Dachlichtband in Form eines Dachreiters über einem Atrium (Quelle: Fachverband Tageslicht und Rauchschutz)

Das Atrium mortis ist der »Vorhof des Todes« und ein etwas aus der Mode geratener medizinischer Fachterminus.
  Pierer’s Universal-Lexikon von 1857 definiert die Atria mortis so: »Ausgangsstellen des Todes; indem gewöhnlich beim Sterben eine der Haupt­lebens­thätigkeiten früher als die übrigen wegfällt, die des Herzens od. der Lungen, od. des Gehirns, nennt man diese Organe Atria mortis.«
  Zum Beispiel diese Erwägung, allerdings ist das Atrium mortis hier eher ein metaphysischer Ort:

»Dass Kinder ohne Fieber und ohne grosse Zeichen von Unwohlseyn, an einer echten Angina membranacea leiden können, ist bekannt; dass aber eine solche Angina membranacea ihre spielende Form fast bis zum Atrium mortis beibehalten, und ohne die geringsten Erstickungszufälle auf eine ganz sanfte Weise mit dem Tode enden kann, möchte nach dem Herrn Verfasser doch wohl zu den sehr seltenen Fällen gehören.« (Allgemeines Repertorium der gasammten deutschen medizinisch-chirurgischen Journalistik, 1838, S. 169)