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	<title>Rauhfasler &#187; Licht</title>
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	<description>Verbrauchende Versuche mit Wörtern</description>
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		<title>Schnee (#4)</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Dec 2011 10:39:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Amseln]]></category>
		<category><![CDATA[Bäume]]></category>
		<category><![CDATA[Himmel]]></category>
		<category><![CDATA[Licht]]></category>
		<category><![CDATA[Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Schnee]]></category>
		<category><![CDATA[Unendlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Winter]]></category>

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		<description><![CDATA[Einzelne Flocken noch, Die Wege sind feucht, Die Rückseiten der Dinge Brennen weiß: Die Sonne ist bloß Ein weißer Brand. Auf dem höchsten Ast Sitzen fünf Amseln, Über ihnen schwindet der Tag Und geht wieder auf, Schwindet, geht auf, In schweren Wellen aus Wolken: Bis zuletzt der Himmel weiß anläuft Und der Schnee kommt. Auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/12/baum.jpeg" class="floatbox" rev="group:15553 caption:`Caspar David Friedrich (via vindsval.tumblr.com)`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/12/baum-202x300.jpg" alt="" title="Caspar David Friedrich (via vindsval.tumblr.com)" width="202" height="300" class="rand size-medium wp-image-15558" /></a></p>
<p>Einzelne Flocken noch,<br />
Die Wege sind feucht,<br />
Die Rückseiten der Dinge<br />
Brennen weiß:<br />
Die Sonne ist bloß<br />
Ein weißer Brand.</p>
<p>Auf dem höchsten Ast<br />
Sitzen fünf Amseln,<br />
Über ihnen schwindet der Tag<br />
Und geht wieder auf,<br />
Schwindet, geht auf,<br />
In schweren Wellen aus Wolken:<br />
Bis zuletzt der Himmel weiß anläuft<br />
Und der Schnee kommt.</p>
<p>Auf dem höchsten Ast<br />
Frieren die jüngeren Vögel.<br />
Zwischen den Flockenbahnen<br />
Liegt die Sonne im Nichts,<br />
Der Himmel nimmt immer mehr zu,<br />
Und die Dinge treten zurück,<br />
Sie schweigen,<br />
Das Obere schwindet,<br />
Während die ersten Sirenen<br />
Aus der Stadt kommen.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die höhere Tiefe</title>
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		<comments>http://www.rauhfasler.de/2011/die-hoehere-tiefe#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 16 Nov 2011 12:36:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Blut]]></category>
		<category><![CDATA[Leerwerden]]></category>
		<category><![CDATA[Licht]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstähnlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Tiefe]]></category>
		<category><![CDATA[Vögel]]></category>

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		<description><![CDATA[Und wie sich die Längen verlängen, Verjüngen, dort hinten verschwinden, Hinter dem Feld unterm äquilibristischen Pendel; Und wie sich das Nichts in den Wörtern verdichtet, Mit Gedanken verflochten sich selber vergrößt, Sich immer erschwert und um die Mitte sich weitet: Um die schwindende Mitte, Alles ist alles, und immer ist nichts &#8211; Ist nichts scharf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.darylashton.com/robinsnest_links.htm"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/11/new-robin-drawing-010-225x300.jpg" alt="" title="Daryl Ashton, Papierskulptur &rsaquo;Feeding Time&lsaquo;" width="225" height="300" class="rand size-medium wp-image-15467" /></a></p>
<p>Und wie sich die Längen verlängen,<br />
Verjüngen, dort hinten verschwinden,<br />
Hinter dem Feld unterm äquilibristischen Pendel;</p>
<p>Und wie sich das Nichts in den Wörtern verdichtet,<br />
Mit Gedanken verflochten sich selber vergrößt,<br />
Sich immer erschwert und um die Mitte sich weitet:</p>
<p>Um die schwindende Mitte,<br />
Alles ist alles, und immer ist nichts &#8211;</p>
<p>Ist nichts scharf genug,<br />
Um die Rinde zu schneiden<br />
Um jenseits der Rinde zum Kern vorzudringen,<br />
Das Licht zu vergießen, das höhere Blut.</p>
<p>Alles ist immer, und immer ist nichts &#8211;<br />
Und alles steht wartend zum Sprung und zum Flug<br />
Steht am äußersten Zweig wie ein Vogel,<br />
Die Kehle blutrot &#8211;;</p>
<p>Das höhere Blut,<br />
Das Licht zu vergießen,<br />
Das schwer wiegt und sich<br />
In die Tiefe versenkt,<br />
In die höhere Tiefe.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<series:name><![CDATA[stürze]]></series:name>
	</item>
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		<title>Vogel und Wipfel und Winter</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Nov 2011 11:32:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Bäume]]></category>
		<category><![CDATA[Bewußtseinszustände]]></category>
		<category><![CDATA[Kälte]]></category>
		<category><![CDATA[Licht]]></category>
		<category><![CDATA[Luft]]></category>
		<category><![CDATA[Vögel]]></category>
		<category><![CDATA[Winter]]></category>

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		<description><![CDATA[von einem der obersten äste an einem baum in weiter entfernung springt ein vogel ab und zieht, ein schwarzer punkt nur, quer abwärts über den himmel. und während ich mich hineindenke in die hellblaue fläche, in die ziemliche kupferstichstrenge des schon kommenden winters, entsteht jäh der sturz des vogels in meinem gleichgewichtssinn; und ich schmecke [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://naturalphotos.de/?attachment_id=238"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/11/vogelflug-300x73.jpg" alt="" title="Vogelflug (Foto von Andreas Ohrem)" width="300" height="73" class="rand size-medium wp-image-15436" /></a></p>
<p>von einem der obersten äste<br />
an einem baum in weiter entfernung<br />
springt ein vogel ab und zieht,<br />
ein schwarzer punkt nur,<br />
quer abwärts über den himmel.</p>
<p>und während ich<br />
mich hineindenke in die hellblaue fläche,<br />
in die ziemliche kupferstichstrenge<br />
des schon kommenden winters,<br />
entsteht jäh der sturz des vogels</p>
<p>in meinem gleichgewichtssinn;<br />
und ich schmecke die kälte<br />
der dünnen, reißenden luft<br />
klar über den schalen kaffee hinweg,<br />
und trinke die weiß zerfließende sonne.</p>
<p>die szenerie bleibt sekundenlang stehen,<br />
reglos, bevor dann eine handvoll blätter<br />
ins schweben gerät,  rot leuchtend<br />
und in ihrer abgestorbenheit<br />
offenbar sehr leicht.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<series:name><![CDATA[stürze]]></series:name>
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		<title>Zu irgendeinem Ende</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2011/zu-irgendeinem-ende</link>
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		<pubDate>Sat, 08 Oct 2011 11:23:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Ahnungen]]></category>
		<category><![CDATA[Herbst]]></category>
		<category><![CDATA[Kacheln]]></category>
		<category><![CDATA[Licht]]></category>
		<category><![CDATA[Wolken]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Wolken modulieren das Licht, Das Licht erzeugt eine Schwingung Im Resopal, darauf meine Hände Tatenlos liegengeblieben sind; Und die Kachelwände klingen Sogar noch über den Hof Noch durch das Fenster Wie hingestreckte Wiesen Unter den Herbststürmen der Äußeren Hebriden oder Irgendeines anderen Ortes, Den ich mir nur vorstellen kann: Jedenfalls sind es Herbststürme, In [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/10/scratches.jpg" class="floatbox" rev="group:15248 caption:`ovum.tumblr.com`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/10/scratches.jpg" alt="" title="ovum.tumblr.com" width="400" class="rand size-full wp-image-15255" /></a></p>
<p>Die Wolken modulieren das Licht,<br />
Das Licht erzeugt eine Schwingung<br />
Im Resopal, darauf meine Hände<br />
Tatenlos liegengeblieben sind;<br />
Und die Kachelwände klingen<br />
Sogar noch über den Hof<br />
Noch durch das Fenster<br />
Wie hingestreckte Wiesen<br />
Unter den Herbststürmen der<br />
Äußeren Hebriden oder<br />
Irgendeines anderen Ortes,<br />
Den ich mir nur vorstellen kann:<br />
Jedenfalls sind es Herbststürme,<br />
In der Schwingung der Farben<br />
Von dort bis hier;</p>
<p>Und ein seidener Vogel hat sich<br />
Zwischen den Regalen verfangen,<br />
Er hält inne, skeptisch und<br />
So fein gegliedert, daß mich<br />
Seine Bewegungen zittern lassen;<br />
Die Wolken türmen sich, das Licht<br />
Wird ernsthaft; die Sonne,<br />
Die noch vom Rand einsickert,<br />
Trägt einen nuancenschweren Brand &#8211;</p>
<p>Und ich<br />
Ich ertrinke in den zwanzig Fernen,<br />
Die sich im Innern drehen,<br />
Und während des Ertrinkens<br />
Ist alles schmerzhaft wundersam<br />
Und leicht wie Träume und<br />
Wie zarter Duft, der<br />
Einen mit den Nägeln<br />
Über die Haut fährt, so daß ich<br />
Mit dem Schweben<br />
Überhaupt nicht<br />
Zu irgendeinem Ende komme.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Pollen</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Oct 2011 09:21:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Bäume]]></category>
		<category><![CDATA[Licht]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstähnlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Sonne]]></category>
		<category><![CDATA[Vögel]]></category>
		<category><![CDATA[Wiederholungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Netz aus Pollen liegt das schwebende Gespräch der Bäume Hinter Eigentumswohnhäusern steigt die Sonne auf Ihr Strahl brennt durch die schüttre Atmosphäre Und zeichnet harte Schatten auf dem Tischtuch ab Zwei Vögel zirkeln um ein Gebüsch wie Messer Glänzend an den Rändern und in raschen Bögen Und zwischen den Blättern schimmert Würgedraht Einer Spinne [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/10/Cor_hole_193_big.jpg" class="floatbox" rev="group:15224 caption:`&raquo;A large coronal hole is easy to spot in this image of the Sun from SDO&#039;s AIA instrument&laquo; (NASA)`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/10/Cor_hole_193_big-300x151.jpg" alt="" title="&raquo;A large coronal hole is easy to spot in this image of the Sun from SDO&#039;s AIA instrument&laquo; (NASA)" width="400" class="rand size-medium wp-image-15230" /></a></p>
<p>Im Netz aus Pollen liegt das schwebende Gespräch der Bäume<br />
Hinter Eigentumswohnhäusern steigt die Sonne auf<br />
Ihr Strahl brennt durch die schüttre Atmosphäre<br />
Und zeichnet harte Schatten auf dem Tischtuch ab<br />
Zwei Vögel zirkeln um ein Gebüsch wie Messer<br />
Glänzend an den Rändern und in raschen Bögen<br />
Und zwischen den Blättern schimmert Würgedraht<br />
Einer Spinne und die Butter schmilzt<br />
Hier auf dem Tisch allmählich gänzlich ab.</p>
<p>Im Netz aus Pollen schwebt<br />
Über allem das Gespräch der Bäume<br />
Und die Mücken tanzen in den Schattenseen einen Tanz<br />
Jede Mücke hat dabei je ihren eignen Kreis<br />
Und alle Mücken fließen in dieselbe Wolke ein<br />
In der das Paarungsrad sich noch einmal vor dem Winter dreht<br />
In der Mitte des gesamten Bildes sitze ich<br />
Jeder sitzt inmitten seiner selbst und die Gedanken<br />
Steigen, fallen in sonderbaren Mustern wie das Gespräch der Bäume<br />
Und die großen Räder knarren leise hinter allem<br />
Und die Sonne steigt und wächst gefährlich an.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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