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	<title>Rauhfasler &#187; Insekten</title>
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	<description>Verbrauchende Versuche mit Wörtern</description>
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		<title>Larve</title>
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		<pubDate>Sat, 07 May 2011 10:14:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Gestalt]]></category>
		<category><![CDATA[Insekten]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstsein]]></category>
		<category><![CDATA[Umbrüche]]></category>
		<category><![CDATA[Wiederholungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Was man ist so zu empfinden, Wie vielleicht eine Larve ihr enges Selbst spürt, Kurz bevor sie, versponnen in einen Kokon, Sich gänzlich auflöst, zu Nährstoff für eine neue Gestalt: Nämlich als Druck, dem man schon lange Widerstanden hat. Und hinter sich Die Wiederholungen in der Luft zu erkennen Als ineinanderstehende Luftrisse, dessen, was Man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/05/Salamanderlarve.jpg" class="floatbox" rev="group:13159 caption:`Eine Salamanderlarve`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/05/Salamanderlarve-300x118.jpg" alt="" title="Eine Salamanderlarve" width="300" height="118" class="rand size-medium wp-image-13162" /></a></p>
<p>Was man ist so zu empfinden,<br />
Wie vielleicht eine Larve ihr enges Selbst spürt,<br />
Kurz bevor sie, versponnen in einen Kokon,<br />
Sich gänzlich  auflöst, zu Nährstoff für eine neue Gestalt:<br />
Nämlich als Druck, dem man schon lange<br />
Widerstanden hat. Und hinter sich<br />
Die Wiederholungen in der Luft zu erkennen<br />
Als ineinanderstehende Luftrisse, dessen, was<br />
Man aus dem Spiegel sattsam kennt und<br />
Aus den Antworten der Leute: die Wiederholungen<br />
Die man anstellt und anstellt.<br />
Und vielleicht durch eine plötzliche Bewegung<br />
Das ganze Gefüge einen Augenblick zum Rutschen zu bringen,<br />
Und grinsend den Kopf höher zu heben<br />
Als sonst bis zur niedrigen Decke.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ameisenwind</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Apr 2011 09:54:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Ameisen]]></category>
		<category><![CDATA[Frühling]]></category>
		<category><![CDATA[Himmel]]></category>
		<category><![CDATA[Insekten]]></category>
		<category><![CDATA[Licht]]></category>
		<category><![CDATA[Vögel]]></category>

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		<description><![CDATA[Im ausgegossenen Himmel Spinnen Seidenraupen quer Zwischen Fensterhöhlen und Balkonen Das Licht in Abwesenheit der Sonne &#8212; Wenn man den Blick hebt Spürt man ihre Fäden Auf den Wangenknochen. Es gibt wieder junge Amseln. Sie singen reflexiv, und Ihre Augen sind ganz Fabrikneue Glasperlen: Ihr Gesang wäscht die Büsche, Daß sie an jedem Zweig glänzen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/04/Angriffsmuster-von-Ameisensoldaten.jpg" class="floatbox" rev="group:12706 caption:`Das Angriffsmuster von Ameisensoldaten`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/04/Angriffsmuster-von-Ameisensoldaten-176x300.jpg" alt="" title="Das Angriffsmuster von Ameisensoldaten" width="176" height="300" class="rand size-medium wp-image-12709" /></a></p>
<p>Im ausgegossenen Himmel<br />
Spinnen Seidenraupen quer<br />
Zwischen Fensterhöhlen und Balkonen<br />
Das Licht in Abwesenheit der Sonne &#8212;<br />
Wenn man den Blick hebt<br />
Spürt man ihre Fäden<br />
Auf den Wangenknochen.</p>
<p>Es gibt wieder junge Amseln.<br />
Sie singen reflexiv, und<br />
Ihre Augen sind ganz<br />
Fabrikneue Glasperlen:<br />
Ihr Gesang wäscht die Büsche,<br />
Daß sie an jedem Zweig glänzen.</p>
<p>Der Frühling füllt die Lungenflügel,<br />
Man steigt wie ein Ballon<br />
Und treibt weit ab,<br />
In Ameisenwinden.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Et in Arcadia ego</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Jan 2011 20:22:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Ernst]]></category>
		<category><![CDATA[Halbheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Insekten]]></category>
		<category><![CDATA[Schmetterlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstsein]]></category>
		<category><![CDATA[Spiegelbild]]></category>

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		<description><![CDATA[Du machst unversehens Ernst Aus meinen Halbheiten, Du fängst die träumenden Schmetterlinge, Presst sie, und kochst daraus Kitt, Und hast ein Gesicht geformt, Das mich an meines erinnert, Und vielleicht ist es die Strahlung Der kalten Kacheln, die die Bläue Schimmern läßt im Hintergrund Der Haut, die Haut, die mir Launenhaft verliehen wurde: Von deinem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/01/Carl_Spitzweg_schmetterlingsfaenger.jpg" class="floatbox" rev="group:11338 caption:`Carl Spitzweg: Der Schmetterlingsfänger (1840)`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/01/Carl_Spitzweg_schmetterlingsfaenger-235x300.jpg" alt="" title="Carl Spitzweg: Der Schmetterlingsfänger (1840)" width="235" height="300" class="rand size-medium wp-image-11343" /></a></p>
<p style="margin:0em;">Du machst unversehens Ernst<br />
Aus meinen Halbheiten,<br />
Du fängst die träumenden Schmetterlinge,<br />
Presst sie, und kochst daraus<br />
Kitt,</p>
<p style="margin:0.3em 0 0 0;"><span style="margin-left:4em;">Und hast ein Gesicht geformt,</span><br />
Das mich an meines erinnert,<br />
Und vielleicht ist es die Strahlung<br />
Der kalten Kacheln, die die Bläue<br />
Schimmern läßt im Hintergrund<br />
Der Haut, die Haut, die mir<br />
Launenhaft verliehen wurde:</p>
<p style="margin:0.3em 0 0 0;"><span style="margin-left:4em;">Von deinem ewig phantasierenden Gegenspieler</span></p>
<p style="margin:0;">Vor Zeiten.<span style="margin-left:4em;vertical-align:-0.3em;">Du hast Kitt gekocht, und nun</span></p>
<p style="margin:0;">Bin ich es, den du mit Glasscherben spicktest:<br />
Nie hat dich nämlich das Spiel gereizt, außer<br />
Wo es ins Bangen kippt &#8211;: du machst unversehens Ernst<br />
Aus meinen Halbheiten &#8211; was wäre ein Leben,</p>
<p style="margin:0;">Das dir standhielte?<span style="margin-left:4em;vertical-align:-0.3em;">Ein Bretterverschlag,</span><br />
Aus reiner Not gezimmert, eben an der Stelle,<br />
Wo die Not unaufschiebbar würde:</p>
<p style="margin:0.3em 0 0 0;"><span style="margin-left:4em;">Aber da, mit dem vorletzten deutlichen Gedanken</span><br />
Versinkt dein langes Kinn schon,</p>
<p style="margin:0.3em 0 0 0;"><span style="margin-left:12em;">Während ein neuer Traum dich ertränkt,</span><br />
Bis daß der Träumer ertrinkend erwacht.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Mandibulär</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Dec 2010 11:35:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Aufbruch]]></category>
		<category><![CDATA[Insekten]]></category>
		<category><![CDATA[Rauchen]]></category>
		<category><![CDATA[Schlamm]]></category>
		<category><![CDATA[Strom]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Aufbruch biegt sich elastisch im Strom Tieferes Atmen ruft Husten hervor Die Absicht ist ziemlich mit Galle gesotten Die Zeit zischelt garstig vom Paravant aus Dort steht sie schon nackend und glänzend So häßlich das bitter der Rachen verwelkt Wie von Kaffee und zu scharfem Tabak versengt Was fällt einem ein unterm Fliegenpapier? Was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/12/Rohrtrenner.gif" class="floatbox" rev="group:11102 caption:`Rohrtrenner von Braukmann`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/12/Rohrtrenner-225x300.gif" alt="" title="Rohrtrenner von Braukmann" width="225" height="300" class="rand size-medium wp-image-11111" /></a></p>
<p>Der Aufbruch biegt sich elastisch im Strom<br />
Tieferes Atmen ruft Husten hervor<br />
Die Absicht ist ziemlich mit Galle gesotten<br />
Die Zeit zischelt garstig vom Paravant aus<br />
Dort steht sie schon nackend und glänzend<br />
So häßlich das bitter der Rachen verwelkt<br />
Wie von Kaffee und zu scharfem Tabak versengt<br />
Was fällt einem ein unterm Fliegenpapier?<br />
Was einem Einfällt ist ähnlich dem Weberknecht<br />
Dem zwei Beine fehlen er schwankt und vermutlich<br />
Kehrt er nie zurück aus der staubigen Ecke<br />
Dorthin er verschwand, ein Fraß für die Spinne<br />
Die Spinne spielt Wagner auf ihren Mandibeln<br />
Sie ist ein Faschist; der Aufbruch verbiegt sich<br />
Liegt krumm dort im Strom, der führt so viel Schlamm<br />
Das schließlich sein Bild noch versinkt.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Tersilochus obscurator</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2010/tersilochus-obscurator</link>
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		<pubDate>Wed, 22 Sep 2010 10:19:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Bedeutungslos]]></category>
		<category><![CDATA[Existenz]]></category>
		<category><![CDATA[Insekten]]></category>
		<category><![CDATA[leere Hüllen]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachverwicklung]]></category>

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		<description><![CDATA[Abzüglich all jener Verrichtungen, Aus denen nichts Bleibendes entsteht, Die niemand auf sich nehmen würde Ohne das Diktat der Notwendigkeit, Das einem mit Samthänden leichthin Ein Rasiermesser an die Kehle hält Und dazu lächelt, wie ein erfahrener Thanatologe beim Mittagessen; Abzüglich aller Worte, die sich Den Anschein von Bedeutung geben, Und die doch bloß die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/09/schlupfwespe.jpg" class="floatbox" rev="group:8994 caption:`Keine Schlupf-, vielmehr eine Wegwespe (Pompilidae) &#8212; und zwar eine tote.`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/09/schlupfwespe-300x218.jpg" alt="" title="Keine Schlupf-, vielmehr eine Wegwespe (Pompilidae) &#8212; und zwar eine tote." width="300" height="218" class="rand size-medium wp-image-8996" /></a></p>
<p>Abzüglich all jener Verrichtungen,<br />
Aus denen nichts Bleibendes entsteht,<br />
Die niemand auf sich nehmen würde<br />
Ohne das Diktat der Notwendigkeit,<br />
Das einem mit Samthänden leichthin<br />
Ein Rasiermesser an die Kehle hält<br />
Und dazu lächelt, wie ein erfahrener<br />
Thanatologe beim Mittagessen; <span id="more-8994"></span></p>
<p>Abzüglich aller Worte, die sich<br />
Den Anschein von Bedeutung geben,<br />
Und die doch bloß die Brut<br />
Jener seuchenhaften Alphabetisierung sind,<br />
Die gleich einer Schlupfwespe<br />
Ihre Eier in unser Hirn legt,<br />
Nämlich Worte, die sich blaß und weiß<br />
Zwischen unseren Gedanken einnisten<br />
Und dort übel gedeihen, es reicht<br />
Daß wir unvorsichtig lesen,<br />
Sie lauern auf Borten noch<br />
In den unschuldigsten Wohnungen,<br />
In staubigem Papier verpuppt,<br />
Sie warten geduldig<br />
Auf ihre Zeit, ganz wie<br />
Tersilochus obscurator es andernorts<br />
Zum deutlichen Schaden seines Wirtes tut:<br />
Sobald die Worte nur<br />
Ausreichend gefressen haben<br />
An unserem weichen Cortex cerebri,<br />
Stehlen sie sich aus den Mündern heraus,<br />
Als seimiger Brei<br />
(&#8211; Allein bleibt die bange Frage<br />
Ob überhaupt, würde man<br />
Die parasitären Wörter<br />
Ausrotten, ob überhaupt<br />
Noch irgendwo Gedanken<br />
Anzutreffen wären);</p>
<p>Und abzüglich allen Tands,<br />
Der uns aus den Taschen quillt,<br />
Um den wir eigentlicher geilen,<br />
Als es mit den Lenden uns<br />
Beigefarbenem Geschlechte<br />
Von räuberischen Amtszöglingen<br />
Überhaupt gelingen könnte &#8211;:</p>
<p>Abzüglich all dessen,<br />
Was bliebe denn<br />
Von der einzelnen<br />
Unantastbaren Person mehr<br />
Als was die Ameise<br />
Dem Bau bedeutet?</p>


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		<series:name><![CDATA[Krypto|patho|graphie]]></series:name>
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