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	<title>Rauhfasler &#187; Gedicht</title>
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	<description>Verbrauchende Versuche mit Wörtern</description>
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		<title>Ausreichend wenig</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Nov 2009 10:42:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Botschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Gedicht]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Tand]]></category>
		<category><![CDATA[Vorrat]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus Pergament ein Haus F&#252;r wolligen Tand, Aus Pergament Eine Schachtel f&#252;r Das knappe Dutzend Kullernde Silben, Die ausreichend Wenig besagen, da&#223; An ihren schillernden Schlieren der Blick Sich allm&#228;hlich erweicht. &#196;hnliche Texte:Mein Haus Bis Neuzehndreiundvierzig stand hier noch ein andres Haus, Tats&#228;chlich, und... Sinnlos genug Nach einem Wort Einem Gedanken Einem der wieder Wieder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2009/11/fortune.jpg" class="floatbox" rev="group:5264 caption:`Titelbild der 0-Nummer des Fortune Magazine aus dem Jahr 1929`"><img src="/wp-content/uploads/2009/11/fortune-294x300.jpg" alt="Titelbild der 0-Nummer des Fortune Magazine aus dem Jahr 1929" title="Titelbild der 0-Nummer des Fortune Magazine aus dem Jahr 1929" width="294" height="300" class="rand size-medium wp-image-5266" /></a></p>
<p>Aus Pergament ein Haus<br />
F&uuml;r wolligen Tand,<br />
Aus Pergament<br />
Eine Schachtel f&uuml;r<br />
Das knappe Dutzend<br />
Kullernde Silben,<br />
Die ausreichend<br />
Wenig besagen, da&szlig;<br />
An ihren schillernden<br />
Schlieren der Blick<br />
Sich allm&auml;hlich erweicht.</p>


<p>Ähnliche Texte:<ol><li><a href='http://www.rauhfasler.de/2009/mein-haus' rel='bookmark' title='Permanent Link: Mein Haus'>Mein Haus</a> <small>Bis Neuzehndreiundvierzig stand hier noch ein andres Haus, Tats&auml;chlich, und...</small></li>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Klage des Tigers beim Fressen</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2009/die-klage-des-tigers-beim-fressen</link>
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		<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 11:20:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Beute]]></category>
		<category><![CDATA[Fressen]]></category>
		<category><![CDATA[Gedicht]]></category>
		<category><![CDATA[Jagd]]></category>
		<category><![CDATA[Nachdenken]]></category>
		<category><![CDATA[Omnia vincit amor]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>
		<category><![CDATA[Umgedicht]]></category>
		<category><![CDATA[Wilde Tiere]]></category>

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		<description><![CDATA[{&#220;ber das Gedicht von Karoline von G&#252;nderode: Die eine Klage} &#0187;Wer die tiefste aller Wunden Hat in Geist und Sinn empfunden&#0171; H&#246;rt man einen Tiger leftzen Der die Beute grad bepirscht Der im &#220;berschwang von S&#228;ften Mit den spitzen Z&#228;hnen knirscht. Schillernd da durch Bl&#228;tterw&#228;nde Sieht er lockend wei&#223;e Haut Bereit zum Sprung zuckt ihm [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/enloexc/256711863/"><img class="rand size-full wp-image-2571" title="Tigerblick, eingefangen vom flickr-Benutzer enloexc" src="/wp-content/uploads/2009/02/tigerblick.jpg" alt="Tigerblick, eingefangen vom flickr-Benutzer enloexc" width="353" height="235" /></a></p>
<p style="margin-left:5em;">{&Uuml;ber das Gedicht von Karoline von G&uuml;nderode: <a href="http://www.zeno.org/Literatur/M/G%C3%BCnderode,+Karoline+von/Gedichte/Melete/Die+eine+Klage">Die eine Klage</a>}</p>
<p><em>&#0187;Wer die tiefste aller Wunden<br />
Hat in Geist und Sinn empfunden&#0171;</em><br />
H&ouml;rt man einen Tiger leftzen<br />
Der die Beute grad bepirscht<br />
Der im &Uuml;berschwang von S&auml;ften<br />
Mit den spitzen Z&auml;hnen knirscht.</p>
<p>Schillernd da durch Bl&auml;tterw&auml;nde<br />
Sieht er lockend wei&szlig;e Haut<br />
Bereit zum Sprung zuckt ihm die Lende<br />
Und er macht doch keinen Laut.<br />
Herrscht als J&auml;ger in der Flur &#8211;<br />
Doch ein Gr&uuml;bler von Natur.</p>
<p>Und er macht sich einen Reim<br />
Zu den spitzen Schmerzensschrei′n:<br />
W&uuml;nscht sich: <em>Eins in Zwei zu sein,<br />
Eins im Andern sich zu finden,<br />
Da&szlig; der Zweiheit Gr&auml;nzen schwinden<br />
Und des Daseins</em> Hunger-<em>Pein.</em></p>
<p>Jetzt verebbt der Todeskampf<br />
Und das Fressen kann beginnen.<br />
Im Tiger hebt es an zu sinnen<br />
&Uuml;ber seiner Mahlzeit Dampf:<br />
<em>Wer so ganz in Herz und Sinnen<br />
Konnt’ ein Wesen liebgewinnen </em></p>
<p>Ein solcher, meint der Tiger nun,<br />
Kann nicht still verdauend ruhn.<br />
<em>Das geliebte, s&uuml;&szlig;e Leben,<br />
Dieses Nehmen und dies Geben</em><br />
Soll im eignen Fleische leben<br />
Wird ihm Kraft zum Jagen geben.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Sp&#252;lpoem</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2009/spuelpoem</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Jan 2009 14:12:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf Empfang]]></category>
		<category><![CDATA[Abwasch]]></category>
		<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Gedicht]]></category>
		<category><![CDATA[leere Hüllen]]></category>
		<category><![CDATA[Mittag]]></category>
		<category><![CDATA[Radio]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachverwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Zwischenräume]]></category>

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		<description><![CDATA[Habe das Abenteuer unternommen, abzuwaschen und radiozuh&#246;ren dabei. Das zu hohem Mittag und leicht nerv&#246;s von mehr oder weniger ma&#223;los getrunkenem Kaffee. Im Magen ein Anflug von &#220;belkeit, der Grund unbekannt und auch weitgehend unwichtig. Im Radio: Der Bau von Atomkraftwerken und die Aussicht auf russisch-deutsch-japanische Kooperation gegen franz&#246;sisch-amerikanischen Marktbeherrscher &#8211; oder &#228;hnlich. Von etwas [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2009/01/spuelbuerste.jpg" class="floatbox" rev="group:2403 caption:`Sp&uuml;lsch&uuml;ssel und -b&uuml;rste von Normann Copenhagen`"><img class="rand size-medium wp-image-2406" title="Sp&uuml;lsch&uuml;ssel und -b&uuml;rste von Normann Copenhagen" src="/wp-content/uploads/2009/01/spuelbuerste-300x300.jpg" alt="Sp&uuml;lsch&uuml;ssel und -b&uuml;rste von Normann Copenhagen" width="300" height="300" /></a></p>
<p>Habe das Abenteuer unternommen, abzuwaschen und radiozuh&ouml;ren dabei. Das zu hohem Mittag und leicht nerv&ouml;s von mehr oder weniger ma&szlig;los getrunkenem Kaffee. Im Magen ein Anflug von &Uuml;belkeit, der Grund unbekannt und auch weitgehend unwichtig.</p>
<p>Im Radio: Der Bau von Atomkraftwerken und die Aussicht auf russisch-deutsch-japanische Kooperation gegen franz&ouml;sisch-amerikanischen Marktbeherrscher &#8211; oder &auml;hnlich. Von etwas wie Dampfdruck war die Rede und so weiter. Um ein kleines sp&auml;ter dann aktuelle Meldungen zu Steuerhinterziehung und Bew&auml;hrungsstrafe. Und unausgesprochen aber mitgemeint das Wort &#0187;Deal&#0171; (das klingt nach &#0187;Dealer&#0171; und nach gezinkten Karten und entlastet Gerichte und Steuerzahler).</p>
<p>Das also um ein kleines sp&auml;ter, ein Spatium war noch dazwischen. Und in diesen Zwischenraum wurde rasch Besinnlichkeit hineingestrichen, dick und z&auml;h. Das ging so: Erst gravit&auml;tische Geige, sum-di-sum, dann <a title="Das Gedicht nachlesen (Rauhfasern von Norbert Lange)" href="http://www.spritz.de/index.php?module=Pagesetter&amp;func=viewpub&amp;tid=3&amp;pid=44" target="_blank">neun Zeilen Gedicht,</a> dann noch eine Lage Geigent&ouml;ne obendrauf, di-sum-di. Die neun Zeilen aber wurden sparsam verlesen, mit reichlich Schmalz jedoch, damit es leicht hinunterrutscht.</p>
<p>Das Spatium war dann, ein sauberes Trinkglas sp&auml;ter, vorbei. Schnell wieder Vern&uuml;nftiges: Bericht vom Gericht. Die Reimworte, glitschig vom Schmalz, kommen gleichzeitig mit dem voher und nachher bis in den Verstand: Atomsiedewasser &#8211; <em>mit gl&uuml;hweinwarmen Tassen</em>. Bew&auml;hrung &#8211; <em>Ich steckte meinen Mund in deine Haar</em>. Forderung der Verteidigung erheblich geringer &#8211; <em>nackte R&uuml;cken</em>.<span class="text_italic"> Und es vermischt sich der ganze Brei, w&auml;hrend die Geige immerzu ihr schw&uuml;lstiges sum-di-sum wiederholt. So macht zur Stunde um Mittag die G&ouml;ttin der Tr&auml;nens&auml;cke ihre Gedichte.<br />
</span></p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Siebzehnsilben</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2009/siebzehnsilben</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Jan 2009 10:42:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Gedicht]]></category>
		<category><![CDATA[Haiku]]></category>
		<category><![CDATA[Melancholie]]></category>
		<category><![CDATA[Neujahr]]></category>
		<category><![CDATA[Winter]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitwende]]></category>

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		<description><![CDATA[Zitternd und braun dort, Bambusbl&#228;tter zu Neujahr In der Heizungsluft. K&#228;lter wird es schnell Um die Neujahrsgedanken Bei Abendanbruch. Die alte Blume Ist endlich doch noch verbl&#252;ht, Mitten im Winter. Stumm nun der Besen In den H&#228;nden des Alten Unterm Nachthimmel. &#196;hnliche Texte:Grabesl&#228;uten Alte Frauen, an einer Hand zu z&#228;hlen Beugen sich, denn... De rebus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2009/01/reibetusche.jpg" class="floatbox" rev="group:2066 caption:`Japanische Reibetusche`"><img class="rand size-medium wp-image-2070" title="Japanische Reibetusche" src="/wp-content/uploads/2009/01/reibetusche-291x300.jpg" alt="Japanische Reibetusche" width="233" height="240" /></a></p>
<p>Zitternd und braun dort,<br />
Bambusbl&auml;tter zu Neujahr<br />
In der Heizungsluft.</p>
<div style="margin-left: 17em;">K&auml;lter wird es schnell<br />
Um die Neujahrsgedanken<br />
Bei Abendanbruch.</div>
<p>Die alte Blume<br />
Ist endlich doch noch verbl&uuml;ht,<br />
Mitten im Winter.</p>
<div style="margin-left: 17em;">Stumm nun der Besen<br />
In den H&auml;nden des Alten<br />
Unterm Nachthimmel.</div>


<p>Ähnliche Texte:<ol><li><a href='http://www.rauhfasler.de/2008/grabeslaeuten' rel='bookmark' title='Permanent Link: Grabesl&auml;uten'>Grabesl&auml;uten</a> <small>Alte Frauen, an einer Hand zu z&auml;hlen Beugen sich, denn...</small></li>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<series:name><![CDATA[Haiku]]></series:name>
	</item>
		<item>
		<title>Vorortbahnhof</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2008/vorortbahnhof</link>
		<comments>http://www.rauhfasler.de/2008/vorortbahnhof#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 14 Oct 2008 21:47:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gelesen und Geblieben]]></category>
		<category><![CDATA[Armut]]></category>
		<category><![CDATA[Bahnfahren]]></category>
		<category><![CDATA[Gedicht]]></category>
		<category><![CDATA[Reichtum]]></category>
		<category><![CDATA[Urbane Mirakel]]></category>

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		<description><![CDATA[(Georg Heym, 1910) Auf gr&#252;ner B&#246;schung gl&#252;ht des Abendes Schein. Die Streckenlichter gl&#228;nzen an den Str&#228;ngen, Die fern in einen Streifen sich verengen – Da braust von r&#252;ckw&#228;rts schon der Zug herein. Die T&#252;ren gehen auf. Die Gleise schrein Vom Bremsendruck. Die Menschenmassen dr&#228;ngen Noch wei&#223; vom Kalk und gelb vom Lehm. Sie zw&#228;ngen Zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>(Georg Heym, 1910)</p>
<p>Auf gr&uuml;ner B&ouml;schung gl&uuml;ht des Abendes Schein.<br />
Die Streckenlichter gl&auml;nzen an den Str&auml;ngen,<br />
Die fern in einen Streifen sich verengen<br />
– Da braust von r&uuml;ckw&auml;rts schon der Zug herein.</p>
<p>Die T&uuml;ren gehen auf. Die Gleise schrein<br />
Vom Bremsendruck. Die Menschenmassen dr&auml;ngen<br />
Noch wei&szlig; vom Kalk und gelb vom Lehm. Sie zw&auml;ngen<br />
Zu zwanzig in die Wagen sich hinein.</p>
<p>Der Zug f&auml;hrt aus, im Bauch die Legionen.<br />
Er scheint in tausend Gleisen zu verirren,<br />
Der Abend schluckt ihn ein, der Strang ist leer.</p>
<p>Die roten Lampen schimmern von Balkonen.<br />
Man h&ouml;rt das leise Klappern von Geschirren<br />
Und sieht die Esser halb im Bl&auml;ttermeer.</p>
<p>G. Heym, Dichtungen und Schriften, Band 1, Lyrik, Hamburg 1964, S. 102.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Wollt auch die Unk</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2008/wollt-auch-die-unk</link>
		<comments>http://www.rauhfasler.de/2008/wollt-auch-die-unk#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 30 Aug 2008 12:03:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Gedicht]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühlsklima]]></category>
		<category><![CDATA[Schmerz]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachverwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Wahn]]></category>

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		<description><![CDATA[All Gl&#252;ck ist mir entflossen Ach, aus dem Herze mein! Und weh hat sich ergossen J&#228;h in es hinein. Das Aug ist mir verkrustet Mit morgenwachem Wahn; Wie gern hielt ich bewu&#223;tet Den Kurs vom schwanken Kahn. Der fahren mu&#223; wohl immer, Auch &#252;ber Stock und Stein &#8211; Man darf nicht zage sein Mu&#223; mannen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="/wp-content/uploads/2008/08/kroetensenior-von-physiologusde-weis.jpg" class="floatbox" rev="group:598 caption:`Kr&ouml;tensenior (von physiologus.de)`"><img class="rand size-medium wp-image-607" title="Kr&ouml;tensenior (von physiologus.de)" src="/wp-content/uploads/2008/08/kroetensenior-von-physiologusde-weis-210x300.jpg" alt="Kr&ouml;tensenior (von physiologus.de)" width="210" height="300" /></a></p>
<p>All Gl&uuml;ck ist mir entflossen<br />
Ach, aus dem Herze mein!<br />
Und weh hat sich ergossen<br />
J&auml;h in es hinein.</p>
<p>Das Aug ist mir verkrustet<br />
Mit morgenwachem Wahn;<br />
Wie gern hielt ich bewu&szlig;tet<br />
Den Kurs vom schwanken Kahn.</p>
<p>Der fahren mu&szlig; wohl immer,<br />
Auch &uuml;ber Stock und Stein &#8211;<br />
Man darf nicht zage sein<br />
Mu&szlig; mannen &uuml;ber Wimmer.</p>
<p>Ist auch der Fu&szlig; entschlafen<br />
Fest, arg und fleischesschwer:<br />
Man la&szlig; sich nicht bedarfen<br />
Des Jammerns achzusehr.</p>
<p>Ach, aus dem Herze mein<br />
Quillt Blut mir ins Gef&auml;&szlig;e!<br />
Und wills nicht lassen sein<br />
Und jammerts auch ohn M&auml;&szlig;e.</p>
<p>Und schliefen beide F&uuml;&szlig;e<br />
Es bleibt kein Zeit f&uuml;r Klage &#8211;<br />
Wird tropfend quellen S&uuml;&szlig;e<br />
Einst aus irgenddunklem Tale.</p>
<p>Und schimmert Licht das Dunkle,<br />
Und k&auml;uzt im Busch die Unke:<br />
Geh fr&ouml;hlich fort mit Pfeifen,<br />
La&szlig; nicht den Nacken steifen!</p>
<p>Wollt auch die Unk dich greifen,<br />
Schau aus nach goldnem Streifen,<br />
Mu&szlig;t schon die Augen kneifen<br />
Und nach dem Halme greifen.</p>
<p>Ach, schleif das Herze dein<br />
mit zitternd froher Hand<br />
Frisch &uuml;ber Stock und Stein<br />
Ins Hartgelobte Land.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Morgengrau</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2008/morgengrau</link>
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		<pubDate>Sun, 10 Aug 2008 19:52:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blendungen]]></category>
		<category><![CDATA[Bäume]]></category>
		<category><![CDATA[Ewigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gedicht]]></category>
		<category><![CDATA[Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Vögel]]></category>
		<category><![CDATA[Wind]]></category>

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		<description><![CDATA[In breiten Streifen zieht Morgenfarbe &#220;ber den Himmel ohne Sonne Gleich werden auch die letzten Streifen Restlos zerflossen sein in das Grau. Wellen gehen durch die Grashalme Unter denen der einzelne ist wie nichts. Und am Horizont biegen sich sanft Gewaltige B&#228;ume im Wind, Der ist &#252;berall und fl&#252;stert geduldig. Dazu noch vier Tauben In [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In breiten Streifen zieht Morgenfarbe<br />
&Uuml;ber den Himmel ohne Sonne<br />
Gleich werden auch die letzten Streifen<br />
Restlos zerflossen sein in das Grau.<br />
Wellen gehen durch die Grashalme<br />
Unter denen der einzelne ist wie nichts.<br />
Und am Horizont biegen sich sanft<br />
Gewaltige B&auml;ume im Wind,<br />
Der ist &uuml;berall und fl&uuml;stert geduldig.<br />
Dazu noch vier Tauben<br />
In eine dunkle Antiphon versenkt.<br />
Kein Ding hat noch Schatten<br />
Und es besteht kaum Unterschied<br />
Zwischen den vorl&auml;ufigen Erhebungen<br />
Und der Ebene, die eigentlich ewig<br />
Sich hinstreckt bis ins Grau hinein,<br />
Das oben den Morgen ertr&auml;nkt.<br />
Mir in den Ohren fl&uuml;stert der Wind<br />
Und flie&szlig;t in Wellen durchs Gras.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Zweifingerbreit</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Aug 2008 14:37:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blendungen]]></category>
		<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Gedicht]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Wunden]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch wenn mit aller Kraft Tief eingerammt der Pfahl In den leeren Raum hinein Vom Brustbein hin zum Magen Zweifingerbreit gleich dort Wo jenes Zittern liegt. Bleibt doch der Raum noch leer. Zu schnell schlie&#223;t sich Die Wunde immer, Zu glatt sind alle Pf&#228;hle. Und &#252;ber alle Kraft Zu rammen, bohren, brechen Wohnt dort zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom: 0cm;"><a href="/wp-content/uploads/2008/08/pfahl2.jpg" class="floatbox" rev="group:236 caption:`Pfahl`"><img class="alignnone size-medium wp-image-242" title="Pfahl" src="/wp-content/uploads/2008/08/pfahl2-300x300.jpg" alt="" width="262" height="262" /></a></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Auch wenn mit aller Kraft<br />
Tief eingerammt der Pfahl<br />
In den leeren Raum hinein<br />
Vom Brustbein hin zum Magen<br />
Zweifingerbreit gleich dort<br />
Wo jenes Zittern liegt.<br />
Bleibt doch der Raum noch leer.<br />
Zu schnell schlie&szlig;t sich<br />
Die Wunde immer,<br />
Zu glatt sind alle Pf&auml;hle.<br />
Und &uuml;ber alle Kraft<br />
Zu rammen, bohren, brechen<br />
Wohnt dort zum Magen hin<br />
Zwei Fingerbreit hinab<br />
Ein Zittern.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Am Ende</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2008/am-ende</link>
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		<pubDate>Sun, 03 Aug 2008 16:44:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Abgründe]]></category>
		<category><![CDATA[Gedicht]]></category>
		<category><![CDATA[Heilige]]></category>
		<category><![CDATA[Weltbankrott]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Ende der Stra&#223;e eine Treppe hinab Liegt ein Keller, der ist gro&#223; genug. An br&#252;chigen Tischen kauern verfallen Menschen und atmen einer vom andern Rauch und Gestank. Es sind da Gerechte Die liegen und schlafen r&#252;cklings und hart, Sind reglos auf B&#228;nke und Tische gestreckt, Sie liegen und schlafen einen langen Tod. Und um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom: 0cm;"><a rel="attachment wp-att-185" href="/2008/am-ende/loch/"><img class="alignnone size-medium wp-image-185" title="loch" src="/wp-content/uploads/2008/08/loch-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Am Ende der Stra&szlig;e eine Treppe hinab<br />
Liegt ein Keller, der ist gro&szlig; genug.<br />
An br&uuml;chigen Tischen kauern verfallen<br />
Menschen und atmen einer vom andern<br />
Rauch und Gestank. Es sind da Gerechte<br />
Die liegen und schlafen r&uuml;cklings und hart,<br />
Sind reglos auf B&auml;nke und Tische gestreckt,<br />
Sie liegen und schlafen einen langen Tod.<br />
Und um sie tanzt schwitzend das Leben.<br />
D&uuml;nnh&auml;utig reiben sich gierig die T&auml;nzer<br />
Am eigenen Wahn. Es gl&uuml;hen die Blicke<br />
Es suchen die H&auml;nde, die Finger befingern<br />
Ringsum welke Leiber und Asche und Staub.<br />
Da &ouml;ffnet sich wieder die T&uuml;r bei der Treppe<br />
Es stolpert jemand zur Halle herab,<br />
Der ist neu und frisch und auch sch&uuml;chtern &#8211;<br />
Blickt erst ratlos um sich doch dann<br />
F&uuml;hrt ihm sein Geilen wieder sicher den Schritt,<br />
So taucht er gleich ein in den Reigen<br />
Und schenkt sich den Leibern, den Fingern.<br />
Reckt aus seine zitternden H&auml;nde und giert<br />
Nach dem Schwei&szlig;, der Asche, dem Trost<br />
Der allein im Untergang liegt, er hat Appetit.<br />
Der Tod ist der Mantel allein der Gerechten<br />
Wie Stein liegen sie und auf sie gestreut<br />
Der Schmutz, den der Tanz aus sich zeugt.<br />
Am Ende der Stra&szlig;e, die liegt still und leer.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Sommer</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2008/sommer</link>
		<comments>http://www.rauhfasler.de/2008/sommer#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 26 Jul 2008 16:44:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bewußtseinssturz]]></category>
		<category><![CDATA[Wegkreuzungen]]></category>
		<category><![CDATA[Gedicht]]></category>
		<category><![CDATA[Müdigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Sommer]]></category>
		<category><![CDATA[Wetter]]></category>

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		<description><![CDATA[Aber wie ist es geschehen Da&#223; der feine Schmuck Wie grauer Efeu dir am Halse h&#228;ngt? Aus der Seide alle Leichtigkeit Verflogen ist und sie jetzt m&#252;de Tiefe Falten wirft um deinen Hals, Den Efeubewucherten, in Wellen Deren tiefste noch als schmales Dunkel Um deine Lippen liegt? Wie auch ist der Strich verblichen Auf deinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-57" href="/?attachment_id=57"><img class="alignnone size-medium wp-image-57" title="wistedt-strandpromenade" src="/wp-content/uploads/2008/07/wistedt-strandpromenade-klein-300x168.jpg" alt="Ein untergehender Sommertag" width="300" height="168" /></a></p>
<p>Aber wie ist es geschehen<br />
Da&szlig; der feine Schmuck<br />
Wie grauer Efeu dir am Halse h&auml;ngt?<br />
Aus der Seide alle Leichtigkeit<br />
Verflogen ist und sie jetzt m&uuml;de<br />
Tiefe Falten wirft um deinen Hals,<br />
Den Efeubewucherten, in Wellen<br />
Deren tiefste noch als schmales Dunkel<br />
Um deine Lippen liegt?</p>
<p>Wie auch ist der Strich verblichen<br />
Auf deinen Lidern, wo nun<br />
Ein kalter Winterhimmel steht,<br />
Zum Trotze allem Sommer um uns?<br />
Es ist doch Schwellzeit und leicht<br />
W&auml;re das Leben abz&uuml;glich der K&auml;lte.<br />
So dachte ich. Du aber bist<br />
Trockengefallen und m&uuml;de so sehr<br />
Da&szlig; ich mir Schauerst&uuml;rme w&uuml;nsche.</p>
<p>Da&szlig; du nicht entschuldigen m&uuml;&szlig;test<br />
Jenes Schlie&szlig;enwollen, das still bittet<br />
Aus deinen Augen. Dann w&uuml;rde Donner<br />
&Uuml;berschreien die sch&uuml;chterne Stille,<br />
Mit der dein Mund zu lau gef&uuml;llt.<br />
Regen w&uuml;rde dir den Winterhimmel<br />
Abwaschen und in deine Augen treiben.<br />
Ich ginge, haareraufend vor Freude,<br />
Zu tanzen mit dem k&uuml;hlenden Zorn.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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