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	<title>Rauhfasler &#187; Universum</title>
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	<description>Verbrauchende Versuche mit Wörtern</description>
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		<title>De Tellurio</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 10:14:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Denken]]></category>
		<category><![CDATA[Kälte]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachlosigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Tauben]]></category>
		<category><![CDATA[Universum]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Sonne scheint schneidend, Mehr ist nicht zu sagen &#8211; Sobald man die Augen halb schließt, Teilen die eigenen Wimpern das Licht Zu fiedrigen Fächern. Im Hirn stehen Fichten Auf sehr hohen Graten und schweigen Und wiegen die Wipfel Vor&#8217;m eisblauen Himmel; Nur seltenes Bersten von fallenden Ästen. Das Weltall ist kalt, es fehlen die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2012/02/sebright-huhn.jpg" class="floatbox" rev="group:15771 caption:`Ein Sebright-Huhn (Quelle: tierportrait.ch)`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2012/02/sebright-huhn-274x300.jpg" alt="" title="Ein Sebright-Huhn (Quelle: tierportrait.ch)" width="274" height="300" class="rand size-medium wp-image-15778" /></a></p>
<p>Die Sonne scheint schneidend,<br />
Mehr ist nicht zu sagen &#8211;<br />
Sobald man die Augen halb schließt,<br />
Teilen die eigenen Wimpern das Licht<br />
Zu fiedrigen Fächern.</p>
<p>Im Hirn stehen Fichten<br />
Auf sehr hohen Graten und schweigen<br />
Und wiegen die Wipfel<br />
Vor&#8217;m eisblauen Himmel;<br />
Nur seltenes Bersten von fallenden Ästen.</p>
<p>Das Weltall ist kalt, es fehlen die Wolken,<br />
Der Frost fügt formale Systeme,<br />
Und interpoliert die nähere Zukunft<br />
Aus ihnen und nichts &#8211;<br />
Der Dampf aus dem Schornstein zergeht<br />
In kristallene Leere und Luft.</p>
<p>Was überall bleibt<br />
Sind Scherben, Kleider, Papier &#8211;<br />
Es nutzt den hungrigen Tauben,<br />
Die nachts Tellurien bauen.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<series:name><![CDATA[Krypto|patho|graphie]]></series:name>
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		<title>György</title>
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		<pubDate>Fri, 27 May 2011 10:21:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erzählen]]></category>
		<category><![CDATA[Bier]]></category>
		<category><![CDATA[Denken]]></category>
		<category><![CDATA[Existenz]]></category>
		<category><![CDATA[Gott]]></category>
		<category><![CDATA[Rauchen]]></category>
		<category><![CDATA[Universum]]></category>
		<category><![CDATA[Visionen]]></category>
		<category><![CDATA[Wahn]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160;Atmosph&#228;re Zwei Gestalten sitzen auf nem abgerockten Sofa, oder eher noch auf ner Bank, aber eine mit nem Lederpolster, das bestimmt mal, vor zwanzig oder fünfzig Jahren, ziemlich vornehm ausgesehen hat. Aber das ist ja alles unwichtig. Eigentlich ist auch unwichtig, daß diese Bank (oder dieses Sofa, wenn man so will, jedenfalls hätten da auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div style="float:right;text-align:center;width:120px;border:2px solid #F5C800;background:#F5C800;padding:7px 5px 5px 5px;margin-top:0px;"> 	 <!-- WordPress XSPF_Player Plugin v. 3.4, by Boriel :-) -->
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	    <span style="vertical-align:3px;">&nbsp;Atmosph&auml;re</span></div><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/09/gyorgy_gaspar_scud-I.jpg" class="floatbox" rev="group:9393 caption:`György Gaspar: Scud I`" class="floatbox" rev="group:12991 caption:`György Gaspar: Scud I`" class="floatbox" rev="group:12991 caption:`György Gaspar: Scud I`" class="floatbox" rev="group:12991 caption:`György Gaspar: Scud I`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/09/gyorgy_gaspar_scud-I-300x225.jpg" alt="" title="György Gaspar: Scud I" width="300" height="225" class="rand size-medium wp-image-9431" /></a></p>
<div class="tabcontainer" style="height: 500px;">
<div id="tcontent1" class="tabcontent">
<p>Zwei Gestalten sitzen auf nem abgerockten Sofa, oder eher noch auf ner Bank, aber eine mit nem Lederpolster, das bestimmt mal, vor zwanzig oder fünfzig Jahren, ziemlich vornehm ausgesehen hat. Aber das ist ja alles unwichtig. </p>
<p style="margin-top:1em;">Eigentlich ist auch unwichtig, daß diese Bank (oder dieses Sofa, wenn man so will, jedenfalls hätten da auch vier oder fünf Leute drauf sitzen können, ohne sich in die Quere zu kommen; aber dieses &#0187;Sofa&#0171; hat ziemlich lange Beine und man hat auch nicht besonders viel Platz für seinen Arsch, deshalb ist es eigentlich zu unbequem, um wirklich ein Sofa zu sein &#8211;) also, daß diese Bank in einem langen Gang steht, der sich zum Sitzen dann auch wieder nicht besonders eignet, weil man seine Beine kaum ausstrecken kann, wenn man hier sitzt, ohne daß man mit den Schuhsohlen an der Wand gegenüber ankommt.</p>
<p style="margin-top:1em;">Man hat also diese fleckige Wand vor der Nase. Die Tapete ist nämlich fleckig, wahrscheinlich von den ganzen Unterarmen und Frauenschultern, die in Jahren einen fettigen Abrieb darauf hinterlassen haben, was ja leider eine verhältnismäßig traurige Art ist, sich eine Frauenschulter vorzustellen. Außerdem ist das der Gang zum Klo, und eigentlich müssten ständig Leute vorbei laufen und über die halb angestorchten Beine unserer beiden Helden steigen, denn es ist Freitag und in der Kneipe sind ne Menge Leute.</p>
</div>
<div id="tcontent2" class="tabcontent">
<div style='margin:2em 0 2em 0;background:#1A0E0E;color:#F5C800;width:100%;text-align:center;padding:40px 0 40px 0;'><p style='font-size:2em;'>Weiter nur für Clubmitglieder!</p> <p>Bewerbungen auf Zulassung als Leser nimmt der <a href='mailto:janus@rauhfasler.de'>Autor (janus@rauhfasler.de)</a> entgegen.</p><div class="inline-login" style="text-align:left;margin-left:20px;margin-top:40px;"><span>Anmelden</span><form method="post" action="http://www.rauhfasler.de/tag/universum/?_login=f8ddbbea04">			<p><label for="user_login">Benutzername:</label><input name="log" value="" class="mid" id="user_login" type="text" /></p>
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</div>
<div id="flowertabs" class="entrytabs">
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</ul>
</div>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Psalm</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Mar 2011 17:27:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bewußtseinssturz]]></category>
		<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Beten]]></category>
		<category><![CDATA[Gerechtigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gott]]></category>
		<category><![CDATA[Schulden]]></category>
		<category><![CDATA[Sehnsucht]]></category>
		<category><![CDATA[Täuschung]]></category>
		<category><![CDATA[Universum]]></category>
		<category><![CDATA[Unterderoberfläche]]></category>

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		<description><![CDATA[Wird etwa das Geformte zu dem Former sagen: Warum hast du mich so gemacht? Oder hat der Töpfer nicht Macht über den Ton, aus derselben Masse das eine Gefäß zur Ehre und das andere zur Unehre zu machen? (Paulus an die Römer 9,20f) &#8230;wie sind sie nun den irdenen Töpfen gleich, die ein Töpfer macht! [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/03/5pecha_edgerton_02.jpg" class="floatbox" rev="group:12361 caption:`Aufnahme eines Atombombentests mit einer &rsaquo;Rapatronic&lsaquo;-Kamera `"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/03/5pecha_edgerton_02-300x225.jpg" alt="" title="Aufnahme eines Atombombentests mit einer &rsaquo;Rapatronic&lsaquo;-Kamera " width="300" height="225" class="rand size-medium wp-image-12369" /></a></p>
<p style="margin-left:150px;font-size:0.9em;font-style:italic;">Wird etwa das Geformte zu dem Former sagen: Warum hast du mich so gemacht? Oder hat der Töpfer nicht Macht über den Ton, aus derselben Masse das eine Gefäß zur Ehre und das andere zur Unehre zu machen? (Paulus an die Römer 9,20f)</p>
<p style="margin-left:150px;font-size:0.9em;font-style:italic;">&#8230;wie sind sie nun den irdenen Töpfen gleich, die ein Töpfer macht! (Klagelieder 4,2)</p>
<p style="letter-spacing:0.1em;text-align:center;font-variant:small-caps;margin:2.5em 0 0.5em 0;text-decoration:underline;">Gestas, <em>der Schächer zur Linken:</em></p>
<p><span class="initial">D</span>u hast allen Einzelheiten<br />
Ihren Anfang gegeben:<br />
Den großen Gesetzen,<br />
Den Kräften und Wirkungen,<br />
Den Strahlen und Farben &#8211;<br />
Hast du ihren Anfang gegeben;<br />
Den Geist und den Brustraum<br />
Hast allein du gegründet;<br />
Das Herz, die Gewalt,<br />
Den Armbeuger und das Zagen<br />
Und alles überhaupt hast &#8211; du<br />
Anfangen lassen.</p>
<p>Du sitzt auf der Hohlschale deines Himmels,<br />
Sicher verborgen hinter der Illusion<br />
Endloser Weite wie ein Bühnenschieber,<br />
Und hast dir zwei unsichtbare Löcher<br />
In das Firmament gestochen mit deinem<br />
Allmächtigen Zeigefinger, und spähst,<br />
Gleich einem eigenwilligen Kind,<br />
Von dort ganz oben auf uns und auf alles,<br />
Was von dir ausgegangen ist, herab &#8211;<br />
Als könne man es dir<br />
Nicht mehr anlasten.<span id="more-12361"></span></p>
<p>Deine Gedanken hallen in uns wieder,<br />
Auch wenn wir dich nicht sehen, und<br />
Du ganz und gar unwahrscheinlich bist:<br />
In uns hallen deine Gedanken wieder,<br />
Wie ein Rauschen zwischen den Mutmaßungen,<br />
Wie ein geheimer Irrsinn, unseren Worten vorgelagert,<br />
Den wir durch Reden zum Schweigen zu bringen hoffen &#8211;<br />
Aber du <em>bist nicht loszuwerden,</em><br />
Du warst noch nie loszuwerden.</p>
<p>Sonst haben wir nichts von dir:<br />
Du hältst still, dort oben,<br />
Auf der Halbschale des Himmels,<br />
Vor dem Hintergrund des kalten Alls,<br />
Das du vortäuscht und vorschiebst,<br />
Um ungestört zu bleiben. &#8211;<br />
Du hälst still dort oben,<br />
In deiner tatenlosen Selbeinigkeit.</p>
<p>Denen aber, die es schlecht treffen,<br />
Gibst du eine unsinnige Sehnsucht ein,<br />
Daß sie durstig nach dir Ausschau halten,<span id="variantenlink" style="float:right;font-size:0.85em;font-variant:small-caps;"><a href="#" onclick="showStuff('gestrichen');showStuff('gestrichen2');hideStuff('variantenlink');showStuff('variantenlink2');return false;">gestrichener<br/>Text&#8230;</a></span><span id="variantenlink2" style="float:right;font-size:0.85em;font-variant:small-caps;display:none;"><a href="#" onclick="hideStuff('gestrichen');hideStuff('gestrichen2');showStuff('variantenlink');hideStuff('variantenlink2');return false;">gestr. Text<br/>verbergen&#8230;</a></span><br />
<span id="gestrichen" style="display:none">(Wahrscheinlich ziehst du daraus<br />
Gerade genug Befriedigung,<br />
Um kurz aufzulachen, daß die Sonne<br />
Protuberanzen ausstößt vor lauter Fremdscham)<br />
Einigen gibst du unsinnige Sehnsucht ein,<br />
Daß sie nach die Ausschau halten<br/></span>Und sich fragen, was du wohl gemeint hast<br />
Mit allem dem, und worauf es &#8211; hinausläuft?<br />
<span id="gestrichen2" style="display:none;">Und die, die du mit deinem langen Atem<br />
Derart vergiftet hast,<br />
(Tausend Jahre seien ein Tag bei dir<br />
Sagt man dann und fühlt die Welt<br />
Schwanken wie beim Blick in den Abgrund)<br />
Die also lockst du und läßt sie ins Leere laufen.</p>
<p></span>Und am Ende bemüht man sich anzunehmen:<br />
Du würdest für irgendetwas<br />
Einstehen wollen. Und ich frage dich &#8211;<br />
Wofür?</p>
<p style="letter-spacing:0.1em;text-align:center;font-variant:small-caps;margin:2.5em 0 0.5em 0;text-decoration:underline;">Dismas, <em>der Schächer zur Rechten:</em></p>
<p><span class="initial">D</span>ie Perspektive zeugt erst die Wirklichkeit,<br />
Und den Gebrauch eines Dings bestimmt nicht,<br />
Der es hergestellt hat, sondern:<br />
Wer es zur Hand nimmt.</p>
<p>Die Sehnsucht allein<br />
Hätte den aufrechten Gang nie gelernt,<br />
Ohne den Lehrmeister, den Hunger;<br />
Und ohne jenes Eine, das man immer<br />
Im Überfluß hat, bliebe alles Schöne<br />
Bedeutungslos, wie Farbe, verschlossen<br />
In Tuben, wenn die Leinwand fehlt:<br />
Nämlich das Unrecht,<br />
Nämlich die Schlechtigkeit,<br />
Die uns mit Asche düngt.</p>
<p>Wieso sollte auch der, der alles geschaffen hat,<br />
Von einem einzelnen Federstrich,<br />
Einer einzigen Öse im Teppich<br />
Genötigt werden, tatsächlich <em>zu sein?</em><br />
Wieso sollte das Dasein von einem:<br />
Wie du es bist, wie es jeder ist,<br />
Einer, der sich mit seinem Blick in der Weite bricht &#8211;,<br />
Ein Echo erzwingen in jener Schlucht, die tiefer reicht<br />
Als jede Herausforderung, als jede Bitte,<br />
Als jede, auch deine, heisere Frage?</p>
<p>Der Anfang des Angefangenen<br />
Ist alles für <em>es:</em> wenig aber für den,<br />
Der das Vollenden immer<br />
Hinter sich hat, weil er<br />
Immer Ursprung ist.</p>
<p style="letter-spacing:0.1em;text-decoration:underline;text-align:center;font-variant:small-caps;margin:2.5em 0 0.5em 0;">Gestas:</span></p>
<p>Du bist eine Ratte, die sich Forscher nennt,<br />
Während der Experimentator im Kittel sie<br />
Irrwege ablaufen läßt: nimmt man dir die Notdurft,<br />
Suchst du darin noch das beste zu sehen!</p>
<p>Du bist wie einer,<br />
Der lang genug so arm gewesen ist,<br />
Daß er am Ende selbst die Schulden eintreibt &#8211;.</p>
<p>Und jetzt soll ich, sagst du,<br />
<em>Ihm</em> Dank schulden,<br />
Der sich auf Kredit den Anschein gibt,<br />
Der Höchste und Allererste zu sein:<br />
Doch bloß, weil es über ihm keinen Gläubiger gibt,<br />
Ist er nicht bankrott.</p>
<p>Ich aber kenne <em>das,</em> was er nicht kennt:<br />
Das Unrecht, das ihm von den Töpferhänden fließt<br />
Wie Blut &#8211; es spricht mir in den Ohren:<br />
Deshalb bin <em>ich</em> es, bei dem Er, der alles schuf,<br />
Der bis heute mit dem Anschein höchster Feierlichkeit<br />
Seine ungreifbare Fratze verbirgt &#8211;,<br />
Deshalb bin gerade ich es,<br />
Bei dem der große Wortlose<br />
Schulden hat &#8211; <em>wie</em> will er sie tilgen?</p>
<p style="letter-spacing:0.1em;text-decoration:underline;text-align:center;font-variant:small-caps;margin:2.5em 0 0.5em 0;">Dismas:</span></p>
<p>Indem er dich tilgt.</p>
<p style="letter-spacing:0.1em;text-decoration:underline;text-align:center;font-variant:small-caps;margin:2.5em 0 0.5em 0;">Gestas:</span></p>
<p>Aber wer,<br />
Wer bliebe ihm dann?</p>
<hr />
<div style="float:right;margin-left:10px;"><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/03/Antonello_da_Messina_Kreuzigung_Detail.jpg" class="floatbox" rev="group:12361 caption:`Antonello da Messina: Kreuzigung (Detail: Der Schächer zur Rechten), 1455`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/03/Antonello_da_Messina_Kreuzigung_Detail-149x300.jpg" alt="" title="Antonello da Messina: Kreuzigung (Detail: Der Schächer zur Rechten), 1455" width="100" class="rand size-medium wp-image-12407" /></a></div>
<p><strong><br />Gestas und Dismas</strong> sind die Namen, die die außerbiblische christliche Tradition den beiden &#0187;Schächern&#0171; gab, die gemeinsam mit Jesus auf dem Kalvarienberg gekreuzigt wurden.</p>
<p>Im <a href="http://www.bibleserver.com/text/lut/lukas23,39-43" target="_blank">Lukasevangelium (Kp. 23,39ff)</a> heißt es:</p>
<div style="font-size:0.9em;margin-bottom:1.2em;">Aber einer der Übeltäter, die am Kreuz hingen, lästerte ihn und sprach: Bist du nicht der Christus? Hilf dir selbst und uns!<br />
Da wies ihn der andere zurecht und sprach: Und du fürchtest dich auch nicht vor Gott, der du doch in gleicher Verdammnis bist? Wir sind es zwar mit Recht, denn wir empfangen, was unsre Taten verdienen; dieser aber hat nichts Unrechtes getan.<br />
Und er sprach: Jesus, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst!<br />
Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein.</div>
<p>Den Gekreuzigten, der Jesus &#0187;lästert&#0171;, der in der christlichen Kunst folgerichtig immer zur Linken Jesu und meistens schmerzhaft verrenkt und so gut es geht von ihm abgewendet dargestellt wird, erhält in den &#0187;Paulusakten&#0171; den Namen Gestas. Der andere, einsichtige und fromme, wird Dismas genannt.</p>
<p>Ich frage mich, ob fromm zu sein noch eine Kunst ist, wenn man bereits am Kreuz hängt? Aber sicherlich erfordert es einiges, dann noch stolz und halsstarrig zu sein.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<series:name><![CDATA[ne adpropies]]></series:name>
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		<title>Schlundkarpf</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Nov 2010 11:23:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Chemie]]></category>
		<category><![CDATA[Fluß]]></category>
		<category><![CDATA[Frösche]]></category>
		<category><![CDATA[Kosmos]]></category>
		<category><![CDATA[Universum]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>
		<category><![CDATA[Wellen]]></category>

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		<description><![CDATA[Wo im Strom der konvergenten Zwanzigtausend Welten wäre Ein Eiland auszumachen wo Die Palme dem bereitet wäre Dem Flößend doch sein Floß zerbrach Die Palme dort bereitet wäre Daran drei taube Nüsse wüchsen Daraus sich Schlagwerk fügen ließe Damit man Laute machen könnte Den Takt den Flügeln anzugeben Den Wasserjungfern aus Karbid Die flögen bald [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/11/Wasserrind.jpg" class="floatbox" rev="group:10699 caption:`Das &raquo;Wasserrind&laquo; aus mir völlig unbekannter Quelle`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/11/Wasserrind-300x252.jpg" alt="" title="Das &raquo;Wasserrind&laquo; aus mir völlig unbekannter Quelle" width="250" class="rand size-medium wp-image-10700" /></a></p>
<p>Wo im Strom der konvergenten<br />
Zwanzigtausend Welten wäre<br />
Ein Eiland auszumachen wo<br />
Die Palme dem bereitet wäre<br />
Dem Flößend doch sein Floß zerbrach<br />
Die Palme dort bereitet wäre<br />
Daran drei taube Nüsse wüchsen<br />
Daraus sich Schlagwerk fügen ließe<br />
Damit man Laute machen könnte<br />
Den Takt den Flügeln anzugeben<br />
Den Wasserjungfern aus Karbid<br />
Die flögen bald wie Sternenbilder<br />
Und fräßen Eintagskäfer nah<br />
Am Wellenriß der konvergenten<br />
Zwanzigtausend Welten deren<br />
Wellen klingen hell genug<br />
Daß alle Frösche neidisch werden<br />
Die tief im Schilf der Jungfern harren<br />
Wie Töpfe voll bis an den Rand<br />
Mit Chromkaliumsulfat-Dodecahydrat.<br />
Ach, wo im Strom der konvergenten<br />
Zwanzigtausend Welten wäre<br />
Der Schlundkarpf anzutreffen der<br />
Den Tag schluckt und die Nacht gebiert?</p>


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		<title>Scharren</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Nov 2009 10:56:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Gier]]></category>
		<category><![CDATA[Kadaver]]></category>
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		<category><![CDATA[Rhythmus]]></category>
		<category><![CDATA[Sonne]]></category>
		<category><![CDATA[Überdruß]]></category>
		<category><![CDATA[Universum]]></category>
		<category><![CDATA[Unterderoberfläche]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Worte fallen welk Wie alte Gummibänder Vornüber aus den Mündern Zweier Jungen bleich. Sie zählen sich Einander Waren auf, Die sie begehren Müde und mit Krummer Ironie. Sie sind dabei Mit Druß gefüllt Wie alte Männer, Abgezahnt und Bis zum Bersten satt. Die Sonne gammelt Überhaupt im Himmel Und rinnt dort oben Allmählich durch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2009/11/dürer-selbst-bandage.jpg"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2009/11/dürer-selbst-bandage-300x288.jpg" alt="Albrecht Dürer, Selbstporträt mit Bandage, 1491" title="Albrecht Dürer, Selbstporträt mit Bandage, 1491" width="300" height="288" class="rand size-medium wp-image-5351" /></a></p>
<p>Die Worte fallen welk<br />
Wie alte Gummibänder<br />
Vornüber aus den Mündern<br />
Zweier Jungen bleich.</p>
<p>Sie zählen sich<br />
Einander Waren auf,<br />
Die sie begehren<br />
Müde und mit<br />
Krummer Ironie.<br />
Sie sind dabei<br />
Mit Druß gefüllt<br />
Wie alte Männer,<br />
Abgezahnt und<br />
Bis zum Bersten satt.</p>
<p>Die Sonne gammelt<br />
Überhaupt im Himmel<br />
Und rinnt dort oben<br />
Allmählich durch den Mull,<br />
Der dürftig nur<br />
Das bläulich-schwarze deckt,<br />
Bald wird sie gänzlich<br />
Abgeflossen sein.</p>
<p>Ein Rhythmus geht<br />
Glotzend um die Ecken<br />
Scharrend zieht er<br />
Eines seiner Beine nach,<br />
Er zieht mir fingernd<br />
Schlaufen aus den Ohren<br />
Dann steht er still</p>
<p>Und Stille klingt mir<br />
Glänzend bis ins Mark.</p>


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