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	<title>Rauhfasler &#187; Träume</title>
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	<description>Verbrauchende Versuche mit Wörtern</description>
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		<title>Woher kommt bald</title>
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		<pubDate>Sun, 01 May 2011 20:14:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Atem]]></category>
		<category><![CDATA[Müdigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaf]]></category>
		<category><![CDATA[Träume]]></category>
		<category><![CDATA[Würmer]]></category>

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		<description><![CDATA[Was steht im Mund nach Nahrung an Worauf bleibt übrigens zu hoffen Wer trennt den Schaltkreis gänzlich auf, An seiner dünnsten Stelle, wer Dreht das Rad zum Scheitelpunkt Woher kommt bald der Schlaf geflossen Wonach wird dann das Dürsten schmecken Und was kreißt hinterm Fensterkreuz, Zur Nacht, wenn alle Amseln schlafen Was wispern müde Autoreifen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/05/Lederschildkroete.jpg" class="floatbox" rev="group:13093 caption:`Lederschildkröte. Zeichnung Dominicus Vandellis (?), aus dem Nachlass Johann David Schöpfs, Museum f. Naturkunde, Berlin`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/05/Lederschildkroete-300x213.jpg" alt="" title="Lederschildkröte. Zeichnung Dominicus Vandellis (?), aus dem Nachlass Johann David Schöpfs, Museum f. Naturkunde, Berlin" width="300" height="213" class="rand size-medium wp-image-13097" /></a></p>
<p>Was steht im Mund nach Nahrung an<br />
Worauf bleibt übrigens zu hoffen<br />
Wer trennt den Schaltkreis gänzlich auf,<br />
An seiner dünnsten Stelle, wer<br />
Dreht das Rad zum Scheitelpunkt<br />
Woher kommt bald der Schlaf geflossen<br />
Wonach wird dann das Dürsten schmecken<br />
Und was kreißt hinterm Fensterkreuz,<br />
Zur Nacht, wenn alle Amseln schlafen<br />
Was wispern müde Autoreifen<br />
Auf altem Kopfstein und was gällt<br />
Das Lampenlicht in Spinnenohren<br />
Wohin bist du gegangen, wo-<br />
hin trägt dich dein Atem jetzt,<br />
Und wo wird meiner mir entgleiten?<br />
Wo aber, unter welchem Stein,<br />
Findet man den größten Traum<br />
Wie, sag mir, schlafen Regenwürmer?</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<series:name><![CDATA[Schlafbrandung]]></series:name>
	</item>
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		<title>Stundenfrist</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Apr 2011 11:20:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Abend]]></category>
		<category><![CDATA[Atem]]></category>
		<category><![CDATA[Geräusch]]></category>
		<category><![CDATA[Nackt]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaf]]></category>
		<category><![CDATA[Stille]]></category>
		<category><![CDATA[Träume]]></category>

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		<description><![CDATA[Eilig schält die Stunde sich Aus ihrem Negligée, darunter Ist sie knochig, ist sie immer Knochig, Und ich wollte dir Nur nicht den Atem rauben Von deinen Lippen Durch mein Horchen Als du schliefest: Ganz war ich Als du schliefest, Und ich träumte. Und du Hast nicht gehört, zum Glück, Hast es, horch!, nicht gehört, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/04/Medusa_by_Caravaggio.jpg" class="floatbox" rev="group:12811 caption:`Medusa die Gorgone von Caravaggio`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/04/Medusa_by_Caravaggio-292x300.jpg" alt="" title="Medusa die Gorgone von Caravaggio" width="292" height="300" class="rand size-medium wp-image-12814" /></a></p>
<p>Eilig schält die Stunde sich<br />
Aus ihrem Negligée, darunter<br />
Ist sie knochig, ist sie immer<br />
Knochig,<br />
<span style="margin-left:5em;">Und ich wollte dir</span><br />
Nur nicht den Atem rauben<br />
Von deinen Lippen<br />
Durch mein Horchen<br />
Als du schliefest:<br />
Ganz war ich<br />
Als du schliefest,<br />
Und ich träumte.<br />
<span style="margin-left:8.5em;">Und du</span><br />
Hast nicht gehört, zum Glück,<br />
Hast es, horch!, nicht gehört,<br />
Wie die Dielen knirschen<br />
Unter ihrem Tritt &#8212;<br />
<span style="margin-left:10em;">So</span><br />
Tritt die Stunde einem<br />
An die Seite, hart, immer so,<br />
So kommt sie immer, und dabei<br />
Kratzen ihre Borsten derart<br />
An den stillen Wänden.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<series:name><![CDATA[Schlafbrandung]]></series:name>
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		<title>Schwarzer Ritter</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Aug 2010 10:35:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Gold]]></category>
		<category><![CDATA[Insekten]]></category>
		<category><![CDATA[Pferde]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarz]]></category>
		<category><![CDATA[Totschlag]]></category>
		<category><![CDATA[Träume]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich hab den schwarzen Ritter Heut Nacht zerschlagen und gestampft. Er war ein Gecke, viel zu billig Auf seinem hohen, schaumbefleckten Roß. Es blieben von ihm bloß noch Teile seines Panzers, Von meinen Hieben war darauf der Lack Arg zerfurcht und sehr zerkratzt, Und deshalb wurde deutlich sichtbar Unter einem dünnen schwarzen Anstrich: Deutlich glänzend [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/mystic/3262557727/"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/07/Cold-200x300.jpg" alt="" title="Cold. Foto von Thiago Lopes" width="200" height="300" class="rand size-medium wp-image-8551" /></a></p>
<p>Ich hab den schwarzen Ritter<br />
Heut Nacht zerschlagen und gestampft.<br />
Er war ein Gecke, viel zu billig<br />
Auf seinem hohen, schaumbefleckten Roß.<br />
Es blieben von ihm bloß noch Teile seines Panzers,<br />
Von meinen Hieben war darauf der Lack<br />
Arg zerfurcht und sehr zerkratzt,<br />
Und deshalb wurde deutlich sichtbar<br />
Unter einem dünnen schwarzen Anstrich:<br />
Deutlich glänzend reines Gold.</p>
<p>Sein Blut klopft mir nun in den Schläfen,<br />
Meine Gedanken sind schwarz eingefärbt.<br />
Allerdings im Schweigen neben meinem Bette<br />
Hört man Kakerlaken nagen,<br />
An den Ritterresten innen,<br />
In dem hohlen Panzer.</p>
<p>Und ich träume mich von allem Anstand fort,<br />
Und ich reite grollend über Städtesteppen.<br />
Die Menschen aber unter den Hufen<br />
Meines schwarzen Pferdes<br />
Sind bloß geknicktes Gras &#8212;</p>
<p>Jedoch im Traum empfinde ich den Makel deutlich,<br />
Daß meine schwarze Rüstung niemals<br />
Golden war.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>nicht hatte</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Jun 2010 10:16:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Brustraum]]></category>
		<category><![CDATA[Omnia vincit amor]]></category>
		<category><![CDATA[Rauchen]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstähnlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Träume]]></category>

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		<description><![CDATA[als wäre es ein traum, ein übler traum gewesen, ist, liebste, mir der tag durch meine brust getropft, ganz ohne dich, dich nur in harten farben habend, in meinem kopf, darin ein übler sinn sich drehte, derweil die zeiger kreisten und mir der tag enttropfte und ich mich selbst nicht kannte, als ich mir selbst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/06/erdbeben-lissabon.jpg" class="floatbox" rev="group:7720 caption:`Zeitgenössische Impression vom Erdbeben von Lissabon am 1. November 1755 (Quelle unbekannt)`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/06/erdbeben-lissabon-300x198.jpg" alt="" title="Zeitgenössische Impression vom Erdbeben von Lissabon am 1. November 1755 (Quelle unbekannt)" width="300" height="198" class="rand size-medium wp-image-7726" /></a></p>
<p>als wäre es ein traum,<br />
ein übler traum gewesen,<br />
ist, liebste, mir der tag<br />
durch meine brust getropft,<br />
ganz ohne dich, dich nur<br />
in harten farben habend,<br />
in meinem kopf, darin<br />
ein übler sinn sich drehte,<br />
derweil die zeiger kreisten<br />
und mir der tag enttropfte<br />
und ich mich selbst nicht kannte,<br />
als ich mir selbst entgegentrat,<br />
im flur und dann am küchentisch<br />
und rauchend, starrend, sinnend,<br />
übel mir entgegentrat,<br />
als ich mit leerer brust mich selbst,<br />
als wärs ein schlechter traum, nicht kannte<br />
und dich nicht kannte, du, die ich<br />
in harten farben nur<br />
noch hatte, liebste,<br />
dich.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Sheriff</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Jun 2010 10:14:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Ahnungen]]></category>
		<category><![CDATA[Bewußtseinszustände]]></category>
		<category><![CDATA[Felder]]></category>
		<category><![CDATA[Träume]]></category>
		<category><![CDATA[Urbane Mirakel]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn du wie Ein Südstaatensheriff Durch die letzten Ausläufer Der unwegsamen Stadt Den Feldern zureitest Deiner Interimsheimat Auf einem Stahlroß und Dir den Geschmack vorstellst Von Whiskey und einer Kurzen Zigarre Zum zarten Grau des Himmels &#8211; Morgen wird es Regen geben Die Abendröte sickert rosig Durch die Hemdbrust der Wolken. Die Traktoren stäuben Sand [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/05/Winchester_Model_1892_1477.jpg" class="floatbox" rev="group:7537 caption:`Winchester Modell 1892 (Quelle: Wikipedia)`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/05/Winchester_Model_1892_1477-300x61.jpg" alt="" title="Winchester Modell 1892 (Quelle: Wikipedia)" width="300" height="61" class="rand size-medium wp-image-7539" /></a></p>
<p>Wenn du wie<br />
Ein Südstaatensheriff<br />
Durch die letzten Ausläufer<br />
Der unwegsamen Stadt<br />
Den Feldern zureitest<br />
Deiner Interimsheimat<br />
Auf einem Stahlroß und<br />
Dir den Geschmack vorstellst<br />
Von Whiskey und einer<br />
Kurzen Zigarre<br />
Zum zarten Grau des Himmels &#8211;<br />
Morgen wird es Regen geben<br />
Die Abendröte sickert rosig<br />
Durch die Hemdbrust der Wolken.</p>
<p>Die Traktoren stäuben Sand<br />
Die Strauchdiebe träumen<br />
Hinterm Bahndamm malerische Träume<br />
Und an den Bänkern hängt der Anzugstoff<br />
Wie trockene Blätter vom letzten Herbst<br />
Ein Fraß für das Getier<br />
Das Gott am sechsten Tage schuf.</p>
<p>Wenn du als Sheriff reitest<br />
Und die Welt ist um dich<br />
Schön wie wenige Töne<br />
Einer Stahlgitarre, die<br />
Ein wahrhaft Trauriger<br />
Baumwollpflücker spielt &#8211;<br />
Denke dir ein Halstuch<br />
Und sprich nicht;<br />
Denke dir harte Stiefel<br />
Und geh zögernd<br />
Und geh aufrecht<br />
Bei jedem Schritt.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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