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	<title>Rauhfasler &#187; Vergehen</title>
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	<description>Verbrauchende Versuche mit Wörtern</description>
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		<title>Lege meine Zunge</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Apr 2011 08:00:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Geschmack]]></category>
		<category><![CDATA[Omnia vincit amor]]></category>
		<category><![CDATA[Schlummer]]></category>
		<category><![CDATA[Vergehen]]></category>
		<category><![CDATA[Vögel]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein kleines Irgendwas, Ich schmecke deine Schultern: Der Tag trägt Nachtigallen Schlenkernd unterm Arm. Ich lege meine Zunge Unter deinen Nabel, Dafür vergräbst du mich Zwischen weichen Decken. Der Tag trägt grüne Dornen Er lähmt mit sanftem Gift: Zwei weiße Falter kommen Mir meinen Blick zu brechen. Im Kopf ertrinkt ein Wort Und Taubheit färbt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/04/Friedjof-Nansen-Wasserproben.jpg" class="floatbox" rev="group:12851 caption:`Friedjof Nansen nimmt Wasserproben in der Arktis`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/04/Friedjof-Nansen-Wasserproben-300x262.jpg" alt="" title="Friedjof Nansen nimmt Wasserproben in der Arktis" width="300" height="262" class="rand size-medium wp-image-12854" /></a></p>
<p>Mein kleines Irgendwas,<br />
Ich schmecke deine Schultern:<br />
Der Tag trägt Nachtigallen<br />
Schlenkernd unterm Arm.</p>
<p>Ich lege meine Zunge<br />
Unter deinen Nabel,<br />
Dafür vergräbst du mich<br />
Zwischen weichen Decken.</p>
<p>Der Tag trägt grüne Dornen<br />
Er lähmt mit sanftem Gift:<br />
Zwei weiße Falter kommen<br />
Mir meinen Blick zu brechen.</p>
<p>Im Kopf ertrinkt ein Wort<br />
Und Taubheit färbt die Finger.<br />
Ich zeichne in die Luft,<br />
Ich zeichne eine Linie,</p>
<p>Bis mir die Hand entfällt.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<series:name><![CDATA[Achtzehn Tändeleien]]></series:name>
	</item>
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		<title>Deklinationen</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2010/deklinationen</link>
		<comments>http://www.rauhfasler.de/2010/deklinationen#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 05 Dec 2010 11:07:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Schneideriana]]></category>
		<category><![CDATA[Denken]]></category>
		<category><![CDATA[Hirn]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstähnlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Vergehen]]></category>
		<category><![CDATA[Vögel]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Das wiederkehrende Muster Und das welke Etikett Das Papier, das schneller noch Vergilbt als man überhaupt Verstehen könnte, was sich Schreiben läßt, obenhin Schreiben läßt. &#8211; Das Rückzugsgefecht gegen den Feldherrn, Der oben im Hirn Depechen erläßt, Den es, so lauten hier in den Gräben Gerüchte, Nicht gibt: er sei lediglich eine Fiktion Zur Tarnung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/12/zaunkoenig.jpg" class="floatbox" rev="group:10944 caption:`Der Zaunkönig (Troglodytes troglodytes; Zeichnung: Jakob Sigurdsson/aves.is)`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/12/zaunkoenig-300x300.jpg" alt="" title="Der Zaunkönig (Troglodytes troglodytes; Zeichnung: Jakob Sigurdsson/aves.is)" width="300" height="300" class="rand size-medium wp-image-10950" /></a></p>
<p>Das wiederkehrende Muster<br />
Und das welke Etikett<br />
Das Papier, das schneller noch<br />
Vergilbt als man überhaupt<br />
Verstehen könnte, was sich<br />
Schreiben läßt, obenhin<br />
Schreiben läßt.</p>
<p>&#8211; Das Rückzugsgefecht gegen den Feldherrn,<br />
Der oben im Hirn Depechen erläßt,<br />
Den es, so lauten hier in den Gräben Gerüchte,<br />
Nicht gibt: er sei lediglich eine Fiktion<br />
Zur Tarnung von Kräften, die ohne Gesicht<br />
Durch Leiber und Zeiten gehen<br />
Und ihre mechanischen Pläne betreiben. &#8211;</p>
<p>Das Bild des Sonnenaufgangs,<br />
Des Sonnenuntergangs, der Zweige,<br />
Der Amseln, das Bild von Schnee<br />
Und von bloßen Schultern wiederum<br />
Im Frühling, der Geruch<br />
Der ersten Wärme, die Revolution<br />
In einem Augenblick, die Revolution<br />
Die leer in ihren fettigen Lagern rotiert,<br />
In einem Augenblick, der beliebig<br />
Wiederkehrt, oder ausbleibt, und<br />
Doch nicht tiefer wird.</p>
<p>Was soll man denken? &#8211;<br />
Das Denken verschwindet.<br />
Der Baum denkt sich einfach:<br />
Im Wachsen und Fallen.<br />
Ein Zaunkönig fließt<br />
Als gefiederte Flamme<br />
Durch Winter auf Winter<br />
Gerät nicht ins Stocken &#8211;<br />
Es wäre sein Ende.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Der Ort ist schwer nur</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2009/der-ort-ist-schwer-nur</link>
		<comments>http://www.rauhfasler.de/2009/der-ort-ist-schwer-nur#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 19 Jul 2009 10:00:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Augen]]></category>
		<category><![CDATA[Herz]]></category>
		<category><![CDATA[Licht]]></category>
		<category><![CDATA[Vergehen]]></category>
		<category><![CDATA[Wolken]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Wolken haben ihr Herz bloßgelegt, Es leuchtet. Der Ort ist schwer nur Überhaupt zu bestimmen: Er schwankt. Vielleicht in den irisierdenden Augen Jener stolzen Frau dort; Oder ich schmecke ihn Mit einiger Mühe Auf meiner trockenden Zunge. Aber dann wird vor die Welt Ein goldener Vorhang gezogen: Hinter ihm versinkt Das meiste In süßer, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.album.de/bild/1298835_14340/20090511bo1913pusteblume2-abend-gegenlicht-farben-pusteblume-daemmerung.cfm"><img src="/wp-content/uploads/2009/07/Croli-Pusteblume-300x218.jpg" alt="Pusteblume (Foto von Croli via album.de)" title="Pusteblume (Foto von Croli via album.de)" width="300" height="218" class="rand size-medium wp-image-4174" /></a></p>
<p>Die Wolken haben ihr Herz bloßgelegt,<br />
Es leuchtet.</p>
<p>Der Ort ist schwer nur<br />
Überhaupt zu bestimmen:<br />
Er schwankt.</p>
<p>Vielleicht in den irisierdenden Augen<br />
Jener stolzen Frau dort;<br />
Oder ich schmecke ihn<br />
Mit einiger Mühe<br />
Auf meiner trockenden Zunge.</p>
<p>Aber dann wird vor die Welt<br />
Ein goldener Vorhang gezogen:<br />
Hinter ihm versinkt<br />
Das meiste<br />
In süßer,<br />
In singender<br />
Nichtigkeit.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Heißlaufen</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2009/heiszlaufen</link>
		<comments>http://www.rauhfasler.de/2009/heiszlaufen#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 15 Jul 2009 10:37:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Begehren]]></category>
		<category><![CDATA[Entblößung]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Grenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Hitze]]></category>
		<category><![CDATA[Primatisch]]></category>
		<category><![CDATA[Selbst]]></category>
		<category><![CDATA[Sommer]]></category>
		<category><![CDATA[Vergehen]]></category>

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		<description><![CDATA[Hier sind alle Unterschiede abgeschafft, Die Luft ist nur noch spürbar durch den Schweiß, Der in nichts vergeht, ganz wie ein kalter Schleier, Derweil sich jeder Rückhalt an sich selbst verhebt: Es bleiben keine freien Zwischenräume Und die Liebe dringt schon flutend durch die Fenster, Wie aus rauhen Kehlen später scharfe Wut. Die Bahnhofshallen sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2009/07/Loris_tardigradus.jpg" class="floatbox" rev="group:4130 caption:`Roter Schlanklori (Loris tardigradus -- Foto von Sandilya Theuerkauf)`"><img src="/wp-content/uploads/2009/07/Loris_tardigradus-300x250.jpg" alt="Roter Schlanklori (Loris tardigradus -- Foto von Sandilya Theuerkauf)" title="Roter Schlanklori (Loris tardigradus -- Foto von Sandilya Theuerkauf)" width="300" height="250" class="rand size-medium wp-image-4132" /></a></p>
<p>Hier sind alle Unterschiede abgeschafft,<br />
Die Luft ist nur noch spürbar durch den Schweiß,<br />
Der in nichts vergeht, ganz wie ein kalter Schleier,<br />
Derweil sich jeder Rückhalt an sich selbst verhebt:<br />
Es bleiben keine freien Zwischenräume<br />
Und die Liebe dringt schon flutend durch die Fenster,<br />
Wie aus rauhen Kehlen später scharfe Wut.</p>
<p>Die Bahnhofshallen sind jetzt warm wie Menschen<br />
Und die Menschen drinnen sind fast wie ein Leib.<br />
Heute gärt der Urwald in den dunklen Kammern<br />
Alle Töne klingen anders nicht als Ungeduld.<br />
Durch die Straßen schreiten stolze Herrscherinnen<br />
Und ihr Blick ist Glanz, ihr Lächeln fürchterlich;</p>
<p>Die Gedanken aber gehen so wie scheue Krebse<br />
Durch die Köpfe, während dort der Pegel fällt.<br />
Irgendwann fällt schließlich auch die Sonne<br />
Und auf nassen Laken wälzt sich dann die Stadt.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Bloßes Jetzt (Zeit II)</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2009/bloszes-jetzt</link>
		<comments>http://www.rauhfasler.de/2009/bloszes-jetzt#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 04 May 2009 10:07:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Schmerz]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstähnlichkeit]]></category>
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		<category><![CDATA[Vergangenheit]]></category>
		<category><![CDATA[Vergehen]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>

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		<description><![CDATA[An den Händen zittern mir die Finger. Trocken sind sie von der Menge Staub, Die all das Früher feindselig bedeckte, An dem ich trotz der Ahnung mich betrank. Was ist, ich weiß nicht, jene kurze Zeit Die mit der Sonne aufgeht über uns, Und allzubald versunken ist? Was ist ihr Recht an der Vergangenheit? Blaß [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2009/04/tripledoor.jpg" class="floatbox" rev="group:3514 caption:`Michael Elmgreen &amp; Ingar Dragset, Powerless Structures, Fig. 133 (Tripledoor, 2002)`"><img class="rand size-medium wp-image-3516" title="Michael Elmgreen &amp; Ingar Dragset, Powerless Structures, Fig. 133 (Tripledoor, 2002)" src="/wp-content/uploads/2009/04/tripledoor-212x300.jpg" alt="Michael Elmgreen &amp; Ingar Dragset, Powerless Structures, Fig. 133 (Tripledoor, 2002)" width="212" height="300" /></a></p>
<p>An den Händen zittern mir die Finger.<br />
Trocken sind sie von der Menge Staub,<br />
Die all das Früher feindselig bedeckte,<br />
An dem ich trotz der Ahnung mich betrank.</p>
<p>Was ist, ich weiß nicht, jene kurze Zeit<br />
Die mit der Sonne aufgeht über uns,<br />
Und allzubald versunken ist?<br />
Was ist ihr Recht an der Vergangenheit?</p>
<p>Blaß stehe ich vor mir als Exemplar,<br />
Bis auf weiteres der Letzte einer Kette<br />
Von Fällen, die man leicht vergleichen kann:<br />
Mein Blick schaut mich aus jedem Früher an.</p>
<p>Es ist ein Zufall, daß jetzt ich es bin:<br />
Neiden würde ich als Früherer mein Spätersein,<br />
Und werde von der Zeit zum Früheren gemacht,<br />
Und Späteren als Staub die Finger trocknen.</p>
<p>So ist man in das bloße Jetzt geschlossen,<br />
Und nur der Kopf ragt Fingerbreit empor,<br />
Um mit dem Blick der Ebene zu folgen,<br />
Die schief schon immer sich in Nichts verlor.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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