Eine konfabulierteKonfabulation ist »die Produktion von objektiv falschen Aussagen« bzw. von Märchen (lat. fabula), wobei der Konfabulierende von der Gültigkeit seiner Aussagen mehr oder weniger fest überzeugt ist. Es kann eine hirn­organische Störung zugrunde­liegen oder auch der bei Gesunden gelegentlich vorkommende Drang, sich an mehr zu erinnern, als tatsächlich der Fall ist (z.B. bei Kindheits­erinnerungen oder bei der Befragung eines Zeugen vor Gericht; es sind sog. provozierte K.).
  Die spontane K. liegt vor, wenn die Fähigkeit gestört ist, eigene Einfälle von realen Sach­verhalten zu unterscheiden. (»Patients with Korsakoff's syndrome characteristically confabulate by guessing an answer or imagining an event and then mistaking their guess or imagination for an actual memory. [Wikipedia]«
Realienkunde, ein Thesaurus, bar jeder Notwendigkeit assoziiert, eine Sammlung von Marginalien, über die im Unklaren zu bleiben, ich nicht auf mich nehmen wollte. Dem geneigten Leser im jeweiligen Kontext unterbreitet, in alphabetischer Ordnung. Anregungen für weitere Stichworte werden gerne entgegengenommen.

Tag-Archiv: Schlaf

Frühe

Freundlich liegt die Stadt vor Augen Sie wartet hinter einem Paravent Aus gesponnener Luft In weißer Frühe, ihre Gesten Verdanken sich für Augenblicke Immernoch dem Schlaf Der eben erst gegangen ist Und sein Geruch Liegt schwer und glänzend Auf jeder Kleinigkeit. Der Himmel hat Von ferne zugesehn Jetzt springt er auf Und angelweit Springt deshalb [...]
Veröffentlicht in Poetischer Apoplex | Auch getagged , , , | 5 Kommentare

Perspektive

Eine Doppelreihe Deckenlampen Im Raum wie eine Pipeline, Gefügt aus Lacken und Metallen Und glänzenden Stangen. Man zieht uns durch die Nacht. Nur ein schlafender alter Mann Ist noch und der Nachklang Übriggeblieben eines Liedes. Und die Spekulation über die Suppe Zweier Kinder, im Restaurant Der Unterstadt, im Vorübergehen – Wahrscheinlich Bohnen und deshalb Ein [...]
Veröffentlicht in Poetischer Apoplex | Auch getagged , , , , , | Kommentieren

Operette

Aus deinen quarrenden Lautsprechern Dringt der dürftige Text einer Operette, Aus irgendeinem Grund Magst du sie, und Über die verbogenen Reime weg Höre ich deinem Atem zu, Bis mir, nach diesem kaum Mehr als durschnittlich hingelebten Tag, Während du schon nicht mehr Zu erreichen bist, für den Tenor Mit seinen süßlichen Ausschweifungen, – Bis mir [...]
Veröffentlicht in Poetischer Apoplex | Auch getagged , , , | Kommentieren
  • Rauhfaseln?

    Zum Beispiel so:

    Recht und Unrecht zwei Greise lehnen aneinander mit äußerster Kraft teilen die dürftige Neige aus ihrer abgegriffenen Flasche für sie bleibt ein Grinsen im Gesicht der Hingetriebenen...

    Hier gibt es mehr davon, Worte auf Worte, dem geneigten Leser präsentiert in mehreren Versuchsanordnungen.

  • Zufällig…