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	<title>Rauhfasler &#187; Wahrheit</title>
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	<description>Verbrauchende Versuche mit Wörtern</description>
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		<title>Sam was recovered</title>
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		<pubDate>Sat, 01 May 2010 10:30:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lexikon]]></category>
		<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Alltag]]></category>
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		<category><![CDATA[Rettung]]></category>
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		<category><![CDATA[Weltall]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt im Falschen kein richtiges Leben: Im Weltall aber gab es einen Hund Und einen Affen im engen Kegel, Der wahrscheinlich nicht recht zufrieden war, Mit seiner Lage hinterm Hitzeschild. Es gibt kaum einen Tag ohne Verkehrung, Ohne den Blutsturz j&#228;hen Erkennens, Wiedererkennen von Splittern von Tr&#252;mmern, Wo sie schwerelos schweben, da lebt man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/04/Gordo-e1271779647636.jpg" class="floatbox" rev="group:6922 caption:`Der Totenkopfaffe Gordo, am 13. 12. 1958 in einer Rakete in die Luft geschossen. Seine R&uuml;ckkehr zum Boden endete wegen eines defekten Fallschirms t&ouml;dlich`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2010/04/Gordo-e1271779647636-195x300.jpg" alt="" title="Der Totenkopfaffe Gordo, am 13. 12. 1958 in einer Rakete in die Luft geschossen. Seine R&uuml;ckkehr zum Boden endete wegen eines defekten Fallschirms t&ouml;dlich" width="195" height="300" class="rand size-medium wp-image-6927" /></a></p>
<p>Es gibt im Falschen kein richtiges Leben:<br />
Im Weltall aber gab es einen Hund<br />
Und einen Affen im engen Kegel,<br />
Der wahrscheinlich nicht recht zufrieden war,<br />
Mit seiner Lage hinterm Hitzeschild.</p>
<p>Es gibt kaum einen Tag ohne Verkehrung,<br />
Ohne den Blutsturz j&auml;hen Erkennens,<br />
Wiedererkennen von Splittern von Tr&uuml;mmern,<br />
Wo sie schwerelos schweben, da lebt man<br />
Und h&auml;lt den Kopf meistens geduckt.</p>
<p>Gibt es kein richtiges Leben im Falschen,<br />
Dann gibt es ja eigentlich &uuml;berhaupt<br />
Kein Leben, denn der Urwald ist lange<br />
Dem Affen schon unter dem Hintern<br />
Abgebrannt.</p>
<p>Man geht aus dem Falschen zu Wasser<br />
Ins Rechte, am Fallschirm, Sam<br />
Was recovered nach minutenlangem Flug<br />
Und lebte Jahrzehnte, reichlich versorgt<br />
Gl&uuml;cklich &#8212; im heimischen K&auml;fig.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Lingua</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2009/lingua</link>
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		<pubDate>Tue, 29 Dec 2009 10:15:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Armut]]></category>
		<category><![CDATA[Mystik]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachlosigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Stein]]></category>
		<category><![CDATA[Stockung]]></category>
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		<category><![CDATA[Worte]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Sprache zu haben, Wie den Dialekt der Ger&#246;llhalde, Der gesprochen wird im Wind, Um den Wolken Nachricht zu geben. Eine Sprache, wie Das Knirschen von Steinen am Grund Eines Grabens zu haben, Zum Beispiel jener Graben, Der dem Heiligen Andreas Zur Ehre gereicht. Eine d&#252;rftige Sprache Nach den wenigen Hauptregeln der Syntax des Stockens [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2009/12/i-think-only.jpg" class="floatbox" rev="group:5517 caption:`Evelyn Paul (1870 – 1945), Illustration zu einer Ausgabe von Dantes La Vita Nuova (ca. 1910)`"><img src="http://www.rauhfasler.de/wp-content/uploads/2009/12/i-think-only-221x300.jpg" alt="Evelyn Paul (1870 – 1945), Illustration zu einer Ausgabe von Dantes La Vita Nuova (ca. 1910)" title="Evelyn Paul (1870 – 1945), Illustration zu einer Ausgabe von Dantes La Vita Nuova (ca. 1910)" width="221" height="300" class="rand size-medium wp-image-5522" /></a></p>
<p>Eine Sprache zu haben,<br />
Wie den Dialekt der Ger&ouml;llhalde,<br />
Der gesprochen wird im Wind,<br />
Um den Wolken Nachricht zu geben.</p>
<p>Eine Sprache, wie<br />
Das Knirschen von Steinen am Grund<br />
Eines Grabens zu haben,<br />
Zum Beispiel jener Graben,<br />
Der dem Heiligen Andreas<br />
Zur Ehre gereicht.</p>
<p>Eine d&uuml;rftige Sprache<br />
Nach den wenigen Hauptregeln der<br />
Syntax des Stockens zu sprechen,<br />
Deren Wortschatz g&auml;nzlich<br />
Auf einem Bogen Papier steht,<br />
Fleckig und gezeichnet von<br />
Faltnarben, an den R&auml;ndern<br />
Zerschlissen:</p>
<p>Ein Wortschatz, verpf&auml;ndet<br />
An den toten Punkt<br />
Und so voller L&uuml;cken,<br />
Da&szlig; Trost nur durch Schweigen<br />
Ausgedr&uuml;ckt werden k&ouml;nnte.</p>
<p>Ein Lexikon ganz ohne Bilder,<br />
So da&szlig; in dieser Sprache<br />
Die Wirklichkeit blo&szlig; geradewegs<br />
Im ersten Anheben sagbar w&auml;re<br />
Und die Nacktheit<br />
Aller m&ouml;glichen Zust&auml;nde<br />
Unweigerlich durchscheinen<br />
M&uuml;&szlig;te.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Genesung</title>
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		<pubDate>Fri, 01 May 2009 10:23:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Ahnungen]]></category>
		<category><![CDATA[Felder]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühlsklima]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Offenbarung]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstähnlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrheit]]></category>
		<category><![CDATA[Wunden]]></category>

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		<description><![CDATA[Du, Speer, bist geworfen Wohl Unwillentlich Mitten gegen mich. Ich taste stauend Des Schaftes Zittern Bis in die Brust. Ahne dich bleichend Mit den Z&#228;hnen knirschend Als tats&#228;chlich wahr. Dringst mir zu Herzen Das bislang eigenes Blut Allein nur beachtet. Wo du, Speer, mich trafst Mu&#223; ich nun hinaus Ein ungestilltes Rinnsal Ins offene Feld. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2009/04/atlatl.jpg" class="floatbox" rev="group:3453 caption:`Ein Atlatl (Speerschleuder), eine archaische Waffe`"><img class="rand size-medium wp-image-3455" title="Ein Atlatl (Speerschleuder), eine archaische Waffe" src="/wp-content/uploads/2009/04/atlatl-300x146.jpg" alt="Ein Atlatl (Speerschleuder), eine archaische Waffe" width="300" height="146" /></a></p>
<p>Du, Speer, bist geworfen<br />
Wohl Unwillentlich<br />
Mitten gegen mich.</p>
<p>Ich taste stauend<br />
Des Schaftes Zittern<br />
Bis in die Brust.</p>
<p>Ahne dich bleichend<br />
Mit den Z&auml;hnen knirschend<br />
Als tats&auml;chlich wahr.</p>
<p>Dringst mir zu Herzen<br />
Das bislang eigenes Blut<br />
Allein nur beachtet.</p>
<p>Wo du, Speer, mich trafst<br />
Mu&szlig; ich nun hinaus<br />
Ein ungestilltes Rinnsal<br />
Ins offene Feld.</p>
<p>Wollte dich halten<br />
In meiner Brust<br />
Mu&szlig; dich aber ziehen<br />
Und wieder gesunden.</p>
<p>Das offene Feld<br />
Wird bleiben als Narbe,<br />
Als Ahnung zur&uuml;ck.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>&#220;ber leeres Land</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Apr 2009 10:58:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Erkenntnis]]></category>
		<category><![CDATA[Geheimnisse]]></category>
		<category><![CDATA[Landschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Spazierengehen]]></category>
		<category><![CDATA[Vögel]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Ausschau &#252;ber leeres Land &#8211; Es geh&#246;rt den Hunden. Ich habe einen trocknen Platz Und leidlich W&#228;rme auch gefunden. Murmelnd irgendeinen Satz Ist irgendwann auf meinem Weg Hinter B&#228;umen, unter Gras Der Horizont verschwunden. Es schreibt dort irgendeines Hand Stumme Zeichen in den Sand &#8211; Sie bleiben mir verschlossen. So h&#228;ng ich einer Wahrheit nach, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2009/04/geheimschrift.jpg" class="floatbox" rev="group:3430 caption:`Geheimschrift des Heinrich Cornelius Agrippa von Nettesheim`"><img class="rand size-medium wp-image-3442" title="Geheimschrift des Heinrich Cornelius Agrippa von Nettesheim" src="/wp-content/uploads/2009/04/geheimschrift-300x157.jpg" alt="Geheimschrift des Heinrich Cornelius Agrippa von Nettesheim" width="300" height="157" /></a></p>
<p>Ausschau &uuml;ber leeres Land &#8211;<br />
Es geh&ouml;rt den Hunden.<br />
Ich habe einen trocknen Platz<br />
Und leidlich W&auml;rme auch gefunden.</p>
<p>Murmelnd irgendeinen Satz<br />
Ist irgendwann auf meinem Weg<br />
Hinter B&auml;umen, unter Gras<br />
Der Horizont verschwunden.</p>
<p>Es schreibt dort irgendeines Hand<br />
Stumme Zeichen in den Sand &#8211;<br />
Sie bleiben mir verschlossen.</p>
<p>So h&auml;ng ich einer Wahrheit nach,<br />
Die mit dem Wind und wilden Tauben<br />
In Fetzen durch die &Auml;ste treibt,<br />
Da&szlig; nichts mir als ein Staunen bleibt</p>
<p>Und noch ein allerletzter Rest<br />
Von Wissen, das so d&uuml;rftig ist:<br />
Froh kann ich daran glauben.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Einfalt</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2008/einfalt</link>
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		<pubDate>Thu, 27 Nov 2008 21:25:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bewußtseinssturz]]></category>
		<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Aufstieg]]></category>
		<category><![CDATA[Einfalt]]></category>
		<category><![CDATA[Erfolg]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Umbrüche]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich dachte, es gelte die T&#252;rme, Den Aufstieg ins h&#246;chstm&#246;glich Hohe Und am Fahrstuhl den obersten Knopf. Mit b&#228;rtigen Helden Ein Kulissenschwert schwingen, Den Abwasch verachten, Die Z&#228;hne nicht putzen, Die Staumauer sprengen, Damit man im Tal An der Wahrheit ertrinkt. Aber gestern hab ich Vom Karussellrand dich Lachend im Kreis Einf&#228;ltig gl&#252;cklich gesehn Und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2008/11/lichterkette.jpg" class="floatbox" rev="group:1827 caption:`Lichterkette, wetterfest`"><img class="rand size-medium wp-image-2193" title="Lichterkette, wetterfest" src="/wp-content/uploads/2008/11/lichterkette-300x300.jpg" alt="Lichterkette, wetterfest" width="300" height="300" /></a></p>
<p>Ich dachte, es gelte die T&uuml;rme,<br />
Den Aufstieg ins h&ouml;chstm&ouml;glich Hohe<br />
Und am Fahrstuhl den obersten Knopf.<br />
Mit b&auml;rtigen Helden<br />
Ein Kulissenschwert schwingen,<br />
Den Abwasch verachten,<br />
Die Z&auml;hne nicht putzen,<br />
Die Staumauer sprengen,<br />
Damit man im Tal<br />
An der Wahrheit ertrinkt.<br />
Aber gestern hab ich<br />
Vom Karussellrand dich<br />
Lachend im Kreis<br />
Einf&auml;ltig gl&uuml;cklich gesehn<br />
Und steh da noch heute.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Reife</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2008/reife</link>
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		<pubDate>Mon, 03 Nov 2008 21:35:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Alter]]></category>
		<category><![CDATA[Erwachsen]]></category>
		<category><![CDATA[Selbst]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>
		<category><![CDATA[Unterderoberfläche]]></category>
		<category><![CDATA[Verwandlung]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Erwachsen das ist: ein dutzend &#196;ngste, Ein Abgrund ziemlich zugig und dar&#252;ber Eine Br&#252;cke aufgespannt Aus festgezurrten Eigenheiten. Es ist Gewohnheit und Gef&#228;hrdetsein, Am Ende noch sich ernst zu nehmen, Aus Mangel an Gelegenheit. Und der Versuch, er insbesondre, Sich selbst am Schopf herauszuziehen Der meistens doch mit Tiefersinken enden mu&#223;. Das ist es. Und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-medium wp-image-1957" title="Zitronenschale" src="/wp-content/uploads/2008/11/zitronenschale-218x300.jpg" alt="Zitronenschale" width="218" height="300" />Erwachsen das ist: ein dutzend &Auml;ngste,<br />
Ein Abgrund ziemlich zugig und dar&uuml;ber<br />
Eine Br&uuml;cke aufgespannt<br />
Aus festgezurrten Eigenheiten.<br />
Es ist Gewohnheit und Gef&auml;hrdetsein,<br />
Am Ende noch sich ernst zu nehmen,<br />
Aus Mangel an Gelegenheit.<br />
Und der Versuch, er insbesondre,<br />
Sich selbst am Schopf herauszuziehen<br />
Der meistens doch mit Tiefersinken enden mu&szlig;.<br />
Das ist es. Und Verwandlung auch:<br />
Vom eignen Bild im kahlen Spiegel<br />
In Richtung jenes Einen,<br />
Der bleich, der frei und ohne Ma&szlig;<br />
Am Ende alles eigne abwischt z&uuml;gellos.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Letzter Durchbruch</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Sep 2008 08:01:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Nackt]]></category>
		<category><![CDATA[Scheitern]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Und wieder ist es nicht der Tag, Den letzten Durchbruch zu erzielen, Die ganze Wahrheit zu erfahren, Die gro&#223;e L&#252;ge auszur&#228;umen, Das Scheitern mutig zu gestehen &#8211; Das eigne wohlgemerkt &#8211; und sich Freundlich gegen jedermann zu zeigen, Der ein Hintertreiber und ein F&#228;lscher Ist, wie hochgerechnet, grobgesch&#228;tzt Jeder Mann und jede Frau. Und wieder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2008/09/brucke.png" class="floatbox" rev="group:1138 caption:`Br&uuml;cke`"><img class="rand alignnone size-medium wp-image-1150" title="Br&uuml;cke" src="/wp-content/uploads/2008/09/brucke-300x97.png" alt="" width="300" height="97" /></a></p>
<p>Und wieder ist es nicht der Tag,<br />
Den letzten Durchbruch zu erzielen,<br />
Die ganze Wahrheit zu erfahren,<br />
Die gro&szlig;e L&uuml;ge auszur&auml;umen,<br />
Das Scheitern mutig zu gestehen &#8211;<br />
Das eigne wohlgemerkt &#8211; und sich<br />
Freundlich gegen jedermann zu zeigen,<br />
Der ein Hintertreiber und ein F&auml;lscher<br />
Ist, wie hochgerechnet, grobgesch&auml;tzt<br />
Jeder Mann und jede Frau.</p>
<p>Und wieder ist es nicht der Tag<br />
F&uuml;r das schlichte Eingest&auml;ndnis,<br />
Da&szlig; von allen gro&szlig;en Taten<br />
Die meisten doch nur Pose sind.<br />
Und da&szlig;, unter Abzug des Betruges,<br />
Mit dem man selbst sich selbst betr&uuml;gt,<br />
Nur eine letzte kleine Summe bleibt.<br />
Und unterm Strich die Nacktheit haarig<br />
Jeden aus dem Spiegel gr&uuml;&szlig;t<br />
Und keine gro&szlig;en Worte macht.</p>


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		<title>Die einzige Entdeckungsreise</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Sep 2008 13:29:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf Empfang]]></category>
		<category><![CDATA[Entdeckungen]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrheit]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[&#0187;Die einzig wirkliche Entdeckungsreise, der einzige Jungbrunnen, ist nicht, in neue L&#228;nder zu reisen, sondern andere Augen zu haben, das Universum mit den Augen eines anderen zu sehen, von hundert anderen, besteht darin, die hundert Universen zu sehen, die jeder von ihnen sieht, das jeder von ihnen ist.&#0171; &#0187;Le seul véritable voyage, le seul bain [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#0187;Die einzig wirkliche Entdeckungsreise, der einzige Jungbrunnen, ist nicht, in neue L&auml;nder zu reisen, sondern andere Augen zu haben, das Universum mit den Augen eines anderen zu sehen, von hundert anderen, besteht darin, die hundert Universen zu sehen, die jeder von ihnen sieht, das jeder von ihnen ist.&#0171;</p>
<p><em>&#0187;Le seul véritable voyage, le seul bain de Jouvence, ce ne serait pas d&#8249;aller vers de nouveaux paysages, mais d&#8249;avoir d&#8249;autres yeux, de voir l&#8249;univers avec les yeux d&#8249;un autre, de cent autres, de voir les cent univers que chacun d&#8249;eux voit, que chacun d&#8249;eux est.&#0171;</em></p>
<p><em>(Marcel Proust, À la recherche du temps perdu, Buch V, Kap. II)</em></p>
<p>Diesen Satz zitiert ein amerikanischer Meeresbiologe zur Einleitung bei einer Vorstellung von Bildern aus der tiefsten Tiefsee. Zu sehen sind: gigantische Quallen, dampfende Schwefelschlote, W&uuml;rmer ohne Darm und die Bakterien, aus denen wir und alles andere entstanden sein k&ouml;nnte. Vielleicht einen Blick wert?</p>
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		<title>Thesauri tres</title>
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		<pubDate>Sat, 24 May 2008 08:22:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Editor's Choice]]></category>
		<category><![CDATA[Poetischer Apoplex]]></category>
		<category><![CDATA[Geschenk]]></category>
		<category><![CDATA[Omnia vincit amor]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrheit]]></category>

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		<description><![CDATA[F&#252;r eine Tr&#228;ne geb ich dir Drei Federn (Leichthin gefunden L&#228;ngst vergessen wo In einem Winkel eingestaubt Zuf&#228;llig aufgestoben F&#252;r dich) F&#252;r einen ehrlichen Gedanken Darfst Du trinken Regenwasser aus Walnu&#223;schale Das flo&#223; ab und tropfte leise Leise ab von Klinken W&#246;chnerinnenklinken Die werden selten nur gedr&#252;ckt Und zeigst du mir Was an Dunkelheit Auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2008/09/becher.jpg" class="floatbox" rev="group:1222 caption:`Becher auf Gartenm&ouml;bel, farblich verfremdet (von Janus Blattschneider)`"><img class="rand alignnone size-medium wp-image-1223" title="Becher auf Gartenm&ouml;bel, farblich verfremdet (von Janus Blattschneider)" src="/wp-content/uploads/2008/09/becher-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>F&uuml;r eine Tr&auml;ne geb ich dir<br />
Drei Federn<br />
(Leichthin gefunden<br />
L&auml;ngst vergessen wo<br />
In einem Winkel eingestaubt<br />
Zuf&auml;llig aufgestoben<br />
F&uuml;r dich)</p>
<p>F&uuml;r einen ehrlichen Gedanken<br />
Darfst Du trinken<br />
Regenwasser aus Walnu&szlig;schale<br />
Das flo&szlig; ab und tropfte leise<br />
Leise ab von Klinken<br />
W&ouml;chnerinnenklinken<br />
Die werden selten nur gedr&uuml;ckt</p>
<p>Und zeigst du mir<br />
Was an Dunkelheit<br />
Auf deinem Irisschirm sich sammelte<br />
Was an Splittern<br />
Dir tief eingesunken ist<br />
Unter die Haut, ein wenig Tiefer<br />
Als jede Ber&uuml;hrung reicht:<br />
Dann geb ich dir<br />
Vom h&ouml;chsten Bord<br />
Mein Stottern.</p>


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		<title>Kahei und die Wahrheit</title>
		<link>http://www.rauhfasler.de/2008/kahei-und-die-wahrheit</link>
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		<pubDate>Sat, 01 Mar 2008 14:54:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf Empfang]]></category>
		<category><![CDATA[Ceterum censeo]]></category>
		<category><![CDATA[Filme]]></category>
		<category><![CDATA[Lüge]]></category>
		<category><![CDATA[Sonderlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe gerade den Film &#0187;Nachtasyl&#0171; (Donzoko, 1957) des japanischen Regisseurs Akira Kurosawa gesehen. Es geht um eine sch&#228;bige Herberge, in der ein Haufen gescheiterter Menschen sich eine Nische zum Dahinvegitieren gemietet hat. Zur der Gruppe von Mietern, die sich auf ihre gegenseitigen Eigenarten l&#228;ngst eingespielt haben, st&#246;&#223;t ein Neuank&#246;mmling hinzu: Kahei, ein merkw&#252;rdiger, umherwandernder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/wp-content/uploads/2008/09/kahei.jpg" class="floatbox" rev="group:838 caption:`Szene aus 'Nachtasyl' von Akira Kurosawa: Sutekichi hat Kahei am Kragen gepackt`"><img class="rand alignnone size-medium wp-image-839" title="Szene aus 'Nachtasyl' von Akira Kurosawa: Sutekichi hat Kahei am Kragen gepackt" src="/wp-content/uploads/2008/09/kahei-300x198.jpg" alt="" width="300" height="198" /></a></p>
<p>Ich habe gerade den Film &#0187;Nachtasyl&#0171; (Donzoko, 1957) des japanischen Regisseurs Akira Kurosawa gesehen. Es geht um eine sch&auml;bige Herberge, in der ein Haufen gescheiterter Menschen sich eine Nische zum Dahinvegitieren gemietet hat. Zur der Gruppe von Mietern, die sich auf ihre gegenseitigen Eigenarten l&auml;ngst eingespielt haben, st&ouml;&szlig;t ein Neuank&ouml;mmling hinzu: Kahei, ein merkw&uuml;rdiger, umherwandernder Alter. Man merkt Kahei bald an, da&szlig; er mehr ist, als er zu sein scheint. Zwischen ihm und Sutekichi, einem jungen, gesunden und virilen Dieb, kommt es zu einem Dialog. Kurz vorher ist eine alte, kranke Frau, die seit einiger Zeit im &#0187;Nachtasyl&#0171; untergekommen war, gestorben. Kahei hat ihr beigestanden und sie mit dem Versprechen getr&ouml;stet, da&szlig; ihr n&auml;chstes Leben besser sein werde. Darauf spricht Sutekichi ihn an.</p>
<blockquote><p>SUTEKICHI: Du, Alter. Du h&auml;ltst es wohl nicht aus, wenn du uns nichts vorschwindelst.<br />
KAHEI: Wieso?<br />
SUTEKICHI: Tu doch nicht so. Du behauptest, in der n&auml;chsten Welt sei es besser als hier? Das glaube ich dir nicht!<br />
KAHEI: Ich zwinge dich ja nicht dazu! Jeder mu&szlig; glauben, was er f&uuml;r richtig h&auml;lt, doch wer kann mir beweisen, da&szlig; es anders ist? <em>Du erkl&auml;rst, da&szlig; du die L&uuml;ge ha&szlig;t, doch manchmal ist es besser zu l&uuml;gen. Wieviele vertragen die Wahrheit nicht und leiden darunter. Du meinst also, wer l&uuml;gt ist schlecht und wer die Wahrheit sagt immer gut? Du bist noch sehr jung und mu&szlig;t noch viel lernen. Wie oft kann es im Leben vorkommen, da&szlig; dir die Wahrheit zur Schlinge wird?</em><br />
SUTEKICHI: Wieso redest du so merkw&uuml;rdiges Zeug? Willst du uns bange machen? (Zu einem anderen, der sich einmischen will:) Halt doch dein Maul! (Zu KAHEI:) Antworte mir Alter! Und jetzt l&uuml;g nicht. Wer kann beweisen, da&szlig; es in der n&auml;chsten Welt besser ist?<br />
KAHEI lacht.<br />
SUTEKICHI: Antworten sollst du!<br />
KAHEI lacht weiter.<br />
SUTEKICHI (packt KAHEI am Kragen): Ich verbiete es dir, mich auszulachen!<br />
KAHEI: Das kann dir nur jemand sagen, der die n&auml;chste Welt kennt.</p></blockquote>
<p>Dar&uuml;ber, ob es eine &#0187;n&auml;chste Welt&#0171; gibt und wie sie dann wohl aussehen wird kann man sich viele Gedanken machen. Aber mich hat nachdenklich gemacht, was Kahei &uuml;ber &#0187;die L&uuml;ge&#0171; sagt. &#0187;Wie oft kann es im Leben vorkommen, da&szlig; dir die Wahrheit zur Schlinge wird?&#0171; Und eine Wahrheit, die zur Schlinge wird, die einen zum stolpern bringt oder einen gar erw&uuml;rgt, kann ja nicht gut sein. Wenn man unter der Wahrheit blo&szlig; leiden mu&szlig;, sie nicht ertragen kann &#8211; warum sollte man sich ihr dann aussetzen? Kaheis Position erscheint mir auf den ersten Blick menschenfreundlich und nachvollziehbar: Man soll keinen in ein Leid hineinzwingen mit der Wahrheit, der Schlinge. &#8211; Aber diese Menschenfreundlichkeit wird doch schnell schal. Wie soll man denn auf die &Uuml;berzeugung verzichten k&ouml;nnen, die Sutekichi in den Mund gelegt wird: &#0187;Du meinst also, wer l&uuml;gt ist schlecht und wer die Wahrheit sagt immer gut?&#0171; Was k&ouml;nnte einer denn mit einem angenehmen Leben anfangen, wenn er feststellen mu&szlig;, da&szlig; es nur durch L&uuml;gen erkauft ist? &#8211; Aber was soll man andererseits mit einer Wahrheit anfangen, die nur geeignet ist, einen Strick daraus zu drehen?</p>
<p>Und dann f&auml;llt mir ein, da&szlig; es doch wohl auch Momente im Leben gibt, in denen nicht die Frage: Wahrheit oder L&uuml;ge entscheidend ist. So doch wohl bei der alten Frau, der Kahei in ihrem Sterben beigestanden hat: Ist die Verzweiflung an diesem gescheiterten Leben f&uuml;r sie wahrer als die Hoffnung auf das n&auml;chste Leben? Ist es eine &#0187;L&uuml;ge&#0171; auf das n&auml;chste Leben zu hoffen? Hinzu kommt, da&szlig; wir im Leben meistens nicht in der Position sind, souver&auml;n eine Wahrheit zu verk&uuml;nden oder verteidigen. Meistens suchen wir doch eher, als da&szlig; wir schon gefunden h&auml;tten. Vieles m&uuml;ssen wir suchen, unter anderem uns selbst. Was ist nun das &#0187;wahre selbst&#0171;? Eines, so mu&szlig; man doch kleinlaut sagen, wenn man wahrhaftig zu sein versucht, eines, das noch aussteht.</p>


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