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	<title>Rauhfasler &#187; Sommer</title>
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	<description>Verbrauchende Versuche mit Wörtern</description>
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		<title>Ozon</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 10:03:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Busfahren]]></category>
		<category><![CDATA[Gold]]></category>
		<category><![CDATA[Hitze]]></category>
		<category><![CDATA[Licht]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Busse riechen nach Ozon, Wenn sie vorüberziehen wie Faulende Wale in der Hitze. In den Menschen lodert Ein Schwelbrand, der Das Fett zu Tropfen schmilzt In allen Leibesfalten. Die infraroten Bäche, die Vom Himmel brechen, dringen Durch die erste Schicht: Man trägt die Außenwelt Unter der Haut und überall Fallen häßlich jetzt die Hüllen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/07/wahlskelett.jpg" class="floatbox" rev="group:8113 caption:`Skelett eines Wales mitsamt rudimentärem Hinterbeinknochen (Quelle: Meyers Konversationslexion 1888)`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/07/wahlskelett-300x86.jpg" alt="" title="Skelett eines Wales mitsamt rudimentärem Hinterbeinknochen (Quelle: Meyers Konversationslexion 1888)" width="300" height="86" class="rand size-medium wp-image-8119" /></a></p>
<p>Die Busse riechen nach Ozon,<br />
Wenn sie vorüberziehen wie<br />
Faulende Wale in der Hitze.<br />
In den Menschen lodert<br />
Ein Schwelbrand, der<br />
Das Fett zu Tropfen schmilzt<br />
In allen Leibesfalten.<br />
Die infraroten Bäche, die<br />
Vom Himmel brechen, dringen<br />
Durch die erste Schicht:<br />
Man trägt die Außenwelt<br />
Unter der Haut und überall<br />
Fallen häßlich jetzt die Hüllen.<br />
Und schließlich, wenig<br />
Vor der Dämmerung,<br />
Während das Sofa sich<br />
Begierig mit dem Leib<br />
Verklebt,<br />
Geschieht es<br />
Auf den staubigen<br />
Wohnzimmerfenstern:<br />
Erstrahlt golden die<br />
Consummatio mundi.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Weidenkätzchen</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Jun 2010 15:14:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Bäume]]></category>
		<category><![CDATA[Katzen]]></category>
		<category><![CDATA[Luft]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Sommer]]></category>
		<category><![CDATA[Wachstum]]></category>

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		<description><![CDATA[Pollen reisen friedlich durch die stille Luft, Hinter einer Biegung rufen Enten &#8211; Ohne festgefassten Vorsatz, will mir scheinen. Aus einem Fenster fließt arglos Musik, Vier Elektriker ziehen schwatzend Heim vom Bau, Jemand liest Gedanken von den Pflastersteinen. Autos pflügen Flüsse in den blauen Abend Und spülen ganze Pollengarben hoch empor. Eine Taube döst auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/06/Banking-on-life-Red-campi-005.jpg" class="floatbox" rev="group:7576 caption:`Polle der Roten Lichtnelke (Silene dioica; Bild: Rob Kesseler &amp; Madeline Harley)`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/06/Banking-on-life-Red-campi-005-300x270.jpg" alt="" title="Polle der Roten Lichtnelke (Silene dioica; Bild: Rob Kesseler &amp; Madeline Harley)" width="300" height="270" class="rand size-medium wp-image-7577" /></a></p>
<p>Pollen reisen friedlich durch die stille Luft,<br />
Hinter einer Biegung rufen Enten &#8211;<br />
Ohne festgefassten Vorsatz, will mir scheinen.<br />
Aus einem Fenster fließt arglos Musik,<br />
Vier Elektriker ziehen schwatzend Heim vom Bau,<br />
Jemand liest Gedanken von den Pflastersteinen.</p>
<p>Autos pflügen Flüsse in den blauen Abend<br />
Und spülen ganze Pollengarben hoch empor.<br />
Eine Taube döst auf einem heißen Dach,<br />
Und letzte Kätzchen wachsen jetzt<br />
An einer späten Weide.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Sonntagsfahrt</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2009/sonntagsfahrt</link>
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		<pubDate>Fri, 31 Jul 2009 10:41:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Dunkel]]></category>
		<category><![CDATA[Felder]]></category>
		<category><![CDATA[Ferne]]></category>
		<category><![CDATA[Licht]]></category>
		<category><![CDATA[Linien]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Seele]]></category>
		<category><![CDATA[Sommer]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>

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		<description><![CDATA[Gleich dem weitestgehend gewichtlosen Licht, Das auf eine Reise fällt am Sonntagmorgen, Die Seele zu halten. Aufrechten Gang sich anzugewöhnen, So wie sommerlich gelb der Weizen dort steht. Die Gedanken in geraden Bahnen zu ziehen, Nach dem Maß der Linien, die zwischen den Halmen Sich kreuzen und in weiten Fluchten verlaufen, Frei in das Feld. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2009/08/16_Weizenfeld_ar.jpg" class="floatbox" rev="group:4225 caption:`Vincent van Gogh: &quot;Weizenfeld mit Korngarben&quot;, 1888`"><img src="/wp-content/uploads/2009/08/16_Weizenfeld_ar-300x254.jpg" alt="Vincent van Gogh: &quot;Weizenfeld mit Korngarben&quot;, 1888" title="Vincent van Gogh: &quot;Weizenfeld mit Korngarben&quot;, 1888" width="300" height="254" class="rand size-medium wp-image-4297" /></a></p>
<p>Gleich dem weitestgehend gewichtlosen Licht,<br />
Das auf eine Reise fällt am Sonntagmorgen,<br />
Die Seele zu halten.</p>
<p>Aufrechten Gang sich anzugewöhnen,<br />
So wie sommerlich gelb der Weizen dort steht.<br />
Die Gedanken in geraden Bahnen zu ziehen,<br />
Nach dem Maß der Linien, die zwischen den Halmen<br />
Sich kreuzen und in weiten Fluchten verlaufen,<br />
Frei in das Feld.</p>
<p>Womöglich daraufhin sich selbst noch zu stimmen,<br />
Nach dem leichten Ton des hellen Morgens.<br />
In der Ferne das Ungefügte dann endlich zu sehen<br />
Und es zu betrachten mit geduldigem Blick,<br />
Es zu sehen, wie zwischen den Stämmen die Kühle,<br />
Im Wald auf dem Hügel am Ende der Sicht.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Stadtgang</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Jul 2009 10:20:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Alter]]></category>
		<category><![CDATA[leere Hüllen]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Schlick]]></category>
		<category><![CDATA[Sommer]]></category>
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		<category><![CDATA[Worte]]></category>

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		<description><![CDATA[Im ultraviolett des blankgebrannten Himmels, Auf den aufgeräumten Straßen Einer beispielhaften Stadt, Geht durch ein braunes, rotes Blättermeer Irgendjemand. Und im Sommer ist ein Herbst Aus abgelebten Tagen angebrochen: Die Welt ist alt, So alt, wie sie schon immer war Und manchmal siehst du einen, Wie er aufschaut Von den eignen Füßen Und mit wunderlichem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2009/07/hoelenmenschen.jpg" class="floatbox" rev="group:4213 caption:`Höhlenmenschen`"><img src="/wp-content/uploads/2009/07/hoelenmenschen-300x198.jpg" alt="Höhlenmenschen" title="Höhlenmenschen" width="300" height="198" class="rand size-medium wp-image-4217" /></a></p>
<p>Im ultraviolett des blankgebrannten Himmels,<br />
Auf den aufgeräumten Straßen<br />
Einer beispielhaften Stadt,<br />
Geht durch ein braunes, rotes Blättermeer<br />
Irgendjemand. Und im Sommer ist ein Herbst<br />
Aus abgelebten Tagen angebrochen:<br />
Die Welt ist alt,<br />
So alt, wie sie schon immer war</p>
<p>Und manchmal siehst du einen,<br />
Wie er aufschaut<br />
Von den eignen Füßen<br />
Und mit wunderlichem Blick<br />
Sich selbst in einem blinden Fenster sieht &#8211;<br />
Die Augen in den Höhlen dunkel,<br />
Sein Gesicht ist längst verschwunden<br />
Nach drei Schritten, und der nächste<br />
Steht anstatt des ersten da:<br />
Und hinter ihm geht heimlich Kälte durch den Tag.</p>
<p>In dem Schlick, der unvermutet<br />
Manchmal auf den Wegen liegt,<br />
Findet sich die Spur von einem Geher,<br />
Der hier schon früher war.<br />
Doch Schlick ist stumm<br />
Und schert sich nicht<br />
Um Worte.</p>
<p>So läuft nun alles seinen eingefügten Gang,<br />
Immer zwischen Wänden hin,<br />
Auf denen, sonderbar, von Zeit zu Zeit<br />
Mit schneller Hand geschrieben<br />
Eine Warnung steht:<br />
Ihr Inhalt ist schon längst bekannt.<br />
Doch fehlt sie zu bedenken<br />
Meistens die Gelegenheit.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Heißlaufen</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Jul 2009 10:37:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
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		<category><![CDATA[Entblößung]]></category>
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		<description><![CDATA[Hier sind alle Unterschiede abgeschafft, Die Luft ist nur noch spürbar durch den Schweiß, Der in nichts vergeht, ganz wie ein kalter Schleier, Derweil sich jeder Rückhalt an sich selbst verhebt: Es bleiben keine freien Zwischenräume Und die Liebe dringt schon flutend durch die Fenster, Wie aus rauhen Kehlen später scharfe Wut. Die Bahnhofshallen sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2009/07/Loris_tardigradus.jpg" class="floatbox" rev="group:4130 caption:`Roter Schlanklori (Loris tardigradus -- Foto von Sandilya Theuerkauf)`"><img src="/wp-content/uploads/2009/07/Loris_tardigradus-300x250.jpg" alt="Roter Schlanklori (Loris tardigradus -- Foto von Sandilya Theuerkauf)" title="Roter Schlanklori (Loris tardigradus -- Foto von Sandilya Theuerkauf)" width="300" height="250" class="rand size-medium wp-image-4132" /></a></p>
<p>Hier sind alle Unterschiede abgeschafft,<br />
Die Luft ist nur noch spürbar durch den Schweiß,<br />
Der in nichts vergeht, ganz wie ein kalter Schleier,<br />
Derweil sich jeder Rückhalt an sich selbst verhebt:<br />
Es bleiben keine freien Zwischenräume<br />
Und die Liebe dringt schon flutend durch die Fenster,<br />
Wie aus rauhen Kehlen später scharfe Wut.</p>
<p>Die Bahnhofshallen sind jetzt warm wie Menschen<br />
Und die Menschen drinnen sind fast wie ein Leib.<br />
Heute gärt der Urwald in den dunklen Kammern<br />
Alle Töne klingen anders nicht als Ungeduld.<br />
Durch die Straßen schreiten stolze Herrscherinnen<br />
Und ihr Blick ist Glanz, ihr Lächeln fürchterlich;</p>
<p>Die Gedanken aber gehen so wie scheue Krebse<br />
Durch die Köpfe, während dort der Pegel fällt.<br />
Irgendwann fällt schließlich auch die Sonne<br />
Und auf nassen Laken wälzt sich dann die Stadt.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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