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	<title>Rauhfasler &#187; Gedicht</title>
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	<description>Verbrauchende Versuche mit Wörtern</description>
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		<title>14.233</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Nov 2010 11:12:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Gedicht]]></category>
		<category><![CDATA[Gott]]></category>
		<category><![CDATA[Kaffee]]></category>
		<category><![CDATA[Knirschen]]></category>
		<category><![CDATA[Nacht]]></category>
		<category><![CDATA[Traum]]></category>
		<category><![CDATA[Verborgen]]></category>

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		<description><![CDATA[Queste parole di colore oscuro vid’ïo scritte al sommo d’una porta; per ch’io: &#0187;Maestro, il senso lor m’è duro&#0171;. (Dante Alighieri, Divina Commedia,Inferno, Canto terzo) nun, namenloser gott, ich habe in dieser nacht fünftausend zeilen ausgedacht in deine richtung und frage mich, nun wieder nüchtern, wie der laue kaffee linker hand auf dem leeren tisch, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/11/calabiyau.jpg" class="floatbox" rev="group:10614 caption:`3D-Print einer Calabi-Yau-Mannigfaltigkeit von Bathsheba Grossman`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/11/calabiyau-300x257.jpg" alt="" title="3D-Print einer Calabi-Yau-Mannigfaltigkeit von Bathsheba Grossman" width="300" height="257" class="rand size-medium wp-image-10622" /></a></p>
<div style="font-size:0.9em;font-style:italic;margin-left:14em;margin-bottom:2em;">Queste parole di colore oscuro <br />
vid’ïo scritte al sommo d’una porta; <br />
per ch’io: &#0187;Maestro, il senso lor m’è duro&#0171;. <br />
<span style="font-style:normal;font-size:0.85em;">(Dante Alighieri, Divina Commedia,<br />Inferno, Canto terzo)</span></div>
<p>nun, namenloser gott, ich habe<br />
in dieser nacht fünftausend zeilen<br />
ausgedacht in deine richtung<br />
und frage mich, nun wieder nüchtern,<br />
wie der laue kaffee linker hand<br />
auf dem leeren tisch, ich frage mich<br />
an diesem halben morgen, ob<br />
du zugehört hast, jetzt,<br />
da mir alles entfallen ist?</p>
<p>nur ein leichter geschmack von angst,<br />
sie schmeckt nach kardamon,<span id="more-10614"></span><br />
ist mir geblieben von den landschaften<br />
an den innenhängen eines<br />
sehr tiefen trichters in meinem<br />
verschotterten kopf, die<br />
ich durchwandert habe<br />
auf der suche nach,<br />
auf der flucht vor &#8211;<br />
was?</p>
<p>und habe mich wohl,<br />
namenloser gott &#8211; dort<br />
unten oben in den<br />
spiegelflächen einer<br />
calabi-yau-mannigfaltigkeit &#8211;<br />
wo auch immer, man<br />
beantwortet solche fragen heute nicht mehr &#8211;<br />
und habe mich wohl<br />
ausschweifend verlaufen</p>
<p>und habe mich wohl,<br />
namenloser gott, an<br />
jambischen pentamentern und<br />
terzinen versucht<br />
auf dem irrweg, und<br />
es war die zahl der zeilen<br />
vierzehntausendzweihundertdreiunddreißig, aber &#8211;<br />
weshalb?</p>
<p>es bleibt nur der geschmack<br />
von kardamon im bodensatz<br />
eines kalten, letzten schlucks<br />
aus der kaffeetasse, linkerhand.<br />
schön ziehen die wolken und<br />
die zahnräder knirschen<br />
unter dem sehr dünnen,<br />
vibrierenden<br />
boden.</p>
<p>warum aber bist du,<br />
namenloser gott, so schüchtern<br />
und stellst dich taub,<br />
warum verbirgst du dich<br />
hinter notstandsdecken<br />
an stricken aufgehängt, sodaß<br />
du womöglich gar nichts<br />
hörst? warum<br />
ist dort, wo man fast zu dir kommt<br />
der boden so teigig vor lauter<br />
feigheit und sorge, daß<br />
man abrutscht auf dem weg<br />
hinauf auf deinen hügel?</p>
<p>man beantwortet solche fragen heute nicht mehr,<br />
aber dennoch wirst du nicht vorüberkommen<br />
an meinen vierzehntausendzweihundertdreiunddreißig<br />
von mir zwar &#8211; nicht von dir zu vergessenen zeilen.</p>
<hr />
<p>Die Seiten der Küstlerin <a href="http://www.bathsheba.com/" class="floatbox">Bathsheba Grossman</a>.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Rezension</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2010/rezension</link>
		<comments>http://www.rauhfasler.de/2010/rezension#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 10 Oct 2010 10:08:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Gedicht]]></category>
		<category><![CDATA[Gerede]]></category>
		<category><![CDATA[Himmel]]></category>
		<category><![CDATA[leere Hüllen]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachlosigkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Himmel steht In ältlicher Majestät Blassblau, durchbrochen von Einzelnen zerfließenden Wolken Wie ein Endreim über Der Landschaft, die Ja auch bloß noch Die gewohnten Chiffren Wiederholt, ich habe Lyrik gelesen Lyrik gelesen Lyrik über Liebe gelesen Über Liebe sogar, und Nun kratzt die Luft tief In den Bronchien und Jemand leiert sich Über die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/10/F1.jpg" class="floatbox" rev="group:9660 caption:`Der &raquo;Anleger&laquo; der Rapida 162 von Koenig &amp; Bauer`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/10/F1-300x199.jpg" alt="" title="Der &raquo;Anleger&laquo; der Rapida 162 von Koenig &amp; Bauer" width="300" height="199" class="rand size-medium wp-image-9662" /></a></p>
<p>Der Himmel steht<br />
In ältlicher Majestät<br />
Blassblau, durchbrochen von<br />
Einzelnen zerfließenden Wolken<br />
Wie ein Endreim über<br />
Der Landschaft, die<br />
Ja auch bloß noch<br />
Die gewohnten Chiffren<br />
Wiederholt, ich habe<br />
Lyrik gelesen<br />
Lyrik gelesen<br />
Lyrik über<br />
Liebe gelesen<br />
Über Liebe sogar, und<br />
Nun kratzt die Luft tief<br />
In den Bronchien und<br />
Jemand leiert sich<br />
Über die Lautsprecher, die<br />
Ja leider keine Unterschiede<br />
Machen, mit jedem Bahnhof wieder<br />
Wie ein völlig unleidliches Kind<br />
An demselben Text ab, der<br />
Auf Nicht Gestattet endet:<br />
Es gäbe doch manches<br />
Zum Beispiel das<br />
Waschen von Leichen, auf<br />
Deren blasser Haut bald<br />
Zerfließende Blaue Flecken zu<br />
Sehen sind, die<br />
Verdienstvoll mit einem<br />
Schwamm zu umschreiben, doch<br />
Auch keinerlei Vorkenntnisse<br />
Erfordert &#8211; warum müssen es<br />
Denn Gedichte sein und<br />
Auch noch über:<br />
Liebe?</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ausreichend wenig</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2009/ausreichend-wenig</link>
		<comments>http://www.rauhfasler.de/2009/ausreichend-wenig#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 07 Nov 2009 10:42:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Botschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Gedicht]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Tand]]></category>
		<category><![CDATA[Vorrat]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus Pergament ein Haus Für wolligen Tand, Aus Pergament Eine Schachtel für Das knappe Dutzend Kullernde Silben, Die ausreichend Wenig besagen, daß An ihren schillernden Schlieren der Blick Sich allmählich erweicht. Ähnliche Texte:Sinnlos genug Nach einem Wort Einem Gedanken Einem der wieder Wieder beweglich... Mein Haus Bis Neuzehndreiundvierzig stand hier noch ein andres Haus, Tatsächlich, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2009/11/fortune.jpg" class="floatbox" rev="group:5264 caption:`Titelbild der 0-Nummer des Fortune Magazine aus dem Jahr 1929`"><img src="/wp-content/uploads/2009/11/fortune-294x300.jpg" alt="Titelbild der 0-Nummer des Fortune Magazine aus dem Jahr 1929" title="Titelbild der 0-Nummer des Fortune Magazine aus dem Jahr 1929" width="294" height="300" class="rand size-medium wp-image-5266" /></a></p>
<p>Aus Pergament ein Haus<br />
Für wolligen Tand,<br />
Aus Pergament<br />
Eine Schachtel für<br />
Das knappe Dutzend<br />
Kullernde Silben,<br />
Die ausreichend<br />
Wenig besagen, daß<br />
An ihren schillernden<br />
Schlieren der Blick<br />
Sich allmählich erweicht.</p>


<p>Ähnliche Texte:<ol><li><a href='http://www.rauhfasler.de/2008/sinnlos-genug' rel='bookmark' title='Permanent Link: Sinnlos genug'>Sinnlos genug</a> <small>Nach einem Wort Einem Gedanken Einem der wieder Wieder beweglich...</small></li>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Klage des Tigers beim Fressen</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2009/die-klage-des-tigers-beim-fressen</link>
		<comments>http://www.rauhfasler.de/2009/die-klage-des-tigers-beim-fressen#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 11:20:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Beute]]></category>
		<category><![CDATA[Fressen]]></category>
		<category><![CDATA[Gedicht]]></category>
		<category><![CDATA[Jagd]]></category>
		<category><![CDATA[Nachdenken]]></category>
		<category><![CDATA[Omnia vincit amor]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>
		<category><![CDATA[Umgedicht]]></category>
		<category><![CDATA[Wilde Tiere]]></category>

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		<description><![CDATA[{Über das Gedicht von Karoline von Günderode: Die eine Klage} &#0187;Wer die tiefste aller Wunden Hat in Geist und Sinn empfunden&#0171; Hört man einen Tiger leftzen Der die Beute grad bepirscht Der im Überschwang von Säften Mit den spitzen Zähnen knirscht. Schillernd da durch Blätterwände Sieht er lockend weiße Haut Bereit zum Sprung zuckt ihm [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/enloexc/256711863/"><img class="rand size-full wp-image-2571" title="Tigerblick, eingefangen vom flickr-Benutzer enloexc" src="/wp-content/uploads/2009/02/tigerblick.jpg" alt="Tigerblick, eingefangen vom flickr-Benutzer enloexc" width="353" height="235" /></a></p>
<p style="margin-left:5em;">{Über das Gedicht von Karoline von Günderode: <a href="http://www.zeno.org/Literatur/M/G%C3%BCnderode,+Karoline+von/Gedichte/Melete/Die+eine+Klage">Die eine Klage</a>}</p>
<p><em>&#0187;Wer die tiefste aller Wunden<br />
Hat in Geist und Sinn empfunden&#0171;</em><br />
Hört man einen Tiger leftzen<br />
Der die Beute grad bepirscht<br />
Der im Überschwang von Säften<br />
Mit den spitzen Zähnen knirscht.</p>
<p>Schillernd da durch Blätterwände<br />
Sieht er lockend weiße Haut<br />
Bereit zum Sprung zuckt ihm die Lende<br />
Und er macht doch keinen Laut.<br />
Herrscht als Jäger in der Flur &#8211;<br />
Doch ein Grübler von Natur.</p>
<p>Und er macht sich einen Reim<br />
Zu den spitzen Schmerzensschrei′n:<br />
Wünscht sich: <em>Eins in Zwei zu sein,<br />
Eins im Andern sich zu finden,<br />
Daß der Zweiheit Gränzen schwinden<br />
Und des Daseins</em> Hunger-<em>Pein.</em></p>
<p>Jetzt verebbt der Todeskampf<br />
Und das Fressen kann beginnen.<br />
Im Tiger hebt es an zu sinnen<br />
Über seiner Mahlzeit Dampf:<br />
<em>Wer so ganz in Herz und Sinnen<br />
Konnt’ ein Wesen liebgewinnen </em></p>
<p>Ein solcher, meint der Tiger nun,<br />
Kann nicht still verdauend ruhn.<br />
<em>Das geliebte, süße Leben,<br />
Dieses Nehmen und dies Geben</em><br />
Soll im eignen Fleische leben<br />
Wird ihm Kraft zum Jagen geben.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Spülpoem</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2009/spuelpoem</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Jan 2009 14:12:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf Empfang]]></category>
		<category><![CDATA[Abwasch]]></category>
		<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Gedicht]]></category>
		<category><![CDATA[leere Hüllen]]></category>
		<category><![CDATA[Mittag]]></category>
		<category><![CDATA[Radio]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachverwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Zwischenräume]]></category>

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		<description><![CDATA[Habe das Abenteuer unternommen, abzuwaschen und radiozuhören dabei. Das zu hohem Mittag und leicht nervös von mehr oder weniger maßlos getrunkenem Kaffee. Im Magen ein Anflug von Übelkeit, der Grund unbekannt und auch weitgehend unwichtig. Im Radio: Der Bau von Atomkraftwerken und die Aussicht auf russisch-deutsch-japanische Kooperation gegen französisch-amerikanischen Marktbeherrscher &#8211; oder ähnlich. Von etwas [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2009/01/spuelbuerste.jpg" class="floatbox" rev="group:2403 caption:`Spülschüssel und -bürste von Normann Copenhagen`"><img class="rand size-medium wp-image-2406" title="Spülschüssel und -bürste von Normann Copenhagen" src="/wp-content/uploads/2009/01/spuelbuerste-300x300.jpg" alt="Spülschüssel und -bürste von Normann Copenhagen" width="300" height="300" /></a></p>
<p>Habe das Abenteuer unternommen, abzuwaschen und radiozuhören dabei. Das zu hohem Mittag und leicht nervös von mehr oder weniger maßlos getrunkenem Kaffee. Im Magen ein Anflug von Übelkeit, der Grund unbekannt und auch weitgehend unwichtig.</p>
<p>Im Radio: Der Bau von Atomkraftwerken und die Aussicht auf russisch-deutsch-japanische Kooperation gegen französisch-amerikanischen Marktbeherrscher &#8211; oder ähnlich. Von etwas wie Dampfdruck war die Rede und so weiter. Um ein kleines später dann aktuelle Meldungen zu Steuerhinterziehung und Bewährungsstrafe. Und unausgesprochen aber mitgemeint das Wort &#0187;Deal&#0171; (das klingt nach &#0187;Dealer&#0171; und nach gezinkten Karten und entlastet Gerichte und Steuerzahler).</p>
<p>Das also um ein kleines später, ein Spatium war noch dazwischen. Und in diesen Zwischenraum wurde rasch Besinnlichkeit hineingestrichen, dick und zäh. Das ging so: Erst gravitätische Geige, sum-di-sum, dann <a title="Das Gedicht nachlesen (Rauhfasern von Norbert Lange)" href="http://www.spritz.de/index.php?module=Pagesetter&amp;func=viewpub&amp;tid=3&amp;pid=44" target="_blank">neun Zeilen Gedicht,</a> dann noch eine Lage Geigentöne obendrauf, di-sum-di. Die neun Zeilen aber wurden sparsam verlesen, mit reichlich Schmalz jedoch, damit es leicht hinunterrutscht.</p>
<p>Das Spatium war dann, ein sauberes Trinkglas später, vorbei. Schnell wieder Vernünftiges: Bericht vom Gericht. Die Reimworte, glitschig vom Schmalz, kommen gleichzeitig mit dem voher und nachher bis in den Verstand: Atomsiedewasser &#8211; <em>mit glühweinwarmen Tassen</em>. Bewährung &#8211; <em>Ich steckte meinen Mund in deine Haar</em>. Forderung der Verteidigung erheblich geringer &#8211; <em>nackte Rücken</em>.<span class="text_italic"> Und es vermischt sich der ganze Brei, während die Geige immerzu ihr schwülstiges sum-di-sum wiederholt. So macht zur Stunde um Mittag die Göttin der Tränensäcke ihre Gedichte.<br />
</span></p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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