Eine konfabulierteKonfabulation ist »die Produktion von objektiv falschen Aussagen« bzw. von Märchen (lat. fabula), wobei der Konfabulierende von der Gültigkeit seiner Aussagen mehr oder weniger fest überzeugt ist. Es kann eine hirn­organische Störung zugrunde­liegen oder auch der bei Gesunden gelegentlich vorkommende Drang, sich an mehr zu erinnern, als tatsächlich der Fall ist (z.B. bei Kindheits­erinnerungen oder bei der Befragung eines Zeugen vor Gericht; es sind sog. provozierte K.).
  Die spontane K. liegt vor, wenn die Fähigkeit gestört ist, eigene Einfälle von realen Sach­verhalten zu unterscheiden. (»Patients with Korsakoff's syndrome characteristically confabulate by guessing an answer or imagining an event and then mistaking their guess or imagination for an actual memory. [Wikipedia]«
Realienkunde, ein Thesaurus, bar jeder Notwendigkeit assoziiert, eine Sammlung von Marginalien, über die im Unklaren zu bleiben, ich nicht auf mich nehmen wollte. Dem geneigten Leser im jeweiligen Kontext unterbreitet, in alphabetischer Ordnung. Anregungen für weitere Stichworte werden gerne entgegengenommen.

Tag-Archiv: Wahn

Phlogiston

I. Im Winter des Jahres 1695, Einem sehr kalten Winter, Der über den Bodensee Eine Seegfrörni brachte, Ihn also der Länge und Breite nach Ganz mit Eis überzog – Im Winter jenes Jahres, Das die Reife und Ernte sah, Einer erstmals in ganzer Schönheit ausgeformten Vorstellung der kinetischen Energie, Dies nämlich im Kopfe des großen [...]
Veröffentlicht in Erzählen, Poetischer Apoplex | Auch getagged , , , , , , | Kommentieren

Wilde Irre viel

Wie in meinem Kopfe mir Die Megaphone gellen, Mit glatten Sätzen grad- Heraus aus ihren Winkeln Mir Glitter an die Muscheln Beider Ohren spucken. Es gibt allerhand und Zinsfrei auch im Angebot Zur Selbstbedienung mit Der nackten Hand. Es dichten überall Verlaut- Barer eine Mund- Gerechte Wirklichkeit heran, Die Fenster abzudichten, Die Äuglein nämlich, Die [...]
Veröffentlicht in Poetischer Apoplex | Auch getagged , , , , , | Kommentieren

Unio mystica

Das Müde Hirn wartet, Ob etwas geschieht. Um das Haus streicht der Wind: Ein hungernder Köter, In den Rohren schleicht Wasser Und jemand spricht heiser, Es ist nicht die Zeit Für Zuneigung oder auch Nur für Abwärme. Am Kehlengrund des Nachtwärters Vermischt sich eine zart keimende Erkältung Mit dem nächsten Becher Pökelkaffee, und Durch die [...]
Veröffentlicht in Poetischer Apoplex | Auch getagged , , , , , | Kommentieren
  • Rauhfaseln?

    Zum Beispiel so:

    Mokry: Angst ist eine leichte Bitterkeit auf der Zunge. Sie schmeckt eigentlich wie Kaffee. Und wer wollte darauf verzichten?
    Gärtner: Mit klarem Wasser lebt es sich gesünder.

    Hier gibt es mehr davon, Worte auf Worte, dem geneigten Leser präsentiert in mehreren Versuchsanordnungen.

  • Zufällig…