<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	xmlns:series="http://unfoldingneurons.com/"
	>

<channel>
	<title>Rauhfasler &#187; Geräusch</title>
	<atom:link href="http://www.rauhfasler.de/tag/geraeusch/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.rauhfasler.de</link>
	<description>Verbrauchende Versuche mit Wörtern</description>
	<lastBuildDate>Sun, 05 Feb 2012 14:26:48 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	
		<item>
		<title>Einige Töne</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2011/einige-toene</link>
		<comments>http://www.rauhfasler.de/2011/einige-toene#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 02 Jul 2011 21:42:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Geräusch]]></category>
		<category><![CDATA[Regen]]></category>
		<category><![CDATA[Schatten]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtleben]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.rauhfasler.de/?p=14248</guid>
		<description><![CDATA[Hinter den munteren Pavillions Rührt sich Donner, der Regen Streicht mit kalten Fingern Lässig durch die Nebenstraßen; Im Aquarium sinkt ein Fisch Auf den Grund; man hört, Wenn die Tür geschlagen wird, Wie ein schüchternes Windspiel Einige Töne probiert und Dann eilig verstummt: Es hängt dort, Im Fenster, Im Schatten. In der Kühle singen seit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/07/clockwork-diving-suit.jpg" class="floatbox" rev="group:14248 caption:`Quelle unbekannt`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/07/clockwork-diving-suit-300x224.jpg" alt="" title="Quelle unbekannt" width="300" height="224" class="rand size-medium wp-image-14251" /></a></p>
<p>Hinter den munteren Pavillions<br />
Rührt sich Donner, der Regen<br />
Streicht mit kalten Fingern<br />
Lässig durch die Nebenstraßen;<br />
Im Aquarium sinkt ein Fisch<br />
Auf den Grund; man hört,<br />
Wenn die Tür geschlagen wird,<br />
Wie ein schüchternes Windspiel<br />
Einige Töne probiert und<br />
Dann eilig verstummt:<br />
Es hängt dort,<br />
Im Fenster,<br />
Im Schatten.</p>
<p>In der Kühle singen seit Stunden Sirenen<br />
In sehr weiten Bögen und bergen<br />
Gestrauchelte Fahrer; die Luft<br />
Schmeckt süß zum Erstaunen.</p>


<p>Ähnliche Texte:<ol><li><a href='http://www.rauhfasler.de/2007/den-krieg-vorm-fenster' rel='bookmark' title='Permanent Link: Den Krieg vor&#8217;m Fenster'>Den Krieg vor&#8217;m Fenster</a> <small>Letzte Nacht lag ich lange wach, dämmerte in einem verschwitzten...</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2010/kontratanz' rel='bookmark' title='Permanent Link: kontratanz'>kontratanz</a> <small>auf seinem rankett aus blei spielt der abend und die...</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2011/abraum-in-der-luft-vorueber' rel='bookmark' title='Permanent Link: Abraum in der Luft vorüber'>Abraum in der Luft vorüber</a> <small>Trommeln sind jetzt aufgezogen Hinterm allgemeinen Rauschen Was nicht zu...</small></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rauhfasler.de/2011/einige-toene/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Largo (ma non troppo)</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2011/largo-ma-non-troppo</link>
		<comments>http://www.rauhfasler.de/2011/largo-ma-non-troppo#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 21 May 2011 08:56:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Abend]]></category>
		<category><![CDATA[Brücken]]></category>
		<category><![CDATA[Geräusch]]></category>
		<category><![CDATA[Vögel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.rauhfasler.de/?p=12027</guid>
		<description><![CDATA[Am Abend spielt das Haus Die gewohnte Partitur, Largo, ma non troppo, In den Stuben, auf den Leuten, Die wohl einstudierten Fugen: Der Abwasch in H-Moll Und die knarrenden Schritte, Ein halbgarer Streit Und das ziemlich späte Essen, Wovon am Ende die Mägen zu schwer Zum schlafen sind. Jetzt singen noch die Fernsehgeräte Unter sämtlichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/02/haunted.png" class="floatbox" rev="group:12027 caption:`Szene aus dem Stummfilm &raquo;The Haunted Curiosity Shop&laquo;`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/02/haunted-300x217.png" alt="" title="Szene aus dem Stummfilm &raquo;The Haunted Curiosity Shop&laquo;" width="300" height="217" class="rand size-medium wp-image-12029" /></a></p>
<p>Am Abend spielt das Haus<br />
Die gewohnte Partitur,<br />
Largo, ma non troppo,<br />
In den Stuben, auf den Leuten,<br />
Die wohl einstudierten Fugen:<br />
Der Abwasch in H-Moll<br />
Und die knarrenden Schritte,<br />
Ein halbgarer Streit<br />
Und das ziemlich späte Essen,<br />
Wovon am Ende die Mägen zu schwer<br />
Zum schlafen sind.</p>
<p>Jetzt singen noch die Fernsehgeräte<br />
Unter sämtlichen Dächern, munter und bläulich;<br />
Die Nachtigallen sind zum Rauchen geflogen,<br />
Da, unter der üblichen Eisenbahnbrücke,<br />
Sechs Polizisten erzählen hier schon ihre Witze,<br />
Die handeln fast immer<br />
Von Rechtschaffenheit.</p>
<p>Zu Abend spielt das Haus<br />
Lieder mit Husten und mit Lachen.<br />
Und die hysterische Frau ein Stockwerk höher<br />
Spricht laut, es klirrt in den Scheiben &#8211;<br />
Mein gebrochener Zahn, der schmeckt nach Eisen &#8211;<br />
Und der Waschgang bleibt noch<br />
Lange wach, wringt und spült<br />
Unsere Kissen.</p>


<p>Ähnliche Texte:<ol><li><a href='http://www.rauhfasler.de/2008/lart-pour-lart' rel='bookmark' title='Permanent Link: L&rsquo;art pour l&rsquo;art'>L&rsquo;art pour l&rsquo;art</a> <small>In der Einkaufstraße sitzt akkordeonspielend ein junges Mädchen. Sie spielt,...</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2009/mein-haus' rel='bookmark' title='Permanent Link: Mein Haus'>Mein Haus</a> <small>Bis Neuzehndreiundvierzig stand hier noch ein andres Haus, Tatsächlich, und...</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2008/mann-um-frau' rel='bookmark' title='Permanent Link: Mann um Frau'>Mann um Frau</a> <small>Hinter mir in großem Drang Wirbt junger Mann um junge...</small></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rauhfasler.de/2011/largo-ma-non-troppo/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Stundenfrist</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2011/stunde</link>
		<comments>http://www.rauhfasler.de/2011/stunde#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 14 Apr 2011 11:20:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Abend]]></category>
		<category><![CDATA[Atem]]></category>
		<category><![CDATA[Geräusch]]></category>
		<category><![CDATA[Nackt]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaf]]></category>
		<category><![CDATA[Stille]]></category>
		<category><![CDATA[Träume]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.rauhfasler.de/?p=12811</guid>
		<description><![CDATA[Eilig schält die Stunde sich Aus ihrem Negligée, darunter Ist sie knochig, ist sie immer Knochig, Und ich wollte dir Nur nicht den Atem rauben Von deinen Lippen Durch mein Horchen Als du schliefest: Ganz war ich Als du schliefest, Und ich träumte. Und du Hast nicht gehört, zum Glück, Hast es, horch!, nicht gehört, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/04/Medusa_by_Caravaggio.jpg" class="floatbox" rev="group:12811 caption:`Medusa die Gorgone von Caravaggio`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/04/Medusa_by_Caravaggio-292x300.jpg" alt="" title="Medusa die Gorgone von Caravaggio" width="292" height="300" class="rand size-medium wp-image-12814" /></a></p>
<p>Eilig schält die Stunde sich<br />
Aus ihrem Negligée, darunter<br />
Ist sie knochig, ist sie immer<br />
Knochig,<br />
<span style="margin-left:5em;">Und ich wollte dir</span><br />
Nur nicht den Atem rauben<br />
Von deinen Lippen<br />
Durch mein Horchen<br />
Als du schliefest:<br />
Ganz war ich<br />
Als du schliefest,<br />
Und ich träumte.<br />
<span style="margin-left:8.5em;">Und du</span><br />
Hast nicht gehört, zum Glück,<br />
Hast es, horch!, nicht gehört,<br />
Wie die Dielen knirschen<br />
Unter ihrem Tritt &#8212;<br />
<span style="margin-left:10em;">So</span><br />
Tritt die Stunde einem<br />
An die Seite, hart, immer so,<br />
So kommt sie immer, und dabei<br />
Kratzen ihre Borsten derart<br />
An den stillen Wänden.</p>


<p>Ähnliche Texte:<ol><li><a href='http://www.rauhfasler.de/2008/reichend-gestillt' rel='bookmark' title='Permanent Link: reichend gestillt'>reichend gestillt</a> <small>Ein Bad in einer Wanne Und eine Suppe, dünn und...</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2008/abnegatio-sui' rel='bookmark' title='Permanent Link: Abnegatio sui'>Abnegatio sui</a> <small>Ich habe gehört: Leerwerden sei das Ziel des Mystikers und...</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2009/jahns-erste-antwort' rel='bookmark' title='Permanent Link: Jahns erste Antwort'>Jahns erste Antwort</a> <small>Hanna! Ja, ich antworte dir. Ich habe schließlich keine andere...</small></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rauhfasler.de/2011/stunde/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
	
		<series:name><![CDATA[Schlafbrandung]]></series:name>
	</item>
		<item>
		<title>schlägt in diesem abend</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2011/schlaegt-in-diesem-abend</link>
		<comments>http://www.rauhfasler.de/2011/schlaegt-in-diesem-abend#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 23 Feb 2011 19:46:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Abend]]></category>
		<category><![CDATA[Ahnungen]]></category>
		<category><![CDATA[Cowboys]]></category>
		<category><![CDATA[Geräusch]]></category>
		<category><![CDATA[Geruch]]></category>
		<category><![CDATA[Herzschlag]]></category>
		<category><![CDATA[Küken]]></category>
		<category><![CDATA[Waffen]]></category>
		<category><![CDATA[Weltall]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.rauhfasler.de/?p=12137</guid>
		<description><![CDATA[im abend schlägt ein herz: das herz eines &#8195; ungeschlüpften vogelkükens im licht liegen sätze sie interferieren &#8195; in komplizierten mustern &#8212; die augen zittern weit sie stehen offen, und der äther schmeckt ganz leicht nach den schalen von orangen ich höre einen müden cowboy er schlägt mit seinem becher nach den sternen er singt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/02/Hühnerembryo.jpg"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/02/Hühnerembryo-198x300.jpg" alt="" title="Hühnerembryo, ca. 3 Tage entwickelt" width="198" height="300" class="rand size-medium wp-image-12141" /></a></p>
<p>im abend schlägt ein herz:<br />
das herz eines &emsp; ungeschlüpften vogelkükens</p>
<p>im licht liegen sätze<br />
sie interferieren &emsp; in komplizierten mustern &#8212;<br />
die augen zittern weit<br />
sie stehen offen, und der äther schmeckt<br />
ganz leicht nach den schalen von orangen</p>
<p>ich höre einen müden cowboy<br />
er schlägt mit seinem becher nach den sternen<br />
er singt wie bob dylan und<br />
wenn die dielen knarren &emsp; geht er fort</p>
<p>ich schmecke noch den stahl in der luft<br />
von seinem perkussionsrevolver &#151<br />
jetzt singt nur noch der wind</p>
<p>und der wind schmeckt nach schnee<br />
von den bergen her, die sind<br />
nurmehr ein bild &emsp; in gedanken, </p>
<p>wenn man sich nicht rührt, lang genug,<br />
dann klingen hinter den ohren &emsp; die äonen wieder;<br />
und die hintergrundstrahlung aus dem fluchtpunkt des alls<br />
erzeugt flirrende kaskaden aus unsichtbarem licht<br />
da vorn, &emsp; gleich unter der zimmerdecke<br />
während die topfpflanzen rauschen</p>
<p>jetzt singt nur noch der wind, &emsp; und das herz<br />
eines ungeschlüpften vogelkükens schlägt<br />
in diesem abend, schlägt<br />
in diesem abend, schlägt</p>


<p>Ähnliche Texte:<ol><li><a href='http://www.rauhfasler.de/2011/das-bild' rel='bookmark' title='Permanent Link: Das Bild'>Das Bild</a> <small>Ein Bild, das ich fast schon Zu sehen bekomme, Der...</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2011/einige-toene' rel='bookmark' title='Permanent Link: Einige Töne'>Einige Töne</a> <small>Hinter den munteren Pavillions Rührt sich Donner, der Regen Streicht...</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2009/ein-pfahl' rel='bookmark' title='Permanent Link: Ein Pfahl'>Ein Pfahl</a> <small>Die Ramme schlägt Den Takt schlägt Für unsren Reigen Quer...</small></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rauhfasler.de/2011/schlaegt-in-diesem-abend/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Halbwertzeit</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2011/halbwertzeit</link>
		<comments>http://www.rauhfasler.de/2011/halbwertzeit#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 05 Feb 2011 15:28:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Bibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[Geräusch]]></category>
		<category><![CDATA[Lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Regen]]></category>
		<category><![CDATA[Vergangenheit]]></category>
		<category><![CDATA[Wind]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.rauhfasler.de/?p=11877</guid>
		<description><![CDATA[Die Außenwelt: sie atmet schwer doch musikalisch, Die Luft ist ziemlich feucht an diesem frühen Abend, Der Abend oder etwas an ihm spielt trotz allem Mit großem Ausdruck, ein windiges Fagott vielleicht, Oder doch vielmehr ein undichtes Dreibrümmchen. Da sitzt jemand und man sieht deutlich wie er mühsam denkt. Sehr langsam denkt er wohl, und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/02/Wolf-Röntgenprodukte-Fluoroskop-für-Operateure-2.jpg"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/02/Wolf-Röntgenprodukte-Fluoroskop-für-Operateure-2-241x300.jpg" alt="" title="Ein &rsaquo;Fluoroskop&lsaquo; für den Operationssaal (ca. 1930, Wolf X-ray Products)" width="241" height="300" class="rand size-medium wp-image-11884" /></a></p>
<p>Die Außenwelt: sie atmet schwer doch musikalisch,<br />
Die Luft ist ziemlich feucht an diesem frühen Abend,<br />
Der Abend oder etwas an ihm spielt trotz allem<br />
Mit großem Ausdruck, ein windiges Fagott vielleicht,<br />
Oder doch vielmehr ein undichtes Dreibrümmchen.</p>
<p>Da sitzt jemand und man sieht deutlich wie er mühsam denkt.<br />
Sehr langsam denkt er wohl, und da in seinem Nacken<br />
Wächst das Haar viel schneller offenbar als das,<br />
Was er aus Zetteln zieht, die rings um ihn<br />
Wie leere Schlüsse raschelnd lagern.</p>
<p>Die Bücher stehen in den Regalen wie gewohnt Spalier,<br />
Sie sind routinierte Söldner ohne Illusionen. &#8211;<br />
Vor meinen Augen ist auf fünfzehn knappen Seiten<br />
Eben einer hingestorben wie zuletzt vor langen Zeiten, und man stirbt,<br />
So lautet eine Theorie, auch heute noch.</p>
<p>Wer weiß, aber der Regen dauert draußen weiter an. Und hier<br />
Ist Licht, das man in tausend Jahren noch im Schutt<br />
Wird finden können, seine Halbwertzeit ist sehr beträchtlich,<br />
Denke ich, grünlich wie es hier schief im Raume steht,<br />
Selbst wie ein Gedanke fast, oder als Inbegriff</p>
<p>Letzter Fluoreszenz auf dem Bildschirm der Geschichte,<br />
Nachdem man ihn vom Strom genommen hat,<br />
Die noch eine Weile nachglüht, und man kann<br />
Darin sehr schwach den Umriß ahnen<br />
Vom letzten versprengten Apostel, oder auch<br />
Von Kaiser Nero, der sich ratlos<br />
Seinen mittlerweile ziemlich kahlen Schädel kratzt.</p>


<p>Ähnliche Texte:<ol><li><a href='http://www.rauhfasler.de/2008/obrigado' rel='bookmark' title='Permanent Link: Obrigado'>Obrigado</a> <small>Ich sitze in einem Café, das ich seit Jahren nicht betreten...</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2009/richte-meine-augen' rel='bookmark' title='Permanent Link: Richte meine Augen'>Richte meine Augen</a> <small>Ich richte meine Augen, Ich lege eine Hand Leicht an...</small></li>
<li><a href='http://www.rauhfasler.de/2009/unterdesz' rel='bookmark' title='Permanent Link: Unterdeß'>Unterdeß</a> <small>Ein kurzer Wintermittag ist unversehens abgetan, Das Licht wird alt,...</small></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rauhfasler.de/2011/halbwertzeit/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

