
Sam (∗ ca. 1955, † November 1982) war der Rhesusaffe, der am 4. Dezember 1959 im Rahmen des amerikanischen Mercury-Programms zur Vorbereitung der bemannten Raumfahrt in einer Rakete geflogen ist. Er wurde in einer Versuchskapsel bei einer Beschleunigung von 5930 km/h in eine Höhe von 82 Kilometern befördert. Sams Flug dauerte ca. 1 Minute, bis wie geplant die Rettungsraketen gezündet wurden, um die Raumkapsel, in der der Affe untergebracht war, vom Hauptantrieb zu trennen. Sam überlebte den Testflug und wurde nach einer erfolgreichen Notwasserung mit der Kapsel geborgen.
Sam war nach Gordo, Able und Baker der vierte Affe, der bis an die Grenze der Erdatmosphäre geschossen wurde. Er war einer von dreien, die diese Reise tatsächlich überlebten. Nur Gordo zahlte seinen Dienst an der Wissenschaft mit dem Leben, obwohl bis zur Wasserung seiner Kapsel Lebenszeichen gemessen wurden, da Wasser in die Kapsel drang.
Das Mercury-Programm war die Antwort der USA auf die erfolgreichen Sputnik-Starts der UdSSR. Das Programm sollte erweisen, daß Affen (und danach auch Menschen) den Aufstieg in einen Orbit um den Planeten und den Flug außerhalb der Atmosphäre tatsächlich überleben können.