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	<title>Rauhfasler &#187; Kinder</title>
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	<description>Verbrauchende Versuche mit Wörtern</description>
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		<title>Perspektive</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Jul 2010 10:55:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Bahnfahren]]></category>
		<category><![CDATA[Fremde]]></category>
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		<category><![CDATA[Licht]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine Doppelreihe Deckenlampen Im Raum wie eine Pipeline, Gefügt aus Lacken und Metallen Und glänzenden Stangen. Man zieht uns durch die Nacht. Nur ein schlafender alter Mann Ist noch und der Nachklang Übriggeblieben eines Liedes. Und die Spekulation über die Suppe Zweier Kinder, im Restaurant Der Unterstadt, im Vorübergehen &#8211; Wahrscheinlich Bohnen und deshalb Ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/07/haltestange.jpg" alt="" title="Eine Haltestange" width="201" height="288" class="rand size-full wp-image-7918" /></p>
<p>Eine Doppelreihe Deckenlampen<br />
Im Raum wie eine Pipeline,<br />
Gefügt aus Lacken und Metallen<br />
Und glänzenden Stangen.</p>
<p>Man zieht uns durch die Nacht.<br />
Nur ein schlafender alter Mann<br />
Ist noch und der Nachklang<br />
Übriggeblieben eines Liedes.</p>
<p>Und die Spekulation über die Suppe<br />
Zweier Kinder, im Restaurant<br />
Der Unterstadt, im Vorübergehen &#8211;<br />
Wahrscheinlich Bohnen und deshalb</p>
<p>Ein angespanntes Heimweh.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>nachtgrenz</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Mar 2010 11:19:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Ahnungen]]></category>
		<category><![CDATA[Dinge]]></category>
		<category><![CDATA[Furcht]]></category>
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		<category><![CDATA[Schatten]]></category>
		<category><![CDATA[Träume]]></category>
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		<description><![CDATA[im lichtkreis steht der nackte rest des tages: er kehrt sich trotzig von der dunkelheit die mit den dielen ungeduldig knarrt, gleich auf dem flur hinter der dünnen tür sie ist zerbrechlich kreideweiß man hört den atem eines kindes (oder hört ihn nicht und denkt ihn nur): es schläft und träumt hinter versperrten grenzen die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.thequietrevolution.co.uk/"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/03/fallen-feathers-von-Claire-Scully-213x300.jpg" alt="" title="&raquo;Fallen Feathers&laquo; von Claire Scully" width="213" height="300" class="rand size-medium wp-image-6306" /></a></p>
<p>im lichtkreis steht<br />
der nackte rest des tages:<br />
er kehrt sich trotzig<br />
von der dunkelheit<br />
die mit den dielen<br />
ungeduldig knarrt,<br />
gleich auf dem flur<br />
hinter der dünnen tür<br />
sie ist zerbrechlich<br />
kreideweiß</p>
<p>man hört den atem<br />
eines kindes (oder<br />
hört ihn nicht und<br />
denkt ihn nur):<br />
es schläft und träumt<br />
hinter versperrten grenzen</p>
<p>die gegenstände stehen<br />
an den wänden aufgereiht<br />
und ducken sich<br />
in ihre schatten &#8211;<br />
sie stehen bloßgelegt</p>
<p>man wird sie zum<br />
verlöschen bringen<br />
mit dem licht, das aus<br />
einem dünnen draht<br />
geschlagen wird<br />
bis daß der strom<br />
zuletzt zerreißt</p>
<p>ein ungeheures<br />
schweigen streift<br />
dir um die kalten füße,<br />
sein blick ist fahl &#8211;<br />
da! es springt und schon<br />
liegen seine fänge spitz<br />
an zwei synapsen dir<br />
und vibrieren leicht.</p>
<p>nur träume und<br />
angst frisch<br />
aus der mosterei<br />
rosten langsam<br />
so das zeit<br />
sie zu berühren bleibt.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Scharren</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2009/scharren</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Nov 2009 10:56:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Gier]]></category>
		<category><![CDATA[Kadaver]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Rhythmus]]></category>
		<category><![CDATA[Sonne]]></category>
		<category><![CDATA[Überdruß]]></category>
		<category><![CDATA[Universum]]></category>
		<category><![CDATA[Unterderoberfläche]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Worte fallen welk Wie alte Gummibänder Vornüber aus den Mündern Zweier Jungen bleich. Sie zählen sich Einander Waren auf, Die sie begehren Müde und mit Krummer Ironie. Sie sind dabei Mit Druß gefüllt Wie alte Männer, Abgezahnt und Bis zum Bersten satt. Die Sonne gammelt Überhaupt im Himmel Und rinnt dort oben Allmählich durch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2009/11/dürer-selbst-bandage.jpg"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2009/11/dürer-selbst-bandage-300x288.jpg" alt="Albrecht Dürer, Selbstporträt mit Bandage, 1491" title="Albrecht Dürer, Selbstporträt mit Bandage, 1491" width="300" height="288" class="rand size-medium wp-image-5351" /></a></p>
<p>Die Worte fallen welk<br />
Wie alte Gummibänder<br />
Vornüber aus den Mündern<br />
Zweier Jungen bleich.</p>
<p>Sie zählen sich<br />
Einander Waren auf,<br />
Die sie begehren<br />
Müde und mit<br />
Krummer Ironie.<br />
Sie sind dabei<br />
Mit Druß gefüllt<br />
Wie alte Männer,<br />
Abgezahnt und<br />
Bis zum Bersten satt.</p>
<p>Die Sonne gammelt<br />
Überhaupt im Himmel<br />
Und rinnt dort oben<br />
Allmählich durch den Mull,<br />
Der dürftig nur<br />
Das bläulich-schwarze deckt,<br />
Bald wird sie gänzlich<br />
Abgeflossen sein.</p>
<p>Ein Rhythmus geht<br />
Glotzend um die Ecken<br />
Scharrend zieht er<br />
Eines seiner Beine nach,<br />
Er zieht mir fingernd<br />
Schlaufen aus den Ohren<br />
Dann steht er still</p>
<p>Und Stille klingt mir<br />
Glänzend bis ins Mark.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Zornige Bäume</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2009/zornige-baeume</link>
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		<pubDate>Tue, 06 Oct 2009 10:21:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bewußtseinssturz]]></category>
		<category><![CDATA[Bäume]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerung]]></category>
		<category><![CDATA[Erwachsen]]></category>
		<category><![CDATA[Gewebe]]></category>
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		<category><![CDATA[Täuschung]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Bäume sind zornig. Sie schwanken mit jeder Böe, in ihren Ästen zittert Entrüstung. Da sind Stimmen in der Luft oder es ist das Kreischen von Lastwagen auf der Fernstraße. Das Zimmer ist dunkel und auf einem runden, schweren Teppich liege ich flach auf dem Rücken, durch das Fenster betastet von den Zweigen, durch die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.michaelkenna.net/gallery.php?id=2"><img src="/wp-content/uploads/2009/10/kenna-tree-290x300.jpg" alt="Michael Kenna, Kussharo Lake Tree, Study 1, Kotan, Hokkaido, Japan, 2002" title="Michael Kenna, Kussharo Lake Tree, Study 1, Kotan, Hokkaido, Japan, 2002" width="290" height="300" class="rand size-medium wp-image-5050" /></a></p>
<p>Die Bäume sind zornig. Sie schwanken mit jeder Böe, in ihren Ästen zittert Entrüstung. Da sind Stimmen in der Luft oder es ist das Kreischen von Lastwagen auf der Fernstraße. Das Zimmer ist dunkel und auf einem runden, schweren Teppich liege ich flach auf dem Rücken, durch das Fenster betastet von den Zweigen, durch die Maschen des Fliegengitters hindurch. Unter der Zimmerdecke steht ein Firmament aus fluoreszierenden Kunststoffsternen, in ihnen glüht noch das Tageslicht nach. Es war bis zuletzt während des jetzt vergangenen Tages ein gleichmäßig schattenloses Zwielicht, ein Tag wie auf einer alten, verblichenen Photographie, auf der die Schwärzen und Lichter sich mit den Jahren immer ähnlicher geworden sind.</p>
<p>Die Wirklichkeit steht in einem komplizierten Verhältnis zur Zeit. Durch die Wand sind Sätze aus einem Telefonat zu hören.</p>
<p>Das Gespräch geht zwischen dem Raum dort, auf der anderen Seite der Tür, außerhalb der Dunkelheit, jenseits der Grenzen meines Teppichs, bis in ein Patientenzimmer in einem Krankenhaus. Wenn das Wochenende um sein wird, wird dort eine Operation stattfinden. Das Telefonat dreht sich um den Augenblick, wenn der Kranke wieder aus der Narkose erwacht. Das Telefonat dreht sich insgeheim darum, daß dieser Augenblick nicht sicher zu erwarten ist. Ein dreiviertel Jahrhundert hat der Kranke gelebt &#8211; und braucht jetzt Trost wie ein Kind. Er ist, mehr als alles andere, ein Kind, und wer wollte ihm das Recht absprechen, eines zu sein?</p>
<p>In den wichtigen, entscheidenden Augenblicken ist die Zeit kaum mehr als eine ironische Behauptung. Welche Bedeutung haben Jahrzehnte eines Erwachsenenlebens angesichts der Möglichkeit, daß man in zwei oder drei Tagen seinen eigenen Tod erleben könnte? Er ist ein Kind, ich höre es an den Sätzen, die jenseits der Tür in den Telefonhörer gesprochen werden.</p>
<p>Da oben leuchten weiterhin die Kunststoffsterne, draußen brodelt die Unduldsamkeit in den Bäumen oder der gerechte Zorn, knorrige Hände machen Gesten. Wenn man alles Oberflächliche abzieht, gibt es keine Entwicklung. Ich sehe von zwei Richtungen aus in eine glatte Röhre und sehe am anderen Ende jeweils &#8211; mich selbst: ein sonderbares Kind; mich selbst, einen allem Anschein nach Erwachsenen. Aber was ist der Unterschied? </p>
<p>Neben mir atmet ein Kind und je mehr die stillen Atemzüge alles andere verdrängen, je mehr dieses Atmen die Decke aufsteigen läßt bis die Kunststofflichter sich in wirkliche Sterne verwandeln, je mehr in den gleichmäßigen Wellen dieses Atmens dieser dunkle Raum abtreibt von der Welt vor der Tür &#8211; desto weniger kann ich es fassen, desto mehr erscheint mir die bloße Gegenwart als ein unlösbares Rätsel. Welche Finger sind es, die mit routinierter Bewegung die Generationen abzählen wie die Knoten in der Schnur am Logscheit?</p>
<p>Es wird kalt, der Wind schält die Wärme aus dem Zimmer, und nichts anderes schützt als &#8211; vor allem und haltlos zu staunen.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Auf der Schaukel</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2009/auf-der-schaukel</link>
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		<pubDate>Mon, 14 Sep 2009 10:48:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Erwachsen]]></category>
		<category><![CDATA[Fenster]]></category>
		<category><![CDATA[Himmel]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
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		<category><![CDATA[Spiel]]></category>
		<category><![CDATA[Stille]]></category>
		<category><![CDATA[Verwunderung]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf der Schaukel kippt die Welt, Sie greift in die Magengrube, Es gibt keine Halbheit Auf einer Schaukel. Die Häuser stürzen in den Himmel, Der Boden frisst sie im Gegenzug. Der Himmel fließt über die Stirn, Rinnt in den Blick und brennt In den Augen, sie lachen, So, wie sie sind: ungläubig. Da! Ein Telefon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2009/09/schaukel.jpg" class="floatbox" rev="group:4854 caption:`Schaukel`"><img src="/wp-content/uploads/2009/09/schaukel-300x234.jpg" alt="Schaukel" title="Schaukel" width="300" height="234" class="rand size-medium wp-image-4859" /></a></p>
<p>Auf der Schaukel kippt die Welt,<br />
Sie greift in die Magengrube,<br />
Es gibt keine Halbheit<br />
Auf einer Schaukel.</p>
<p>Die Häuser stürzen in den Himmel,<br />
Der Boden frisst sie im Gegenzug.<br />
Der Himmel fließt über die Stirn,<br />
Rinnt in den Blick und brennt<br />
In den Augen, sie lachen,<br />
So, wie sie sind: ungläubig.</p>
<p>Da! Ein Telefon singt<br />
In die Stille des Hofes<br />
Naiv seinen Kehrreim, aber auf was?</p>
<p>Vom einem Geburtstag übriggeblieben:<br />
Durchfeuchtete Tischdecken und<br />
Eine Neige Limonade, an der Flasche<br />
Hat der Regen seine Glanzspur gelassen &#8211;<br />
Auch einige Luftballons,<br />
Die anstatt des Lachens<br />
Im Wind quarren, mit sich zufrieden,<br />
Sie lungern um die leeren Bänke herum.</p>
<p>Hinter einem Fenster, ausgeschlagen<br />
Mit langen Schattenbahnen, wartet<br />
Ein Gesicht, eine Hand, die ich kenne &#8211;<br />
Vielleicht.</p>
<p>Die Schaukel steht wieder still.<br />
Ich atme Verwunderung<br />
Aus der noch schwankenden Luft<br />
Und ein Gefühl wie Kindheit<br />
Liegt mir auf der Zunge: bitter und süß.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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