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	<title>Rauhfasler &#187; Licht</title>
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	<description>Verbrauchende Versuche mit Wörtern</description>
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		<title>Ozon</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 10:03:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Busfahren]]></category>
		<category><![CDATA[Gold]]></category>
		<category><![CDATA[Hitze]]></category>
		<category><![CDATA[Licht]]></category>
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		<category><![CDATA[Sommer]]></category>
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		<category><![CDATA[Weltende]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Busse riechen nach Ozon, Wenn sie vor&#252;berziehen wie Faulende Wale in der Hitze. In den Menschen lodert Ein Schwelbrand, der Das Fett zu Tropfen schmilzt In allen Leibesfalten. Die infraroten B&#228;che, die Vom Himmel brechen, dringen Durch die erste Schicht: Man tr&#228;gt die Au&#223;enwelt Unter der Haut und &#252;berall Fallen h&#228;&#223;lich jetzt die H&#252;llen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/07/wahlskelett.jpg" class="floatbox" rev="group:8113 caption:`Skelett eines Wales mitsamt rudiment&auml;rem Hinterbeinknochen (Quelle: Meyers Konversationslexion 1888)`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/07/wahlskelett-300x86.jpg" alt="" title="Skelett eines Wales mitsamt rudiment&auml;rem Hinterbeinknochen (Quelle: Meyers Konversationslexion 1888)" width="300" height="86" class="rand size-medium wp-image-8119" /></a></p>
<p>Die Busse riechen nach Ozon,<br />
Wenn sie vor&uuml;berziehen wie<br />
Faulende Wale in der Hitze.<br />
In den Menschen lodert<br />
Ein Schwelbrand, der<br />
Das Fett zu Tropfen schmilzt<br />
In allen Leibesfalten.<br />
Die infraroten B&auml;che, die<br />
Vom Himmel brechen, dringen<br />
Durch die erste Schicht:<br />
Man tr&auml;gt die Au&szlig;enwelt<br />
Unter der Haut und &uuml;berall<br />
Fallen h&auml;&szlig;lich jetzt die H&uuml;llen.<br />
Und schlie&szlig;lich, wenig<br />
Vor der D&auml;mmerung,<br />
W&auml;hrend das Sofa sich<br />
Begierig mit dem Leib<br />
Verklebt,<br />
Geschieht es<br />
Auf den staubigen<br />
Wohnzimmerfenstern:<br />
Erstrahlt golden die<br />
Consummatio mundi.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Unter Olympiern</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Jul 2010 09:44:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zwischenfälle]]></category>
		<category><![CDATA[Bahnfahren]]></category>
		<category><![CDATA[Licht]]></category>
		<category><![CDATA[Reichtum]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>

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		<description><![CDATA[In der S-Bahn sehe ich zum ersten Mal ein iPad in voller Lebenswirklichkeit. Es ist geradezu eine Erscheinung. Der Raum verdichtet sich darum. Alle, die es irgendwie dazu in der Lage sind, werfen verstohlene Blicke auf den jungen Gott, den Besitzer des iPads, der zu uns herabgestiegen ist. Wir k&#246;nnen uns nicht sattsehen am Ger&#228;t, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/07/dockextender.jpg" class="floatbox" rev="group:8111 caption:`Dockextender. Ein Apple-Taugliches, ziemlich teures und wei&szlig;es Kabel`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/07/dockextender-300x199.jpg" alt="" title="Dockextender. Ein Apple-Taugliches, ziemlich teures und wei&szlig;es Kabel" width="300" height="199" class="rand size-medium wp-image-8141" /></a></p>
<p>In der S-Bahn sehe ich zum ersten Mal ein iPad in voller Lebenswirklichkeit. Es ist geradezu eine Erscheinung. Der Raum verdichtet sich darum.</p>
<p>Alle, die es irgendwie dazu in der Lage sind, werfen verstohlene Blicke auf den jungen Gott, den Besitzer des iPads, der zu uns herabgestiegen ist. Wir k&ouml;nnen uns nicht sattsehen am Ger&auml;t, auch an ihm nicht, dem Besitzer. An der subtilen Struktur seines Hemdstoffes. Dieser Stoff leuchtet zwischen uns Schwitzenden in einem feinsinnig gebrochenen wei&szlig;. <span id="more-8111"></span></p>
<p>Ebenso leuchtet das Antlitz des Gottes, als der Zug unter einer Br&uuml;cke hindurchf&auml;hrt und der Widerschein von der Anzeige seines iPads sich seidig auf seine Gerichtsz&uuml;ge legt, auf den geschmackvoll gestuzten Bart. Nur ein wenig Schwei&szlig; gl&auml;nzt auf seiner Stirn am Haaransatz. &Uuml;ber seine Kopfh&ouml;rer erklingt sicherlich der Gesang der Gestirne, zu denen er schwerelos hinaufgehoben ist. </p>
<p>Aber da! Aber da! Da wird ein weiteres iPad auf einen zweiten Scho&szlig; gelegt. Es ist ersch&uuml;tternd. Jetzt habe ich das Verlangen, mich auf den Mittelgang, auf den PVC-Belag zu werfen, da Staub, der einzig angemessen w&auml;re, hier leider nicht vorhanden ist. Nur die Eingetrockneten Flecken von herabgetropftem Schwei&szlig;. </p>
<p>Und von dort unten w&uuml;rde ich nach einer dieser H&auml;nde meine unw&uuml;rdige Hand ausstrecken, eine dieser H&auml;nde, die &uuml;ber den Bildschirmen schwebend, auf sie niederkommend, die auf den Bildschirmen mit Fingern Gedanken verfassen, die ich irgendwann in Jahren, wenn ich Gl&uuml;ck habe, &uuml;bernehmen werde. </p>
<p>Und als ich mich ans Aussteigen mache, l&auml;uft mir das Wasser im Munde zusammen. Ach, w&auml;re es genug, um zweimal kr&auml;ftig und gezielt zu spucken.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Perspektive</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2010/perspektive</link>
		<comments>http://www.rauhfasler.de/2010/perspektive#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 06 Jul 2010 10:55:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Bahnfahren]]></category>
		<category><![CDATA[Fremde]]></category>
		<category><![CDATA[Heimat]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Licht]]></category>
		<category><![CDATA[Nacht]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaf]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Doppelreihe Deckenlampen Im Raum wie eine Pipeline, Gef&#252;gt aus Lacken und Metallen Und gl&#228;nzenden Stangen. Man zieht uns durch die Nacht. Nur ein schlafender alter Mann Ist noch und der Nachklang &#220;briggeblieben eines Liedes. Und die Spekulation &#252;ber die Suppe Zweier Kinder, im Restaurant Der Unterstadt, im Vor&#252;bergehen &#8211; Wahrscheinlich Bohnen und deshalb Ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/07/haltestange.jpg" alt="" title="Eine Haltestange" width="201" height="288" class="rand size-full wp-image-7918" /></p>
<p>Eine Doppelreihe Deckenlampen<br />
Im Raum wie eine Pipeline,<br />
Gef&uuml;gt aus Lacken und Metallen<br />
Und gl&auml;nzenden Stangen.</p>
<p>Man zieht uns durch die Nacht.<br />
Nur ein schlafender alter Mann<br />
Ist noch und der Nachklang<br />
&Uuml;briggeblieben eines Liedes.</p>
<p>Und die Spekulation &uuml;ber die Suppe<br />
Zweier Kinder, im Restaurant<br />
Der Unterstadt, im Vor&uuml;bergehen &#8211;<br />
Wahrscheinlich Bohnen und deshalb</p>
<p>Ein angespanntes Heimweh.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Sinuskurve</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Jun 2010 10:39:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>
		<category><![CDATA[Licht]]></category>
		<category><![CDATA[Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarz]]></category>
		<category><![CDATA[Stolpern]]></category>

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		<description><![CDATA[Die ungeheure Schwarzigkeit Der sublimierte Glanz Im Morgenlicht des halben Vorhangs. So liegt mein Beutel neben mir Aus Planenstoff von Lastern Und trug so manches schon An Last mir auf. Die ungeheure Schwarzigkeit Der Morgen knistert leise Mit seinem Fell elektrisch Die Potentiale schwingen schwer Im Hintergrund in Sinuskurven. Mein erster Schritt wird stolpern. Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/06/plate_26cm_black_glossy_xl.jpg" class="floatbox" rev="group:7792 caption:`Ein schwarzes Rund, leicht unvollkommen, tellerf&ouml;rmig`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/06/plate_26cm_black_glossy_xl-300x300.jpg" alt="" title="Ein schwarzes Rund, leicht unvollkommen, tellerf&ouml;rmig" width="300" height="300" class="rand size-medium wp-image-7804" /></a></p>
<p>Die ungeheure Schwarzigkeit<br />
Der sublimierte Glanz<br />
Im Morgenlicht des halben Vorhangs.</p>
<p>So liegt mein Beutel neben mir<br />
Aus Planenstoff von Lastern<br />
Und trug so manches schon<br />
An Last mir auf.</p>
<p>Die ungeheure Schwarzigkeit<br />
Der Morgen knistert leise<br />
Mit seinem Fell elektrisch<br />
Die Potentiale schwingen schwer<br />
Im Hintergrund in Sinuskurven.</p>
<p>Mein erster Schritt wird stolpern.</p>
<p>Der Tag wird sich verg&uuml;ten<br />
In einem leichten Augenblick<br />
Ich werde es erkennen<br />
In f&uuml;nfundzwanzig Wochen.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Und davon blieb</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2010/und-davon-blieb</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Apr 2010 10:38:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Abwesenheit]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühlsklima]]></category>
		<category><![CDATA[Himmel]]></category>
		<category><![CDATA[Leere]]></category>
		<category><![CDATA[Licht]]></category>
		<category><![CDATA[Regen]]></category>
		<category><![CDATA[Umbrüche]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Raum ist pl&#246;tzlich Fremd geworden, Da sind Bilder, die Auf T&#252;ren kleben Von h&#228;ngenden Schr&#228;nken, Sie zeigen nur Blo&#223;e Ausschnitte, Ohne einen Tieferen Sinn. Ger&#228;usche entstehen, Unbekannt dringen sie Durch die W&#228;nde. Da kommt Pl&#246;tzlich Hagel auf, Er &#252;berdeckt das Licht Drau&#223;en, Es wird k&#228;lter, hier. Wer ist es, der An diesem Tische sitzt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/04/puppenkueche.jpg" class="floatbox" rev="group:6987 caption:`Puppenk&uuml;che aus Papier gefertigt (zu beziehen &uuml;ber das traumstadtmuseum.de)`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/04/puppenkueche-300x186.jpg" alt="" title="Puppenk&uuml;che aus Papier gefertigt (zu beziehen &uuml;ber das traumstadtmuseum.de)" width="300" height="186" class="rand size-medium wp-image-6989" /></a></p>
<p>Der Raum ist pl&ouml;tzlich<br />
Fremd geworden,<br />
Da sind Bilder, die<br />
Auf T&uuml;ren kleben<br />
Von h&auml;ngenden Schr&auml;nken,<br />
Sie zeigen nur<br />
Blo&szlig;e Ausschnitte,<br />
Ohne einen<br />
Tieferen Sinn.<br />
Ger&auml;usche entstehen,<br />
Unbekannt dringen sie<br />
Durch die W&auml;nde.</p>
<p>Da kommt<br />
Pl&ouml;tzlich Hagel auf,<br />
Er &uuml;berdeckt das Licht<br />
Drau&szlig;en,<br />
Es wird k&auml;lter, hier.</p>
<p>Wer ist es, der<br />
An diesem Tische sitzt<br />
Und seine H&auml;nde r&uuml;hrt<br />
Und wieder ruhen l&auml;&szlig;t,<br />
Worauf will er<br />
Am Ende hinaus?</p>
<p>Dort drau&szlig;en wieder:<br />
Strahlende, feuchte Bl&auml;ue,<br />
Freigelegt vom Wind.<br />
Sie hebt mit ihrem<br />
Hartem, kurzwelligen Licht<br />
Allen Schmutz hervor<br />
Auf seinem jeweiligen Hintergrund,<br />
Um mich herum.</p>
<p>Ich erinnere<br />
Staunend, ratlos, wirklicher<br />
Als alles andere, da&szlig;<br />
Du gerade eben noch<br />
Lebendig vorhanden warst &#8212;<br />
Und davon blieb nun<br />
Leere, ungef&uuml;llte<br />
Gegenwart.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>nachtgrenz</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2010/nachtgrenz</link>
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		<pubDate>Mon, 22 Mar 2010 11:19:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Ahnungen]]></category>
		<category><![CDATA[Dinge]]></category>
		<category><![CDATA[Furcht]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Licht]]></category>
		<category><![CDATA[Nacht]]></category>
		<category><![CDATA[Schatten]]></category>
		<category><![CDATA[Träume]]></category>
		<category><![CDATA[Wilde Tiere]]></category>

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		<description><![CDATA[im lichtkreis steht der nackte rest des tages: er kehrt sich trotzig von der dunkelheit die mit den dielen ungeduldig knarrt, gleich auf dem flur hinter der d&#252;nnen t&#252;r sie ist zerbrechlich kreidewei&#223; man h&#246;rt den atem eines kindes (oder h&#246;rt ihn nicht und denkt ihn nur): es schl&#228;ft und tr&#228;umt hinter versperrten grenzen die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.thequietrevolution.co.uk/"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/03/fallen-feathers-von-Claire-Scully-213x300.jpg" alt="" title="&raquo;Fallen Feathers&laquo; von Claire Scully" width="213" height="300" class="rand size-medium wp-image-6306" /></a></p>
<p>im lichtkreis steht<br />
der nackte rest des tages:<br />
er kehrt sich trotzig<br />
von der dunkelheit<br />
die mit den dielen<br />
ungeduldig knarrt,<br />
gleich auf dem flur<br />
hinter der d&uuml;nnen t&uuml;r<br />
sie ist zerbrechlich<br />
kreidewei&szlig;</p>
<p>man h&ouml;rt den atem<br />
eines kindes (oder<br />
h&ouml;rt ihn nicht und<br />
denkt ihn nur):<br />
es schl&auml;ft und tr&auml;umt<br />
hinter versperrten grenzen</p>
<p>die gegenst&auml;nde stehen<br />
an den w&auml;nden aufgereiht<br />
und ducken sich<br />
in ihre schatten &#8211;<br />
sie stehen blo&szlig;gelegt</p>
<p>man wird sie zum<br />
verl&ouml;schen bringen<br />
mit dem licht, das aus<br />
einem d&uuml;nnen draht<br />
geschlagen wird<br />
bis da&szlig; der strom<br />
zuletzt zerrei&szlig;t</p>
<p>ein ungeheures<br />
schweigen streift<br />
dir um die kalten f&uuml;&szlig;e,<br />
sein blick ist fahl &#8211;<br />
da! es springt und schon<br />
liegen seine f&auml;nge spitz<br />
an zwei synapsen dir<br />
und vibrieren leicht.</p>
<p>nur tr&auml;ume und<br />
angst frisch<br />
aus der mosterei<br />
rosten langsam<br />
so das zeit<br />
sie zu ber&uuml;hren bleibt.</p>


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		<title>Phlogiston</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2010/phlogiston</link>
		<comments>http://www.rauhfasler.de/2010/phlogiston#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 14 Mar 2010 11:56:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erzählen]]></category>
		<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Feuer]]></category>
		<category><![CDATA[Fortschritt]]></category>
		<category><![CDATA[Licht]]></category>
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		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[I. Im Winter des Jahres 1695, Einem sehr kalten Winter, Der &#252;ber den Bodensee Eine Seegfr&#246;rni brachte, Ihn also der L&#228;nge und Breite nach Ganz mit Eis &#252;berzog &#8211; Im Winter jenes Jahres, Das die Reife und Ernte sah, Einer erstmals in ganzer Sch&#246;nheit ausgeformten Vorstellung der kinetischen Energie, Dies n&#228;mlich im Kopfe des gro&#223;en [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/01/arcimboldo_fire.jpg" class="floatbox" rev="group:5640 caption:`Giuseppe Arcimboldo, Die Vier Elemente: Das Feuer, 1566`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/01/arcimboldo_fire-226x300.jpg" alt="" title="Giuseppe Arcimboldo, Die Vier Elemente: Das Feuer, 1566" width="226" height="300" class="rand size-medium wp-image-5641" /></a></p>
<p>I.</p>
<p>Im Winter des Jahres 1695,<br />
Einem sehr kalten Winter,<br />
Der &uuml;ber den Bodensee<br />
Eine Seegfr&ouml;rni brachte,<br />
Ihn also der L&auml;nge und Breite nach<br />
Ganz mit Eis &uuml;berzog &#8211;<br />
Im Winter jenes Jahres,<br />
Das die Reife und Ernte sah,<br />
Einer erstmals in ganzer Sch&ouml;nheit ausgeformten<br />
Vorstellung der kinetischen Energie,<br />
Dies n&auml;mlich im Kopfe des gro&szlig;en Leibnitz:</p>
<p>In eben diesem Winter<br />
Notierte Georg Ernst Stahl,<br />
Ordniarius der Medizin zu Halle,<br />
In seinem Tagebuch einen Traum,<br />
Vom geduldigem Papier wurde, vermutlich<br />
Ganz gegen den Willen des Scribenten,<br />
Dies Notat der Nachwelt &uuml;berliefert,<br />
In einer kleinen, s&auml;uberlichen Kurrente,<br />
Des Professoren Stahl Werkzeug zum Denken,<br />
Eine Handschrift, die, soviel ist sicher,<br />
Ihm nur bei gutem Licht in derart<br />
Tadelloser Weise hat gelingen k&ouml;nnen.</p>


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		<title>Vulcanus</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Feb 2010 11:57:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Ahnungen]]></category>
		<category><![CDATA[Bahnfahren]]></category>
		<category><![CDATA[Geruch]]></category>
		<category><![CDATA[Gewitter]]></category>
		<category><![CDATA[Götter]]></category>
		<category><![CDATA[Höhlen]]></category>
		<category><![CDATA[Licht]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtleben]]></category>

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		<description><![CDATA[Blaues Licht im Rolltreppenschacht, Im Fahrtwind bleibt der Atem Als Wolkenspur zur&#252;ck. Abgeschnitten liegt jene W&#228;rme Hinter einer Glast&#252;r, ihre Fl&#252;gel Glitten lautlos in die W&#228;nde, Rechts und links, da war Geruch von Menschen, hier Ist alles Leer, Metall Steigt von unten auf Aus der Kaverne. An den Grundstoff des Donners Wurde schon vor Zeiten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/01/schiene.jpg" class="floatbox" rev="group:5761 caption:`Walisische Grubenschiene aus Gusseisen (1760)`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/01/schiene-300x162.jpg" alt="" title="Walisische Grubenschiene aus Gusseisen (1760)" width="300" height="162" class="rand size-medium wp-image-5776" /></a></p>
<p>Blaues Licht im Rolltreppenschacht,<br />
Im Fahrtwind bleibt der Atem<br />
Als Wolkenspur zur&uuml;ck.<br />
Abgeschnitten liegt jene W&auml;rme<br />
Hinter einer Glast&uuml;r, ihre Fl&uuml;gel<br />
Glitten lautlos in die W&auml;nde,<br />
Rechts und links, da war<br />
Geruch von Menschen, hier<br />
Ist alles Leer, Metall<br />
Steigt von unten auf<br />
Aus der Kaverne.</p>
<p>An den Grundstoff des Donners<br />
Wurde schon vor Zeiten ger&uuml;hrt,<br />
Jetzt knirscht er auf den Schienen.<br />
Ein unwilliger Domestik ist Jupiter,<br />
Und Vulcanus schmiedet<br />
Die Landschaft fortlaufend<br />
In Kanten und Fl&auml;chen,<br />
Dazwischen wachsen allein<br />
Gasblumen und Ru&szlig;.<br />
Und ungeheuer &uuml;ber allem,<br />
&Uuml;ber dem fahrenden Sturz,<br />
Eine ein&auml;ugige Sonne,<br />
Eine aus Schlieren geborene<br />
Ahnung.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Elektrisches Licht</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 11:14:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Asche]]></category>
		<category><![CDATA[Betrug]]></category>
		<category><![CDATA[Elekrizität]]></category>
		<category><![CDATA[Licht]]></category>
		<category><![CDATA[Nacht]]></category>
		<category><![CDATA[Schatten]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>

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		<description><![CDATA[Aufmerksam besehen Ist eine Gl&#252;hbirne eine Schlimme Sache, denn Sie sorgt auf einen Einzigen Fingerzeig hin F&#252;r den Untergang von Dunkelheit, so umfangreich, Da&#223; sie ausreichte Einen Raum ganz zu f&#252;llen. Es wird sp&#228;ter Nach dem Aufgang der Sonne, Nicht einmal Asche bleiben Um von diesem Trickbetrug Zeugnis zu geben. Allerdings verbrennt doch An anderer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/01/aschehaufen.jpg" class="floatbox" rev="group:5591 caption:`Reiner Ruthenbeck, Aschehaufen 3,  1968`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/01/aschehaufen-300x194.jpg" alt="" title="Reiner Ruthenbeck, Aschehaufen 3,  1968" width="300" height="194" class="rand size-medium wp-image-5593" /></a></p>
<p>Aufmerksam besehen<br />
Ist eine Gl&uuml;hbirne eine<br />
Schlimme Sache, denn<br />
Sie sorgt auf einen<br />
Einzigen Fingerzeig hin<br />
F&uuml;r den Untergang von<br />
Dunkelheit, so umfangreich,<br />
Da&szlig; sie ausreichte<br />
Einen Raum ganz zu f&uuml;llen.</p>
<p>Es wird sp&auml;ter<br />
Nach dem Aufgang der Sonne,<br />
Nicht einmal Asche bleiben<br />
Um von diesem Trickbetrug<br />
Zeugnis zu geben.<br />
Allerdings verbrennt doch<br />
An anderer Stelle<br />
Jenes Material, das<br />
Ich mir hier<br />
Von den H&auml;nden halte.</p>
<p>Und die Asche wird,<br />
Sobald der Berg genug gewachsen ist<br />
Auf mich zur&uuml;ckkommen und<br />
Einen deutlichen Schatten werfen.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Lichtnotiz</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Jan 2010 10:46:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Augenblick]]></category>
		<category><![CDATA[Frau]]></category>
		<category><![CDATA[Himmel]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Licht]]></category>
		<category><![CDATA[Offenbarung]]></category>
		<category><![CDATA[Sonne]]></category>

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		<description><![CDATA[Ja, wenn Licht aufzuschreiben w&#228;re, Wenn ich das Gl&#252;ck, Hell im Brand, mir selbst In einer Aktennotiz Festhalten k&#246;nnte: Etwa angesichts Des schr&#228;gfallenden Morgens, Wie er unter einer Br&#252;cke Die Pfeiler bis in die Poren Des Betons hinein Mit Blattgold beschl&#228;gt. Gr&#252;n belecken an Der Scheidehaut des Wassers Algen den ausgegossenen Stein, Und das Wasser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2009/12/LED-Leuchtmittel.jpg" class="floatbox" rev="group:5570 caption:`LED-Leuchtmittel`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2009/12/LED-Leuchtmittel-300x300.jpg" alt="" title="LED-Leuchtmittel" width="300" height="300" class="rand size-medium wp-image-5573" /></a></p>
<p>Ja, wenn<br />
Licht aufzuschreiben w&auml;re,<br />
Wenn ich das Gl&uuml;ck,<br />
Hell im Brand, mir selbst<br />
In einer Aktennotiz<br />
Festhalten k&ouml;nnte: </p>
<p>Etwa angesichts<br />
Des schr&auml;gfallenden Morgens,<br />
Wie er unter einer Br&uuml;cke<br />
Die Pfeiler bis in die Poren<br />
Des Betons hinein<br />
Mit Blattgold beschl&auml;gt.</p>
<p>Gr&uuml;n belecken an<br />
Der Scheidehaut des Wassers<br />
Algen den ausgegossenen Stein,<br />
Und das Wasser wird<br />
Unterw&auml;rts von hellh&auml;utigen T&auml;nzern<br />
In spielende Falten geworfen.</p>
<p>Einige Wolken gehen<br />
In Feiertagslaune spazieren und<br />
Tragen Winterm&auml;ntel aus Muschelseide.<br />
Am Ufer stehen westw&auml;rts glimmend<br />
St&auml;mme, sie sind in aller Ernstigkeit<br />
Auf den Horizont gerichtet, w&auml;hrend<br />
Zwischen ihnen schlankleibig<br />
Gerten im Tanz federn.</p>
<p>Da geht die Sonne geradewegs<br />
In die Iris ein und<br />
Der Flu&szlig; mitsamt dem sch&uuml;chternen Himmel<br />
Verschwindet in Schw&auml;rze und<br />
Frau Licht l&auml;&szlig;t freundlich<br />
Ihre langen Finger<br />
&Uuml;ber das Hirn gleiten<br />
Und dr&auml;ngt sie dann<br />
Tiefer hinein bis<br />
Zum Stamm.</p>


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