Eine konfabulierteKonfabulation ist »die Produktion von objektiv falschen Aussagen« bzw. von Märchen (lat. fabula), wobei der Konfabulierende von der Gültigkeit seiner Aussagen mehr oder weniger fest überzeugt ist. Es kann eine hirn­organische Störung zugrunde­liegen oder auch der bei Gesunden gelegentlich vorkommende Drang, sich an mehr zu erinnern, als tatsächlich der Fall ist (z.B. bei Kindheits­erinnerungen oder bei der Befragung eines Zeugen vor Gericht; es sind sog. provozierte K.).
  Die spontane K. liegt vor, wenn die Fähigkeit gestört ist, eigene Einfälle von realen Sach­verhalten zu unterscheiden. (»Patients with Korsakoff's syndrome characteristically confabulate by guessing an answer or imagining an event and then mistaking their guess or imagination for an actual memory. [Wikipedia]«
Realienkunde, ein Thesaurus, bar jeder Notwendigkeit assoziiert, eine Sammlung von Marginalien, über die im Unklaren zu bleiben, ich nicht auf mich nehmen wollte. Dem geneigten Leser im jeweiligen Kontext unterbreitet, in alphabetischer Ordnung. Anregungen für weitere Stichworte werden gerne entgegengenommen.

Tag-Archiv: Selbstähnlichkeit

Maßband

Fünfzig Zentimeter mißt Die Sitzfläche dieser Bank Zirka und sechs Leiter Blut Trägt man bei sich darin Bewegt sich mit jedem Herzschlag Eine Druckwelle ungefähr Mit einundzwanzig Stundenkilometern Voran unentwegt jedenfalls Solange noch Leben Vorhanden ist das Rund siebenundzwanzigtausend Tage Währt wenn nicht irgendetwas Dazwischenkommt. Und während der Wind Um Ost drehend böig wohl Stärke [...]
Veröffentlicht in Poetischer Apoplex | Auch getagged , , , | 1 Kommentar

nicht hatte

als wäre es ein traum, ein übler traum gewesen, ist, liebste, mir der tag durch meine brust getropft, ganz ohne dich, dich nur in harten farben habend, in meinem kopf, darin ein übler sinn sich drehte, derweil die zeiger kreisten und mir der tag enttropfte und ich mich selbst nicht kannte, als ich mir selbst [...]
Veröffentlicht in Poetischer Apoplex | Auch getagged , , , | 1 Kommentar

Neben

Du, Schwester, Bruder, Erscheinung aus Gesicht und Händen, Geliebte und Nebenmensch, Geräuschemacher, Atmender, Stinkender – verzeih: Daß ich dich nicht sehe, Wie du womöglich bist; Dich mir skizziere, wie ich muß, Nach Bedarf, mit groben Strichen, Und dein Gehabe, deine Vorzüge oder Die unvertretbare Ekelhafigkeit, Die vor allen anderen dich Auszeichnet, dir aufpräge Mit Stempeln, [...]
Veröffentlicht in Poetischer Apoplex | Auch getagged , , , , , | Kommentieren
  • Rauhfaseln?

    Zum Beispiel so:

    Wie ich Antonius, den großen Eremiten, beneide. Ein Liebling beider: Gottes und des Teufels und ausgezeichnet durch sie, Bezwinger der inneren Wüste zu sein. Begehrt vom Versucher selbst, denn der kam immer wieder.

    Hier gibt es mehr davon, Worte auf Worte, dem geneigten Leser präsentiert in mehreren Versuchsanordnungen.

  • Zufällig…