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	<title>Rauhfasler &#187; Schlaf</title>
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	<description>Verbrauchende Versuche mit Wörtern</description>
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		<title>Perspektive</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Jul 2010 10:55:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Bahnfahren]]></category>
		<category><![CDATA[Fremde]]></category>
		<category><![CDATA[Heimat]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine Doppelreihe Deckenlampen Im Raum wie eine Pipeline, Gef&#252;gt aus Lacken und Metallen Und gl&#228;nzenden Stangen. Man zieht uns durch die Nacht. Nur ein schlafender alter Mann Ist noch und der Nachklang &#220;briggeblieben eines Liedes. Und die Spekulation &#252;ber die Suppe Zweier Kinder, im Restaurant Der Unterstadt, im Vor&#252;bergehen &#8211; Wahrscheinlich Bohnen und deshalb Ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/07/haltestange.jpg" alt="" title="Eine Haltestange" width="201" height="288" class="rand size-full wp-image-7918" /></p>
<p>Eine Doppelreihe Deckenlampen<br />
Im Raum wie eine Pipeline,<br />
Gef&uuml;gt aus Lacken und Metallen<br />
Und gl&auml;nzenden Stangen.</p>
<p>Man zieht uns durch die Nacht.<br />
Nur ein schlafender alter Mann<br />
Ist noch und der Nachklang<br />
&Uuml;briggeblieben eines Liedes.</p>
<p>Und die Spekulation &uuml;ber die Suppe<br />
Zweier Kinder, im Restaurant<br />
Der Unterstadt, im Vor&uuml;bergehen &#8211;<br />
Wahrscheinlich Bohnen und deshalb</p>
<p>Ein angespanntes Heimweh.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Operette</title>
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		<comments>http://www.rauhfasler.de/2010/operette#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 27 May 2010 11:19:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Abend]]></category>
		<category><![CDATA[Atem]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaf]]></category>
		<category><![CDATA[Zufriedenheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus deinen quarrenden Lautsprechern Dringt der d&#252;rftige Text einer Operette, Aus irgendeinem Grund Magst du sie, und &#220;ber die verbogenen Reime weg H&#246;re ich deinem Atem zu, Bis mir, nach diesem kaum Mehr als durschnittlich hingelebten Tag, W&#228;hrend du schon nicht mehr Zu erreichen bist, f&#252;r den Tenor Mit seinen s&#252;&#223;lichen Ausschweifungen, &#8211; Bis mir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/02/mcx160.jpg" class="floatbox" rev="group:5933 caption:`Lautsprecher MCX160`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/02/mcx160-300x177.jpg" alt="" title="Lautsprecher MCX160" width="300" height="177" class="rand size-medium wp-image-5955" /></a></p>
<p>Aus deinen quarrenden Lautsprechern<br />
Dringt der d&uuml;rftige Text einer Operette,<br />
Aus irgendeinem Grund<br />
Magst du sie, und</p>
<p>&Uuml;ber die verbogenen Reime weg<br />
H&ouml;re ich deinem Atem zu,</p>
<p>Bis mir, nach diesem kaum<br />
Mehr als durschnittlich hingelebten Tag,<br />
W&auml;hrend du schon nicht mehr<br />
Zu erreichen bist, f&uuml;r den Tenor<br />
Mit seinen s&uuml;&szlig;lichen Ausschweifungen, &#8211;</p>
<p>Bis mir in den Augen allm&auml;hlich<br />
Ein einf&auml;ltiger Friede zusammenflie&szlig;t.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<series:name><![CDATA[Schlafbrandung]]></series:name>
	</item>
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		<title>Gen Mitternacht</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Apr 2010 10:09:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Abend]]></category>
		<category><![CDATA[Geräusch]]></category>
		<category><![CDATA[Gesicht]]></category>
		<category><![CDATA[Himmel]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaf]]></category>
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		<category><![CDATA[Trolle]]></category>
		<category><![CDATA[Trommeln]]></category>
		<category><![CDATA[Untergang]]></category>
		<category><![CDATA[Verwelken]]></category>
		<category><![CDATA[Wind]]></category>

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		<description><![CDATA[&#220;ber dem Nachtmahl Laufen mir salzig Gedanken aus; Den Stichen am Gobelin F&#252;gen sich bronzene F&#228;den bei; Die geb&#252;gelten Leichenhemden Bauschen auf im warmen Abendwind, Der kommt von Norden, Gen Mitternacht. Wie du entschlafen bist: Sacht wie eine Feder sinkt, Und dein Atem sank noch tiefer, Und an deinen Lidern glitt Mein Blick ins Ungewisse [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/03/Dieu_en_majesté.jpg"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/03/Dieu_en_majesté-1024x640.jpg" alt="" title="Der dritte apokalyptische Reiter. Szene aus der &#039;Tapisserie de l&#039;Apocalypse&#039; im Château von Angers" width="450" class="rand size-large wp-image-6261" /></a></p>
<p>&Uuml;ber dem Nachtmahl<br />
Laufen mir salzig Gedanken aus;<br />
Den Stichen am Gobelin<br />
F&uuml;gen sich bronzene F&auml;den bei;<br />
Die geb&uuml;gelten Leichenhemden<br />
Bauschen auf im warmen Abendwind,<br />
Der kommt von Norden,<br />
Gen Mitternacht.</p>
<p>Wie du entschlafen bist:<br />
Sacht wie eine Feder sinkt,<br />
Und dein Atem sank noch tiefer,<br />
Und an deinen Lidern glitt<br />
Mein Blick ins Ungewisse ab &#8211;<br />
Tief ist der Graben, den ein Mensch<br />
Dem andern schl&auml;gt.</p>
<p>Ich h&ouml;re Trommeln<br />
Hinterm fernen Rand der Welt:<br />
Die eisendrahtbehaarten Trolle<br />
Schlagen einander auf die B&auml;uche,<br />
Sie sind vom Hunger straff gespannt.</p>
<p>Ungeduldig lecken sie<br />
Sich ihre Lippen,<br />
Ihre Zeit kommt bald:<br />
Sie werden fressen,<br />
Was wir unbeachtet lassen<br />
Bis es vor uns rasch verwelkt.</p>
<p>Die Zeit kommt bald<br />
Kam bald schon immer<br />
Ich sticke Sterne<br />
Aus hellem Salz<br />
Dem Himmel auf<br />
Auf meinem Gobelin<br />
Dein Gesicht hat sich<br />
Wie eine Feder sinkt<br />
Verschlossen ach<br />
Der Mensch ist Graben<br />
Die Trommel klingt.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<series:name><![CDATA[Schlafbrandung]]></series:name>
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		<title>Vom Sofa</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 11:58:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Kampf]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Organe]]></category>
		<category><![CDATA[Ruhe]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaf]]></category>
		<category><![CDATA[Tatenlos]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Tag ist fr&#252;h genug begonnen &#8211; Tatenlos, daf&#252;r braucht es alle Kraft. Das Territorium der Sofakissen Liegt hart umk&#228;mpft im Grenzgebiet Zwischen dem Laugenschlaf des T&#228;glich Rekonvaleszenten Und dem sauren Selbstinzest. Man bindet sich die H&#228;nde, Schlie&#223;t die Fenster, schaltet Alle zitternden Antennen nieder Und wartet auf die Wirksamkeit Der s&#252;&#223;en Gifte, aus der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/7984880@N07/3092722772/"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/01/geh&ouml;rschutz-300x300.jpg" alt="" title="Geh&ouml;rschutz (Ausschnitt aus einem Photo von Blue Petunia via Flickr)" width="300" height="300" class="rand size-medium wp-image-5803" /></a></p>
<p>Der Tag ist fr&uuml;h genug begonnen &#8211;<br />
Tatenlos, daf&uuml;r braucht es alle Kraft.<br />
Das Territorium der Sofakissen<br />
Liegt hart umk&auml;mpft im Grenzgebiet<br />
Zwischen dem Laugenschlaf des<br />
T&auml;glich Rekonvaleszenten<br />
Und dem sauren Selbstinzest.<br />
Man bindet sich die H&auml;nde,<br />
Schlie&szlig;t die Fenster, schaltet<br />
Alle zitternden Antennen nieder<br />
Und wartet auf die Wirksamkeit<br />
Der s&uuml;&szlig;en Gifte, aus der Zirbeldr&uuml;se<br />
Oder sonstwoher.<br />
Vom Organfett lebt der Freie<br />
Gl&uuml;cklich einen Vierteltag<br />
Und kann am Ende den Gedanken<br />
Zusehen bei ihrem Hungertod.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Wellenfunktion</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2009/wellenfunktion</link>
		<comments>http://www.rauhfasler.de/2009/wellenfunktion#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 05 Dec 2009 10:06:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Elemente]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaf]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstähnlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Traum]]></category>

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		<description><![CDATA[Die untersp&#252;lenden Gesichte Im Tropfenflu&#223; der N&#228;chte In Formeln zu fassen, um Damit schwierige Berechnungen, Zum Beispiel des Integrals, Anzustellen. Wie verbirgt sich ein Tr&#228;umer So geschickt vor sich selbst? Ist es jener Zustand Der Superposition, das ist: Das prinzipielle &#220;berallsein eines Abgeschiedenen Elementarteilchens? Immer steht das Allerkleinste In geheimer Entsprechung zu Dem Gr&#246;&#223;eren, und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2009/12/4sorbital2.jpg" class="floatbox" rev="group:5434 caption:`Das 4s-Orbital der Elektronenh&uuml;lle eines Atoms`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2009/12/4sorbital2-300x277.jpg" alt="Das 4s-Orbital der Elektronenh&uuml;lle eines Atoms" title="Das 4s-Orbital der Elektronenh&uuml;lle eines Atoms" width="300" height="277" class="rand size-medium wp-image-5439" /></a></p>
<p>Die untersp&uuml;lenden Gesichte<br />
Im Tropfenflu&szlig; der N&auml;chte<br />
In Formeln zu fassen, um<br />
Damit schwierige Berechnungen,<br />
Zum Beispiel des Integrals,<br />
Anzustellen.</p>
<p>Wie verbirgt sich ein Tr&auml;umer<br />
So geschickt vor sich selbst?<br />
Ist es jener Zustand<br />
Der Superposition, das ist:<br />
Das prinzipielle &Uuml;berallsein eines<br />
Abgeschiedenen Elementarteilchens?</p>
<p>Immer steht das Allerkleinste<br />
In geheimer Entsprechung zu<br />
Dem Gr&ouml;&szlig;eren, und also<br />
Ist der Schlaf ein Teilchenbeschleuniger,<br />
Und ich war nach Schr&ouml;dinger<br />
Nicht geradezu dort, wo<br />
Meine Mundwinkel im Schlaf<br />
Grundlos wieder und wieder<br />
L&auml;chelten.</p>
<p>Und h&auml;tte doch ebenso<br />
Jeder andere sein k&ouml;nnen,<br />
Dessen Grenzen verschwanden,<br />
In einer unnachgiebigen<br />
Unsch&auml;rfe.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Abklingen</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2009/abklingen</link>
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		<pubDate>Sun, 18 Oct 2009 11:03:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Atem]]></category>
		<category><![CDATA[Augenblick]]></category>
		<category><![CDATA[Einfall]]></category>
		<category><![CDATA[Idyll]]></category>
		<category><![CDATA[Kater]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaf]]></category>
		<category><![CDATA[Schmerz]]></category>
		<category><![CDATA[Stille]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>
		<category><![CDATA[Wüste]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn das gro&#223;e, verheerende Kopfweh Abklingt in eine gl&#228;nzende W&#252;stennacht, Ein Krampf aus Lachen sich wieder l&#246;st Und dann die letzten Tr&#228;nen verdunsten Auf den nachzitternden Wangen; Oder wenn neben dir dein Liebstes Eingeschlafen ist oder auch Jener Mensch vor dir zuendekam, Den du immer noch zu wenig kanntest, Und nun, am Ende seines Sterbens, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.bestamericanarts.com/Shop/Georgetown-Pottery-Ikebana-Vases"><img src="/wp-content/uploads/2009/10/sternennacht-300x300.jpg" alt="Die Ikebana-Vase &quot;Starry Night&quot; von Jeff Peters" title="Die Ikebana-Vase &quot;Starry Night&quot; von Jeff Peters" width="300" height="300" class="rand size-medium wp-image-5129" /></a></p>
<p>Wenn das gro&szlig;e, verheerende Kopfweh<br />
Abklingt in eine gl&auml;nzende W&uuml;stennacht,<br />
Ein Krampf aus Lachen sich wieder l&ouml;st<br />
Und dann die letzten Tr&auml;nen verdunsten<br />
Auf den nachzitternden Wangen;<br />
Oder wenn neben dir dein Liebstes<br />
Eingeschlafen ist oder auch<br />
Jener Mensch vor dir zuendekam,<br />
Den du immer noch zu wenig kanntest,<br />
Und nun, am Ende seines Sterbens,<br />
Umh&uuml;llt dich seine Stille freundschaftlich;<br />
Ganz so wie auch der Aufwind, der<br />
Einer Idee unter das Gefieder streicht,<br />
Unvermutet, und die Ausschau leichter macht,<br />
Von einem auf den andern Augenblick:<br />
Ja, dann &#8211; ja, dann &#8211; ja, dann,<br />
Ist alles f&uuml;r drei Fingerh&uuml;te leicht.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Erscheinung</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2009/erscheinung</link>
		<comments>http://www.rauhfasler.de/2009/erscheinung#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 19 Aug 2009 10:33:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bewußtseinssturz]]></category>
		<category><![CDATA[Bewußtseinszustände]]></category>
		<category><![CDATA[Brustraum]]></category>
		<category><![CDATA[Dunkel]]></category>
		<category><![CDATA[Erzählen]]></category>
		<category><![CDATA[Glanz]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitulation]]></category>
		<category><![CDATA[Scheitern]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaf]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstähnlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Traum]]></category>
		<category><![CDATA[Wahn]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Augenblick da er, so sagte er, vergiftet von Geschichten, am Abend viel zu fr&#252;h zu Bett gegangen war und endlich doch gewagt hatte, seine Augen zu schlie&#223;en, erschien ihm als leuchtende Vision, ohne da&#223; er irgendeinen Gegenstand oder auch nur ganz ungegenst&#228;ndliches Licht zu sehen bekommen h&#228;tte, als leuchtende Vision im ausdehnungslosen Bereich der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2009/08/Oszilloskop.jpeg" class="floatbox" rev="group:4501 caption:`Anzeige eines Oszilloskops`"><img src="/wp-content/uploads/2009/08/Oszilloskop-300x237.jpg" alt="Anzeige eines Oszilloskops (Quelle: LIFE Magazine)" title="Anzeige eines Oszilloskops" width="300" height="237" class="rand size-medium wp-image-4504" /></a></p>
<p>Im Augenblick da er, so sagte er, vergiftet von Geschichten, am Abend viel zu fr&uuml;h zu Bett gegangen war und endlich doch gewagt hatte, seine Augen zu schlie&szlig;en, erschien ihm als leuchtende Vision, ohne da&szlig; er irgendeinen Gegenstand oder auch nur ganz ungegenst&auml;ndliches Licht zu sehen bekommen h&auml;tte, als leuchtende Vision im ausdehnungslosen Bereich der Empfindungen n&auml;mlich: erschien ihm, wie er sich ausdr&uuml;ckte, die gl&auml;nzende, verlockende M&ouml;glichkeit einer vollst&auml;ndigen Kapitulation. Tats&auml;chlich sei es ein Glanz gewesen, projiziert auf die Innenfl&auml;che seines Selbst, trotz der Abwesenheit von Licht, ein Glanz von Schwarz, das im Begriff war, sich in Schw&auml;rze aufzul&ouml;sen, ein Prickeln und unruhiges Branden, als w&uuml;rde man ihm die Einbildungskraft wie Zellophan zerkn&uuml;llen, eine gl&auml;nzende Vision, anzusehen in ihrer Unanschaulichkeit wie die Urflut selber: die M&ouml;glichkeit, den gewohnheitsm&auml;&szlig;igen Dammbau dahingestellt sein zu lassen, vielmehr mit der Freude eines Menschen, der gleich fortgerissen werden wird, zuzusehen, wie die Flut hereinbricht und alles, was sich &uuml;ber den Schlamm erhebt, wieder mit ihm vermengt, bis endlich der Frieden der Ebene wiederhergestellt ist. Die M&ouml;glichkeit, es dahingestellt sein zu lassen, insbesondere das Arsenal der unabgegoltenen M&ouml;glichkeiten dahingestellt sein zu lassen, und nicht mehr auf das sanfte Fl&uuml;stern zu h&ouml;ren, es m&uuml;sse noch mehr erreicht werden. Er sagte, er habe dann kurz aufblitzend vor sich, fast, als w&auml;re ein Flattern &uuml;ber seine Lider hingegangen, das Bild eines Mannes gesehen, der nichts weiter als er selbst gewesen sei, einer, der sich nackt der ganzen Welt ausgeliefert habe, die ja schlie&szlig;lich immer alles andere als sie selbst sei, der aber in einer Art heldenm&uuml;tiger Unempfindlichkeit diesen Widerspruch nicht nur furchtlos ertragen, vielmehr gar nicht erkannt und verstanden habe und also mit dem nicht anfechtbaren Mut der Dummheit &#8211; nur er selbst gewesen sei; und dieses Bild habe einen bitteren Geschmack auf seiner Zunge hinterlassen. Da er nun aber tats&auml;chlich vor alledem gegen seine Gewohnheit einige M&auml;rchen gelesen habe und diese Lekt&uuml;re alles andere ausgel&ouml;st habe und er wohl unter einer Art von Vergiftung, unter einer Vergiftung durch Geschichten gelitten habe, sei er nunmehr fest entschlossen, beim Zubettgehen in Zukunft blo&szlig; n&uuml;chternes und rein realistisches in Betracht zu ziehen.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Nachmittags, ruhe</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Aug 2009 10:47:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bewußtseinssturz]]></category>
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		<description><![CDATA[&#220;ber drei Felder hinweg schreit ein Hahn, l&#228;ngst ist der Mittag vorbeigezogen. Gleich neben dem Fenster eine Taube, die mit ihren Rufen aus der Krone eines Nadelholzes keine gro&#223;en Anspr&#252;che macht, sch&#252;chtern gew&#246;hnt sie sich dem Ohr an. Da sind Tannenzapfen zwischen den Zweigen, in schwierigen Konstellationen um den Ort angeordnet, an dem die Taube [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2009/08/ferrari-planet.jpg" class="floatbox" rev="group:4495 caption:`León Ferrari, Planeta, 1979`"><img class="rand size-medium wp-image-4498" title="León Ferrari, Planeta, 1979" src="/wp-content/uploads/2009/08/ferrari-planet-300x266.jpg" alt="León Ferrari, Planeta, 1979" width="300" height="266" /></a></p>
<p>&Uuml;ber drei Felder hinweg schreit ein Hahn, l&auml;ngst ist der Mittag vorbeigezogen. Gleich neben dem Fenster eine Taube, die mit ihren Rufen aus der Krone eines Nadelholzes keine gro&szlig;en Anspr&uuml;che macht, sch&uuml;chtern gew&ouml;hnt sie sich dem Ohr an. Da sind Tannenzapfen zwischen den Zweigen, in schwierigen Konstellationen um den Ort angeordnet, an dem die Taube sitzt, die Taube, die jetzt von einer Zweiten vertraulich gurrende Antwort erh&auml;lt, die Tannenzapfen formen r&auml;tselhafte Figuren: ein Netz aus dunkelbraunen, schuppigen Kloben, H&auml;ufungen, Ausl&auml;ufer, Implikationen zwischen dem Gr&uuml;n und Grau der Nadeln. Die Taube singt die Arbeitslieder eines Totengr&auml;bers, denke ich, oder sich ahmt das Pfeifen nach von jemandem, der eine resignierende Spielart von Freude entdeckt hat, eine Spielart, die entsteht, wenn man seinen Platz gefunden hat und zaghaft gewahr wird, da&szlig; man ihn nicht mehr verlassen wird. Menschen, wenn sie am Mittag schlafen, denke ich,  stehen den Toten in nichts nach, hinsichtlich der Sanftmut um Kinn und Augen. Eine r&auml;uberische Spinne l&auml;uft w&auml;hrenddessen ganz hinten, gleich bei den S&auml;ulen des Herakles, einem Glas mit Schraubenziehern, einer Dose, darin vor Zeiten vertrocknete Stifte, eine Spinne l&auml;uft am &auml;u&szlig;ersten Rand des Tisches, und droht siegesgewi&szlig; mit Beinen und Mandibeln, dem Betrachter und der Allgemeinheit, bis sie hinter einer braun gewordenen Plastikt&uuml;te verschwunden ist. Ein Archiv anzulegen aus Augenblicken, aus Ger&auml;uschen vor allem, und Ger&uuml;chen zumal, das in der Lage w&auml;re, z&ouml;ge man die Querverbindungen mit ausreichender Geduld, eine Erkl&auml;rung zu enthalten, fein genug, um aus dem Meer der Einzeldinge die kleinen, gl&auml;nzenden Fische ans Licht zu ziehen. Aber nun: zweimal mit Atem die verbleibende Tiefe des Brustkorbs ausgelotet und mit der T&uuml;r in den Tag zur&uuml;ckgefallen.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Auf der Kuppe eines Kopfes</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2009/auf-der-kuppe-eines-kopfes</link>
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		<pubDate>Fri, 07 Aug 2009 10:03:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Alkohol]]></category>
		<category><![CDATA[Dunkel]]></category>
		<category><![CDATA[Gärung]]></category>
		<category><![CDATA[Gift]]></category>
		<category><![CDATA[Kopf]]></category>
		<category><![CDATA[Salz]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaf]]></category>
		<category><![CDATA[Schweben]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiß]]></category>
		<category><![CDATA[Vögel]]></category>

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		<description><![CDATA[Schwebeteilchen flie&#223;en In den Falten zweier Kissen Tr&#228;ge bis zum Tal. Auf der Kuppe eines Kopfes, Der hier aufgeworfen wurde, Sitzen unsichtbare V&#246;gel, Picken zwischen ihren F&#252;&#223;en In der Krume jenes Kopfes Nach den kriechenden Gedanken, Bohren Schn&#228;bel zwischen Wurzeln. Und zum fernen Z&#228;hneknirschen T&#246;nt und bricht sich an den W&#228;nden, Die kalkwei&#223; ringsum Wache [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.thebigblackcloud.com/"><img src="/wp-content/uploads/2009/08/tangle-theory-300x300.jpg" alt="Joshua Gorchov: Tangle Theory" title="Joshua Gorchov: Tangle Theory" width="300" height="300" class="rand size-medium wp-image-4332" /></a></p>
<p>Schwebeteilchen flie&szlig;en<br />
In den Falten zweier Kissen<br />
Tr&auml;ge bis zum Tal.<br />
Auf der Kuppe eines Kopfes,<br />
Der hier aufgeworfen wurde,<br />
Sitzen unsichtbare V&ouml;gel,<br />
Picken zwischen ihren F&uuml;&szlig;en<br />
In der Krume jenes Kopfes<br />
Nach den kriechenden Gedanken,<br />
Bohren Schn&auml;bel zwischen Wurzeln.<br />
Und zum fernen Z&auml;hneknirschen<br />
T&ouml;nt und bricht sich an den W&auml;nden,<br />
Die kalkwei&szlig; ringsum Wache stehen,<br />
Ihr zufriedener Gesang.</p>
<p>&Uuml;berm Laken schwebt ein Nebel<br />
Aus den Tr&auml;umen, die gen Mittag<br />
Eine giftig hei&szlig;e Sonne<br />
Steigen l&auml;&szlig;t aus dunklen Tiefen,<br />
Der als feuchter Niederschlag<br />
Auf den hingekrampften Gliedern<br />
Gl&auml;nzt und dann zusammenrinnt.<br />
Bis in B&auml;chen von den R&uuml;cken<br />
Der gestreckten H&ouml;henz&uuml;ge<br />
Salz und schale Bitterstoffe<br />
Flie&szlig;en und in tr&auml;gen Wellen<br />
Niedergehen ins Lakental,<br />
Wo sich um die Knie und Kn&ouml;chel,<br />
Die Ellenbogen und den Stei&szlig;<br />
Ausgedehnte Moore bilden.</p>
<p>Unterde&szlig;, im Kern des Schl&auml;fers,<br />
G&auml;rt es hei&szlig;.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>D&#252;nung</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Aug 2009 10:13:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Klang]]></category>
		<category><![CDATA[Meer]]></category>
		<category><![CDATA[Regen]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaf]]></category>
		<category><![CDATA[Tiefsee]]></category>
		<category><![CDATA[Traum]]></category>
		<category><![CDATA[Wellen]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Regen rauscht In vollem Gleichma&#223;, Freundlich w&#228;scht er Aus der Luft die harte Blaue Trockenheit. Ich treibe hin, Von D&#252;nung sanft gehoben Senkt sich meine Brust In einen leichten Schlaf, Ich Tr&#228;ume hell: Von klaren Horizonten Die sich in meine Segel legen Und mir den Weg ins Weite weisen; Von Silberfunken &#252;ber Wellen Und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2009/07/krill2.jpg" class="floatbox" rev="group:4300 caption:`Krill (National Geographic, Foto George F. Mobley)`"><img src="/wp-content/uploads/2009/07/krill2-300x206.jpg" alt="Krill (National Geographic, Foto George F. Mobley)" title="Krill (National Geographic, Foto George F. Mobley)" width="300" height="206" class="rand size-medium wp-image-4307" /></a></p>
<p>Der Regen rauscht<br />
In vollem Gleichma&szlig;,<br />
Freundlich w&auml;scht er<br />
Aus der Luft die harte<br />
Blaue Trockenheit.</p>
<p>Ich treibe hin,<br />
Von D&uuml;nung sanft gehoben<br />
Senkt sich meine Brust<br />
In einen leichten Schlaf,<br />
Ich Tr&auml;ume hell:</p>
<p>Von klaren Horizonten<br />
Die sich in meine Segel legen<br />
Und mir den Weg ins Weite weisen;<br />
Von Silberfunken &uuml;ber Wellen<br />
Und S&auml;tzen, die der Wind<br />
Mir heimlich anvertraut.</p>
<p>Da h&ouml;re ich,<br />
Wie Wale durch die Gassen schwimmen,<br />
Vor meinem Fenster gr&uuml;&szlig;en sie<br />
Mit melancholischem Gesang.<br />
Alte Kraken spielen Saxophon im Stehen,<br />
Die Euphausiden diskutieren rege<br />
Und von den Tiefseest&auml;dten her<br />
Dringt ein klang wie Tanz<br />
Bis hier zu mir ans Deck.</p>
<p>So tr&auml;gt der Wellenschlag<br />
Mich langsam mit sich fort,<br />
Der Regen deckt mich freundlich zu<br />
Mit einem k&uuml;hlen Laken.</p>
<p>Ich hisse meine Flagge<br />
Obenauf am h&ouml;chsten Mast,<br />
Dort tr&auml;gt sie<br />
Nur ein Wort.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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