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	<title>Rauhfasler &#187; Kampf</title>
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	<description>Verbrauchende Versuche mit Wörtern</description>
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		<title>Psalm 2</title>
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		<pubDate>Fri, 13 May 2011 09:20:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Alleins]]></category>
		<category><![CDATA[Durchbrüche]]></category>
		<category><![CDATA[Ende]]></category>
		<category><![CDATA[Kampf]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstsein]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachlosigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Untergang]]></category>

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		<description><![CDATA[Namenloser, Größter Tiefster Punkt, darin Alles Zusammenfließt: Die Quintessenz Aus jedem Lebenswerk An Atmung; Alle Wärme, auch von dort, Wo das letzte Kaltwerden Sich vollzieht; Alle berechtigte und Auch die unberechtigte Begierde, Der lodernde Zorn mitsamt Jener nadelglänzenden Langmut: Alles fließt am Ende Hinein In deinen Un- Ersättlichen Grund. Namenloser, Größter, Ziehe mich geduldig Am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/08/spitze1.jpg" class="floatbox" rev="group:8679 caption:`Sondenspitze eines Rasterkraftmikroskops (S. Franzka, Uni Duisburg-Essen)`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/08/spitze1-200x300.jpg" alt="" title="Sondenspitze eines Rasterkraftmikroskops (S. Franzka, Uni Duisburg-Essen)" width="200" height="300" class="rand size-medium wp-image-8683" /></a></p>
<p>Namenloser, Größter<br />
Tiefster Punkt, darin<br />
Alles Zusammenfließt:<br />
Die Quintessenz<br />
Aus jedem Lebenswerk<br />
An Atmung;<br />
Alle Wärme, auch von dort,<br />
Wo das letzte Kaltwerden<br />
Sich vollzieht;<br />
Alle berechtigte und<br />
Auch die unberechtigte Begierde,<br />
Der lodernde Zorn mitsamt<br />
Jener nadelglänzenden Langmut:<br />
Alles fließt am Ende<br />
Hinein<br />
In deinen<br />
Un-<br />
Ersättlichen<br />
Grund.</p>
<p>Namenloser, Größter,<br />
Ziehe mich geduldig<br />
Am seidenen Strick<br />
Zu dir hinauf, dorthin<br />
Wo die Silben allmählich<br />
Ihre Bedeutungen verlieren,<br />
Und dann blendende Stille<br />
Jeden Gedanken bald<br />
Verstummen läßt:<br />
Als einen Umweg nämlich &#8211;<br />
Bis nur ein Klang bleibt<br />
Wie Vogelstimmen<br />
In einem Meer<br />
Dünner<br />
schwankender<br />
Zweige &#8211;<br />
So daß sich<br />
Alles endlich<br />
Zur Wahrhaftigkeit<br />
Verjüngen muß.</p>
<p>Vorderhand aber:<br />
Schenke mir Durst<br />
Nach deinen Schattenrissen;<br />
Schenke mir Übelkeit<br />
Im rechten Maß<br />
Deiner Unduldsamkeit;<br />
Und feile mir<br />
Die Reißzähne spitz<br />
Mit deinem Schweigen,<br />
Spitz bis<br />
Auf ein einzelnes,<br />
Zitterndes<br />
Atom.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<series:name><![CDATA[ne adpropies]]></series:name>
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		<title>munter</title>
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		<comments>http://www.rauhfasler.de/2011/munter#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 08 Apr 2011 10:10:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Asphalt]]></category>
		<category><![CDATA[Augenblick]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Himmel]]></category>
		<category><![CDATA[Kampf]]></category>
		<category><![CDATA[Straßen]]></category>

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		<description><![CDATA[was wir sind, das steht auf einem andren blatt was du zu sagen hast keimt grün aus den bordsteinritzen der himmel schmeckt aufwieglerisch in diesem augenblick ganz hinten oben unter unsren rachendächern weitläufig schmeckt er und nach nassen asphaltstaßen. hast du schon an dein plädoyer gedacht? man wird es jetzt bald sagen müssen &#8212; die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/04/Schwedisches-Gewitter.jpg" class="floatbox" rev="group:12723 caption:`Schwedisches Gewitter. Foto von Christian Schmidt (landscapeart.de)`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/04/Schwedisches-Gewitter-300x200.jpg" alt="" title="Schwedisches Gewitter. Foto von Christian Schmidt (landscapeart.de)" width="300" height="200" class="rand size-medium wp-image-12726" /></a></p>
<p>was wir sind, das<br />
steht auf einem andren blatt<br />
was du zu sagen hast<br />
keimt grün aus den bordsteinritzen<br />
der himmel schmeckt<br />
aufwieglerisch in diesem augenblick<br />
ganz hinten oben unter unsren rachendächern<br />
weitläufig schmeckt er und nach nassen asphaltstaßen.</p>
<p>hast du schon<br />
an dein plädoyer gedacht?<br />
man wird es jetzt bald sagen müssen &#8212;<br />
die zeit ist faulig, aber leicht das pfeifen:<br />
und der tag ist frisch, und, freunde, wir<br />
wir müssen munter sein zum kämpfen.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Vom Sofa</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2010/vom-sofa-2</link>
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		<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 11:58:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Kampf]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Organe]]></category>
		<category><![CDATA[Ruhe]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaf]]></category>
		<category><![CDATA[Tatenlos]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Tag ist früh genug begonnen &#8211; Tatenlos, dafür braucht es alle Kraft. Das Territorium der Sofakissen Liegt hart umkämpft im Grenzgebiet Zwischen dem Laugenschlaf des Täglich Rekonvaleszenten Und dem sauren Selbstinzest. Man bindet sich die Hände, Schließt die Fenster, schaltet Alle zitternden Antennen nieder Und wartet auf die Wirksamkeit Der süßen Gifte, aus der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/7984880@N07/3092722772/"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/01/gehörschutz-300x300.jpg" alt="" title="Gehörschutz (Ausschnitt aus einem Photo von Blue Petunia via Flickr)" width="300" height="300" class="rand size-medium wp-image-5803" /></a></p>
<p>Der Tag ist früh genug begonnen &#8211;<br />
Tatenlos, dafür braucht es alle Kraft.<br />
Das Territorium der Sofakissen<br />
Liegt hart umkämpft im Grenzgebiet<br />
Zwischen dem Laugenschlaf des<br />
Täglich Rekonvaleszenten<br />
Und dem sauren Selbstinzest.<br />
Man bindet sich die Hände,<br />
Schließt die Fenster, schaltet<br />
Alle zitternden Antennen nieder<br />
Und wartet auf die Wirksamkeit<br />
Der süßen Gifte, aus der Zirbeldrüse<br />
Oder sonstwoher.<br />
Vom Organfett lebt der Freie<br />
Glücklich einen Vierteltag<br />
Und kann am Ende den Gedanken<br />
Zusehen bei ihrem Hungertod.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>An welcher Front</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2009/an-welcher-front</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Feb 2009 11:52:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Abwesenheit]]></category>
		<category><![CDATA[Kampf]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Lärm]]></category>
		<category><![CDATA[Straßen]]></category>
		<category><![CDATA[Urbane Mirakel]]></category>
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		<category><![CDATA[Zuflucht]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Hund duldet Schweigend zitternd An kurzgeschornen Hinterbeinen, An den Kinderwagentrek gezurrt, Die Kälte. Das Gedicht in meinen Ohren Geht tonlos unter im Straßenlärm: &#0187;Beschadet&#0171;, klang es gerade noch, Zum Anblick eines Lasters, Der sich durch dichtgeparkte Personenkraftwagen kämpfte &#8211; Die Personen sind abwesend Bis auf weiteres und An welcher Front denn? Der Kampf, Ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2009/02/theromgrafie-hund.jpg" class="floatbox" rev="group:2724 caption:`Theromgraphie eines Hundes, normalwarm`"><img class="rand size-medium wp-image-2727" title="Theromgraphie eines Hundes, normalwarm" src="/wp-content/uploads/2009/02/theromgrafie-hund-300x225.jpg" alt="Theromgraphie eines Hundes, normalwarm" width="300" height="225" /></a></p>
<p><a href="/wp-content/uploads/2009/02/theromgrafie-hund.jpg" class="floatbox" rev="group:2724"></a></p>
<p>Ein Hund duldet<br />
Schweigend zitternd<br />
An kurzgeschornen Hinterbeinen,<br />
An den Kinderwagentrek gezurrt,<br />
Die Kälte.</p>
<p>Das Gedicht in meinen Ohren<br />
Geht tonlos unter im Straßenlärm:<br />
&#0187;Beschadet&#0171;, klang es gerade noch,<br />
Zum Anblick eines Lasters,<br />
Der sich durch dichtgeparkte<br />
Personenkraftwagen kämpfte &#8211;<br />
Die Personen sind abwesend<br />
Bis auf weiteres und<br />
An welcher Front denn?</p>
<p>Der Kampf,<br />
Ich mußte mich niederlassen.<br />
Auf einer Bank,<br />
Einer aus Stahldraht geflochtenen,<br />
Die Zuflucht bebt<br />
Wegen der unruhigen Beine,<br />
Die in der Luft hängend rennen &#8211;<br />
Eines Kindes.</p>
<p>Oben auf dem Kirchturm,<br />
Auf dem Kreuzesquerbalken,<br />
Sitzt heute keine Möwe,<br />
Noch nicht sie einmal.<br />
Ja, die Tauben sind lange schon<br />
Verschwunden, unbekannt verzogen,<br />
Wegen des andauernden Hungers<br />
Wohl.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Schuhe</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2009/schuhe</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Feb 2009 11:51:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Überleben]]></category>
		<category><![CDATA[Kampf]]></category>
		<category><![CDATA[Notwendiges]]></category>
		<category><![CDATA[Untergang]]></category>
		<category><![CDATA[Wandern]]></category>

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		<description><![CDATA[Was ist unter den wichtigen, unverzichtbaren Dingen das wichtigste? Woran muß man zuerst denken, bevor man das Haus verläßt, um sich in der Welt da draußen am Leben erhalten zu können? Was ist nicht bloß unter bestimmten Umständen zu gebrauchen, sondern immer und unbedingt notwendig? Wenn man davon ausgeht, daß selbst die haarigste und plötzlichste [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was ist unter den wichtigen, unverzichtbaren Dingen das wichtigste? Woran muß man zuerst denken, bevor man das Haus verläßt, um sich in der Welt da draußen am Leben erhalten zu können? Was ist nicht bloß unter bestimmten Umständen zu gebrauchen, sondern immer und unbedingt notwendig? Wenn man davon ausgeht, daß selbst die haarigste und plötzlichste Katastrophe einen nicht nackt überrascht und man also nicht erst seine Blöße bedecken muß, dann ist die Antwort leicht zu geben. Man braucht auf jeden Fall und immer: <strong>Schuhe.</strong></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-2541" title="Hanwag Fjäll" src="/wp-content/uploads/2009/02/hanwag-fjall.jpg" alt="Hanwag Fjäll" width="283" height="283" />Natürlich nicht Stöckelschuhe, Sandalen, Lack- und Halbschuhe. Wir bereiten uns ja auf die Katastrophe vor und es ist uns klar: Wir müssen durch Schlamm waten und in Pfützen treten können. Wir müssen womöglich Gebirgsrücken überwinden und über die Scherben der Zivilisation schreiten können, ohne uns dabei die Fußsohlen zu zerschinden. Wir brauchen stabile, wasserfeste Schuhe, deren Löcher man auch selbst mit grober Nadel nähen kann.</p>
<p>Aber wissen wir überhaupt noch, wie man sich durchkämpft? Wissen wir, die wir höchstens vom Parkplatz zur Haustür, von der S-Bahn zur Arbeit über ordentlich gepflasterte Wege trippeln, wissen wir noch, wie man sich durch Büsche und über Geröll vordringt, Schritt für Schritt, soweit die Füße tragen, auf der Suche nach einem geeigneten Lager?</p>
<p>Einer, der es noch wußte, war Hjörvarð Grimmursson, ein Skalde des 10. Jahrhunderts, der über die Not des Daseins in langatmigen altnordischen Gedichten informiert. So zum Beispiel in seinem einschlägigen &#0187;Brautingis Songr&#0171;, dem Wanderersgesang, aus dem man etwas über die Unverzichtbarkeit guten Schuhwerks gleich in der ersten Strophe erfahren kann:</p>
<blockquote><p>&#0187;Die Schuh sind mir zerschlissen<br />
Gar an den Füßen mein.<br />
Sie hat der Weg zerrissen<br />
Und jeder kahle Stein,<br />
Auf dem ich bin geschritten,<br />
Als Pilgrim windgeplagt,<br />
Wie auch die Väter litten<br />
Und zogen Tag um Tag &#8211;<br />
So, wie die Götter fügten,<br />
Im kalten Himmelsrat:<br />
Uns nackte Füße gaben<br />
Für lebenslange Fahrt.&#0171;</p></blockquote>
<p>Nun also: das wäre geklärt.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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