen, ich werde nichts träumen, ich werde mir nicht durch Dunkelheit künstliche Lider auf die Augen legen lassen. Ich werde mir nichts vorstellen. Denn das wahre Gesicht der Dinge ist schrecklich!</p>
<p class="dialogtext"><span>Ephebrämius</span> (<em>zu Schmidt</em>): Ein unterhaltsames Exemplar, nicht war.</p>
<p class="dialogtext"><span>Schmidt</span> (<em>gähnt etwas</em>): Ja, aber am Ende etwas ermüdend.</p>
<p class="dialogtext"><span>Ephebrämius</span>: Na, dann wollen wir nach dem verwirrten Geist nun das verwilderte Fleisch in Augenschein nehmen?</p>
<p class="dialogtext"><span>Schmidt</span>: Das ist ein Wort!</p>
<p class="dialogtext"><span>Ephebrämius</span> (<em>lässig in das Mikrophon</em>): Machen sie&apos;s gut, Herr Foebus.</p>
<p class="regie">Ephebrämius klappt das Sichtfenster in der Zellentür zu &#8211; beide Doktoren ab.</p>
<hr />
<p>&lowast; Der Sinnspruch stammt von Goethe: Entwurf einer Farbenlehre (Goethes Naturwissenschaftliche Schriften [Kürschner] Bd. 3, S. 88).</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>esse delendam</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Nov 2010 11:41:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vladimir Gavreau mit der von ihm erfundenen Klangwaffe Equitonic. Ein Infraschall-Therapiegerät Fotographie eines wahrscheinlich weiblichen Geists Der ›Gougou‹, beheimatet in Canada, eine Art menschenfressener Yeti Bilder: &#945; &#946; &#947; &#948; Ein Gedanke läßt sich nicht erzwingen, Menschliche Sprache besteht aus Mit- Und Selbstlauten, im Einatmen geraten Die Vermutungen tiefer, die Angst Ist ein Resonanzphänomen, Infraschall [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="height:320px;">
<div id="tcontent1" class="tabcontent">
<a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/10/vladimir_gavreau_sound_weapon.jpg" class="floatbox" rev="group:9852 caption:``"><img style="position:relative;bottom:0px;" src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/10/vladimir_gavreau_sound_weapon-275x300.jpg" alt="" title="" width="275" height="300" class="size-medium wp-image-9855" /></a></p>
<div style="margin-left:293px;font-size:0.9em;font-style:italic;margin-top:-67px;">Vladimir Gavreau mit der von ihm erfundenen Klangwaffe</div>
</div>
<div id="tcontent2" class="tabcontent">
<a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/10/equitoniclg.jpg" class="floatbox" rev="group:9852 caption:``"><img style="position:relative;bottom:0px;" src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/10/equitoniclg-300x243.jpg" alt="" title="" width="300" height="243" class="size-medium wp-image-9857" /></a></p>
<div style="margin-left:293px;font-size:0.9em;font-style:italic;margin-top:-10px;">Equitonic. Ein Infraschall-Therapiegerät</div>
</div>
<div id="tcontent3" class="tabcontent">
<a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/10/ghost1.jpg" class="floatbox" rev="group:9852 caption:``"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/10/ghost1-212x300.jpg" alt="" title="" width="212" height="300" class="size-medium wp-image-9856" /></a></p>
<div style="margin-left:293px;font-size:0.9em;font-style:italic;margin-top:-89px;">Fotographie eines wahrscheinlich weiblichen Geists</div>
</div>
<div id="tcontent4" class="tabcontent">
<a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/10/gougou.jpg" class="floatbox" rev="group:9852 caption:``"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/10/gougou-300x261.jpg" alt="" title="" width="300" height="261" class="alignnone size-medium wp-image-9860" /></a></p>
<div style="margin-left:293px;font-size:0.9em;font-style:italic;margin-top:-50px;">Der ›Gougou‹, beheimatet in Canada, eine Art menschenfressener Yeti</div>
</div>
</div>
<div id="flowertabs" class="entrytabs">
<ul>
<li>Bilder: </li>
<li><a href="#" rel="tcontent1" class="selected">&alpha;</a></li>
<li><a href="#" rel="tcontent2">&beta;</a></li>
<li><a href="#" rel="tcontent3">&gamma;</a></li>
<li><a href="#" rel="tcontent4">&delta;</a></li>
</ul>
</div>
<p>Ein Gedanke läßt sich nicht erzwingen,<br />
Menschliche Sprache besteht aus Mit-<br />
Und Selbstlauten, im Einatmen geraten<br />
Die Vermutungen tiefer, die Angst<br />
Ist ein Resonanzphänomen,<br />
Infraschall nämlich ist es, der<br />
Auf den  eigenen Knochen vibriert,<br />
Aus verlassenen Mauern streicht<br />
Der Wind die tiefsten Töne, beim<br />
Atemholen spricht es sich schwerer,<br />
Gedanken leben das Leben der Vögel,<br />
Das Verbergen macht erst die Schönheit<br />
Vollkommen, zu groß sind die Zwischen-<br />
Räume im Fugenmuster der sinnvollen Taten,<br />
Die Liebe Duftet nach Veilchen &#8211; und nach<br />
Androstenon, das Immunsystem, mein Herz,<br />
Erzeugt durch Hunger Zuneigung, jene,<br />
Die zart ist wie Geruch, <em>ceterum censeo<br />
Carthaginem esse delendam</em>, erhalte<br />
Vor allem deine zwe&apos;en Füße warm.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Sugi</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2010/sugi</link>
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		<pubDate>Wed, 27 Oct 2010 13:02:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Schneideriana]]></category>
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		<category><![CDATA[Zeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Und Shigeru sprach: Nicht Tadashii und Machigatta sind es, vor denen du dich in Acht nehmen mußt. Vielmehr frage dich, welcher dieser beiden ernsten, schweigenden Brüder vor dir steht, die Söhne desjenigen nämlich, der die einsame, steinverwurzelte Sicheltanne gepflanzt hat auf der Insel Kikan &#8211; die Brüder Morgenröte und Herbstlaub, Vorhaben und Bedauern, Möglichkeit und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="float:right;margin-left:10px"><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/10/utagawa-hiroshige.jpg" class="floatbox" rev="group:10005 caption:`Utagawa Hiroshige, Meister des Ukiyo-e`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/10/utagawa-hiroshige-212x300.jpg" alt="" title="Utagawa Hiroshige, Meister des Ukiyo-e" width="212" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-10007" /></a></div>
<p>Und Shigeru sprach: Nicht Tadashii und Machigatta sind es, vor denen du dich in Acht nehmen mußt. Vielmehr frage dich, welcher dieser beiden ernsten, schweigenden Brüder vor dir steht, die Söhne desjenigen nämlich, der die einsame, steinverwurzelte Sicheltanne gepflanzt hat auf der Insel Kikan &#8211; die Brüder Morgenröte und Herbstlaub, Vorhaben und Bedauern, Möglichkeit und Wehblick. </p>
<p>Die Taten eines Menschen sind Böse oder Gut zu nennen, ist nicht das vordringliche. Zwar kannst du dich, mein Freund, durch Böses schuldig machen. Was aber schwerer wiegt, ist, daß du eine Entscheidung getroffen hast. <span id="more-10005"></span>Der Heilige: er vermag nicht mehr zum Teufel zu werden &#8211; und, in einer Sommernacht, wenn er im Schlaf seine Decke von sich wirft &#8211; wird er es vielleicht bedauern. Er hat sich entschieden. Der, der Schaden zugefügt hat, wird sich nicht mehr erfreuen können an der vollkommensten Makellosigkeit, die sich zart wölbt wie eine kunstvolle Vase, wenn die Dinge mit allseitiger Gerechtigkeit fortbestehen. Er hat sich entschieden, Zerbrecher zu sein.</p>
<p>Was am schwersten wiegt, in jedem Augenblick, ist, daß du eine Entscheidung getroffen hast. Du hast damit viele feine Zweige von dem Ast geschnitten, an dem du hinaufkletterst. Du kannst nicht umkehren. Wählen mußt du und damit leben, daß du gewählt hast; daß du mit einem unbedachten und eiligen, oder einem zu wohlausgewogenen Pinselstrich das ganze Bild verdirbst. Du wirst das Bild zerreißen und in den Wind streuen; ach, das Bild zerreißt im Wind von selbst, sobald du die Hände davon läßt, und man reicht dir einen frischen, blütenweißen Bogen. Und wieder bemühst du dich um ein Bild, in dem das meiste fehlen wird. Und wieder mußt du wählen. Fürchte nicht Tadashii und Machigatta, sie, sie fürchte nicht!</p>


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		<title>The End Is Nigh</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Jun 2010 10:16:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Erzählen]]></category>
		<category><![CDATA[Furcht]]></category>
		<category><![CDATA[Weltbankrott]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Nichts zu erzählen Ist übriggeblieben Am Ende der Zeit. Die Geschichte, die Unsere gierigen Väter Uns hinterließen Ist kitschig bankrott. Alle Figuren auf Unseren Bühnen, sie Lügen nur, wenn Sie nicht furchtsam Aufwärts blicken und Unerforschliche Meteore Erwarten &#8211; im Übertragenen Sinne. Jedenfalls wird nichts mehr Zu erzählen sein, bevor Nicht der nächste Untergang Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/06/meidner-apokalyptische-landschaft-1913.jpg" class="floatbox" rev="group:7816 caption:`Ludwig Meidner (1913): Apokalyptische Landschaft (Aufnahme von Flickr-Benutzer &amp;rasquo;Underpuppy &lsaquo;)`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/06/meidner-apokalyptische-landschaft-1913-223x300.jpg" alt="" title="Ludwig Meidner (1913): Apokalyptische Landschaft (Aufnahme von Flickr-Benutzer &amp;rasquo;Underpuppy &lsaquo;)" width="223" height="300" class="rand size-medium wp-image-7818" /></a></p>
<p>Nichts zu erzählen<br />
Ist übriggeblieben<br />
Am Ende der Zeit.<br />
Die Geschichte, die<br />
Unsere gierigen Väter<br />
Uns hinterließen<br />
Ist kitschig bankrott.<br />
Alle Figuren auf<br />
Unseren Bühnen, sie<br />
Lügen nur, wenn<br />
Sie nicht furchtsam<br />
Aufwärts blicken und<br />
Unerforschliche Meteore <br />
Erwarten &#8211; im<br />
Übertragenen Sinne.<br />
Jedenfalls wird nichts mehr<br />
Zu erzählen sein, bevor<br />
Nicht der nächste Untergang<br />
Die Bühne fegt.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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