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	<title>Rauhfasler &#187; Leben</title>
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	<description>Verbrauchende Versuche mit Wörtern</description>
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		<title>in dolor libertas</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Aug 2011 10:19:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelmaß]]></category>
		<category><![CDATA[Schmerz]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstsein]]></category>
		<category><![CDATA[Sinn]]></category>

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		<description><![CDATA[Es muß etwas gelten, Die Bedeutung darf sich nicht In der leeren Blässe erschöpfen, Die eure Gesichter bedeckt Wie ein verflogener Gedanke; Es muß etwas gelten, Es darf nicht so ratlos zerbröckeln. Aber wie ließe sich denn Von dem, was wir Tag auf Tag hinleben, Von unseren allerwege berechneten Gehäusen Abbrechen, woran man Länger etwas [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/08/lebrun-admiration.jpg" class="floatbox" rev="group:14934 caption:`Charles le Brun, Méthode pour apprendre à dessiner les passions (1698): Die Bewunderung`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/08/lebrun-admiration-227x300.jpg" alt="" title="Charles le Brun, Méthode pour apprendre à dessiner les passions (1698): Die Bewunderung" width="227" height="300" class="rand size-medium wp-image-14938" /></a></p>
<p>Es muß etwas gelten,<br />
Die Bedeutung darf sich nicht<br />
In der leeren Blässe erschöpfen,<br />
Die eure Gesichter bedeckt<br />
Wie ein verflogener Gedanke;</p>
<p>Es muß etwas gelten,<br />
Es darf nicht so ratlos zerbröckeln.<br />
Aber wie ließe sich denn<br />
Von dem, was wir Tag auf Tag hinleben,<br />
Von unseren allerwege berechneten Gehäusen<br />
Abbrechen, woran man<br />
Länger etwas hätte, womit<br />
Man sich ausreichend schmerzen könnte,</p>
<p>Um den schnellen Atem wiederzulernen,<br />
Um die Große Notwendige Tat<br />
Vor sich aufgehen zu sehen?</p>
<p>Wir müssen,<br />
Wenn es etwas gelten soll,<br />
Gegen die Natur, die<br />
Träge in unseren Gliedern hockt,<br />
Uns unseren Schmerz selbst ausdenken,<br />
Denn man hat uns<br />
Vor längerer Zeit bestohlen;</p>
<p>Uns unseren Schmerz selbst ausdenken,<br />
Der uns das Leben von neuem<br />
Zur Genüge mit Gefahr versieht:<br />
Auf daß es ein Leben wäre,<br />
Das das Sterben lohnt.</p>
<hr />
<p><span style="font-variant:small-caps;font-weight:bold;">Der Titel</span> ist der zentralen These des gälischen Minoritenmöchs Eoghanan entlehnt, die er in der im Hochmittelalter verfemten Abhandlung <em>De libertate e contrario militia</em> zum Ausdruck gebracht hat. Eoghanan entwickelt seine Gedanken in Auseinandersetzung mit Cicero, der in <a class="floatbox" href="http://la.wikisource.org/wiki/De_finibus_bonorum_et_malorum/Liber_Primus">De finibus bonorum et malorum</a> I,10 die entgegengesetzte Position vertritt:</p>
<div style="font-size:0.7em;margin:1em 3em;text-align:justify;">nemo enim ipsam voluptatem, quia voluptas sit, aspernatur aut odit aut fugit, sed quia consequuntur magni dolores eos, qui ratione voluptatem sequi nesciunt, neque porro quisquam est, qui dolorem ipsum, quia dolor sit, amet, consectetur, adipisci velit, sed quia non numquam eius modi tempora incidunt, ut labore et dolore magnam aliquam quaerat voluptatem.</div>
<p>Eoghanans Traktat ist nicht erhalten; der Inhalt kann nur noch aus den kritischen Bezugnahmen seiner Gegner erschlossen werden.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Cause a Rabbit</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Jan 2011 11:56:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Alkohol]]></category>
		<category><![CDATA[Begehren]]></category>
		<category><![CDATA[Hasen]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
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		<category><![CDATA[Popsong]]></category>
		<category><![CDATA[Tanz]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Den Tanz uns aus den Gliedern gewrungen, wir, Zur Stunde der Einsamen, noch gerade Vor Aufgang der Sonne eine Stunde, anderthalb, ihr Seht älter aus, meine fremden Freunde, wie Wir so in den kommenden Tag kippen, ziemlich Schäumend noch vom letzten langen Schluck, der Übergenug zu viel war &#8212; bedürfend sind wir, Und meinen: Nacheinander, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/01/duerer_hase_1502.jpg" class="floatbox" rev="group:11793 caption:`Albrecht Dürer: Aquarell eines jungen Feldhasen (1502)`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/01/duerer_hase_1502-263x300.jpg" alt="" title="Albrecht Dürer: Aquarell eines jungen Feldhasen (1502)" width="263" height="300" class="rand size-medium wp-image-11809" /></a></p>
<p>Den Tanz uns aus den Gliedern gewrungen, wir,<br />
Zur Stunde der Einsamen, noch gerade<br />
Vor Aufgang der Sonne eine Stunde, anderthalb, ihr<br />
Seht älter aus, meine fremden Freunde, wie<br />
Wir so in den kommenden Tag kippen, ziemlich<br />
Schäumend noch vom letzten langen Schluck, der<br />
Übergenug zu viel war &#8212; bedürfend sind wir,<br />
Und meinen: Nacheinander, ohne daß<br />
Es uns wirklich überzeugt, bedürfend<br />
Noch viel mehr nach etwas<br />
Das sich bislang nicht<br />
Zeigte</p>
<p>Und womöglich sich auch gar nicht zeigen wird.</p>
<p>Zwei Vögel singen irgendwo unter dem stählernen Handlauf,<br />
Der sich die lange Betontreppe hinaufschleppt, man hört sie<br />
Deutlich, denn der Verkehr ruht noch neben dem Bordstein:<br />
Zwei Vögel singen, und die Luft läuft frisch und nackt umher.<br />
Man kann sich jetzt viel denken, <em>&apos;Cause a rabbit will run<br />
And a lion has nothing to fear.</em></p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>πάντα ῥεῖ</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2010/panta-rhei</link>
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		<pubDate>Sat, 25 Sep 2010 08:08:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Auflösung]]></category>
		<category><![CDATA[Augenblick]]></category>
		<category><![CDATA[Dunkel]]></category>
		<category><![CDATA[Fluß]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrheit]]></category>

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		<description><![CDATA[einen augenblick im fluß zu schwimmen wie styropor gänzlich frei von der gefahr unter- zugehen im fluß zu schwimmen einen, diesen augenblick im fluß verbringen der auflöst was drinnen an den stirn- und rippengestaden sich aufgebaut hatte wie sandburgen und nunmehr weiche schlacke geworden ist die hand ruht dort in kaum spürbarer wärme und löst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="bild" href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/08/styroporflieger.jpg" class="floatbox" rev="group:8856 caption:`Styroporflieger`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/08/styroporflieger-300x300.jpg" alt="" title="Styroporflieger" width="300" height="300" class="rand size-medium wp-image-8860" /></a></p>
<p>einen augenblick<br />
im fluß<br />
zu schwimmen<br />
wie styropor<br />
gänzlich frei von<br />
der gefahr unter-<br />
zugehen<br />
im fluß<br />
zu schwimmen<br />
einen, diesen<br />
augenblick<br />
im fluß<br />
verbringen<br />
der auflöst<br />
was drinnen<br />
an den stirn-<br />
und rippengestaden<br />
sich aufgebaut hatte<br />
wie sandburgen<br />
und nunmehr<br />
weiche schlacke<br />
geworden ist<br />
die hand ruht<br />
dort<br />
in kaum<br />
spürbarer wärme<br />
und löst den griff<br />
ums leben, jenes<br />
notwendig erachtete<br />
das ein maßband<br />
zu messen<br />
alles unwesentliche<br />
ist, löst<br />
den griff, den<br />
anhalt einen<br />
augenblick<br />
im fluß<br />
verloren<br />
wie in einem<br />
dunklen gang,<br />
der den gänger<br />
schaudernd<br />
in die erträumte<br />
schwärze führt.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Hauptsatz</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Aug 2010 10:51:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Chemie]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Schwierigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>

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		<description><![CDATA[Für eine Existenz ohne Hypotaxen Würde ich mein Votum in die Schale legen Nur in geraden Sätzen sollte Sich alles wesentliche sagen lassen Ohne während sofern weil sodaß Oder irgend komplizierte Prärequisiten Ohne konditionale Verbrämung Sollte es sich leben lassen nur Mit einer Handvoll kurzer Gedanken Im Indikativ sodaß daraus Kein einziges Buch nicht Ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/05/3_structure_synth_4.jpg" class="floatbox" rev="group:7230 caption:`Arbeitsbeispiel für das Programm &raquo;Structure Synth&laquo;`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/05/3_structure_synth_4-300x282.jpg" alt="" title="Arbeitsbeispiel für das Programm &raquo;Structure Synth&laquo;" width="300" height="282" class="rand size-medium wp-image-7233" /></a></p>
<p>Für eine Existenz ohne Hypotaxen<br />
Würde ich mein Votum in die Schale legen<br />
Nur in geraden Sätzen sollte<br />
Sich alles wesentliche sagen lassen<br />
Ohne während sofern weil sodaß<br />
Oder irgend komplizierte Prärequisiten</p>
<p>Ohne konditionale Verbrämung<br />
Sollte es sich leben lassen nur<br />
Mit einer Handvoll kurzer Gedanken<br />
Im Indikativ sodaß daraus<br />
Kein einziges Buch nicht<br />
Ein Aufsatz keine grämliche<br />
Tagebuchseite zu machen wäre</p>
<p>Was mit gordisch abgestuften Sätzen<br />
Gesagt wird und eingefangen in<br />
Labyrinthisch aufgespulten Perioden<br />
Das versteht man eigentlich<br />
Doch weitestgehend nie</p>
<p>Was einer denkt ist simple Chemie<br />
Und was Geschieht<br />
Braucht bloß flache Worte<br />
Drei bis vier mehr kaum.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>De vita beata</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Jul 2010 10:16:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Augen]]></category>
		<category><![CDATA[Blindheit]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Müdigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Nackt]]></category>

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		<description><![CDATA[Und das gute Leben Beginnt am Ende Der Nasenspitze, Der eigenen, an Die man sich faßt, Wenn es juckt. Es ist ein Hindernis Vor den bloßen Zehen, Das man im vollen Schritt, Ohne es zu ahnen Verfehlte. Es liegt in der Mitte Des Blinden Flecks Und verschiebt sich Mit jeder unwillkürlichen Suchbewegung der Augäpfel, so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/07/skotom.jpg" class="floatbox" rev="group:8029 caption:`Diagnosebogen, auf dem ein Nervenfaserbündelskotom abzulesen ist`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/07/skotom-300x150.jpg" alt="" title="Diagnosebogen, auf dem ein Nervenfaserbündelskotom abzulesen ist" width="300" height="150" class="rand size-medium wp-image-8036" /></a></p>
<p>Und das gute Leben<br />
Beginnt am Ende<br />
Der Nasenspitze,<br />
Der eigenen, an<br />
Die man sich faßt,<br />
Wenn es juckt.</p>
<p>Es ist ein Hindernis<br />
Vor den bloßen Zehen,<br />
Das man im vollen Schritt,<br />
Ohne es zu ahnen<br />
Verfehlte.</p>
<p>Es liegt in der Mitte<br />
Des Blinden Flecks<br />
Und verschiebt sich<br />
Mit jeder unwillkürlichen<br />
Suchbewegung der<br />
Augäpfel, so<br />
Daß es bleibt, wo<br />
Es ist: im<br />
Blinden Fleck.</p>
<p>Das gute Leben,<br />
Es liegt un-<br />
Verhüllt, es<br />
Liegt nackt<br />
Vor dir, sobald<br />
Du dich sterbens-<br />
Müdegelaufen<br />
Hast.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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