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	<title>Rauhfasler &#187; Verwirrungen</title>
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	<description>Verbrauchende Versuche mit Wörtern</description>
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		<title>Sedimentation</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 11:47:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Krebse]]></category>
		<category><![CDATA[Sand]]></category>
		<category><![CDATA[Seichtigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachlosigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Verwirrungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus den Wänden fließt mir Sand Wie der Beitrag eines Kontinents Von lauter Wadis zu: So werden alle Ufer seicht. Die Wände neigen sich Vor den Augen, denn sie werden Heimlich unterspült. Und die Augen knirschen gerade so Wie alte Murmeln in den Höhlen. &#8211; Alle Ufer seicht, Der Schlamm wirft Formen auf, Darin gehen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2012/01/Panorama_von_Wadi_Hitan.jpg" class="floatbox" rev="group:15739 caption:`Panorama des Wadi Hitan (Quelle:Wikipedia)`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2012/01/Panorama_von_Wadi_Hitan.jpg" alt="" title="Panorama des Wadi Hitan (Quelle:Wikipedia)" width="400" class="rand size-medium wp-image-15741" /></a></p>
<p>Aus den Wänden fließt mir Sand<br />
Wie der Beitrag eines Kontinents<br />
Von lauter Wadis zu:<br />
So werden alle Ufer seicht.</p>
<p>Die Wände neigen sich<br />
Vor den Augen, denn sie werden<br />
Heimlich unterspült.<br />
Und die Augen knirschen gerade so<br />
Wie alte Murmeln in den Höhlen.</p>
<p>&#8211; Alle Ufer seicht,<br />
Der Schlamm wirft Formen auf,<br />
Darin gehen Trilobiten um nach Nahrung,<br />
Bis sie dann einander fressen.</p>
<p>Und die Sätze die wir noch gesprochen haben,<br />
Zeichnen sich am Fenster ab<br />
Mit Staub und Nieselfeuchte:</p>
<p>Am Ende bleibt das meiste unbekannt<br />
Zum Fragen aber haben wir<br />
Jetzt kaum noch Zeit.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Plastifikation</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Jun 2011 10:25:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Ahnungen]]></category>
		<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Baustellen]]></category>
		<category><![CDATA[Dunst]]></category>
		<category><![CDATA[Sonderbares]]></category>
		<category><![CDATA[Verwirrungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Und während mir die Widrigkeiten Über die Flanken sticheln, während Der Hals schon seit dem Morgen An immer derselben Stelle Brennt; und bis mir vielleicht Demnächst im Oberarm der Hahn Ganz abgedreht werden wird, aus dem Es bis dahin noch dahintröpfelt, über Vorhöfe Und in Kammern &#8211; Während zufällige Kindfrauen Mir weit unten in den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/06/gerüstkupplung.jpg"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2011/06/gerüstkupplung-211x300.jpg" alt="" title="Gerüstkupplung von meva" width="211" height="300" class="rand size-medium wp-image-13896" /></a></p>
<p>Und während mir die Widrigkeiten<br />
Über die Flanken sticheln, während<br />
Der Hals schon seit dem Morgen<br />
An immer derselben Stelle<br />
Brennt; und bis mir vielleicht<br />
Demnächst im Oberarm der Hahn<br />
Ganz abgedreht werden wird, aus dem<br />
Es bis dahin noch dahintröpfelt, über Vorhöfe<br />
Und in Kammern &#8211;</p>
<p>Während zufällige Kindfrauen<br />
Mir weit unten in den Ohren kratzen,<br />
Mit ihren verstärkten Fingernägeln,<br />
Mit ihrem gepudertem Gesang,<br />
Mitten aus der abgeschmacktesten Gegend<br />
Dieses Tages; und ich zitternd<br />
Zur falschen Zeit Notizen mache<br />
Für bessere Tage &#8211;</p>
<p>Ja, wie sogar die Kanalisation<br />
Frisch plastifiziert wurde, und es<br />
Aus jedem Gulli nurmehr<br />
Nach hitzigem Plastik riecht,<br />
Wie der Kiesweg feucht knirscht<br />
Und an den Schuhsohlen saugt,<br />
Und wie die Gerüstbauer<br />
Geckenhaft aus der Hüfte<br />
Ihren stählernen Cancan tanzen:</p>
<p>Sie werfen dabei mit Stahlrohren &#8211;<br />
Und man muß sich zwei Finger an die Stirn legen:<br />
Und sich wundern, und sich<br />
Allenfalls wundern.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Kanada</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Jan 2010 10:53:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Mißverständnis]]></category>
		<category><![CDATA[Sehnsucht]]></category>
		<category><![CDATA[Verwirrungen]]></category>
		<category><![CDATA[Vorwurf]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Fälle doch einen Tannenbaum Für mich, Großvater, Ich verstand dich nie. Fälle ihn in Kanada, dem Land Deiner kriegsversehrten Träume, Denn es war jüngst Weihnachten In diesem abgelebten Jahr, Und in meiner Stube steht Ein gänzlich fremdes Nadelholz. Großvater, der du Den Mittleren Dienst verrichtetest In einer Katasteramtsstube und Stolz warst auf dein Lochkarten- Lesegerät, gleichviel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/01/Weihnachtsbaum.jpg" class="floatbox" rev="group:5577 caption:`Weihnachtsbaum. Foto von greenkozi via Flickr`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/01/Weihnachtsbaum-300x244.jpg" alt="" title="Weihnachtsbaum. Foto von greenkozi via Flickr" width="300" height="244" class="rand size-medium wp-image-5581" /></a></p>
<p>Fälle doch einen Tannenbaum<br />
Für mich, Großvater,<br />
Ich verstand dich nie.<br />
Fälle ihn in Kanada, dem Land<br />
Deiner kriegsversehrten Träume,<br />
Denn es war jüngst Weihnachten<br />
In diesem abgelebten Jahr,<br />
Und in meiner Stube steht<br />
Ein gänzlich fremdes Nadelholz.</p>
<p>Großvater, der du<br />
Den Mittleren Dienst verrichtetest<br />
In einer Katasteramtsstube und<br />
Stolz warst auf dein Lochkarten-<br />
Lesegerät, gleichviel wie es<br />
Hast du im Amt gegolten:<br />
Mit deinen immer<br />
Gleichen Geschichten habe ich<br />
Das Laufen gelernt und<br />
Den Geruch von Staub<br />
In meinen Haaren gefunden.</p>
<p>Singe mir, Großmutter,<br />
Die du an Kindesstatt damals<br />
Meiner Mutter die Freude<br />
Austriebest, ein Weihnachtslied.<br />
Es ist die Nacht so stille,<br />
Großmutter, ich dichte dir<br />
Sehnsucht an,<br />
Zu dem stehenden Vorwurf,<br />
Der dich lebendig erhält,<br />
Immer noch.</p>
<p>Und Vater, ja, siehe<br />
Du nahmest ein Weib und<br />
Verstandest sie nie und<br />
Konntest nicht werden<br />
Zum Prinzen, falbenberitten,<br />
Mit deinen<br />
Schlosserhänden gedemütigt<br />
Am Schreibtisch, und<br />
Deiner lang verhohlenen<br />
Vorliebe für Motorräder &#8211;<br />
Vater, zünde die Kerzen,<br />
Siehe, ich bin</p>
<p>Wie du, Frau Mutter,<br />
Im Dulderornat.<br />
Du hast mich genährt<br />
Mit vergorenem Zorn,<br />
Hast mir überkopf<br />
Mein Erbteil an Schwere gehängt.</p>
<p>Und jetzt hängt<br />
Kaum erträglich Lametta<br />
An einem, an diesem,<br />
An meinem fremden Baum,<br />
Hier, in der Stube,<br />
Ich zahle die Miete allein.</p>
<p>Großvater geh doch<br />
Nach Kanada<br />
Und schneide mir<br />
Eine hohe,<br />
Eine gerade Tanne.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Mannesfurcht</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Jun 2009 09:11:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zwischenfälle]]></category>
		<category><![CDATA[Begehren]]></category>
		<category><![CDATA[Erwachsen]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Furcht]]></category>
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		<category><![CDATA[Verwirrungen]]></category>
		<category><![CDATA[Warten]]></category>

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		<description><![CDATA[An eine Mauer gelehnt, unter einer Eisenbahnbrücke, bei einer Bushaltestelle stehen ein Mann und eine Frau sehr nah beieinander. Ein Mann und eine Frau aber nur in einem sehr weitläufigen, ins Allgemeine gehenden Sinn. Dem Mann ist noch allzu deutlich das Kind anzusehen, aus dem er herausgewachsen ist. Unbeholfen, etwas ungläubig und stolz trägt er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2009/06/gepard_im_spurt_gepardenlandde.jpg" class="floatbox" rev="group:3793 caption:`Gepard im Spurt (via gepardenland.de)`"><img src="/wp-content/uploads/2009/06/gepard_im_spurt_gepardenlandde-300x172.jpg" alt="Gepard im Spurt (via gepardenland.de)" title="Gepard im Spurt (via gepardenland.de)" width="300" height="172" class="rand size-medium wp-image-3796" /></a></p>
<p>An eine Mauer gelehnt, unter einer Eisenbahnbrücke, bei einer Bushaltestelle stehen ein Mann und eine Frau sehr nah beieinander. Ein Mann und eine Frau aber nur in einem sehr weitläufigen, ins Allgemeine gehenden Sinn. Dem Mann ist noch allzu deutlich das Kind anzusehen, aus dem er herausgewachsen ist. Unbeholfen, etwas ungläubig und stolz trägt er sein Mannsein, einen neuen und noch ungewohnten Besitz. Sein Gesicht ist noch weich, auf Mund und Augen liegt noch nicht die Anspannung eines Erwachsenen. Allerdings hat er Muskeln, eine faßweite Brust, einen scharf geschnittenen, kurzhaarigen Schädel. Aber das alles ist noch Spielzeug für ihn, man kann es an dem Zögern sehen, das sich an jede Bewegung anschließt. Man kann es an den weichen Linien ablesen, die um die Wangen verlaufen, an der breiten, ungelenken Nase, an den deutlichen Spuren sprunghaften Wachstums, an dem Fehlen von Verwitterung und Abschürfung.</p>
<p>Und die Frau? Sie hat an ihm ihre Beute gefunden. Und auch dazu, daß sie eine Frau, er ein Mann ist, stehen sie beide wie Jägerin und Opfer. Sie drängt ihn an die Wand, hat ihr Knie zwischen seine Knie geschoben. Ein schlankes Bein in einer engen, weißen Jeans, das in seine Abwehr, weil er wohl einen Moment zu lange gezögert hat, eine empfindliche Bresche geschlagen hat, die ihm die Niederlage einbringen wird. Die langen Klauenhände halten seine beiden Flanken gepackt, so zieht sie sich weiter und weiter zu ihm heran. Er ist ratlos, versucht ungesehen auszuweichen. Er kommt nur bis zur Mauer in seinem Rücken. Er lacht zutiefst verunsichert und sein Lachen ist das eines Kindes. Eine ihrer Klauenhände wandert nach oben, sie packt ihn am Nacken und zieht sein Gesicht zu ihrem herab. Sie grinst, sie ist ein Raubtier, das hungert und die Beute sicher in der Gewalt hat. Ihm gelingt es mit großer Mühe, den Kopf soweit nach hinten zu biegen, immerhin hat er viele Muskeln. Sie kommt nur an sein Kinn heran. Aber daran stört sie sich kaum, nimmt es als ein Angeld und beißt umstandslos hinein. Durch seinen Körper geht ein elektrischer Schlag und sie lacht in einem hellen Ton, der alles Schreckliche enthält, das Frauen für Männer sein können. Er legt siene großen, kraftlos gewordenen Hände auf ihre Schultern, während sie sich auf die Zehenspitzen stellt und mit Knie und Mund ihn immer gnadenloser Bedrängt. Mit den Händen versucht er in einer zur Zärtlichkeit genötigten Abwehr, sie fortzudrücken, aber es gelingt ihm nicht. Wieder geht eine Welle durch ihn, Angst, vor der er nicht ausweichen kann, denn seine Bredouille liegt vor allem darin, daß der Mann, der er ohne es wohl recht zu wollen auch sein muß, sich der Angst nicht fügt und das Schreckliche will.</p>
<p>Eine Anzeige bei der Bushaltestelle hat allmählich die Minuten heruntergezählt. Züge sind über die Eisenbahnbrücke gefahren und haben Erschütterungen durch die Mauer bis in den Boden geschickt. Da erscheint der Bus. Der Junge, der Mann hat es aus dem fiebernden Augenwinkel gesehen. Endlich kommt er frei. Man muß einsteigen, der Bann ist gebrochen. Er nimmt sie bei der Hand &#8211; so, Junge, macht man es als ein Erwachsener, du hast es anderswo gesehen und bei dir behalten.</p>
<p>Jetzt stehen sie im Bus. Sie, die Jägerin, hat ihre Beute doch noch verloren. Mißmutig steht sie an einer der Stangen, hält sich gelangweilt fest und läßt halbherzig ihre Reize in seine Richtung spielen. Er aber hat zu sprechen begonnen. Er erzählt ihr von der komplizierten Architektur einer Fußballmannschaft. Er legt seine Gedanken sorgfältig und gewandt dar. Bei jeder Pointe zwingt sie sich zu einem Lachen. Nun hat sie die Unsicherheit befallen: Was soll sie anfangen mit ihm?</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Große Fahrt</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Nov 2008 20:42:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Abschied]]></category>
		<category><![CDATA[endgültig]]></category>
		<category><![CDATA[Gespräch]]></category>
		<category><![CDATA[leere Hüllen]]></category>
		<category><![CDATA[Verwirrungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Es, Liebste, geht ein Schiff, Ich muß an Bord, Die Fahrt geht weit Durch Meere aus Gerede Und weiter noch in trockne Luft. Es wartet, Liebste, harter Dienst Auf trüben Planken, Während längst der Kurs, Als nebensächlich abgetan, Uns aus dem Sinn geraten wird. Doch, Liebste, sieh, ich habe Blanke Knöpfe. Und der Kragen, Weiß [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2008/11/the-shipwreck.jpg" class="floatbox" rev="group:1779 caption:`Havarie auf großer Fahrt`"><img class="rand size-medium wp-image-2285" title="Havarie auf großer Fahrt" src="/wp-content/uploads/2008/11/the-shipwreck-300x176.jpg" alt="Havarie auf großer Fahrt" width="300" height="176" /></a></p>
<p>Es, Liebste, geht ein Schiff,<br />
Ich muß an Bord,<br />
Die Fahrt geht weit<br />
Durch Meere aus Gerede<br />
Und weiter noch in trockne Luft.</p>
<p>Es wartet, Liebste, harter Dienst<br />
Auf trüben Planken,<br />
Während längst der Kurs,<br />
Als nebensächlich abgetan,<br />
Uns aus dem Sinn geraten wird.</p>
<p>Doch, Liebste, sieh, ich habe<br />
Blanke Knöpfe. Und der Kragen,<br />
Weiß und steif, stützt mir den Hals.<br />
Der ist schon wund vom Wenden,<br />
Hin zu jedem kahlen Felsen grad in Sicht.</p>
<p>Vielleicht komm ich zurück zu dir,<br />
Wenn mich die Strömung läßt<br />
Und mir nicht irgendwo Skorbut<br />
Die Zähne und das Leben nimmt –<br />
Das kommt vom immergleichen faden Fraß.</p>
<p>Käm ich zurück, ich brächte dir:<br />
Büroklammern, zweidutzend aufgebogen<br />
Die schimmern doch fast golden<br />
Und mehr an Beute gibt es nicht<br />
Im lauwarmen längstentdeckten Land.</p>
<p>(Ich hoffe, Liebste, insgeheim<br />
Auf Wellensturz und Klippe:<br />
Daß sie mein Schiff verschlingen<br />
Und seinen hohlen Bauch aufbrechen.</p>
<p>Und ich in einen Graben sinke,<br />
Dorthin, wo noch nie Licht gedrungen<br />
Um mäßigend die Schrecken zu verkleinen.<br />
Und zwischen ihnen triebe gänzlich — ich.</p>
<p>Dann käm ich noch, mit letzter Not<br />
Und kaum mehr als ein Schrei, zu dir,<br />
Mich an dir auszuhauchen,<br />
Bei dir mich zu ertränken.)</p>


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