Eine konfabulierteKonfabulation ist »die Produktion von objektiv falschen Aussagen« bzw. von Märchen (lat. fabula), wobei der Konfabulierende von der Gültigkeit seiner Aussagen mehr oder weniger fest überzeugt ist. Es kann eine hirn­organische Störung zugrunde­liegen oder auch der bei Gesunden gelegentlich vorkommende Drang, sich an mehr zu erinnern, als tatsächlich der Fall ist (z.B. bei Kindheits­erinnerungen oder bei der Befragung eines Zeugen vor Gericht; es sind sog. provozierte K.).
  Die spontane K. liegt vor, wenn die Fähigkeit gestört ist, eigene Einfälle von realen Sach­verhalten zu unterscheiden. (»Patients with Korsakoff's syndrome characteristically confabulate by guessing an answer or imagining an event and then mistaking their guess or imagination for an actual memory. [Wikipedia]«
Realienkunde, ein Thesaurus, bar jeder Notwendigkeit assoziiert, eine Sammlung von Marginalien, über die im Unklaren zu bleiben, ich nicht auf mich nehmen wollte. Dem geneigten Leser im jeweiligen Kontext unterbreitet, in alphabetischer Ordnung. Anregungen für weitere Stichworte werden gerne entgegengenommen.

Tag-Archiv: Kampf

munter

was wir sind, das steht auf einem andren blatt was du zu sagen hast keimt grün aus den bordsteinritzen der himmel schmeckt aufwieglerisch in diesem augenblick ganz hinten oben unter unsren rachendächern weitläufig schmeckt er und nach nassen asphaltstaßen. hast du schon an dein plädoyer gedacht? man wird es jetzt bald sagen müssen — die [...]
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Vom Sofa

Der Tag ist früh genug begonnen – Tatenlos, dafür braucht es alle Kraft. Das Territorium der Sofakissen Liegt hart umkämpft im Grenzgebiet Zwischen dem Laugenschlaf des Täglich Rekonvaleszenten Und dem sauren Selbstinzest. Man bindet sich die Hände, Schließt die Fenster, schaltet Alle zitternden Antennen nieder Und wartet auf die Wirksamkeit Der süßen Gifte, aus der [...]
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An welcher Front

Ein Hund duldet Schweigend zitternd An kurzgeschornen Hinterbeinen, An den Kinderwagentrek gezurrt, Die Kälte. Das Gedicht in meinen Ohren Geht tonlos unter im Straßenlärm: »Beschadet«, klang es gerade noch, Zum Anblick eines Lasters, Der sich durch dichtgeparkte Personenkraftwagen kämpfte – Die Personen sind abwesend Bis auf weiteres und An welcher Front denn? Der Kampf, Ich [...]
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  • Kurzum


    »...durch dein Gnade hilf mir, das in mir mein Name abgehe und ich zu nichte werde.« (Luther) (9. 5. / 14 Uhr)

    »Die meisten Luxusgüter und viele der sogenannten Bedürfnisse des täglichen Lebens sind nicht nur entbehrlich, sondern sogar Hindernisse für die Entwicklung des Menschen. Ein Mensch ist so reich wie die Anzahl der Dinge, auf die er verzichten kann.« (Henry David Thoreau) (6. 5. / 16 Uhr)

    »Gebärden und äußerer Anstand verkündigen einen Mann, den die Welt ausgebildet hat.« (Schiller) (2. 5. / 14 Uhr)

    »One’s destination is never a place, but a new way of seeing things.« (Henry Miller)(10. 4. / 17 Uhr)

    da seh ich wundernd das erschrockne thier
    zu einer nonne füszen zitternd liegen [...]
    sie aber blickt mit groszen augen flehend
    mich an. so stehn wir schweigend gegen einander (10. 4. / 15 Uhr)

    »Tissot erzählt von einem Kranken, der im Anfang der Krankheit schwarze Galle brach, und noch einige Stunden vor seinem Tode faselnd und mit Heftigkeit eine Aderläß verlangte, (4. 4. / 15 Uhr)

    »der hungir wart also gross dar czu,
    das sy frossin er aldin schu,
    spru, trebir, unde waz sy mochtin gehan.«(3. 4. / 13 Uhr)

    »wer sein selbst kan seyn, der diene kaim.« — Aber die Sprichwortsphäre scheint sich dieser Unbeugsamkeit nicht ganz sicher zu sein, denn: »wer sein selbst ist, der ist des teufels knecht.«(3. 4. / 13 Uhr)

    »...dass der Mensch an sich als universell kriminelles Wesen auf die Welt kommt, aber durch die Erziehung sozialisiert wird und dann sich in der Regel normal verhält. « (Reinhard Haller)(2. 4. / 19 Uhr)

    »Es ist eine Zeit für die Muße,
    es ist eine Zeit für den Streit,
    es ist eine Zeit für die Buße,
    für alles die richtige Zeit.(24. 3. / 15 Uhr)

    自動思考 (Jidō shikō) bedeutet »Gedankenautomat« oder »automatische Gedanken«. (23. 3. / 10 Uhr)

    Die Wasseraffen-Theorie (oder die »Litoraltheorie der Hominisation«), die evolutionäre Psychologie (die »Modularität des Geistes«) und daß die Angst vor Krokodilen vielleicht die älteste ist. (22. 3. / 23 Uhr)

    Identitätsmanagement, die Work-Life-Balance, rollende Soundpanzer, Finanzvehikel und die »Hydra-Logik« (21. 3. / 15 Uhr)

    Das eigentliche sind nie die Einzelheiten — sondern das, wie sich alles Einzelne zu einer großen Gestimmtheit verwebt.(21. 3. / 14 Uhr)

    »Klötßze« scheint mir, auch wenn es lediglich das homunkulöse Ergebnis eines Computerlesefehlers ist, ein urteutonisches Wort zu sein. (29. 2. / 20 Uhr)

    »I wanted to amplify that quite explicit but often entirely invisible friction that's constantly surrounding us between things that we do and the consequences of our actions...« (3. 2. / 17 Uhr)

    »Was heißt es anders als der Vernunft entsagen, wenn iemand ein höchstes Wesen läugnet, das alle Dinge erhält, regirt, und was ewig im Begrif ist, aus einander zu fallen...« (24. 1. / 12 Uhr)

    »Was ist für ein fixer Punkt meines unveränderlichen Daseyns in mir, vermöge dessen ich trotz alles Abreibens und Wegdünstens der Materie doch immer der Nämliche bin? [...] (18. 1. / 12 Uhr)

    »Im Schlaf empfand er Schmerz. Gern und oft, u. geschickt bringt die Phantasirende Seele im Traum ihr bilderreiches Spiel mit der Disposition u. den Empfindungen des Körpers in Verbindung. (17. 1. / 13 Uhr)

    »Je befriedigender die Gegenwart ist, desto zufridener Ruht auf ihr das Auge; wozu alsdann der Blick in die Zukunft, der mehr zehrt als sättigt?« (J.P. Hebel, Notiz zu Ps. 45) (17. 1. / 12 Uhr)

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