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	<title>Rauhfasler &#187; Liebe</title>
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	<description>Verbrauchende Versuche mit Wörtern</description>
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		<title>Fremdheit</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Mar 2011 09:48:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Leerstellen]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Mißverständnis]]></category>
		<category><![CDATA[Nacht]]></category>
		<category><![CDATA[Schweigen]]></category>
		<category><![CDATA[Spinnen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Fremdheit stakst mit ihren langen Spinnenbeinen Um jedes Wort, das sich jetzt aus Schweigen bildet, Das die Nacht im sauren Nimbus eines halben Wachseins zeugte, und das nun nicht mehr Zu töten ist, trotz aller unsrer Sätze. Und also kriechen Spinnen hinter jedem Wort hervor; Und also klingt mein joviales Lachen hohl, Während das Schweigen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/03/spinne2-300x300.jpg" alt="" title="" width="300" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-12598" /></p>
<p>Die Fremdheit stakst mit ihren langen Spinnenbeinen <br />
Um jedes Wort, das sich jetzt aus Schweigen bildet, <br />
Das die Nacht im sauren Nimbus eines halben <br />
Wachseins zeugte, und das nun nicht mehr<br />
Zu töten ist, trotz aller unsrer Sätze.</p>
<p>Und also kriechen Spinnen hinter jedem Wort hervor;<br />
Und also klingt mein joviales Lachen hohl,<br />
Während das Schweigen, von der Nacht gezeugt,<br />
Sich an meinen Brüsten hungrig saugend nährt,</p>
<p>Und dir obszöne Gesten macht:<br />
Wie sollten wir denn nicht<br />
Einander wütend in die Hände beißen?<br />
In bloßer Notwehr, während von uns jeder<br />
Für sich am andern doch bloß festen Halt,<br />
Und nur je Festigkeit zu finden hoffte.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>osculum</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2010/osculum</link>
		<comments>http://www.rauhfasler.de/2010/osculum#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 13 Oct 2010 10:15:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Schneideriana]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstähnlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Wiederholungen]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Da stehst du vor mir Und lächelst durch die Strahlung Des Reaktors, jemand hat ihn Aufgestellt in einer Rasenecke, Wellen brüchiger Stoffe Gehen von Membranen Auf die Versammlung nieder; Und wenn nicht die Hände An den Armesenden ausgreifen &#8211; Die Blicke strecken sich sehnsüchtig aus: Da stehst du vor mir, Und in meinem Kopf Konzentriert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/10/recurcive_growth_subdivision_basic_recursion_diagram_takuma_kakehi1.jpg" class="floatbox" rev="group:9645 caption:`&laquo;Basic Recursion Diagram&raquo; von Takuma Kakehi`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/10/recurcive_growth_subdivision_basic_recursion_diagram_takuma_kakehi1-300x200.jpg" alt="" title="&laquo;Basic Recursion Diagram&raquo; von Takuma Kakehi" width="300" height="200" class="rand size-medium wp-image-9649" /></a></p>
<p>Da stehst du vor mir<br />
Und lächelst durch die Strahlung<br />
Des Reaktors, jemand hat ihn<br />
Aufgestellt in einer Rasenecke,<br />
Wellen brüchiger Stoffe<br />
Gehen von Membranen<br />
Auf die Versammlung nieder;<br />
Und wenn nicht die Hände<br />
An den Armesenden ausgreifen &#8211;<br />
Die Blicke strecken sich sehnsüchtig aus:<br />
Da stehst du vor mir,<br />
Und in meinem Kopf<br />
Konzentriert sich das Gift,<br />
Dadurch die Wirklichkeit<br />
Löchrig wird:<br />
Ich war zwanzig Leben lang,<br />
Mein Herz, ein und derselbe Rabe,<br />
Auf den Bäumen saß ich<br />
Immer neben dir<br />
Und sah dir zu, mein Herz, dabei<br />
Wie sehr du sanft zu sein verstehst:<br />
Da nun stehst du<br />
Vor mir und küßt mir meinen Mund,<br />
Aus dem das Staunen steigt als<br />
Warmer Dunst, ich meine<br />
Plötzlich, so wie Wespen stechen,<br />
Nicht bloß ich zu sein,<br />
Sondern jeder, den du<br />
Jemals küsstest, deren jeder<br />
Bin ich in eins<br />
Genommen, ich<br />
Falle aus mir selbst heraus,<br />
Wir alle nehmen dir<br />
Den Kuß von deinen Lippen &#8211;<br />
Ein Rabe war ich,<br />
Zwanzig Leben lang.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Rezension</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2010/rezension</link>
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		<pubDate>Sun, 10 Oct 2010 10:08:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Gedicht]]></category>
		<category><![CDATA[Gerede]]></category>
		<category><![CDATA[Himmel]]></category>
		<category><![CDATA[leere Hüllen]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachlosigkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Himmel steht In ältlicher Majestät Blassblau, durchbrochen von Einzelnen zerfließenden Wolken Wie ein Endreim über Der Landschaft, die Ja auch bloß noch Die gewohnten Chiffren Wiederholt, ich habe Lyrik gelesen Lyrik gelesen Lyrik über Liebe gelesen Über Liebe sogar, und Nun kratzt die Luft tief In den Bronchien und Jemand leiert sich Über die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/10/F1.jpg" class="floatbox" rev="group:9660 caption:`Der &raquo;Anleger&laquo; der Rapida 162 von Koenig &amp; Bauer`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/10/F1-300x199.jpg" alt="" title="Der &raquo;Anleger&laquo; der Rapida 162 von Koenig &amp; Bauer" width="300" height="199" class="rand size-medium wp-image-9662" /></a></p>
<p>Der Himmel steht<br />
In ältlicher Majestät<br />
Blassblau, durchbrochen von<br />
Einzelnen zerfließenden Wolken<br />
Wie ein Endreim über<br />
Der Landschaft, die<br />
Ja auch bloß noch<br />
Die gewohnten Chiffren<br />
Wiederholt, ich habe<br />
Lyrik gelesen<br />
Lyrik gelesen<br />
Lyrik über<br />
Liebe gelesen<br />
Über Liebe sogar, und<br />
Nun kratzt die Luft tief<br />
In den Bronchien und<br />
Jemand leiert sich<br />
Über die Lautsprecher, die<br />
Ja leider keine Unterschiede<br />
Machen, mit jedem Bahnhof wieder<br />
Wie ein völlig unleidliches Kind<br />
An demselben Text ab, der<br />
Auf Nicht Gestattet endet:<br />
Es gäbe doch manches<br />
Zum Beispiel das<br />
Waschen von Leichen, auf<br />
Deren blasser Haut bald<br />
Zerfließende Blaue Flecken zu<br />
Sehen sind, die<br />
Verdienstvoll mit einem<br />
Schwamm zu umschreiben, doch<br />
Auch keinerlei Vorkenntnisse<br />
Erfordert &#8211; warum müssen es<br />
Denn Gedichte sein und<br />
Auch noch über:<br />
Liebe?</p>


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		<title>Kitsch</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2010/kitsch</link>
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		<pubDate>Thu, 07 Oct 2010 10:06:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Schneideriana]]></category>
		<category><![CDATA[Kitsch]]></category>
		<category><![CDATA[leere Hüllen]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachverwicklung]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein Herz, mein Augenstern, Mein Schatz, mein zinsfreies Darlehen, Mein Seestern, mein Seetangröllchen, Meine Sternenkarte, meine Eurochequekarte, Mein Bärchen, mein Ameisenbär, Mein Ameisenhaufen, mein Häuflein Elend, du, du, dich, dich Ich habe, will, gebe dir Mein Herz, den Rest, die Sporen, Gib, gib, gib mir dein Mark Du mein Knochenmark und Bein Chen, chen, chen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/10/flaschenkleider.jpg" class="floatbox" rev="group:9642 caption:`Flaschenkleider, Hochzeitszubehör`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/10/flaschenkleider-300x300.jpg" alt="" title="Flaschenkleider, Hochzeitszubehör" width="300" height="300" class="rand size-medium wp-image-9668" /></a></p>
<p>Mein Herz, mein Augenstern,<br />
Mein Schatz, mein zinsfreies Darlehen,<br />
Mein Seestern, mein Seetangröllchen,<br />
Meine Sternenkarte, meine Eurochequekarte,<br />
Mein Bärchen, mein Ameisenbär,<br />
Mein Ameisenhaufen, mein Häuflein<br />
Elend, du, du, dich, dich<br />
Ich habe, will, gebe dir<br />
Mein Herz, den Rest, die Sporen,<br />
Gib, gib, gib mir dein Mark<br />
Du mein Knochenmark und Bein<br />
Chen, chen, chen, schenk<br />
Schenk mir deine Schenkel<br />
Will, wollen, willst du<br />
Mein Pfuhl, mein Zuber,<br />
Meine Kelter, darin ich<br />
Zerstampft-gangen-stört-lich,<br />
Mein Essigtäubchen, mein<br />
Silberfeines Spulwürmchen,<br />
Du, du mir im Herzen tief<br />
Im Herzen sitzest, da<br />
Schäumt es Sterne glänzend<br />
Schäumt es<br />
Deinet wegen.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Itaque iam non sunt duo</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2010/itaque-iam-non-sunt-duo</link>
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		<pubDate>Fri, 13 Aug 2010 10:23:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Sterben]]></category>
		<category><![CDATA[Vögel]]></category>

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		<description><![CDATA[Du erzählst mir wie Vor deinen Augen die Liebe ihre Sterblichkeit Erwiesen hat, erst Vor kurzem und Wunderst dich, daß Überall Arbeit sei, Und Entscheidung, Aber &#8212; wofür denn, Und: Wo wären Belastbare Gründe? Ich höre mir ratlos Beim Antworten zu, Eine Taube pickt Vor uns im Schotter, Mühsam zieht sie Ein Bein nach, Sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/08/48112_dove_wing_lg.gif" class="floatbox" rev="group:8619 caption:`Taubenflügel (aus: J. Arthur, Thomson, Outlines of Zoology, New York 1916)`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/08/48112_dove_wing_lg-300x169.gif" alt="" title="Taubenflügel (aus: J. Arthur, Thomson, Outlines of Zoology, New York 1916)" width="300" height="169" class="rand size-medium wp-image-8621" /></a></p>
<p>Du erzählst mir wie<br />
Vor deinen Augen die<br />
Liebe ihre<br />
Sterblichkeit<br />
Erwiesen hat, erst<br />
Vor kurzem und<br />
Wunderst dich, daß<br />
Überall Arbeit sei,<br />
Und Entscheidung,<br />
Aber &#8212; wofür denn,<br />
Und: Wo wären<br />
Belastbare Gründe?<br />
Ich höre mir ratlos<br />
Beim Antworten zu,<br />
Eine Taube pickt<br />
Vor uns im Schotter,<br />
Mühsam zieht sie<br />
Ein Bein nach,<br />
Sie ist<br />
Halbwegs<br />
Verkrüppelt.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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